
Samstag, 19.09.2026
Palma, Liegezeit bis 22.00 Uhr
Nach über 2 Jahren bin ich endlich wieder unterwegs zu einem meiner Lieblingsurlaubsorte - AIDA.
Gut, die Cosma ist jetzt nicht gerade mein favorite unter den AIDA Schiffen, aber da terminlich gebunden, hatten wir nicht viel Auswahlmöglichkeiten. Ich schreibe wir, denn ich bin nicht alleine unterwegs. Mich begleiten unsere große Kleine, mittlerweile ehemalige Fernwehexpertin auf den AIDA Schiffen und unsere kleine Große. Der einzelne Herr muss leider gesundheitsbedingt zu Hause bleiben, genauso wie Lotte, die trotz vieler menschlicher Verhaltensweisen, objektiv gesehen doch noch immer ein Hund ist.
Obwohl unser Flieger erst um 11.10 Uhr in Zürich nach Palma abhebt, sitzen wir bereits um kurz nach sieben im Zug, der uns in einer guten Stunde direkt zum Flughafen bringt. Ich werde nicht jünger und habe mittlerweile lieber einen ordentlichen Zeitpuffer. Die jungen Damen haben sich lächelnd meinem Zeitmanagement untergeordnet und so stehen wir schon kurz vor Öffnung am Eurowingsschalter, um unser Gepäck abzugeben. Ordnungsgemäß haben wir zwar bereits vor 3 Tagen online eingecheckt mit der anschließenden Vorgabe, unser Gepäck nun an den Self-Bag-Drop-Automaten aufzugeben, aber unser Versuch diesbezüglich scheitert. Kein Self-Bag-Drop für Eurowings am Airport Zürich möglich. Deswegen also Schlange stehen am Schalter.
Trotzdem geht es zügig und nach geglückter, schneller Sicherheitskontrolle, sitzen wir alsbald bei Gipfeli und Cappuccino mit Blick aufs Rollfeld. Ich bin bereits total entspannt und auf Grund meines ausgedehnten Zeitpuffers, gönnen wir uns noch einen weiteren Cappuccino. Der anschließende Flug ist kurz, unspektakulär und ausgebucht.
Angekommen auf Malle, stelle ich fest, die Wege am Flughafen sind noch länger als ich sie in Erinnerung habe. Ein Hoch auf die zahlreichen Laufbänder. Obwohl wir gefühlt bis zum Kofferband fast so lange wie die gesamte Flugzeit von Zürich nach Palma unterwegs sind, rollen unsere Koffer noch nicht.
Und somit stellt sich mir wieder einmal die Frage, warum genau wird nur Sekunden nach der Landung so eine Hektik verbreitet? Gibt es darüber eigentlich Studien?
Egal!
Die Hauptsache ist doch überhaupt, unsere Koffer erscheinen vollzählig auf dem Band und wir können den Weg zu Shuttlebus antreten, der uns vorschriftsmäßig zum Hafen bringt. Und hier wartet sie auch schon, diese gewaltige Cosma, unser zu Hause für die nächsten 7 Tage.
Nach überraschend schnellem Check-in und Sicherheitskontrolle, nehmen wir am großen Steuerrad Aufstellung für das Begrüßungsfoto und ernten verwunderte Blicke von manch Mitreisendem. Vermutlich hält man uns für Erstfahrer - wer macht bitte sonst noch ein überteuertes Begrüßungsfoto? Wir! Fast immer ! Auch wenn wir es meistens nicht käuflich erwerben, weil irgendwie immer einer unvorteilhaft getroffen ist.
Unsere Verandakabine auf Deck 16 ist bereits bezugsfertig uns so kann sich zumindest unsere große Kleine, die schlauerweise kurze Hose ins Handgepäck gepackt hat, umziehen. Wir zwei Anderen, weniger schlau, müssen bleiben wie wir sind. Trotzdem machen wir uns auf für ein erstes Kaltgetränk an einer der Außenbars. Das will nicht nur ich, sondern das verlangt auch die AIDA - Urlaubstradition. Leider sind sowohl an der Pool- als auch an der Lanaibar alle Schattenplätze belegt und in der Sonne ist es fast nicht auszuhalten. Dann eben Stulle und anschließend Kaffee von Starbucks. Kann ich auch mit leben.
Nach der Registrierung für die Seenotrettungsübung sind auch unsere Koffer an der Kabine und einem entspannten Abend steht nichts mehr im Wege.
Widererwartend ist das Abendessen tatsächlich sehr entspannend. Das Yachtclub Restaurant ist um 18.30 Uhr praktisch leer und wir finden ohne Probleme einen netten Tisch für uns drei. Das Buffet ist lecker, Kind Nummer 2, also unsere kleine Große, verliebt sich spontan in die Süßkartoffeln, während ich eher zu Nudelauflauf und Risotto tendiere.
Den Versuch einen anschließenden Absacker in der Lanaibar zu nehmen, brechen wir schnell ab. Die laut fröhlichen "Altherrenkegelclubs" schrecken uns irgendwie ab. All in ist nicht nur von Vorteil.
Mehr Glück haben wir an der Poolbar und ich kann endlich entspannt mein erstes Kaltgetränk genießen. Praktisch unser persönliches " Sie haben Urlaub...."
Das Auslaufen aus Palma um 22.00 Uhr erleben wir von unserem Balkon, sorry Veranda, und während die jungen Damen sich alsbald in ihre Betten verabschieden, sitze ich hier noch lange bei Meeresrauschen.
Sonntag, 20.09.2026
Seetag auf dem Weg nach La Spezia
Ich schlafe wie immer auf hoher See und im Gegensatz von zu Hause, hervorragend. Kurz öffne ich gegen 5.00 Uhr morgens meine Augen und entdecke am Horizont eine Insel. Ist das Menorca? Keine Ahnung. Kurz denke ich darüber nach in meinem mobilen Endgerät die Seekarte aufzurufen, entscheide mich dann aber doch dagegen, denn das Wissen darüber bringt mich in meinem Leben nicht mehr weiter und ich schließe stattdessen lieber nochmals die Augen.
Als ich endgültig erwache, sind auch die Kinder schon auf und so gehen wir bereits gegen 8.30 Uhr zum Frühstück ins Rossini. Dieses wirklich empfehlenswerte "Gourmetfrühstück" habe ich bereits von zu Hause gebucht. Es ist sehr entspannend und für uns bleiben keine Wünsche offen. Im Gegensatz zu einem unserer Nebentische. Hier wird ordentlich gemeckert. Wir, auf jeden Fall, nehmen uns vor, dieses entspannte Frühstück am 2ten Seetag zu wiederholen und reservieren vorsorglich schonmal einen Tisch.
Und sonst?
Verbringen wir den Seetag mit Spielen, besuchen die Kunstauktion, stellen uns mit der großen Kleinen, also unserer Ex-Fernfehexpertin, in die lange Schlange vor der Rezeption, um das große "hallo" mit den ehemaligen Kollegen mitzuerleben, obwohl sie ja eigentlich angeblich niemanden mehr kennt, gewinnen beim Super Jackpot Bingo leider nicht und spielen erneut Karten.
Zu Abend essen wir im Churrascaria Steakhouse, sehr lecker und entspannt. Beim Absacker in der Rock Box Bar klinke ich mich schnell aus. Ich genieße lieber ein letztes Kaltgetränk auf unserer Veranda und denke an den einzelnen Herrn zu Hause.