
14. März 2026 – La Spezia, Wetter: Sonne/Wolken/Regen, 13 Grad
„Oh nein, haben wir das verdient? Dachte ich, es ist Frühling in Italien und jetzt weint der Himmel!“ ist mein Kommentar, als wir nach dem Frühstück an der Reling stehen, die voller Regentropfen ist. Der Himmel hängt grau über den Hängen gegenüber und insgeheim bin ich froh, dass wir heute wieder alleine losziehen. Da können wir abwarten, bis der Regen sich verzieht und dann heißt es wieder: laufen, schauen, fotografieren und natürlich irgendwo einkehren.
In La Spezia waren wir noch nicht gewesen und so betreten wir Neuland. Die Stadt liegt in Ligurien, an der Grenze zur Toskana. Sie ist mit ihrer strategischen Position am Golfo di Poeti ein geeigneter Ausgangspunkt für Touren per Bahn oder Schiff in die Dörfer der Cinque Terre. Auch nach Pisa, Lucca und Florenz kommt man gut von hier aus.
Der Shuttlebus vor dem Schiff ist bereit und bringt uns durch das Hafengelände zum Cruise Terminal. Mein erster Eindruck, es gibt imposante Gebäude, aber auch Häuser, die etwas verfallen wirken. Klar, Restauration und Instandsetzung kostet immer eine Menge Geld und das muss erst mal auf dem Konto sein.
Auf dem Weg zur Panorama Bar sehen wir, dass auch die Almhütte voll ist. DJ Jeroen und die Gastgeber sind in guter Form beim Pub-Quiz.
Es ist schon wieder Mitternacht, als wir in unserer Kabine landen. Morgen können wir ausschlafen, ich brauche kein großes Frühstück. Denn für mich heißt es an Seetagen fast immer „Frau lernt nie aus“. Ich mache wieder eine Kochschule. Ein reiner Seetag ist das allerdings nicht, denn um 18 Uhr werden wir in Marseille sein – über Nacht.
Gute Nacht.