
Wir liefen gegen 6:40 Uhr in Warnemünde an der Mole ein. Direkt vor uns lag die Insignia von Oceania Cruises, und wir erhielten den Liegeplatz unmittelbar dahinter.
Ganz spontan beschlossen wir, eine Radtour nach Rostock zu unternehmen. In Warnemünde fanden wir den Fahrradverleih „Glücksrad“ in der Friedrich-Franz-Straße. Mit 30 Euro pro Tag für ein E-Bike war der Preis völlig in Ordnung. Also machten wir uns auf den Weg nach Rostock – die einfache Strecke beträgt etwa 15 Kilometer – und schauten uns die Stadt bei einem kurzen Besuch an.
Für den Rückweg wählten wir eine andere Route, die sich als sehr angenehm erwies, da sie teilweise windgeschützte Abschnitte bot. Wieder in Warnemünde angekommen, trafen wir uns mit Brigitte und genossen gemeinsam ein Fischbrötchen. Anschließend begleitete sie uns noch zum Schiff. Am Cruiseterminal, in der Nähe der Insignia, begegneten wir außerdem Thilo Ebbighausen (ein ehemaliger AIDA Entertainmentmanager), der als Tourguide für das Schiff unterwegs war. Mit ihm ergab sich ein sehr nettes und sympathisches Gespräch.
Nachdem wir uns von Brigitte verabschiedet hatten und zurück an Bord gegangen waren, zog unmittelbar ein kräftiger Regenschauer durch. Kurzzeitig wurde es sogar windstill, allerdings nicht für lange. Zum Auslaufen zeigte sich zwar die Sonne, doch der Wind frischte wieder auf und erreichte bis zu 29 Knoten. Sicherheitshalber wurden zwei Schlepper angefordert. Mit leichter Verspätung – um 17:36 Uhr wurden die Leinen losgeworfen – verließen wir Warnemünde. Letztlich wurden die Schlepper nicht benötigt, begleiteten das Manöver jedoch trotzdem und unterstützten die Drehung von etwa 150 Grad aus dem hinteren Liegeplatz heraus. Sobald die AIDAdiva auf Kurs war, nahm sie zügig Fahrt in Richtung offene See auf. Natürlich winkten wir den zahlreichen Schaulustigen an Land, darunter auch Brigitte, noch einmal kräftig zu.
Etwa zweieinhalb Stunden später musste ein Passagier per Hubschrauber von Bord gebracht werden. Wir wünschen ihm auf diesem Wege gute Besserung!
Offenbar zog es an diesem Abend gefühlt die meisten Gäste ins Marktrestaurant und in den Yachtclub. Es wurde sogar per Durchsage darauf hingewiesen, dass auch andere Restaurants zur Verfügung stehen. Bereits in der vergangenen Woche war die Situation am ersten und zweiten Reisetag ähnlich. Wir persönlich meiden die Buffet-Restaurants eher, da es dort oft recht wuselig zugeht.
Stattdessen gaben wir der Tapas & Bar auf dieser Reise eine zweite Chance. Diesmal wählten wir andere Tapas, die uns deutlich besser schmeckten. Auch die Sangria – die nicht im Getränkepaket enthalten ist – konnte überzeugen.
Im Anschluss hörten wir noch eine Weile den AIDA Stars zu. Die Lautstärke war mir allerdings etwas zu extrem. Da bevorzuge ich Veranstaltungen wie die Prime Time, Kunstauktionen, die Hafen Lounge oder die Ocean Lounge mit dem Lektor Knud Edler von Hofmann, dessen Vorträge stets sehr informativ und kurzweilig sind.