
Wir durchfahren schon den ganzen Vormittag dicke Nebelsuppe, auf unserem Weg nach Hongkong.
In regelmäßigem Abstand, hören wir das Nebelhorn Signal der MSC Magnifica.
Wie gewohnt am Seetag, sitze ich in der Top Sail Lounge und schreibe vorrangig hier im Reiseblog, bevor ich mich meinem Strickzeug widme.
Ja, gerade gibt es viel zu tun für mich, wurde ich doch von dem aktuell in der Top Sail Lounge am Abend aufspielendem Pianisten freundlich gebeten, ihm auch ein Paar Socken zu stricken, nachdem er die von mir gestrickten und an unsere liebe Servicekraft hier in der Lounge, anlässlich ihres Geburtstags, verschenkten Socken sah. ![]()
Ich höre bereits Teller- und Löffelgeklapper, sowie den Milchschäumer arbeiten. Von daher weiß ich, es geht auf 11 Uhr Vormittag zu und der gewohnte Latte Macchiato wird mir alsbald serviert.
Unsere Reise nahm gestern Abend ihre Weiterfahrt auf.
Der gestrige Ausflugstag war mit unserem Besuch des Jade Buddha Tempels nämlich nicht zu Ende, auch wenn insgesamt alleine dieser Ort schon an Eindrücke (und an Menschenmassen) für einen Tag ausgereicht hätte.
Unser nächstes Ausflugsziel führte uns nun zum über 400 Jahre alten Yu-Garten.
Er ist in der historischen Altstadt Shanghais gelegen und ein klassischer Garten aus der Ming-Zeit.
Bekannt ist der Garten als „Garten der Freude“ und beherbergt alten Baumbestand, einige Pavillons, sehr viele schöne Teiche und interessante Felsformationen.
Der Garten ist von einer Drachenmauer umgeben und in sechs sehr schöne Bereiche unterteilt.
Diverse Brücken über den Teichen lockern das Herumlaufen, durch die einzelnen Bereiche, und die Wegführung auf.
Ein beliebtes Fotomotiv bildet dabei die Zickzackbrücke.
Insgesamt liebt man es, in klassischen chinesischen Gärten (in Japan hatten wir es auch an unterschiedlichen Orten wahrgenommen) sich in traditioneller Kleidung aufzuhalten, um traditionelle Wurzeln zu ehren, sich so zu zeigen und dabei Fotoshootings abzuhalten, um es in sozialen Netzwerken zu teilen.
Dieser Garten ist ein sehr beliebtes Ausflugsziel, da er direkt in die Altstadt und zum Yuyuan Basar führt.
Diese lebhaft quirlige Altstadt besticht durch traditionelle Architektur und man flaniert an unzähligen Geschäften, Souvenir- und Handwerkskunstläden und vor allem an Restaurants vorbei.
Was uns aber dort, in dem unglaublichem Menschengewühl, etwas irritiert hat, waren diverse „fliegende Straßenhändler“, die uns im Vorbeigehen ihre einzeln tragende Handtasche, ihre Uhr oder ihr Handy anboten.
Unauffällig liefen sie dort wie normale Passanten herum. Es gab nämlich ausreichend Polizeipräsenz.
Nur den einen Tag in Shanghai zu verbringen, war definitiv zu wenig und von daher, dass auch drei große Kreuzfahrtschiffe vor Ort waren und das an einem Sonntag, wo die Bevölkerung auch ihre Freizeit an den Hotspots verbringt, war es natürlich überall überlaufen und somit recht stressig, einer Tourgruppe zu folgen.
Heute und morgen versuchen wir unsere neugewonnenen Eindrücke weitgehend zu verarbeiten, bevor wir auf neue in Hongkong aufmerksam werden. ![]()