
Daphne du Maurier schrieb einst:
„Das Meer ist eine uralte Magie, die unsere Herzen und unsere Fantasie für immer fesseln kann.“
Mir hat dieser Spruch gefallen, er stand gestern auf der Titelseite des „Daily-Hefts“.
Wir schippern nun unseren dritten Tag (nachdem wir in Sydney waren) gen Norden, unserem nächsten Ziel Townsville entgegen.
Die Tasmanische See ist, seit unserem Verlassen von Sydney, weitaus rauer geworden und die Schiffsbewegungen sind dadurch seit gestern Abend und in der Nacht auch deutlich spürbarer geworden.
Im „Daily“ von gestern wurde uns außerdem angegeben, dass wir am gestrigen Nachmittag, ca. 15 Uhr, den südlichen Wendekreis überqueren würden.
Der südliche Wendekreis ist ein imaginärer Breitengrad, der sich 23,5 Grad südlich des Äquators befindet. Er markiert den südlichsten Punkt, über dem die Sonne, während der Dezembersonnwende, im Zenit steht.
Ich habe dazu noch etwas weiter recherchiert und gelesen, dass dieser Breitengrad durch Chile, Paraguay, Brasilien, Namibia, Botswana, Südafrika, Mosambik, Madagaskar und Australien verläuft.
Für unsere Reise bedeutet dies, dass wir mit Überqueren der Grenze in die tropische Zone eingetreten sind.
Wir merken es klimatisch, die Luftfeuchtigkeit ist enorm hoch.
Wieder ein „magisches Erlebnis“, was wir so informiert und darauf aufmerksam gemacht worden, niemals wahrgenommen hätten.
Vom 17.02.26 auf den 19.02.26 haben wir das Erlebnis der Überquerung der Datumsgrenze miterleben und mitfeiern können.
Ein entsprechendes Zertifikat, für jeden von uns, dass uns an dieses nahezu einmalige Erlebnis auch in Zukunft erinnern wird, erhielten wir vergangene Tage in die Kabine gelegt. Wir waren sehr erfreut darüber.
Den heutigen Seetag werde ich mit handarbeiten und lesen verbringen, das ein oder andere Schwätzchen halten und mich auf den Theaterabend freuen.
Ich sitze gerade wieder in der Top-Sail-Lounge, während ich das hier alles niederschreibe.
Auf dem Kabinenbalkon ist mir die Luftfeuchtigkeit zu arg, sie schnürt mir den Atem ab.
Die Ruhe und Gemütlichkeit dieses Raums könnt ihr sicher erahnen.
Der Blick nach draußen ist gigantisch und so beruhigend.
Heute Abend ist „Crew-Talent-Show“ und, wie wir es auch von unseren vorherigen Reisen her kennen, gibt es sicher auch hier an Bord einige Crewmitglieder, welche sehr talentiert sind, um in einer solchen Show mitzuwirken.
Auch wenn ich in den letzten Tagen, eher schon Wochen, nichts mehr über das täglich wechselnde Showprogramm geschrieben habe, es wird weiterhin überaus Vielseitiges angeboten und vor allem auch thematisch regional dabei gut angepasst und extra dafür Gastkünstler oder Folkloregruppen kurzzeitig an Bord geholt.
MSC spart nicht daran, uns gut zu unterhalten!
Gestern gab es wieder eine MSC Produktions-Show unter dem Titel „Fantasia“.
Ein mitreißendes Event aus Gesang, Tanz und spektakulärer Akrobatik.
Ich benutze bewusst das Wort spektakulär, da man zu diesen eh bereits akrobatischen Leistungen die widrigen Umstände bei der Aufführung nicht aus den Augen verlieren darf, denen die Künstler, aufgrund der aktuell enorm angestiegenen Schiffsbewegung (gerade gestern Abend waren sie gut spürbar), ausgesetzt sind.
Wir Passagiere standen !!! vorgestern auch wieder applaudierend im Theater, als das mitreißende Konzert dieser drei Herren ihr Ende fand.
Sie stammen aus Melbourne und haben uns als Publikum mit ihren Soul-, Pop- und Musical Hits absolut musikalisch, aber auch choreografisch abgeholt.
Ein weiteres Konzert werden wir von ihnen hier an Bord geboten bekommen.
Wir freuen uns!
Bei uns ist bereits Samstag Vormittag, wir starten also in den Tag.
Viele von euch liegen bestimmt schon zu Bett und schlafen dem wohlverdienten Wochenende entgegen.
Habt von daher schöne erholsame Träume. ![]()