
Wir hatten von Busan/Südkorea so gar keine Vorstellung, lediglich das, was wir im Vorfeld zu unserer Reiserecherche im Internet lesen konnten.
Von daher buchten wir bereits von zu Hause aus einen MSC-Halbtagesausflug, welcher unter dem Motto „die Schönheit von Busan“ stand, um Informationen und einen Eindruck von dieser Stadt für uns zu erhalten.
Der Ausflug versprach dazu, eine Mischung aus Kunst, Küstenflair und authentisches Markttreiben zu erleben.
Mit dem Bus (in VIP-Ausführung) ging es zunächst vom Hafengelände aus durch die Stadt zu einem südlich gelegenem Vorort und zwar zum Gamcheon Kulturdorf.
Dieses Dorf wird auch liebevoll „Koreas Santorini“ genannt, besticht es durch die steile Lage und seinen Gassen am Hang und seinen bunten, teils bemalten Häuser.
Dieses Dorf hat sich von einem ehemaligem Arbeiterviertel zu einem Künstlerdorf entwickelt und viele Besucher lockt dieser Ort, durch die bunten, farbenfrohen Häuser mit ihren Wandmalereien und Skulpturen an.
Absolut im Fokus steht dabei Antoine de Saint-Exupérys „Der kleine Prinz“.
Immer wieder findet man Wandbilder und Skulpturen des kleinen Prinzen dort an diesem Ort.
Wir sahen Familien und Gruppen, welche in Kostüme durch die Gassen flanierten.
Wir fragten unseren Reiseleiter, was für eine Bewandtnis es habe.
Er gab uns zur Antwort, dass Koreaner dies lieben würden und man für umgerechnet 5 US Dollar sich eine Stunde so ein Kostüm ausleihen könnte, um damit durch die Gassen zu laufen.
Von dort ging es wieder ein Stück stadteinwärts zum Songdo-Strand, wo wir über dem Songdo-Skywalk flaniert sind.
Der Songdo-Skywalk ist mit seinen 104 m der längste Skywalk Koreas über dem Meer.
Unser letzter Stopp, bei diesem Ausflug, war das alte Busan mit dem Gukje Markt und seinen vielen Verkaufs- und Streetfoodständen.
In diesem Viertel gab es ein buntes Treiben an Marktständen und in den verwinkelten Gassen musste man schauen, irgendwann auch auf den richtigen Rückweg zu gelangen.
Uns hat der Ausflug gut gefallen und Busan mit dem Kreuzfahrtschiff anzufahren, ist als Destination nicht uninteressant.
Das, was wir städtisch gesehen haben, war sauber und die Menschen, denen wir begegnet sind und zu denen wir kurz Kontakt hatten, waren sehr freundlich und offenherzig.
Dazu eine kurze Begebenheit:
Als wir am Ende des Skywalks ankamen, waren dort Tische und Bänke und sehr viele Koreaner, die dort ein Picknick abhielten.
Mein Mann und ich schauten über die Brüstung hinunter zu einer Gruppe junger Damen, welche eine große Schüssel mit Essen dort stehen hatten und daraus ausschöpften.
Sie schauten zu uns hinauf, winkten und riefen uns zu, wir sollten kommen und mitessen.
Wir bedankten uns höflich und riefen ihnen anzeigend zu, dass wir zeitlich jetzt mit der Gruppe und dem Bus wieder fahren müssten.
Sie holten bereits Pappschalen hervor, wo sie für uns das Essen einfüllen wollten.
Ich bin dann kurz zu ihnen an den Tisch gegangen und habe mich noch einmal bedankt und kurz erklärt, woher wir kommen und dass wir mit einer Gruppe unterwegs sind.
Ich habe gefragt, ob ich sie wenigstens zusammen fotografieren dürfe.
Das sind zwischenmenschliche Begegnungen, die muss und sollte man festhalten, um sich immer wieder daran zu erfreuen.
Noch eine kurze Anmerkung zur Einreise hier in Busan.
Wir hatten gestern Abend, mit dem Ausflugticket, auch unseren Reisepass vom Kabinensteward beim Turn Down Service hingelegt bekommen.
Bei der Einreise heute wurde der Pass von der Einreisebehörde eingescannt und auf der Außenrückseite gab es einen Aufkleber mit personenbezogenem QR-Code.
Nach dem Ausflug, mussten wir erneut der Behörde den Pass vorlegen und der QR-Code wurde eingelesen zur Ausreise.
Unsere Pässe wurden an Bord umgehend wieder alle eingesammelt, wir vermuten, dass die kommende Einreise in Shanghai somit kompakt für alle abgewickelt wird.
Morgen ist ein Seetag.
Dann berichte ich noch einmal etwas über unseren gestrigen Tag in Nagasaki. ![]()