
Nach drei Landgangstagen (Keelung/Taiwan, Ishigaki/Japan, Naha/Japan) folgen jetzt zwei Seetage, bis wir Tokyo/Japan erreichen werden.
Ich hörte schon einige Mitreisende sagen, dass sie sich auf diese beiden Seetage wirklich freuen, um all das Erlebte der vergangenen Tage ganz in Ruhe nun zu verarbeiten.
Wir können es nachvollziehen, uns geht es gleichfalls so.
Wir haben auf dieser Reise bereits viele Länder gesehen, sind dabei mehrfach ins Gespräch mit Menschen vor Ort gekommen und haben auch über deren unterschiedlichen Lebensweisen, deren Kultur etwas erfahren können, bzw miterleben dürfen.
Es sind teils absolut beeindruckende Erfahrungen, welche wir für uns mitnehmen, teils befremdliche und teils aber auch bedrückende.
Um das persönlich etwas verinnerlichen zu können, in Abstand und Ruhe dieses Miterleben vor Ort für sich gedanklich sortiert zu bekommen, sind solche Seetage ein Gewinn und auch eine Notwendigkeit.
Den heutigen Seetag möchte ich dazu nutzen, um über unseren überaus gelungenen Ausflug von Keelung aus nach Taipeh zu berichten, welchen wir über MSC gebucht hatten.
Wie bereits berichtet: Den Vormittag in Keelung hatten wir uns selber gestaltet und waren einfach nur vom Cruise-Terminal aus in die Stadt/um die Blocks gelaufen. Dabei kamen wir auch an dem Chin-An Tempel vorbei.
Um 12 Uhr begann dann unser gebuchter Ausflug nach Taipeh.
Unseren Bus begleitete ein taiwanischer Reiseleiter mit absolut guten sprachlichen Deutschkenntnissen.
Er erklärte uns, dass er knapp 15 Jahre als Diplomat in Berlin gearbeitet habe und davon die letzten fünf Jahre als Kulturattache.
Diesem Herrn auf unserer Fahrt nach Taipeh zuzuhören, um von seinem geschichtlichen, politischen und kulturellem Wissen um Taiwan zu erfahren und profitieren, war top!
Unsere Fahrt führte direkt ins Zentrum und zum Taipei 101.
Dieses Gebäude war mit seinen 508 m einst das höchste Gebäude der Welt und, an moderner Ingenieurskunst und des modernen Designs geschuldet, welches formgebend einer Pagode und eines Bambusstocks nachempfunden wurde, ist es auch heute noch ein Meisterwerk.
Von der Aussichtsplattform, welche sich im 89. Stockwerk befindet, hat man einen 360 Grad Panoramablick über die weitläufige Stadt, den umliegenden Bergen, bis hin zu den fernen Küsten.
Zwischen dem 92. und 88. Stockwerk wird das Gebäude von einem 660 Tonnen schwerem Schwingungstilger/Wind Damper, gegen Erdbeben und Taifunen, stabilisiert.
In dem Gebäude findet man auf den ersten fünf Etagen Geschäfte jeder Luxusmarke sowie Restaurants vor.
Ansonsten wird es u. a. als Bürogebäude genutzt.
Bei der Eröffnung verfügte der Turm über die schnellsten Aufzüge der Welt und wurde damit ins Guinness Buch der Rekorde aufgenommen.
Wir hatten ausreichend Zeit, uns dort in diesem Gebäude aufzuhalten und wir haben die Aussicht von der Plattform und das Ambiente des Gebäudes insgesamt, gerne genossen.
Die Weiterfahrt führte uns als nächsten Stopp zu dem Longshan Tempel.
Es ist der meistverehrteste Tempel Taipehs und gilt als Meisterwerk traditioneller chinesischer Architektur.
Die dort verehrte Hauptgottheit ist die Göttin der Barmherzigkeit, Guanyin.
Der im 17. Jahrhundert errichtete Tempel ist bekannt durch seine Drachensäulen, reich an kunstvollen Schnitzereien sowie religiösen Darstellungen und somit ein Kulturdenkmal.
Von dort fuhren wir zu einer weiteren Tempelanlage.
Der Baoan-Tempel wurde im 19. Jahrhundert errichtet und ist dem taoistischen Gott der Medizin und des Wohlbefindens Baisheng Dadi gewidmet.
Der Tempel gehört zum UNESCO Kulturerbe und ist für seine kunstvollen Verzierungen und Holzarbeiten bekannt und man genießt es, sich in den Innenhöfen aufzuhalten.
Wir hatten einen wirklich sehr gelungenen und interessanten Ausflugstag, dank unserem hervorragenden Reiseleiter, und uns hat auch das, was wir bei unserer Fahrt mit dem Bus in Taipeh gesehen haben, sehr gut gefallen.
Eine saubere und hübsche Stadt, welche wir gerne noch etwas näher angeschaut hätten. ![]()