
Guten Morgen, von unserem heutigen Seetag und unserer Weiterfahrt durch das Südchinesische Meer.
Mir wehten heftig die Haare, als ich meine morgendliche kurze Stippvisite vom Kabinenbalkon antrat.
Schon ein etwas frischer Wind, wehte mir entgegen und die Gischt schaffte es teilweise auch wieder bis zu uns hinauf, auf Deck 9
Ich traute meinen Augen kaum, als ich, nach meiner Morgendusche auf dem Bett sitzend, mich ankleidete und durch die Fenster der Balkontür schaute.
Aber es war nicht das einzige „Böötchen“, welches ich erblickte. Es waren sicherlich zehn-zwölf an der Zahl.
Sie winkten und riefen freundlich zu uns hinauf.
Mittlerweile ist es kurz vor 11 Uhr Ortszeit und wir haben unser Frühstück schon lange genossen.
Heute gab es wieder diese fluffig leckeren Zimtschnecken. Da kann ich nicht widerstehen und mein Mann muss sich erbarmen, eine mit mir zu teilen.
Ich sitze oben in der Top Sail Lounge, um die dortige „Stille Zone“ zu nutzen, da es auf dem Balkon zu windig und frisch ist.
Gleich wird mir bestimmt unaufgefordert ein Latte Macchiato serviert ![]()
Von hier oben, wenn man aus dem Panoramafenster schaut, scheint das Wetter wunderschön zu sein.
Mein Mann ist, wie gewohnt am Morgen eines Seetages, auf Deck 7 walkend unterwegs.
Er wird mir wohl später berichten, wie anstrengend es war, gegen den Wind anzulaufen.
Ansonsten wollte ich euch noch ein wenig über meine aktuellen Gedanken zur Reise berichten.
Alles, was wir als Touristen vorrangig und sehr wohlwollend von Orten ferner Länder wahrnehmen, wenn wir sie besuchen, sind die Schönheiten der Umgebung und die Highlights von oft geschichtsträchtigen Sehenswürdigkeiten dieser Destinationen.
Aber, man bekommt nicht nur die Schönheiten zu sehen, mit denen man sich vorab und im Nachgang gerne gedanklich beschäftigt.
Es gibt, wenn man mit offenen Augen unterwegs ist, auch vieles am Wegrand, was man wahrnimmt und einen ebenfalls, nicht immer positiv, gedanklich festigend mitnimmt.
Wir haben schon recht viele Städte auf diesem Erdball besucht und Kulturen kennengelernt, aber auch vor dem prallen wahren Leben nicht die Augen verschlossen.
Auch das gehört auf der Reise dazu, solche Gegebenheiten im Nachgang zu verarbeiten.
Manila haben wir, da wir an beiden Tagen vor Ort recht umfangreich gleichsam fußläufig unterwegs waren und dabei auch (wie wir es meist tun) oft vom „touristisch geführtem Weg“ abtrünnig wurden, mit zweierlei Augen betrachten können.
Ich werde dazu keine Fotos einstellen, mich damit respektvoll zurückhalten, denn ihr versteht sicher auch so, was ich gerade schriftlich ausdrücken möchte.
Diese beiden Schnappschüsse möchte ich euch aber gerne zeigen.
Sie spiegeln mir sinnbildlich wider, dass es immer Nischen der Ruhe und der Sicherheit geben wird, um auszuruhen.
Vorenthalten möchte ich euch auch nicht, die einmalig mitreißende Kulturshow, welche uns vorgestern Abend an Bord, durch eine Folklore-Gastgruppe, zuteil wurde.
Es hat uns Zuschauer, wiedereinmal, sprichwörtlich von den Theaterstühlen mitgerissen.
Das Abendessen gestern war schwerpunktmäßig philippinisch ausgerichtet, nachdem wir die Philippinen verlassen hatten.
In der Regel wird thematisch, am Abend zur Abreise eines Länderbesuchs, das Dinner landestypisch dargeboten und wir haben es diesmal komplett so auch als Menu gewählt und es war einfach nur köstlich.
Ich werde jetzt noch etwas handarbeiten und später zur Chorprobe gehen.
Euch wünsche ich nachher ein frohes Aufwachen am Morgen und einen schönen Tag ![]()