
An unserem zweiten Landgangstag in Manila, haben wir an dem inkludierten Ausflug, der für jeden Passagier zur Reise angeboten wurde, teilgenommen.
Der Tourbus wurde von einem englisch sprechendem Reiseleiter und einem ins Deutsche übersetzenden MSC Tourguide begleitet.
So lautete für heute die Tourbeschreibung:
„Wundervolles Manila, eine Metropolregion im Wandel der Zeit“.
Also wir sollten Teile des Alten Manilas sowie Teile des Neuen Manilas dabei zu sehen bekommen.
Zunächst fuhr uns der Bus vom Pier aus in den Stadtteil Manilas, wo sich das Cultural Centre of Philippines, dem Zentrum der darstellenden Künste befindet.
Von architektonischem Interesse wäre für uns mit Sicherheit der sich dort befindende Coconut Palast gewesen, der zu 100 %, so wurde es uns erklärt, aus heimischen natürlichen Materialien gebaut wurde, davon größtenteils aus Kokosnussmaterialien.
Daher auch sein Name.
Ich sage mal so, vor lauter Verkehr, der in Manila aber täglich herrscht, und dort nicht anhalten können, geschweige mal aussteigen für einen kurzen Fotostopp und zudem von der Straße aus wenig sichtbar, da verdeckt hinter zugewachsenem Gestrüpp, war dieser Ausflugspunkt echt eine Enttäuschung.
Und so fuhren wir in dichtem Verkehr weiter durch den Ortsteil Makati, dem Finanz- und Bankendistrikt des Landes, sowie am Forbes Park, ein privates Wohngebiet, was auch unter dem Namen „Millionärsstrasse“ bekannt sei, aufgrund der Residenzen, welche dort stehen.
Nach einer recht langen Fahrt durch dichten Verkehr, kamen wir nun zu unserem ersten richtigen Stopp an, dem „American Cemetery and Memorial“.
Dieser Ort ist der größte amerikanische Militärfriedhof außerhalb der USA und den amerikanischen und philippinischen Opfern des zweiten Weltkriegs gewidmet.
An diesem Ort ruhen über 17.000 US-Soldaten und philippinische Verbündete. Für jedes der bekannten Opfer steht ein weißes mit Namen versehenes Marmorkreuz.
Den 36.000 Opfern, die vermisst blieben, gedenkt man namentlich an den Wandelgangmauern, welche links und rechts, zu der kleinen mittigen Kapelle, mit ihren wundervollen Mosaik verzierten Wänden, den zentralen Punkt der symmetrischen Anlage bildet.
Ein Besucherzentrum, mit Bild und Tondokumentationen, kann dort auf dem Areal auch noch besucht werden.
Unsere Fahrt wurde nun fortgeführt und zwar zurück Richtung Altstadt.
Dort fand ein kurzer Stopp am/im Rizal Park statt.
Der Park ist Dr. Jose Rizal gewidmet, einem Nationalhelden der Philippinen.
Der Park war Schauplatz vieler historischer Ereignisse, darunter die Ausrufung der philippinischen Unabhängigkeit von der spanischen Herrschaft.
Als letzte Station unserer Excursion stand ein kurzer Fotostopp bei der Kathedrale an (wir hatten sie gestern ausgiebig besichtigt und fotografiert).
Und von dort führte uns der kurze Weg hinüber zur ummauerten Stadt mit der Anlage „Fort Santiago“.
Diese spanische Festung spielte einst eine wichtige Rolle in seiner Nutzung als Garnison und Gefängnis, innerhalb der Geschichte der Philippinen (bekannt durch die Inhaftierung des Nationalhelden Dr. Rizal) und diente damals als Verteidigungsanlage.
Heute ist er ein Park und ein zentraler Touristenort mit Museum.
Auch wenn der Ausflug zunächst recht schleppend und unzufriedend unserer Meinung nach begann, so dürfen wir abschließend aber doch noch recht zufrieden sein, da wir diese drei letzten Schwerpunkte schlussendlich für uns als interessant und sehenswert erlebten und nun verinnerlichend auch genauso mitnehmen werden.
Gerade bin ich fertig, mit meiner schriftlichen Vorbereitung zum heutigen Bericht über Manila und höre gerade auch das Typhon.
Wir legen ab und verlassen Manila und damit die Philippinen und machen uns weiter, auf den Weg nach Keelung/Taiwan.
Morgen ist von daher ein Seetag, der uns bestimmt auch gut dabei helfen wird, gedanklich alles Erlebte, der letzten beiden Tage, zu verarbeiten.
Wir gehen nun Abendessen ![]()