
„Das Rauschen des Meeres ist Musik für die Seele“
Das Zitat stammt von Anthony T. Hincks und ich habe es im Daily gelesen.
Dieser „speziellen Musik“ zu lauschen, tut meiner Seele wahrhaft gut und beruhigt mich ganz schnell wieder, wenn es kurzzeitig mal etwas stressig wird.
Ich dachte mir, das, was ich gestern erlebt habe und was einen so an Bord noch an zu erledigenden Aufgaben erwartet, wenn man viele Länder bereisen möchte, gehört hier ebenfalls einmal etwas genauer erörtert, denn auch das ist Kreuzfahrtalltag, bei einer Weltreise.
Und somit möchte ich es euch authentisch schildern.
Vorgestern Abend erhielt und las man in der MSC for Me App folgende Info:
Beim Turn Down Service erhielten wir dazu noch eine ausführliche schriftliche Information bzw. eine Anleitung, sowie die dazu benötigten korrekten Kontaktdaten, um das geforderte Procedere abzuwickeln.
In der Nacht hatte ich dazu keine Lust mehr, mich damit zu beschäftigen, obwohl meine Lebensphilosophie eher dahingehend tendiert: „was erledigt ist, das ist erledigt“.
Von daher nahm ich mir in aller Ruhe am Morgen, nach dem Frühstück, das ausführliche Infoblatt noch einmal zur Hand.
Das war schon einmal gut so, denn hätte ich mich damit in der Nacht noch auseinandersetzen wollen, wäre es mit Sicherheit eine schlaflose Nacht geworden.
Wie auf dem Infoblatt beschrieben, musste man zunächst, unter der angegebenen behördlichen Mail-Adresse, einen persönlichen Account anlegen.
Ok, das klappte reibungslos.
Dann, entweder ein aktuell erstelltes Selfie hochladen oder ein bereits vorhandenes Foto aus der eigenen Mediathek, bevor man mit der persönlichen Eingabe fortfahren konnte.
Hmmm, der Selfieversuch scheiterte zweimal. Also griff ich auf ein hinterlegtes Foto zurück, welches ich unter Dokumente noch von dem im Herbst beantragten Visa für Neuseeland (und für andere Länder zur Visabeantragung auch genutzt) abgespeichert hatte.
Super, das klappte und mein Account war damit erstellt.
Ich wollte bereits mit dem Erstellen eines seperaten Accounts für meinen Mann beginnen, da fiel mir ein, doch mal genauer hinzuschauen, ob es nicht sowas wie einen Family Account gibt.
Jawoll, so war es und damit konnte ich mir einiges an zusätzlicher Arbeit ersparen.
Im Prinzip war ich schon fast auf der Zielgeraden, da stockte etwas beim Weiterklicken. ![]()
Nein, nicht nervös werden!
Ruhe bewahren und losgehen, um dir Rat und Hilfe zu suchen, sagte ich mir.
Hui, dass ich nicht alleine mit irgendeinem Problem dastand, wurde mir schnell klar, als ich bei der dafür eingerichteten „Hilfsstation“ auf Deck 7 ankam. ![]()
Geduld, beim Anstehen in der bereits vorhandenen und immer länger wurdenden Schlange an Passagiere, war nun für alle gefragt.
Laut gestikulierend und sich in jeweiliger Landessprache austauschend, wer schon wie weit mit seinen Eingaben war, bzw gar nicht wusste, wie er überhaupt mit der Eingabe für eine Registrierung beginnen sollte, stand ich mittendrin.
Ich versuchte einer Vierergruppe spanisch/katalanisch sprechenden Mitreisenden vor mir zu erklären, dass sie sich zunächst unter der angegebenen Adresse zu registrieren hätten. Sie hielten ja ihr, in Landessprache, Infoblatt dazu in der Hand, mit der Mail-Adresse.
Aber irgendwie war ihnen das schon zu viel und lieber lamentierten sie lautstark herum, die Crew soll das machen.
Nach knapp anderthalb Stunden, stand ich endlich fast am Anfang der Schlange. ![]()
Ein für Englisch, Italienisch und französisch zuständiger Mitarbeiter fragte bei uns vorne nun Anstehenden nach, wem er helfen könne.
Also, es standen zwei deutsche Damen und die vier Katalanen noch vor mir an.
Alle winkten ihm ab und ich, als Nächststehende, sagte, ob mein Englisch ausreiche, um ihm zu erklären wo ich das Problem habe, wüsste ich nicht.
Er blickte auf meine aufgerufene Handydatei und sah, dass ich primär selbstständig alles schon fertig hatte und bat mich mitzukommen.
Oha, gab es da ein Aufschrei der beiden Damen aus Deutschland! ![]()
Sie würden auch auf deutsche Hilfe warten, riefen sie laut.
Der Mitarbeiter hat das wohl irgendwie richtig gedeutet und ihnen auf englisch erklärt, er könne ihnen nur auf englisch aber nicht auf Deutsch helfen und das hätten sie ja abgelehnt. ![]()
Ach so! ![]()
Ja ja, alles Nervensache! ![]()
Er nahm also mein Handy zur Hand, klickte zweimal, ich musste noch eine Unterschrift hinterlegen und mein Problem war in nichteinmal 30 Sekunden gelöst.
Fragt mich bitte nicht, was und wo er da geklickt hat, aber beide Authorisierungen waren erfolgreich abgeschlossen und bewilligt. ![]()
Er machte von beiden Formularen/QR-Codes umgehend Screenshots und meinte lächelnd, als er mir das Handy zurückgab, Don‘t worry! ![]()
Über Tag und am Abend haben wir gestern einige Mitreisende gesprochen, die bereits richtig Probleme beim Registrieren schon hatten, bzw sich jeweils als Einzelperson registriert hatten und am Ende dann auch nicht den Abschluss durchklicken konnten, weil sie nach mitreisenden Familienangehörigen gefragt wurden, welche sie, so wie ich es tat, demnach gleichzeitig mit hätten registrieren sollen.
Alles kompliziert. ![]()
Jedes Land hat eben andere formale Vorgaben und diese gestern waren nunmal in dem zeitlichen und damit auch nur während der Reise einzuholendem Rahmen zu erledigen.
Oh, was wurde ungerecht auf MSC geschimpft … ![]()
Sorry, aber es gab für jede Sprache ein Anleitungs-Infoblatt, im TV wurde ein Kanal mit Schritt-für-Schritt Anleitung eingerichtet und es gab diese persönlich anzusteuernde Hilfsstation, natürlich mit Wartezeit.
Die Fürsorge und Betreuung war ausreichend durch MSC gegeben. ![]()
Die rechtzeitige Beschaffung der erforderlichen Einreisegenehmigungen obliegt jedoch grundsätzlich und alleinig bei den Passagieren.
Es werden weitere, solch erst kurzfristig zu stellenden, Einreisemodalitäten auf uns zukommen, das wissen wir alle bereits und müssen dann auch das erneut erledigen.
Aber man wächst mit und an seinen gestellten Aufgaben. ![]()
Und so erinnere ich noch einmal abschließend an das oben eingestellte Zitat:
„Das Rauschen des Meeres ist Musik für die Seele“.
Ich schaue auch jetzt wieder hinaus aufs weite Meer und genieße meine innere Ausgeglichenheit, die damit einhergeht.
Und ich genieße jetzt den Latte Macchiato, der mir, um diese Uhrzeit an Seetagen, jedesmal ohne Aufforderung freundlich serviert wird. ![]()
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