
Wir schreiben den 66. Reisetag und das bedeutet, wir haben die Hälfte der kompletten Reise damit nicht nur schon hinter uns gelassen, vielmehr, uns stehen weitere 66 Reisetage noch bevor, die wir an Bord und an anzusteuernde Destinationen erleben dürfen!
Immer wieder bin ich erstaunt, wie ein Tag nach dem anderen so schnell voranschreitet und die Freude, über alles bisher Erlebte und die Vorfreude, auf alles das, was uns noch erwarten wird, nimmt dabei einen positiven Raum ein.
Wir haben an Bord lockere, nette Bekanntschaften mit Mitreisenden gemacht, mit denen wir auch gute und sachlich interessante Gespräche führen können.
Haben aber auch von einigen Reisenden und ihrem Gehabe/Auftreten und ihren Gesprächen mittlerweile genug, weil einfach unsachlich und nervig.
Das gehört an Erfahrung wohl, bei einer längeren Reise, auch dazu.
Hörten Gleiches auch von anderen Mitreisenden, dass es ihnen genau so geht und sie auf Distanz gegangen sind, um sich die Freude an der Reise nicht nehmen zu lassen, sondern weiter zu erhalten.
Das Schiff bietet Gott sei Dank ausreichend Möglichkeiten, sich Nischen und Distanz zu suchen, um die eigene gewohnte Ruhe zu bewahren.
Zwei liebevoll und auf unser Wohlergehen bedachte aufmerksame Crewmitarbeiter in der Lounge, die wir gerne aufsuchen und gerade am Abend als Ruhepol nutzen, wachsen uns bereits sehr ans Herz, sodass die üblich tägliche Begrüßung sich mittlerweile in eine liebevoll freundliche Umarmung gewandelt hat.
An Seetagen, sofern ich den Kabinenbalkon dazu nicht nutzen mag/kann, nutze ich die Lounge gerne auch, um z. B. am Reiseblog zu schreiben und/oder zu handarbeiten.
Gegen 11 Uhr bekomme ich mittlerweile automatisch einen Latte Macchiato serviert. ![]()
Wie gesagt, liebevoll aufmerksam!
Soviel mal zu einem schnellen Einblick, wie es uns hier an Bord, nach dieser bereits langen Reisezeit, ergeht und was wir zwischenmenschlich positiv und negativ erfahren/wahrnehmen.
Unser nächster Stopp ist für Sonntag den 15.03.26 geplant und zwar werden wir gegen 16 Uhr Ortszeit in Manila/Philippinen erwartet. Dort bleiben wir Overnight.
Wir schippern somit weiterhin durch den pazifischen Ozean, welcher ein Drittel der Erdoberfläche bedeckt.
Das Wetter ist schwankend wechselhaft.
Da unser Liegeplatz Cairns ausgefallen ist (dazu stelle ich diesen Kabinenbrief ein, den wir gestern erhielten), möchte ich euch heute noch ein wenig über das Museum of Tropics Queensland in Townsville berichten.
Kurz erwähnen möchte ich dazu: Townsville ist dem Bundesstaat Queensland zugehörig. Dieser Bundesstaat hat eine recht hohe Einwohnerzahl, welche deutsche Vorfahren aufweisen/besitzen.
Auch wenn der Staat multikulturell und hauptsprachlich englisch ist, so wird er parallel stark von der indigenen Kultur geprägt.
Diese Tafel, diese Willkommensworte, ist/sind mir beim Betreten des Museums aufgefallen und ich finde es hier zu Beginn und in der Fortführung meines Beitrags über das Museum auch gleich zu posten, von daher gerechtfertigt passend platziert.
Der Besuch des Museums, bzw. der Hauptgalerie, ist erfreulicherweise kostenfrei. Lediglich für eine Sonderausstellung zahlt man Eintritt, sofern man sich diese zusätzlich anschauen möchte.
Das Museum widmet sich der Natur- und Kulturgeschichte Nordqueensland.
Die Ausstellungen bieten u. a. Einblicke zum Great Barrier Reef, den tropischen Regenwäldern und vor allem der maritimen Geschichte, insbesondere des Wracks der HMS Pandora.
Ich musste und habe mich dazu belesen, was es mit der Bezeichnung „HMS“ auf sich hat.
Es steht für His/Her Majesty‘s Ship, übersetzt „Schiff seiner Majestät“.
Dieses Präfix (also in dem Fall die Vorsilbe HMS) wird bei Schiffen der Royal Navy verwendet. Damit wird angezeigt, dass sie im Dienste der Monarchie stehen.
Die HMS Pandora war ein britisches Kriegsschiff.
Um die Meuterer der Bounty aufzuspüren, wurde es 1790 entsandt.
Auf dem Rückweg nach England, lief die Pandora auf das Great Barrier Reef auf und sank.
Das Wrack in Australien ist archäologisch als eines der bedeutendsten Unterwasserstätten bekannt.
Das UNESCO-Weltnaturerbe „Great Barrier Reef“ ist mit 2.300 km das weltweit größte Korallensystem.
Der Klimawandel, dadurch die erhöhte Wassertemperatur, hinterlässt sichtbare Spuren in Form von Korallenbleiche.
Um tropische Regenwälder zu erkunden, sei Townsville ein guter Ausgangspunkt, so las ich.
Etwas südlich von Townsville liegt der ca 11 Hektar große Billabong Sanctuary Park, ein bei Besuchern beliebtes Ausflugsziel.
Er bietet Regenwald sowie typische einheimische Tiere in ihrer natürlichen Umgebung zu sehen und zu erleben.
Der Park ist um einen natürlichen Wasserlauf angelegt (Billabong) und bietet interaktive Begnungen in Form von Fütterungen und hautnahe Kontakte zu unterschiedlichen Tieren an.
Alles das wird in diesem Museum angesprochen und uns Besuchern anschaulich an Exponaten oder an bildlichen Darstellungen nähergebracht.
Wie treffend fand ich die Überschrift dieses Schriftstücks, beim Betrachten des ausgestellten Exponats.
Belassen wir es für unsere Reise aber nur bei der Überschrift.
„Eine Reise um die Welt“
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