
Ein Merkspruch in der Seefahrt lautet:
„Von Ost nach West halt‘s Datum fest,
von West nach Ost lass‘ Datum los.“
Wir haben den 18. Februar 2026 letzte Nacht übersprungen und sind gleich vom 17. zum 19. Februar gesprungen.
Ein Ereignis der besonderen Art, welches man wohl nicht oft im Leben miterleben kann.
Und, ihr ahnt es bereits!
Wie nicht anders zu erwarten, auf dieser besonderen Reise, wurde auch diese Besonderheit gebührend gefeiert.
Jetzt aber mal in aller Reihenfolge nacheinander die ganzen „Feierlichkeiten“ des gestrigen Abend hier geschildert, näher erläutert und niedergeschrieben.
Zunächst einmal war ja gestern, am 17. Februar, auch noch Fastnachtsdienstag.
Uns hatte es bereits gewundert, dass vor lauter Valentinstag und Äquatorüberquerung am Wochenende der Karneval gar nicht an Bord thematisiert wurde.
Der Abend des Fastnachtsdienstags bot sich demnach nun dazu an. ![]()
In der „Daily“ erklärte man, dass es sich beim Fastnachtsdienstag um eine christlische Feier vor der Fastenzeit handelt, also in Folge praktiziertend der vierzigtägigen Zeit der Abstinenz, in Vorbereitung auf das Osterfest.
Der Karneval ist der letzte Tag, an dem üppig gegessen, getrunken und öffentlich gefeiert wird.
Oha, was bedeutet das nun die kommenden 40 Tage bis Ostern für uns an Bord? ![]()
Machen wir uns keinen Kopf, feiern wir jetzt und zwar alles, was es zu feiern gibt
, und das war gestern dann noch einmal reichlich.
Der Abend nahm für uns seinen Lauf zunächst um 19 Uhr damit, dass wir der Samoan Ceremony Show im Theater zuschauten.
Eine kulturelle Begegnung traditioneller samoanischer Musik und Tänze.
Weiter ging es für uns um 19:45 Uhr damit, dass wir der Parade kostümierter Passagiere und Crewmitglieder, welche durchs Schiff zogen und im Atrium ihre Location, um Karneval zu feiern, fand, zuschauten.
Die besten Kostüme wurden dort anschließend ausgezeichnet.
Danach nahmen wir unser Abendessen ungezwungen im Buffetrestaurant ein.
Die Tische dort waren festlich mit weißen Tischdecken eingedeckt, das Buffet geschmückt und die frisch gegrillten naturgebratenen Schweinekoteletts waren exzellent!
In der Top-Sail-Lounge, in der wir uns am Abend gerne aufhalten, tranken wir anschließend in aller Ruhe ein Glas Wein.
Um 22:30 Uhr fanden wir uns auf Deck 13 bzw. 14 ein, um dem bunten Treiben der angesetzten Karneval Party beizuwohnen.
Damit wir alle noch einmal vor den 40 Tagen der Abstinenz uns ordentlich „Füllen“ können, wurde um 23 Uhr auch noch das Gebäck- und Schokoladenbuffet eröffnet.
Nur gucken und fotografieren, lautet jedesmal meine Devise, doch diesmal habe auch ich mir einen Teller geschnappt und mir vier etwas größere dieser gebackenen Sticks geben lassen, sowie einen Klecks Schokosauce.
Allerdings war diese Leckerei nicht für mich gedacht, sondern ich habe es den beiden Bar-Mitarbeitern gebracht, welche uns immer sehr angenehm und freundlich bedienen.
Ohja, diese Überraschung war mir gelungen und sie haben sich darüber sehr gefreut. ![]()
Um 23:55 Uhr switchten wir nahtlos von der Karnevalsparty in die Datelineparty rein und sahen uns, vom 17. Februar hineinfeiernd begonnen, nach dem Countdown um 00:00 Uhr, nunmehr am 19. Februar immer noch feiernd am gleichen Ort stehen.
Es sind absolut die besonderen Erlebnisse, die nebenbei passieren und einem vorab gar nicht tief im Bewusstsein eingeprägt sind.
Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit, wollten wir dem Geschehen erst gar nicht mehr beiwohnen, sind dann aber doch oben auf Deck 14 gestanden und haben kurzentschlossen auch noch ein Glas Sekt geordert, um auf dieses besondere und gewiss einmalige Ereignis anzustoßen.
Vor lauter Feierlichkeiten des gestrigen Abends, denen ich als Bordereignisse auch ausreichend Raum in meinem Reisebericht geben wollte, werde ich über den heutigen Tag, von und über unserem Landgang in Apia, erst morgen am Seetag berichten.
Bis dahin, liebe Grüße von Bord der MSC Magnifica ![]()