
5. Juli 2025 – Gijon, Wetter sonnig 22 Grad
Nach dem Rundgang in Oviedo, der Hauptstadt Asturiens, geht es jetzt nach Gijon. Eine halbe Stunde dösen wir ab und zu während der Fahrt und schauen gelegentlich aus dem Fenster. Ja, Urlaub kann auch anstrengend sein – zumal die Abende manchmal echt herausfordernd sein können, weil wir kein Ende finden.
Die Häuserfronten unterscheiden sich deutlich von denen in A Coruna, es gibt keine kleinen Glasfenster. Interessant finde ich die Geschichte der Kirche St. Jose, vor der wir stehen. Die Errichtung begann 1889 und auf Grund von vielen Schwierigkeiten wurden die Bauarbeiten mit der Fertigstellung des Turms erst 1933 abgeschlossen. Und schon begannen die Sanierungsarbeiten. Geld war knapp und so wurde sie nach dem Bürgerkrieg abgerissen. 1946 begann man mit dem Neubau von San Jose.
Im Jahr 2013,. wurde der Apfelweinbaum gezüchtet – sprich gepflanzt. 3.200 Flaschen reihen sich aneinander und übereinander. Er hat ein Gewicht von 8 Tonnen und viele Weingüter haben diese grünen Flaschen gespendet. Abends ist der Baum beleuchtet und leuchtet grün, wie ein Blätterbaum. Der Cider wird sehr speziell eingeschenkt. Das Glas wird in der linken Hand schräg gehalten und die rechte Hand hält die Flasche sehr hoch. Der Cider hat einen langen Weg ins Weg ins Glas – man muss schon treffsicher sein – und dann ist er schön perlend und schmeckt nicht so fad, wie direkt aus der Flasche ins Glas.
„Also ehrlich, es gibt doch immer wieder tolle Sachen, die uns beeindrucken“ platzt es aus mir heraus. Man braucht überall viel Zeit, um alles genau anzuschauen. Aber leider haben wir die nicht und jetzt haben wir uns eine kleine Pause verdient. Ein paar Oliven, ein kleines Bier, der Blick auf den Hafen, wunderschön. Im Schatten sitzt es sich gut und die Bedienung ist sowas von freundlich. Das muss auch mal erwähnt werden.
Wir besorgen uns ein Getränk zum Sail away, stehen achtern und der Hafen entschwindet langsam unseren Blicken.
Die Stimmung im Theatrium brodelt, es wird gesungen und geklatscht. Bei den Hits kann niemand still sitzen bleiben. Die Outfits erinnern mich an meine eigene Zeit mit den Schulterpolstern und wilder Musik. Die AIDAstars geben alles und die Akrobatik kommt auch nicht zu kurz – eine tolle Show finde ich.
„Ich brauch frische Luft“, kommt atemlos von meinem Mann. Also gehen wir hoch aufs Pooldeck und ich hatte es fast vergessen, Alpenglühn ist angesagt.
Mitternacht ist Zapfenstreich angesagt, morgen sind wir in Bilbao und der Ausflug beginnt um 9 Uhr.