
12. April 2025 – Santa Cruz de Tenerife, 19 Grad, leicht bewölkt
Ausschlafen war heute nicht, wir haben einen Ausflug gebucht, der um 10.30 Uhr beginnt. In unserer Innenkabine haben wir von dem augenblicklichen Wetter nichts mitbekommen und dann kommt der leise Aufschrei „oh nein“, als wir beim Frühstück kurz auf den Hafen schauen wollen. Es regnet – nun gut, wir nehmen es hin und packen die Regenjacken samt Schirm nicht so tief unten in unseren Rucksack.
Auf Teneriffa, so nennen wir Deutschen die Insel, waren wir 2021 schon einmal gewesen und haben einen Bummel durch die Hafenstadt auf eigene Faust gemacht. Die Insel hat ja mehr zu bieten als nur diesen Ort, denn es ist eine Insel der Kontraste. Touristenhochburgen und abgelegene Dörfer stehen im reizvollen Gegensatz. Es gibt traumhafte Strände und schneebedeckte Berge, die Urlauber anziehen. Nicht übersehbar ist der Pico de Teide mit einer stattlichen Höhe von 3.719 Metern und er ist fast 1.000 Meter höher als die Zugspitze. Leider wird er heute durch Wolken versteckt.
Und was unternehmen wir auf unserem Ausflug? Eine Fahrt zum Mirador de Garachio und dann geht es runter zum Ort am Meer. Durch die getönten Scheiben des Busses sieht die Landschaft verfärbt aus, aber die Regenwolken sind sehr gut zu erkennen.
Die Straßen winden sich den Hügeln empor und die Landschaft ist sehenswert. Steile Felsen, weiße Häuser an den Hängen, viel Grün und der Blick auf das Meer ist Klasse. Es gibt etwas Freizeit, die wir für einen Bummel nutzen und von einem Plateau direkt runter auf die Stadt schauen können.
Der Bus wartet und es geht abwärts, mit etwas Regenbegleitung. „Uff, da haben wir jetzt aber wieder Glück, dass es aufgehört hat“ höre ich meine bessere Hälfte sagen. Der Parkplatz, war schon mal einzigartig. Früher war dort mal ein Sportplatz gewesen und wegen der hohen Wellen, manchmal nicht nutzbar. Kurzum wurde er verlegt und heute befindet sich dort wie gesagt ein Parkplatz.
Die Gassen mit dem Kopfsteinpflaster zwingen mich, auch mal nach unten, statt nach oben zu schauen. Irgendwie sind meine Sportschuhe nicht ideal für feuchte Steine. Also aufpassen. Vor der Iglesia de Nuestra Senora de los Angeles ist nicht viel los. Die mächtigen aus Lavastein gebauten Eingangstore im Renaissncestil prägen das Bild.
Pünktlich sind alle am Bus und wir fahren zurück nach Santa Cruz mit etwas Freizeit. „Da werden wir doch was trinken und essen oder?“ frage ich meinen Mann. Er strahlt mich an und meint, „Ist doch dein Königinnentag, Schatz. Wir machen, was du möchtest!“ Das „Café de Paris“ lockt mit einer kleinen feinen Speisekarte und schon sind die Kartoffeln mit Mojo-Soße bestellt.
„Ach, wir sind ja nicht aus Zuckerwatte, laufen wir doch einfach mit dem Schirm weiter“ ist das Kommando. Und was soll ich sagen. Da steht doch ein hübscher junger Mann mit einem Blumenstrauß an einer Hausecke, als würde er auf jemanden warten. „Hier, nimm mal mein Handy“ und dann fotografiert mein Mann mich, wie ich mich auf Zehenspitzen stelle und den fremden Mann küsse. Ich ihn aufs Kinn und er mich auf die Stirn. Was für ein Erlebnis.
Es ist etwas ungemütlich und so legen wir einen Zahn zu, erreichen die Markthalle und … oh nein, da ist alles abgebaut und die Läden schon zum Teil geschlossen. Pech gehabt, aber immerhin, wir haben Kalorien abgebaut.
Pünktlich um 19.00 Uhr verlassen wir den Hafen von Santa Cruz de Tenerife und steuern Gran Canaria an. Das Abendessen ist schnell erledigt, wir möchten ja zur Primetime mit Annett und Christoph. Heute kommt auch unser Kapitän Matteo Fava, um sich von den Gästen zu verabschieden. Die Bühne wir im Anschluss so richtig voll, die Crew verabschiedet sich auch und dann geht der Run auf den Farewellsekt los.
Für morgen sind wir ziemlich planlos, denn Las Palmas haben wir mehrfach besucht und so wird es sicher einen Spaziergang geben und anschließend der Balkon genutzt.
Gute Nacht, morgen schlafen wir erst mal aus!