
13. März 2023 – Road Town, Tortola, 26 Grad leicht bewölkt
So, den Morgen habe ich dann mal schon toll erlebt und ich fühle mich trotz des frühen Aufstehens überhaupt nicht müde. Der Frühstückskaffee schmeckt und Unterhaltung gibt es auch. Die Crew vom Weite Welt Restaurant ist mit Kochlöffeln und Dosen aufgetaucht und es erklingt „Happy Birthday“ mit instrumentaler Untermalung. Geburtstag feiern auf dem Schiff hat schöne Seiten. Inzwischen haben wir unsere Diskussion beendet und so gilt für heute die Devise: Wir wollen bummeln und einen Ausflug machen wir, wenn wir mal wieder hierher kommen. Man weiß ja, womit AIDA uns lockt … Sonne im Winter und Frühjahr ist sehr verführerisch..
Unsere Heckwelle hat eine Farbe, die ich kaum beschreiben kann oder? Nennen wir es karibischblau und in der Ferne ist die Insel sichtbar.
Tortola hat mir nichts gesagt, vereinzelt erzählten AIDAfreunde davon und nun sind wir hier. In dem schönen Faltblatt „my AIDA HEUTE“ lese ich folgendes: Als Columbus auf seiner zweiten Reise 1493 (oh, das ist ja wirklich lange her, eigene Anmerkung) auf Tortola vorbei kam, zog er den Vergleich zu St. Ursula, die in den frühen Tagen des Christentums mit 11.000 Jungfrauen bei Köln durch die Hunnen in den Märtyrertod getrieben wurden, und so entstand der Name der Inselgruppe: Virgin Island (übersetzt unbefleckte Inseln). Ein Glück, es gibt im Internet die Möglichkeit, Geschichte nachzulesen und so lernt man im Alter auch noch was dazu. Die Britischen Jungferninseln sind ein Überseegebiet des Vereinigten Königreichs und man zahlt dort aber nicht mit britischen Pfund, sondern mit US-Dollar. Ja, was gibt es dort interessantes anzuschauen auf der Insel? Ich glaube, man kommt eigentlich hierher, um die Strände zu genießen, im türkis grünen Wasser zu baden, Seafood zu speisen und natürlich auch einen Cocktail am Beach zu trinken. Genau davon haben unsere Freunde auch berichtet, sie sind Strandliebhaber.
Wir machen nichts von alledem, vielleicht bis auf den Cocktail? Unser Plan, runter vom Schiff, auf den kleinen Stadtplan schauen´und los geht die Tour. Was mir persönlich als erstes auffällt, sorry, dass ich davon anfange, es ist sehr sauber im Hafengelände, dem Wickhams Cay 1. Vor dem Terminal bleibe ich gleich stehen.
Das Hinweisschild
zum Hafen ist geschmackvoll gestaltet. Ich schaue mich um, wo denn
der Bläser ist. Keiner da
. Die Fächerpalmen spenden etwas
Schatten und liebevoll bepflanzt stehen kleine Blumentöpfe mit
Steinpflanzen auf den Bänken. Auch hier auf der Insel sind Zigarren
ein Thema und man wird sie überall kaufen können. Für einen Drink
an der Bar ist es uns noch zu früh, schließlich wollen wir ja
unsere Runde laufen.
Wichtiger Hinweis, was verboten ist: Im Badesachen herumspazieren, Glasflaschen dürfen öffentlich nicht sichtbar sein, Rauchverbot in der Öffentlichkeit (sieh mal an), Hunde dürfen nur angeleint ausgeführt werden. Die Bürgersteige sind für die Fußgänger und Skater haben da nichts verloren. Klare Vorgaben – wir halten uns dran.
Die Häuser sind nicht sehr hoch und auch hier wird an verschiedenen Stellen gebaut.
An den Bäumen hängen grüne Mangos und die Müllentsorgung scheint zu funktionieren, sieht man an den Mülltonnen.
Die Bebauung geht auch hügelwärts, aber nichts sieht überladen aus.
Der Ort ist überschaubar und hat sogar einen Nachtclub. Es scheint auch einen Dresscode zu geben, wie ich es auf dem Schild neben der Treppe erkenne. Jungs, Shorts bleiben draußen – wie auf AIDA auch, in den Restaurants am Abend.
Welch eine Wohltat zu sehen, der Wasserlauf ist ohne Müll, im Gegensatz zu dem, was ich gestern in Samana gesehen habe.
Und wie für mich bestellt, ich kann die Feuerwehrautos der Insel sehen. Ich liebe Tatütata – die Fahrzeuge sind auf der ganzen Welt recht unterschiedlich. Hier stehen sie in der Einfahrt der Garage und das Fahrzeug, ein Zwischending zwischen Geländewagen und den Fahrzeugen die es bei uns gibt – zumindest der hintere Teil.
„Halt, bleib stehen“, sage ich zu meinem Mann und zeige auf die riesige Spinne.
wasserurlaub.info/forum/wcf/attachment/116271/
Zum Glück, sie ist nicht echt, denn ich fürchte mich vor Spinnen, ganz egal ob groß oder klein. Als wir die Bauruine sehen, denken wir irgendwie an die letzten 2 Jahre mit Corona. Da ist jemanden sicher das Geld ausgegangen, weil keine Touristen kamen und so konnte das Objekt nicht vollendet werden.
Interessant ist auch das Hinweisschild, in welche Richtung man sich in Sicherheit bringen kann, falls ein Tsunami auf die Insel trifft. Inzwischen habe ich nachgelesen, dass es regionale Erdbeben- und Tsunamiübungen gibt. Die Bewohner wissen dann im Notfall, was sie tun müssen, um sich zu retten. Das erklärt auch die blau-weißen Schilder.
Wir erreichen den Botanischen Garten, der von außen einen guten Eindruck macht. Blumen und jede Menge Bäume sind zu sehen. Kurz überlegen wir, ihn zu besuchen. Verwerfen den Plan, denn wir haben ja keine Ahnung, was es noch zu sehen gibt.
So schlendern wir durch die Gegend, verweilen auf einem Markt und lassen uns die kühle Kokosmilch schmecken. So kann man es aushalten. Der kleine Ort war rasch erkundet und es geht zurück zum Hafen.
Ein Foto noch vom schönen Kussmund und dann faulenzen wir den Nachmittag an Bord. Liegen in der Sonne, lesen, Sudoku lösen und ich trinke den eisgekühlten alkoholfreien Ipanema. Gegen halb 5 sind wir auf der Kabine, schick machen. Was sich am Abend noch so tat auf der Luna, davon berichte ich in dem Teil – Abendprogramm, genussvoll den Tag beenden.