
11. März 2023 – La Romana, 28 Grad, leicht bewölkt
Eins vorweg, es gibt immer einen Grund, spontan eine Reise zu buchen. Und so ging es uns im Januar, nach knapp 4 anstrengenden Monaten. Abschied nehmen von meiner Mutti und wie es das Schicksal wollte, wurde unsere Reise mit der Bella im Juni 22 storniert. Damals sah alles noch gut aus. Mutti gut drauf, ich keine Ahnung, dass ich im September einen Schlaganfall erleide. Kurzum, wir buchten um auf eine neue Reise und tauchten im Februar kurz ab, in die Runde Spanien, Portugal und Kanaren. Die Tage rauschten dahin und so langsam kamen wir wieder auf den Teppich der Erde. Der Schlaganfall lag Monate zurück, alles abgearbeitet mit den Behörden bezüglich meiner Mutti. Ich erinnerte mich an den Rat meiner Mutti, „... mach Urlaub und reise mit AIDA, man weiß ja nicht, was morgen ist!“ Und recht hatte sie, denn auch sie hatte eine schwierige Zeit hinter sich gehabt, als wir gemeinsam im Jahr 2011 ihre erste Reise mit AIDA antraten. Danach freute sie sich immer, wenn es hießt „Mutti, AIDA wartet!“
Mein großer Traum war seit langer Zeit, einmal den riesigen Atlantik zu überqueren. Ich habe vor einiger Zeit York Hovest kennen gelernt und er hat den Atlantik überquert.
Allerdings nicht mit einem Kreuzfahrtschiff, sondern mit einem Ruderboot. Zu dritt ruderten die Männer viele Tage und Nächte und ich war fasziniert von seinen Eindrücken. Gut, für eine Rudertour sind wir zu alt, aber mit einem motorisierten Schiff ist das zu bewerkstelligen. Eins haben wir uns aber vorgenommen, wir wollen die Zeit genießen, ohne viel Trubel und Hektik– sich treiben lassen, das Bordleben auskosten und einfach schauen, was die Tage uns bringen werden.
Da unser Flug schon kurz nach 11 Uhr ab Frankfurt startete, sind wir einen Tag vorher dort angereist.
Unser AIDAfreund Ottmar holte uns am Bahnhof ab und wir verbrachten einen schönen gemeinsamen Abend. Es gab wieder so viel zu erzählen und bei einem Gläschen Rotwein wurde der Abend doch etwas lang.
Egal, er fuhr uns am nächsten Morgen pünktlich zum Flughafen, in der Nacht hatte es geschneit. Igitt
Der Flug verlief ruhig, die Sicht war gut, wir konnten auch ein wenig schlafen und kamen bei 28 Grad am Ziel an. Es ist super, dass man in La Romana nicht auf sein Gepäck warten muss, denn es wird direkt zum Schiff gebracht.
Der Hafen empfängt uns mit viel Farbe. Bunte Tiere stehen unter Palmen, da kommt sofort das Karibik-Feeling auf.
Check-In ist schnell erledigt, Kabine aufsuchen, die digitale Sicherheitseinweisung absolvieren, Rettungsweste anlegen und ab zum Sammelpunkt. Die Bordkarte wird eingelesen, Seenotrettungsübung ist gemacht. Unser Koffer kommt auch schnell und so können wir uns richten für den Abend. Ich studiere das Abendprogramm und Freudenjubel … Olli Griese ist an Bord und es gibt ein Wiedersehen.
Und den Kapitän, den habe auch schone einmal getroffen. Es war im Jahr 2015 auf der SOL, die Tour von Cochin nach Antalya. Das war die Route, bei der ich mir gleich am ersten Tag der Reise in Cochin im Brauhaus bei einer Ritsch-Ratsch-Polka die Achilles abgerissen habe.
Leute ich habe die gemeistert, mit der zerfetzten Sehne nach der Reise ging ich in die Klinik und das Teil wurde wieder angenäht. Bleibt mir immer Erinnerung: Der Mensch ist im Leben manchmal fähig, seinen Plan (Reise) durchzuziehen und nimmt vieles in Kauf!“ Und die 10 Wochen mit Krücken anschließend habe ich mit Fassung getragen. Es gab ja so viele tolle Erinnerungen an die Reise, das ich meine gute Laune behielt.
Auf dem Pooldeck erklingt karibische Musik, ein Wellcome Concert mit dem Stell Drum Duo Caribbean Vibes.
Als ich bei den Sektgläsern vorbeischaue, die gerade befüllt werden erblicke ich Olli und es war ein wunderschöner Augenblick.
Es ist immer wieder schön, „alte“ AIDAbekannte auf den Schiffen wieder zu treffen. Wir winken uns zu, es wird später noch Zeit für ein Hallo geben. Schließlich muss er ja jetzt arbeiten – sprich mit dem Hoteldirektor Michael Klieverik die erlösenden Worte aussprechen, wobei das Gläschen Sekt nicht fehlt - „Sie haben Uuuuurlaauuub!“
So, das wäre jetzt offiziell und die Luna legt kurz nach 22 Uhr ab.
Wir bleiben achtern bei der Ocean Bar sitzen, es ist ruhig und wir stoßen auf unsere Reise an – Einmal den Atlantik überqueren.
Ein Blick auf die Uhr, wir suchen unsere Kabine auf und packen die Koffer fertig aus. Morgen früh kommen wir in Samana beziehungsweise vor dem Ort an – es wird getendert. Wir haben nichts besonderen geplant und haben daher keine Eile.