Alles anzeigenWir waren am 4. Juni zu Fuß in Geiranger unterwegs. Unser Ziel war Westeras Gard.
Bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen (laut Wetterbericht 8 °C, fühlte sich aber im Tal wie 15-18 °C an) ging es zunächst am Wasserfall entlang zum Fjordmuseum. Die Schneeschmelze war in vollem Gange, der Wasserfall rauschte sehr laut, das Wasser kam stellenweise von gefühlt allen Seiten.
Nach einer kurzen Pause (kostenlose Toiletten neben dem Spielplatz vorhanden) ging es den Wanderweg hinauf zum Westeras. Laut Hinweisschild sind es vom Hotel etwa 1,5 km. Den Gedanken, dass das locker machbar ist und man ganz fix oben ist, wird man ganz schnell wieder los. Es geht gleich zu Beginn einen matschigen Weg steil bergauf. Danach folgen ganz viele neue Granitstufen (die laut Reisebegleitung vor 3 Jahren noch nicht da waren). Insgesamt haben wir bis oben ca. eine Stunde benötigt. Wir wurden mit einem traumhaften Blick auf den Ort belohnt. Nachdem wir auf dem Weg Teile der Kleidung abgelegt haben, war es dann oben doch etwas kühler und die Pullis wurden wieder angezogen.
Zurück sollte es für uns nicht der gleiche Weg sein (wir wollten noch mehr vom Ort sehen). Wir sind dann über die Zufahrtsstraße hinunter bis zum Hole bru. Weil es laut Hinweisschild nur 0,6 km bis zum Flydalsjuvet waren (immer die Straße entlang), haben wir noch einen kurzen Abstecher dahin gemacht. Das hat sich echt gelohnt. Traumhafter Ausblick auf Ort, Fjord und das Schiffchen. Es gibt dort nicht nur den Stuhl, sondern etwas weiter oben noch einen feldigen Aussichtspunkt, den man ein Stück hinunterklettern kann.
(Den Aussichtspunkt am Hotel Utsikten fand ich übrigens sehr mau, nur fünf, sechs Meter weiter links sieht man viel mehr.)
Zurück ging es dann wie geplant die Straße und die abkürzenden Wanderwege entlang zum Kleivafossen beim Campingplatz und weiter zum Fjordcenter.Nach vier Stunden waren wir zurück im Hafen. Fazit: Der Aufstieg zum Vesteras Gard war anstrengend, aber mit kurzen Verschnauf- und Trinkpausen für nicht ganz Untrainierte machbar. Es hat sich für mich auf jeden Fall gelohnt. Alle weiteren Wege waren danach ein lockerer Spaziergang; hin und wieder musste man aber immer mal schauen, wohin man tritt.
Den ersten Teil deiner Wanderung haben wir im Mai genauso gemacht. Ich habe mal 3 Bilder von den Stufen. Leider geben die Bilder nicht wieder, wie steil es wirklich ist. Auf den Bildern sieht das so harmlos aus
Trotzdem lohnt sich der Aufstieg .