Jeder mag seinen Cocktail so trinken, wie er mag. Was mich verwundert, dass hier "wenig Eis" irgendwie zu einem Qualitätsmerkmal erhoben wird.
Ich zitiere mal von der Internetseite https://barstimmung.de/
...Eiswürfel sind ein essentieller Bestandteil von Cocktails und tragen maßgeblich zum Geschmack und zur Präsentation bei....
...-Erstens sorgen Eiswürfel für die richtige Temperatur des Cocktails. Durch das Hinzufügen von Eis werden die Zutaten gekühlt und das Getränk bleibt länger frisch....
... Zweitens tragen Eiswürfel zur Verdünnung des Cocktails bei. Während das Eis schmilzt, wird der Geschmack des Getränks sanft abgemildert und die Aromen besser miteinander vermischt. Dies gibt dem Cocktail eine angenehme Balance und ein harmonisches Geschmackserlebnis....
Dann nehme ich Rezepte von Klaus St. Rainer. Chef der Goldenen Bar in München. Gehört zu den Spitzenbarkeeper in Deutschland.
In seine Cocktails kommen in der Regel rund 100 ml Flüssigkeit. Das kommt meist in ein Longdrinkglas. Das hat in der Regel mehr als 300 ml Inhalt. Damit das Glas mit 100 ml Flüssigkeit gefüllt wird MUSS es bis oben hin mit Eiswürfeln gefüllt sein, denn sonst ist zu viel Platz da drin. Auf all seinen Bildern sind die Gläser vor dem Füllen komplett mit Eiswürfeln gefüllt.
Klar kann die falsche Temperatur des Eises dazu führen, dass es zu schnell schmilzt und dann er Effekt der gewollten langsamen Verdünnung nicht mehr greift. Aber das ist dann ein handwerklicher Fehler. Das konnte ich aber bisher auf der AIDA nie feststellen, da am Ende des Drinks immer noch ausreichend Eis im Glas sich befand.
Nochmal: Jeder darf ruhig sagen mit keinem Eis und mit wenig Eis. Gut, wenn es ihm schmeckt und er Glas mag, dass dann konsequenterweise nur zu 1/3 oder die Hälfte gefüllt ist. Aber es ist kein allgemeines Qualitätsmerkmal höchstens ein persönliches. Natürlich gibt es auch Cocktails, die nur auf Eis geschüttelt werden und dann in ein "(kleines) Cocktailglas ohne Eiswürfel geschüttet werden. Ist aber ein anderes Thema.