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Beiträge von Dejotka

  • AIDA Kapitäne

    • Dejotka
    • 17. Februar 2026 um 13:19
    Zitat von Anjakatharina

    ......
    Und ich finde es mehr als unhöflich , dass mittlerweile es viele noch nicht mal schaffen, für diese Ansage , die ggfls auch wichtige Infos zu Sicherheit, veränderte Landgsngszeiten usw. enthält, mal eben ruhig zu sein und dem Kapitän zuzuhören bzw zumindest ihre Lautstärke zu reduzieren , damit Mitreisende zuhören können.

    Egoismus, Rücksichtslosigkeit und Intoleranz sind leider wie eine Pandemie gegen die es keinen Impfstoff gibt. Manche sind leider immun gegen Selbsterkenntnis. Selbst wenn man sie spritzen könnte...:(

  • AIDAstella: Südafrika & Namibia | 14 Nächte | 21.01.2026 bis 04.02.2026 (Mittwoch, 21. Januar 2026, 00:00-Mittwoch, 4. Februar 2026, 00:00)

    • Dejotka
    • 10. Februar 2026 um 20:02

    Kapstadt am letzten Tag

    Kirstenbosch Garden und ein Bruchteil Innenstadt

    Vor 14 Tagen, am Ankunftstag hier in Kapstadt, hatten wir ja schon den Heli-Flug und am zweiten Tag den Aida-Rundumschlag ganztags, also schon ne Menge klassische touristische Highlights abgefrühstückt. Nun also wieder in dieser einen Hauptstadt, die ja nur eine von dreien ist.

    Doch Kapstadt, die Parlamentsstadt zu besuchen, war ja ohnehin unausweichlich. Denn die anderen, also Pretoria mit der Regierung und Bloemfontein mit dem Berufungsgericht, die liegen mitten im Land, haben gar keinen Hafen. Und wir haben ja mit der Stella eine Kreuzfahrt gemacht, die ganzen tollen Erlebnisse unterwegs quasi im Vorbeifahren aufgesammelt... Und Johannesburg, wo man hätte meinen können…, diese riesige Stadt hat überraschenderweise gar keine solcherart Bedeutung, ist eben einfach nur groß.

    Da wir also auch außerhalb Kapstadts eben schon einiges abgegrast haben, hatten wir schon im Vorfeld für heute eine private Tour bei Irina Africa gebucht, welche wir, da wir alleine sind, nun individuell etwas abändern, um unsere persönlichen Reste abzuarbeiten.

    Aber bevor wir vor der Tür die für uns engagierte Ulrike treffen, stehen wir noch in S-Linien im Terminal, etwa 40 Minuten für den Einreisestempel an. Noch eben kann ich ihr aus der Schlange heraus eine WhatsApp wegen der sich abzeichnenden Verspätung senden, bevor in der nächsten Windung das Bord-WLAN aufgibt. Manchmal können auch hier Meter entscheiden...

    Und wir entscheiden jetzt, gerade frisch wieder im Lande einreist, die Reisepässe erstmal wieder zugeklappt, in Absprache mit Ulrike, wo uns die private Tour heute hinführen soll.

    Da ich bezüglich Wein und dessen Anbau ein desinteressierter Ingnorant bin, mir schon an Bord daher egal ist, ob und wie Don Cosimo, Brogsitter, Primitivo und Co. den Weg zu mir finden sollten, scheidet das zur Disposition stehende „Stellenbosch“ schon mal aus. Darüber hinaus wollen wir ohnehin nicht noch 50 km dorthin gurken. Ein anderes Mal vielleicht. Da verzichten wir auch auf die schöne Umgebung in den Weinbergen, bleiben jetzt dementgegen bodenständig, fahren erstmal zum Fuß vom Tafelbergmassiv. Etwas links um die Ecke, also eher an die Rückseite, zum Kirstenbosch Garden,

    welcher der Stadt im Jahr 1902 von Cecil Rhodes der sein Vermögen mit Diamanten gemacht hatte, geschenkt wurde. Das Gelände wurde dann 1914 zum Botanischen Garten erklärt, um die einmalige Flora unter Schutz zu stellen, und war der erste geschützte Garten dieser Art in Südafrika.

    Nur einen kleineren aber doch interessanten Teil davon erlaufen wir nun.

    Durch unseren Guide erfahren wir, dass die dekorativ und interessant platzierten eisernen Dinos

    das Alter der Pflanzen und des Parks unterstreichen sollen.

    In diesem Park kann man sogar Familienfeste feiern, darf über den Rasen laufen und trotzdem alles top in Schuss hier, obwohl, wie Uli fast entschuldigend sagt, um diese Jahreszeit kaum etwas blüht. Absolut artenreich aber ist es.

    Und als ich entdecke, dass es zumindest diese Pflanze mit der Partnerwahl zur Vermehrung nicht so genau nimmt… :nein1:

    erklärt sich auch die Zahl der vielen besonderen Kreuzungen.;)

    Übrigens reißt es drei ältere Südafrikanerinnen jetzt fast von ihrer Bank, als sie die Fellbande im Rucksack entdeckt. Direkt werden wir ausgefragt und Teddy Kaufhof springt genauso schnell wie die gerade von der Bank aus dem Rucksack raus, zeigt sich in ganzer Größe und präsentiert stolz seine Buttons. Nicht ohne darauf hinzuweisen, nachdem sich die neuen Fans nun tatsächlich jeden Pin einzeln anschauen, Fragen dazu stellen, dass diese Pins ja nur einen ganz kleinen Teil seines weitgereisten Teddylebens darstellen. Die Damen sind verzückt und Teddy vor Stolz ein paar Zentimeter größer.

    Recht lange und entspannt waren wir hier, haben viel erfahren und schauen uns nun einige Dinge in der Innenstadt an.

    Erstmal geht es an der auffälligen Universität vorbei, am Christiaan Barnad Klinikum vorbei, wo 1967 die erste Herztransplantation stattfand, wo es auch ein diesbezügliches dokumentarisches Museum gibt, wir sehen die alte Festung (Castle of Good Hope), den ältesten erhaltenen Gebäudekomplex europäischer Besiedlung in Südafrika, sehen das Rathaus, von welchem aus Nelson Mandela die erste offizielle Rede nach Freilassung aus der ewig langen Haft gehalten hat. Und hier steht er noch immer, in typischer bekannter Haltung, so wie auf den bekannten Fotos, steht hier auf einem Balkon. In der Innenstadt befindet sich auch die „Long Street“, eine der belebtesten Straßen von Kapstadt. Hier findet man Kneipen, Restaurants und Nachtclubs, die die Straße zur „Vergnügungsmeile“ machen. Am späten Montagvormittag ist hier dahingehend natürlich eher nur der Verkehr von Autos erkennbar.

    Fahrzeug eingeparkt, gezahlt wird später, laufen wir durch den Park Companys Garden

    am teilweise abgebrannten Parlamentsgebäude, heute Baustelle vorbei, sehen Maler, Verkaufsstände und in den Büschen auch mal Elend.

    An dieser Stelle auch mal ein weiteres afrikanisches Problem. Laut WHO sind aktuell etwa 13 % der südafrikanischen Bevölkerung mit dem HI-Virus infiziert. Ob als Basis der Berechnung auch die Millionen unregistrierter Einwanderer hinzugezogen worden sind, ist nicht bekannt. Natürlich werden Maßnahmen ergriffen, das Problem ernst genommen. Anders als ein ehemaliger Präsident, der nicht nur für Korruption, sondern auch für seinen häufig wechselnden Geschlechtsverkehr bekannt war. Der hatte die Gefahr auf Nachfrage kleingeredet, weil er doch „danach“ immer duschen würde… Erinnert mich irgendwie an jemanden, der gegen Covid das Gurgeln mit Desinfektionsmittel empfohlen hat...

    Hinauf jetzt auf den Signal Hill. Vergleichsweise bequem, denn unterwegs einen Trupp sich dort hoch kämpfende Aida-Radfahrer überholt, kommen wir recht unangestrengt oben an.

    Es ist der Moment wo die Fallschirmsegler wegen Windstille gerade notgedrungen erstmal den Betrieb einstellen. Uns egal, wollte eh keinen Tandemsprung machen, das Auto steht doch dann hier oben… Und landen werde ich dann ja wohl irgendwie unten. So oder so…

    Signal Hill ist etwas über 300 m hoch und gehört zu diesem langgezogenen Stein- oder Felsmassiv, welches Kapstadt so signifikant prägt wie trennt. Es ist das andere Ende von Lions Head, praktisch der Ar…. des Löwen.

    Für den WM-Stadionkessel

    musste der Golfplatz seinerzeit die Hälfte seiner Löcher abgeben, ist jetzt nur noch ein 9-Loch Platz. Na ja, vieles im Leben wiederholt sich, auf diesem Platz sind nun halt die Löcher doppelt zu spielen. Gibt schlimmere Wiederholungen im Leben.

    Das Leben hier in Südafrika, in Kapstadt, verläuft auch für die Einwohner sichtbar unterschiedlich. Zwar ist die Wirtschaft die am weitestentwickelte auf dem ganzen afrikanischen Kontinent, doch Südafrika gehört weltweit auch zu den Staaten mit extrem ungleicher Einkommensverteilung. Und das begegnet einem auch beim Blick an den Straßenrand… Die Arbeitslosigkeit ist, ähnlich wie auch in Namibia, extrem hoch. Für ein paar Rand bieten die Leute sich für Tagelöhnerdienste an, an jeder Kreuzung trifft man auf Bettler, und manche stehen innovativ mit Schildern und Visitenkarten an den Kreuzungen, suchen auf diesen sympathischen Weg Job oder Ausbildungsstelle.

    Manch andere, die naturgemäß, weil so gewollt, es der Job bedingt, erstmal nicht so ins Auge fallen..., versuchen auch auf andere Weise den Lebensunterhalt oder auch mehr zu erhalten…An der belebten Kreuzung vor Bo-Kaap weiß die Reiseleiterin zu berichten, dass einer Reiseteilnehmerin von ihr, hier am hellichten Tag die Tasche entrissen wurde. Dies von einem entgegenkommenden vermeintlich gutgekleideten Herrn, der plötzlich zugriff. Alles unter den Augen eines Polizisten oder Wachmanns, der nur noch einen Stock o. ä. hinterherwerfen konnte. Man kann sich, wie natürlich auch an anderen Orten der Welt, nicht nur auf das subjektive Sicherheitsgefühl verlassen, nicht alles vermeiden.

    Rein faktisch und objektiv gesehen, gehört Südafrika aus verschiedensten Gründen unter den Ländern, in denen zuverlässige Polizeistatistiken existieren, zu denen mit den höchsten Kriminalitätsraten. Dafür gibt es vielfältige Gründe. Statistisch gesehen, Mehrfachopfer natürlich ausgeklammert, muss demnach z. B. eine exorbitante Zahl der Südafrikanerinnen damit rechnen, einmal in ihrem Leben vergewaltigt zu werden.

    Die Farben an den bunten Häusern in Bo-Kaap haben für sich keine besondere Bedeutung, sind eher willkürlich, Hauptsache schön bunt. Irgendwann wohl hat mal einer damit angefangen.

    Heute leben hier überwiegend Muslime. Wir parken vor einem großen Gewürzladen.

    Der Parkplatz wird uns zugewiesen. Eben, bei diesem Park, war es noch offiziell, hier wird es privat geregelt, dass für Dienste eine flexible Parkgebühr fällig ist, die auch schon mal erst vor dem Wegfahren kassiert wird. Das haben die selbsternannten Parkwächter und Einweiser hier im Blick. Da ist Freundlichkeit und Akzeptanz der ungeschriebenen Regeln angesagt.

    Kurzer Durchgang durch den currydominiert riechenden großen Laden, der gerade säckeweise beliefert wird. Die Preise scheinen für unsere Maßstäbe absolut günstig für die so vielerlei Auswahl, von denen uns so vieles fremd ist. Wir aber wollen keine scharfen Gewürze, sind scharf auf weitere Eindrücke.

    Nachdem mir unterwegs schon mehrfach Sammler mit großen Tüten, gefüllt mit solcherart Gut aufgefallen sind, frage ich mal nach, ob es in Südafrika denn auch ein Dosen- oder PET-Pfand gibt. Tatsächlich hat die Beute jedoch nichts mit dem Pfand zu tun, aber doch irgendwie mit Recycling. Denn das Sammeln stellt durchaus eine Einnahmequelle dar, der Umweltschutz beim Aufsammeln nur ein Nebeneffekt. Der „Abfall“ wird weiterverkauft. Man bekommt dafür ein paar Rand, und die Kronkorken, Schraubverschlüsse, Dosen, Flaschen, alten Reifen etc. werden zu absolut dekorativer und innovativer Kunst verarbeitet.

    Not macht erfinderisch und kreativ. Manchmal halt auch legal.

    Wer es sich erlauben kann, der schützt sein Eigentum gleich mehrfach. S-Draht, Gitter, Wachdienste, -wir sehen ganze, teils hermetisch abgeriegelte Siedlungen.

    Man braucht nicht mit besonders offenen Augen die Straßen befahren, wird allgegenwärtig an Gefahren erinnert, auf die nicht nur Touristen reinfallen. Der Erfindungsreichtum ist vielfältig und „passiert mir doch nicht“ ist nicht. Unser Guide in Port Elizabeth, seit über 20 Jahren hier, wurde erst gerade wieder, noch beim Abholen von uns, abgezockt. Ein scheinbar offiziell uniformierter Mann forderte ihn auf, eine Parkgebühr zu zahlen. In Ermangelung von Bargeld, wurde er zu einem ATM-Automaten begleitet, um Bargeld zu besorgen. Am Automaten verschwanden dann genau 3 Dinge. Seine Karte im Automaten, in diesem Augenblick der uniformierte Typ und schon Minuten später einiges an Geld vom Konto. War wohl manipuliert und der Guide dann überrascht und frustriert.

    In Namibia wurde ein Taxi mit Touris vollgeladen und dann von vermeintlicher Polizei angehalten. Dem Fahrer fehlte dann angeblich die Lizenz und auch wegen zu vieler Mitfahrer sollte er eine Strafe zahlen. Diese sollten nun die Gäste übernehmen, damit es weitergeht. Ggf. hatte er tatsächlich auch keine Lizenz, denn ich erinnere an meine Beobachtung mit dem Taxi-Magnetschild in Lüderitz, welches durch einen jungen Burschen bewacht, bei Bedarf auf die Motorhaube gepappt, wie auch schnell wieder entfernt wurde.

    Nun ja, manches kann man sicher vermeiden, Gefahrenquellen reduzieren, aber sicher eben nicht alles. Ist zugegebenermaßen bei uns daheim und überall nicht anders. Aber hier eben statistisch gesehen, auch ohne die Dunkelziffer, wesentlich mehr.

    Wir blieben von solcherart Ungemach unbehelligt und sind nun aber auch etwas „angemüdet“. Zwar hätte uns die Reiseführerin noch gerne…, ist fast enttäuscht, aber wir beschließen nun, das Sightseeing zu beenden. Am Ferrariladen und dem noblen Möbelgeschäft bei der Waterfront vorbei, ab ins Hafenterminal.

    Beim letzten Abendmahl werden wir, beim Blick aus dem Fenster, plötzlich von einem absolut roten Sonnenuntergang über Signal Hill überrascht. Und ich habe mir gerade den Teller vollgeladen… Soll ich nun wirklich alles stehen und liegen lassen, nach oben rennen. Ich versuche es einfach durchs Restaurantfenster.

    Aber so ganz zufrieden bin ich mit dem Ergebnis nicht. Das geht bestimmt noch besser… Also doch nach oben. Ist doch schnell gemacht und das Essen danach bestimmt noch warm. Oben angekommen ist Schnute ziehen angesagt. Der rote Zauber hat nicht gewartet, wollte mich wohl nur locken und zum Tanz bis Deck 12 auffordern. Hat ja auch toll geklappt, reingefallen, der Zauber ist weg. Das werte ich jetzt aber mal kriminalstatistisch gesehen nicht als Betrug. Auch wenn ich mich von der Sonne rein subjektiv ein bisschen verarscht fühle…

    Der Abreisetag wird klamottenschonend auf dem fast leeren Nackedeideck verbracht. So bleibt alles trocken, brauchen gleich nicht noch nasse Badeklamotten in den Koffer klatschen und die nun letzte Dusche muss den Körpergeruch die nächsten 24 Stunden einigermaßen stabil halten.

    In den Gedanken an den Ankunftstag, das erste Mal Afrika, habe ich hochzufrieden und tief beeindruckt, wie spätestens auch immer am Abend der beeindruckenden Tage hier,


    wieder das Lied vom Beginn im Ohr, welches uns mit seinem Refrain hier immer wieder gedanklich begleitet hat.

    VID_20260121_135646.mp4

    Auf dem Weg zum Flughafen, fallen nochmal Gruppen von Schülern auf, sie tragen hier ja alle Uniform, aber auch andere Leute sind es, die zu Fuß am Rande der Autobahn unterwegs sind. Durch die Konzeption als autofreundliche Stadt wurde es und wird es teilweise noch, gerade in den Randbezirken, der ärmeren Bevölkerung schwer gemacht, sich als Fußgänger von Viertel zu Viertel zu bewegen. War während der Apartheit ohnehin auch nicht erwünscht. So ist auch jetzt noch die Autobahn oft die einzige Chance, einen bestimmten Ort zu erreichen.

    Noch gestern hat sich die diesmal 4-köpfige Fellbandentruppe ins Abschlussfoto auf die Hängematte gedrängt.

    Und nein, auch der von Teddy Kaufhof hassgeliebte Hase, eigentlich ja nur als Einwegköder für die Safari vorgesehen, tritt wieder die Heimreise an.


    Vielen Dank für´s Mitlesen etc..:thumbup:

    Werde mir die erstellten Berichte als persönliches Reisetagebuch ausdrucken.

  • AIDAstella: Südafrika & Namibia | 14 Nächte | 21.01.2026 bis 04.02.2026 (Mittwoch, 21. Januar 2026, 00:00-Mittwoch, 4. Februar 2026, 00:00)

    • Dejotka
    • 7. Februar 2026 um 15:35

    Orty S.

    Es war das Smartphone...:saint:

  • AIDAstella: Südafrika & Namibia | 14 Nächte | 21.01.2026 bis 04.02.2026 (Mittwoch, 21. Januar 2026, 00:00-Mittwoch, 4. Februar 2026, 00:00)

    • Dejotka
    • 7. Februar 2026 um 12:16

    Walvis Bay / Weiterflug über die Namib-Wüste

    Wir sind nicht etwa zwischengelandet, nur die maximal Fotoanzahl war erreicht und deshalb fliegen wir in diesem Teil nun unbeirrt weiter...

    Zwischendurch gab es auch mal ein paar Turbulenzen, der Kopf stieß ab und an mal an die vorsichtshalber gepolsterte Decke, aber kein Grund zur Panik. Hauptsache wir müssen jetzt nicht abbrechen, kann nämlich wetterbedingt auch mal passieren. Das Wetter, Wind sind hier wohl, wie die Pilotin meint, erfahrungsgemäß öfers von jetzt auf gleich wechselnd. Und dann kann es auch mal schnell, also mit so etwa 350 km/h Fluggeschwindigkeit, zurückgehen.
    Dann überfliegt man halt nicht wie jetzt gerade, oder eben nur ansatzweise, das Diamanten-Sperrgebiet. Die Wüstenfarbe wechselt

    und unten sieht man tatsächlich vereinzelt Hütten und längst verlassener Diamantenlager. Es war ja auch hier im Norden nicht nur Kohlmannskoop wo man beim Diamantenrausch Diamanten suchte und fand. Doch auch hier war in den 1930er Jahren Schluss mit den lohnenden Bling Bling Steinchen. Natürlich erkennt man zwar mit dem Auge mal eine solche Hütte, aber nicht auf Fotos.

    Mit jedem Kilometer wird nun der Kontrast zwischen Sand und Meer stärker, wir erreichen
    die wilde Atlantikküste, gleiten über die
    unberührte "Skeleton Coast", die Skelettküste, die wohl wegen der rippenartigen Struktur der ufernahen hohen Sanddünen so heißt.
    Unten, mittlerweile wohl hunderte Meter in die Wüste gewandert, liegt das Schiffswrack ,,Eduard Bohlen", ein Passagierdampfer der als
    Versorgungsschiff für die Diamantenlager, schon 1909 hier gestrandet ist, nun mittlerweile eher angesandet.
    Gesehen habe ich das Wrack auch, aber es war halt auf der rechten Seite...
    Für das Schiffswrack ,,Shawnee", erst 1976 , aber halt auch schon vor 5O Jahren gestrandet, da reichen meine Bemühungen um ein Foto dann aber aus...

    Und dann erreichen wir, nach einigen großen Robbenkolonien


    an diesem von Menschen unberührten Strand,

    das insbesondere im afrikanischen Winter besonders vogelreiche "Sandwich Harbour" mit den umgebenden Sanddünen.
    Gibt übrigens namenstechnisch auch den Erklärungsansatz, dass das Gebiet, als es noch nicht so versandet und noch befahrbar war, erstmals von Walfängern kartiert wurde und nach dem Fangboot "Sandwich" benannt wurde.
    Unter uns jetzt fliegende Schwärme von Flamingos
    und Pelikanen, nur mit den Fotos hapert es,

    weil, man ahnt es schon, wieder die falsche Seite... Der Winkel nach unten zu steil und das Fenster ist halt kein Schiebefenster.
    "Sandwich Harbour" also, dieses riesige Feuchtgebiet, unser Zwischenziel und Wendepunkt bei der gestrigen Wüstenfahrt, die dann zur Safari wurde.
    Die Pfützen unserer gestrigen Toilettengänge sind längst versickert und so nah fliegen wir nun auch nicht drüber.

    Ab jetzt kreuzt der Flieger über die Küstenlinie. Da kann jede Seite mal... Habe mich aber nicht etwa beschwert, das macht die Pilotin freiwillig. Wird tatsächlich daran liegen, dass die Dünen hier flacher werden, es jetzt möglich ist.
    Und jetzt erkennt man wie groß dieses Gebiet mit den meist pinken Salzpfannen tatsächlich ist,

    mit den von oben so toll erkennbaren Salzfahnen,

    an welchem wir gestern nur ansatzweise vorbeigefahren sind.
    Gewisse Algen sind es, welche diese rosa bis rote
    Farbe der Salzpfannen bewirken und neben Krebsen und so, die Federn der hier
    lebenden Flamingos färben.

    Nun über Walvis Bay,

    über die Aida,

    VID_20260131_155601.mp4

    am Strand zwischen den Städten entlang

    nach Swakopmund. Nach über 600 zurückgelegten Kilometern, Touchdown, sanfte Landung, der Spaß ist vorbei. Und wenn man bedenkt, dass wir länger als bei einem Flug nach Malle in der Büchse gesessen haben, dann ist die Zeit vergleichsweise wie im Fluge vergangen, wortwörtlich wie im Fluge. Eindrucksvoll, interessant und trotz 186 cm ohne Gejammer und Wehwehchen. Man wurde halt so toll abgelenkt, da war keine Zeit über Wehklagen nachzudenken. Den Bordservice hatte ich persönlich übernommen. Habe auf Zuruf Wasser und feuchte Tücher aus dem kleinen Kofferraum hinter mir angegeben. Musste nur nach hinten greifen und angeben. Zwischen die Reihen nen Bedienwagen schubsen und bedienen ging ja nun mal nicht. Und deshalb wurde ich für meine Dienste auch nicht etwa abwertend "Saftschubse" gerufen.;)
    Wir pellen uns aus der Maschine

    und Einsteigen zur Rückfahrt.

    Einer der Mitflieger will jetzt rechts vorne ins Auto steigen. Seine Frau kommentiert grinsend "Ach, willst du fahren?" :hahaha:Dieser Fehler der mir schon seit der Ankunft in Südafrika immer wieder passiert. Beim Auto und beim Bus, wenn man sich dann wundert, dass da nur ne Blechwand mit Fenstern drüber ist, man die Tür vermisst. Man ist halt nicht diesen Linksverkehr gewohnt, fängt beim Einsteigen schon an...

    Nun noch mal kurz in Walvis Bay an der Waterfront vorbeischauen. Es fehlt uns noch Klimbim.
    Erst dachte ich ja, bei den vielen Verkaufsständen vor der Ufermauer, dass da wohl die Bluse verrutscht ist und daher unabsichtlich etwas Großes Dunkles gleich doppelt heraushängt. :huh:

    (diskretes jugendfreies Foto:nein1:)

    Aber an den nächsten Ständen wird es offensichtlich. Es ist das Volk der Himba, die weiblicherseits traditionell gar keine Oberbekleidung tragen. Gewöhnungsbedürftig, aber halt bewährte Tradition aus anderen als etwa sexuellen oder zeigefreudigen Gründen, hier eben Normalität.

    Auf dem Rückweg will eine davon wohl unbedingt ein Foto von mir;), stellt sich halb in den Weg. "Foto 1Dollar" bietet sie lauthals an. Och Nöh, ich bin da nicht so für... fühle mich zwar geschmeichelt, möchte aber weder den Dollar, noch ein Foto, wenn dann mein Bild im ganzen Himba-Stamm rumgezeigt wird...:nein1:, gehe also weiter...
    Durch das kleine Hintertor zum Hafenbereich, im Schiff dann den Ausreisestempel Namibia in den Pass gedrückt, gleich geht es weiter, zurück nach Kapstadt, Reste abarbeiten. Was ich schon immer mal sehen wollte...

  • AIDAstella: Südafrika & Namibia | 14 Nächte | 21.01.2026 bis 04.02.2026 (Mittwoch, 21. Januar 2026, 00:00-Mittwoch, 4. Februar 2026, 00:00)

    • Dejotka
    • 7. Februar 2026 um 11:21

    Walvis Bay / Flug über die Namib-Wüste

    Das hat Lust auf mehr gemacht. Diese Namib-Wüste, gestern noch nur einen kleinen und doch so eindrucksvollen Teil mit dem Allrad befahren, waren wir doch so geflasht von dem Erlebten.

    Das die Wüste nicht einfach nur gelber oder weißer Sand (habe ich als Kind echt immer gedacht), sondern nicht nur farblich und materialmäßig viel mehr ist, hat sich ja spätestens gestern schon auf so eindrucksvolle Weise gezeigt. Diese geheimnisvolle Weite, die verschiedensten Strukturen und das Farbenspiel nun mal aus einem ganz anderen Blickwinkel, einer ganz anderen Perspektive zu betrachten, dass werden wir gleich in Angriff nehmen, eben von oben.

    Wann hat man dazu sonst noch mal die Gelegenheit. Wir nutzen diese Once in a Lifetime Chance jetzt einfach mal.

    Durch eine zweistündige Vorverlegung des Fluges, mussten wir die für vormittags geplante "Dolpin Cruise" zwar stornieren, doch irgendwie sind wir jetzt gar nicht traurig drüber. Eigentlich haben wir doch alles jetzt schon gesehen. Delphine, Robben, Pelikane, Pinguine, Wal und anderes, teilweise ganz nah. Und anderer Stelle war ich mit einem Eleganten so nah, mit nichts außer Neugier angelockt, aus einem Meter Auge in Auge, dass mir eindrucksvoll ganz anders wurde. Ob ich da jetzt so traurig sein muss, nicht die Robbe oder den Pelikan an Bord zu erleben... ich denke nicht. Genug Erlebnisse schon im Kopf eingesackt. Und sollte ich den Mondfisch verpasst haben, die wohl gelegentlich auch bei der Tour gesichtet werden, sogar den werde ich am Abend noch sehen, als Wandmalereie an der Hütte und von Mola Mola Safaris.

    Lieber den Morgen etwas gemütlicher an Bord angehen.
    Nun aber Transfer nach Swakopmund, zum Flughafen. 5 Leute und die Pilotin, gerade mal 22 Jahre jung, werden sich gleich in die kleine und damit vollbesetzte einmotorige Cessna zwängen.

    Gerade kommen Gäste mit ihr angeflogen, sie scheinen zufrieden. Die junge Pilotin fliegt also offenbar öfters, hat Erfahrung. Noch noch kurz nachtanken, das schafft Vertrauen, bringt gedanklich schon mal eine gewisse Sicherheit ins Spiel. Wir werden für die hinteren beiden Plätze eingeteilt, geht um die Gewichtsverteilung. Aber auch bei keinem anderen von uns Teilnehmern wäre die Maschine wohl hecklastig geworden.
    Die Scheiben hier hinten sind aus leicht verkratztem Plexiglas, lassen erstmal gewisse Abstriche bei der Fotoqualität erwarten.

    Noch auf der Rollbahn entschließen wir uns schnell, die ausgeteilten Ohrstöpsel zu nutzen. Irgendwie halt ne Donnerbüchse. Aber wir sind ja weder zum labern, noch zum Smalltalk hier.
    Direkt neben dem Flughafen ein riesiges Township, und da ist die Maschine hier, der Lärm, die relative Enge beim rein touristischen Zweck, ohnehin wahrlich ein Luxusproblem....
    Abheben, Start ins Nirgendwo, und wir sind dann mal die nächsten 2 1/4 Stunden weg.

    VID_20260206_233337.mp4

    Rechter Hand erkennt man Walvis Bay

    und wir haben Kurs Wüste. Aber die ist hier in Namibia ja eh nahezu überall. Also fliegen wir, genauer gesagt eben weiter landeinwärts, nach SüdOst, erstmal Richtung des bis zu 150 m tiefen "Kuiseb Canyon", dessen gewundene Formationen sich durch die optisch karge Wüstenlandschaft ziehen.

    Zunächst aber ist es das hier schon im Sand auslaufende Kuiseb-Flussbett.

    Meist ist es trocken, wird schwer für Forellenfischer, doch sein allgegewärtiges Grundwasser spendet Leben für die vielfältige Zahl von Wüstentieren und -pflanzen, die mit unterschiedlichen Strategien hier leben und überleben.

    Wir fliegen die ganze Zeit in Höhen zwischen 500 und 1000 Metern und da mangelt es dann natürlich am Erkennen von Details. Aber es geht ja vor allem um die Gesamtübersicht. Ist ja keine Flugsafari wie damals noch bei Prof. Grzimek mit dem Zebrastreifenflieger.
    Unterwegs hatten wir gerade auch mal eine Tagebaumine mitten in der Wüste überquert,

    könnte eine Uranmine sein.Jedenfalls wird das hier in der Gegend abgebaut.
    Und mittlerweile sind wir auch über dem wohl 20 Millionen Jahre alten Canyon des Kuiseb.

    Es sind die wandernden Sanddünen die hier den tollen Farbkontrast entlang des Canyons schaffen.

    Diese endlosen Dünenfelder führen uns weiter zu
    "Tsondabvlei"

    einem wohl dauerhaft
    ausgetrocknetem Flussbett das von halbwegs
    roten Dünen umgeben ist. Ja, die Wüste rostet. Eine mehr und an anderen Stellen halt weniger starke Konzentration eisenhaltigen Gesteins, bildet in einem ewige Jahre langen Prozess, witterungsbedingt Eisenoxid (Rost). Und fehlt der Eisenanteil, dann bleibt die Wüste halt gelb oder weiß.
    Doch erstmal wird es hier sogar noch marsartiger rot, leuchtend rot, mit bizarren Strukturen,

    am Horizont endlos, auf dem Weg zu
    "Sossusvlei",

    bei dem das ab und an hier ankommende Wasser immer langsam in der Lehmpfanne wie z.B. "Deadvlei" versinkt,

    nur kurze Zeit mal einen See bildet, niemals das Meer erreicht. Dieses Fotomotiv mit diesen abgestorbenen toten Baumfragmenten, die dort wohl seit ewiger Zeit, mindestens wohl 2000 Jahren so stehen. Hier ist wohl, neben weiteren windgeformten Dünen und Strukturen, auch die gewaltige, 350m hohe Big Daddy Düne, eine der höchsten Sanddünen der Welt.
    Und das ist jetzt mein Problem, Lehmpfanne und Düne kriege ich nicht bewusst zu Gesicht. Sind die jetzt ansatzweise auf dem Foto? Wir überfliegen es und ich sitze links. Muss wohl dann rechts gewesen sein... Und obwohl mir der Sitznachbar durchaus schon länger bekannt ist, mag man ja nicht immer die Arme affenartig ausfahren, dem vor der Nase rumfummeln, um mal ein Foto zu machen. Außerdem hindert mich der Gurt daran, mich rüber zu beugen. Und diesmal, beim jetzt geraden Flug darüber, sehe ich auch gar nicht was ich gerade nicht sehe.

    Diesen Struktur- und Farbenwechsel aber schon.

    Vom Wind geformt...

  • AIDAstella: Südafrika & Namibia | 14 Nächte | 21.01.2026 bis 04.02.2026 (Mittwoch, 21. Januar 2026, 00:00-Mittwoch, 4. Februar 2026, 00:00)

    • Dejotka
    • 5. Februar 2026 um 17:35

    Walvis Bay/Sandwich Harbour und die Wüstensafari

    Der Weg am Ufer wird schmal,

    VID_20260205_185618.mp4

    ab ins Trockene,

    in die hohen Dünen.

    Eigentlich denkt man ja vom optischen Eindruck her, dass man da auch mit Allrad niemals hochkommt, total einsackt, wenn nicht gar verschüttet wird. Doch ist halt ein Unterschied, ob ich versuche, auf einen hingeschütteten Haufen Sand, oder auf eine durch Wind und Wetter in langer Zeit schichtweise gewachsene Düne fahre.

    So eine Düne ist auch beileibe nicht überall weich. Mal sinkt man beim Laufen ein, mal tritt man auf recht harten Untergrund, mal fliegt man deshalb beim Runterlaufen auf die Schna....
    Und die Schuhe füllen sich zusehends, im Innern entsteht eine Art Gelsohle, bis man nicht mehr laufen kann, es wird ordentlich Gewicht mitgeschleppt. Jemand spricht beim Runterlaufen der Düne von einem Kilo mehr, welches er nun überfllüssig mitschleppt, ich meine es könnten durchaus auch mehr sein, aber er meint ja den Sand..... und ich schweige.

    Fahrtziel erreicht, wir sehen von oben Sandwich Harbour, ein ehemaliger Hafen, heute eine versandete Lagune mit wohl einer wahnsinnig großen, insbesondere Vogelpopulation.

    Allein etwa 12000 Rosaflamingos und Zwergflamingos und ansonsten bis zu 200000 Tausend Vögel. Morgen werden Schwärme davon unter unseren Flugzeug fliegen und es wird dennoch kein vorzeigbare Foto gelingen ..

    Unten, am Fuße der Dünen, wird jetzt ein Picknick aus dem Kofferraum gezaubert.

    Wir sind mit unseren beiden Fahrzeugen nun sogar allein an dieser Stelle Da braucht man dann gar nicht so zu zaubern mit den kleinen biologisch zu entsorgenden Flüssigresten. Männer gehen ein paar Schritte. Und weil das bei Frauen dann trotzdem blöd aussieht, gehen die hinter das Auto. Und wenn man als Unbeteiligter dran denkt, dann sieht man auch keine unerwartet blanken Tatsachen. Nicht jeder denkt dran....Upps, ich wollte doch nur die Dünen fotografieren.

    Die Verrichtung also recht rustikal hier, geht nicht anders, doch wir sind ja alle erwachsen.
    Nachdem wir uns jetzt alle in Ruhe mit Bier Sekt und Wein betrunken haben, geht es weiter, zunächst ufernah.

    Und sehr nah im Wasser vor uns dümpelt schon nach kurzer Fahrt etwas großes Schwarzes vor sich hin, ein großer Buckelwal, der allerdings auch kaum abzulichten ist und schließlich mehr oder weniger das Weite sucht.

    Das Ufernahe hingegen hat ein anderes Tier gesucht. Auffällige Tatzenspuren verraten ihn, führen hinter eine Abbruchkante, und dort liegt ein Schabracken-Schakal, mit seinem schwarzen Fellmantel. Kurz schreckt er auf, bleibt aber liegen. Nur Aussteigen wäre jetzt schlecht... und ich aber sitze vorne links, genau richtig, Fenster runter und....

    Das wird hier ja noch zu ner richtigen Safari. Wird es auch, denn es fängt weiter im Innern, die Fata Morgana gaukelt die riesige Wasserfläche nur vor,

    jetzt damit an, das wir beobachten dürfen, wie eine Familie Oryx-Antilopen nomadenmäßig durch die Wüste schreitet.

    Das sieht dermaßen majestetisch anmutend aus, dass dieses Bild im Wüstensand für den unbedarften Mitteleuropäer in dieser vermeintlichen Einöde schon fast surreal wirkt. Immer wieder auch bricht der große Leitbock zur Vorerkundung aus.

    Wir fahren jetzt dermaßen querfeldein, dass man manchmal an solch steilen Abhängen steht, dass es kaum vorstellbar ist, es eigentlich der Physik wiederspricht und der fährt grinsend trotzdem runter. Und wir landen sicher.

    Alles gut.


    Immer wieder sehen wir nun Springböcke

    und auch wieder Oryx-Antilopen, nur eben nicht so anmutig durch die Wüste ziehend wie bei Sichtung der ersten Tiere.

    Gibt ja so Bilder, von Momenten, zur richtigen Zeit am richtigen Ort, die wirklich einprägend wie auch schön sind. Das gehört sicherlich dazu, wird sich einbrennen.
    Und spätestens als wir nun am Horizont einen langen Hals ausmachen können, ja hier sieht man durchaus so weit, da lebt nicht nur die Wüste, sondern auch ein gewisser Glanz in den Augen auf. Der lange Hals gehört zu einem Strauß, absolut freilebebend hier.

    Und er ist nicht allein. 3 hühnergroße Nachwuchsstrauße lassen sich vom Vater (sieht man an den schwarzen Federn) bewachen.

    Die Straußenmama scheint gerade unterwegs, sieht man nicht.

    Wir sind jetzt auch unterwegs gewesen, satte 6 Stunden. Es sind diese für uns überraschenden Begegnungen die einen hier so anfassen. Nicht alles können die Ranger steuern. Es ist ein freies Gebiet von etwa 50000 Quadratkilometern. Und da stellt die Natur schon ein wenig ihre eigenen Regeln auf. Und auch das ist der Reiz, der sich von der normalen durchgetakteten 08/15-Touristenbespaßung abhebt. Hatte es ja schon nach den Erlebnissen im Pumba Resort festgestellt und durch diese freien Erlebnisse in der Weite und die Eindrücke auch hier, wird es erstmal schwer werden, mich die nächste Zeit in einen Zoo zu bekommen...
    Morgen schauen wir uns das mal von oben aus an, beim 2 stündigen Rundflug über die Namib Wüste Landseide und küstenseits.

  • AIDAstella: Südafrika & Namibia | 14 Nächte | 21.01.2026 bis 04.02.2026 (Mittwoch, 21. Januar 2026, 00:00-Mittwoch, 4. Februar 2026, 00:00)

    • Dejotka
    • 5. Februar 2026 um 17:13

    Walvis Bay/Sandwich Harbour

    Über 100000 Einwohner hat die Stadt und sie wächst weiter. Erstreckt sich immer mehr u. a. Richtung Swakopmund. Historisch war es auch während der Deutschen Kolonialzeit immer britisch, eine britische Enklave.
    Sehr Nährstoffreich hier das Meer, ist auch richtig grün,

    und schon bei der Anfahrt liegen auf den Bojen die Robben,

    ja selbst 50 Km vor der Küste sieht man sie vereinzelt im Wasser. Für die Wale ist es im Januar jetzt nicht die rechte Zeit, wir werden später überraschend dennoch einen sehen...

    Um 10 Uhr starten wir mit "Red Dunes Safari"

    mit teilweise küstennaher Fahrt durch den Sand der Namib Wüste zum Ziel Sandwich Harbour. Hat aber nicht etwa was mit ner Stulle zu tun, eingedeutscht ist es der Sandfischhafen. Und der Sand dominiert hier so sehr, hat im Laufe der Zeit so dominiert, dass es heute auch keine Bucht mehr, sondern eine riesige Lagune ist. Nun, wir werden es sehen...
    Aber bei dieser Tour die wir jetzt erleben dürfen, ist erstmal mehr denn je der Weg das Ziel. Und vor allem auch noch der Rückweg. Doch das wissen wir ja jetzt noch nicht, dass sich Begeisterung auf dem Rückweg noch steigern kann.
    Erstmal raus aus dem Ort. Erster Stopp schon bei der Lagune am Ortsrand. Erste Sichtung von Pelikanen

    und Flamingos.

    Die weißen sind noch jung. Rosa werden sie erst durch die Nahrung, rote Krebstierchen und so. Gebrütet wird wohl weiter weg, z. B. in Botswana. Und das Geheimnis, warum diese zerbrechlichen, selbst im ausgewachsenen Zustand nur etwa 3 Kilo wiegenden Tiere eigentlich nur dann auf einem Bein stehen wenn sie im Wasser sind, das kann gelüftet werden.

    Es ist eine Maßnahme gegen das Auskühlen. Machen wir Menschen ja kurzzeitig manchmal auch, wenn wir so vorsichtig ins kalte Wasser stelzen. Aber der Grund ist bei uns Menschen dann doch irgendwie ein anderer... eher eine gewisse Missempfindung zu Beginn. Also eher keine Verwandtschafts- und Verhaltensparallelen.

    Die nächste Station des Vorgeplänkels kündigt sich an. Eine gigantische Salzgewinnungsanlage.

    Riesige seichte Becken mit Meerwasser und wenn die ausgetrocknet sind, bleibt Salz zurück. In großem Stil gewinnt man es hier maschinell. Und erstmal sieht es dann von der Seite betrachtet so aus, wie bei uns ein zugefrorener See mit Reif drauf.

    Und nur etwa 10 Prozent dieser riesigen Mengen Salz kommen später irgendwie auf den Teller. Die größte Menge wird anders genutzt. Und da klingt es schon ein wenig bizarr hier in Afrika, es wird als Streusalz genutzt. Natürlich nicht hier in diesen geographischen Breiten... dies hier sind nur von den Lkw gefallene Reste...

    In wirklich ganz großem Stil wird es nach Übersee verkauft.

    Und so liegt auch bei uns dann irgendwie zeitweise ein bisschen Namibia auf den Straßen. Wusste ich auch noch nicht.

    Der Ranger, die Guides nutzen unterdessen die Zeit und machen sich an den Reifen des Allradwagens zu schaffen. Müssen wir uns Sorgen machen? Haben wir etwa nen multiplen Platten? Nein, er bereitet den Wagen auf die Wüste vor, lässt Luft ab, damit die Pneus im weichen Wüstensand eine breitere Auflagefläche haben. Kenne ich schon von der Wüstenfahrt in Dubai.
    Erstmal aber noch weitere Wasservögel. Das sind jetzt schon mehr als eben noch am Stadtrand. Eigentlich unüberschaubar viele, so weit das Auge reicht.

    Schwarzhalstaucher

    und gaaanz viele Flamingos, mal näher und mal weiter von uns entfernt, meist in Kolonien zusammen.
    Wir lassen erstmal das Wasser hinter uns, die brüchig geteerte Straße endet, wohl der Beginn der Wüstenfahrt. Da diese aber ja direkt ins Meer übergeht, fahren wir dicht am Ufer, aber auch mal nach links in die Sanddünen.

    Und irgendwann fängt dann der "Namib-Naukluft Nationalpark" an, ein Riesengelände mit knapp 50.000 Quadratkilometer Wüstenfläche, der größte in Afrika und der größte Nationalpark weltweit, in der wohl ältesten Wüste der Welt.
    Deutlich markiert durch ein Schild ist er. Und hier steht die einzige Toilette die wir fortan sehen werden. Ein Dixie-Klo mit einladend offenstehender Türe. Dieser Einladung folgen wir nicht, fahren einfach weiter, noch ist der Druck nicht so groß, als das jemand von uns... Flüssigkeitsverlust und Aufnahme halten sich noch in etwa die Waage. Und größere Angelegenheiten ließen sich zum Glück noch am Morgen durch die Rohrpostlieferung an den Umweltoffizier regeln. Und ob da in der Wüste immer einer ne Klo Rolle hinhängt ...


    Wir fahren weiter weil wir es dürfen. Ab hier braucht man nämlich nicht nur ein geeignetes Auto, sondern auch eine Lizenz. Die werden von den Last Minute Anbietern am Hafen, trotz der verlockend bunten Bildchen auf den Schildern, die sonstwas versprechen, wohl die wenigsten haben.
    Jetzt aber hält der Guide, wir sind mit zwei Fahrzeugen unterwegs, plötzlich an, rennt raus, buddelt in einer kleinen Düne rum. Als er offenbar erfolglos wiederkommt frage ich ihn in broken Englisch: "What's the matter? Are you digging for beer?" Nee, das ist in der Kühltasche im Kofferraum, gibt's später. Schon einige Meter weiter dann die Erklärung. Diesmal wird erfolgreicher gebuddelt. Kleinste Spuren, offenbar mal eben so im Vorbeifahren erkannt. Zu Tage gefördert werden zwei kleine Geckos, Namib Schwimmfußgeckos.

    Geschwommen wird damit aber nicht, hier im trockenen Sand, sind Grabewerkzeuge, weil die nachtaktiven Tierchen sich tagsüber in kleine lange Gänge einbuddeln. Deshalb wird jetzt auch von den Rangern auf Schatten geachtet. Es gibt auch die "Little Big Five der Wüste". Und eines davon sind ausweislich diese Geckos, die nun wieder blitzschnell dahin verschwinden, wo die hergekommen sind, in den Wüstensand.

    Nun aber sehe ich mal was, so komische Schlängelspuren.

    Da buddeln wir mal lieber nicht. Sind aber sowieso nicht von einer Schlange, sondern von einem beinlosen Wüstenskink, der uns verborgen bleibt.

    Und dann aber entdecke ich, angefixt als Fährtensucher, was größeres, Tatzenspuren.

    Entdecken ja, für den Fährtenleser aber reicht es bei uns noch nicht, da brauchen wir den Guide. Und der bestätigt, es sind die Spuren eines Schakals. Verfolgen geht jetzt nicht und ich rechne nicht unbedingt damit, hier mal einen vor die Augen zu bekommen. Aber wer weiß...

    Nun aber wieder am Ufer entlang. Klar, dieses Knochenfragment eines Wal ist wohl eher zur Touristenfreude dahin drapiert.

    Die vielen einzelnen Robben aber sind freiwillig hier.

    Manche liegen teilnahmslos hier rum,

    manche robben sich gerade aus dem Wasser

    VID_20260205_172306.mp4

    und manch andere können nichts mehr von alldem.

    Der Lauf der Natur...

  • AIDAstella: Südafrika mit La Réunion & Mauritius 2 | 14 Nächte | 04.02.2026 bis 18.02.2026 (Mittwoch, 4. Februar 2026, 00:00-Mittwoch, 18. Februar 2026, 00:00)

    • Dejotka
    • 4. Februar 2026 um 18:33

    Dany101

    Dann konnten wir uns auch nicht mehr sehen. Wenn ihr euch lieber außerhalb, anstatt an Bord mit "komischen Vögeln" trefft... :lachroll:;)

    Haben 14:30 Uhr das Schiff verlassen. Wünsche allen eine tolle Nachfolgereise. Grüße von jetzt schon hoch über Südafrika.:)

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    • Dejotka
    • 4. Februar 2026 um 10:49

    jasper1902

    Ja, Danke. Bin ein wenig in Rückstand damit geraten. Reiche den Rest noch nach.

    Gute Heimreise allen. Wir beenden dann mal um 18:30 Uhr das Nomadenleben und fliegen mit vielen neuen Impressionen heim :bye1:

  • AIDAstella: Südafrika & Namibia | 14 Nächte | 21.01.2026 bis 04.02.2026 (Mittwoch, 21. Januar 2026, 00:00-Mittwoch, 4. Februar 2026, 00:00)

    • Dejotka
    • 1. Februar 2026 um 14:15

    Lüderitz / Kolmanskuppe

    Es war einmal vor mehr als 100 Jahren...
    Und wenn sie nicht verfallen ist, dann steht sie noch heute dort, diese für kurze Zeit möglicherweise wohlhabendste Siedlung der Welt, aber eben ein Paradies nur auf Zeit...

    So fangen Märchen an, war und ist aber Realität.
    10 km von Lüderitz entfernt, im Ödland, irgendwo im Nirgendwo liegt diese Geisterstadt.

    Dieser Lüderitz hat es nicht mehr erlebt, dass er mit seiner Vermutung Recht behalten sollte, dass hier, in dem Landstrich den er sich ergaunert hat, tatsächlich was zu holen ist. Nämlich Diamanten, welche man manchmal nur einfach aufsammeln musste. So begann es auch...mit dem Herrn Strauch. Doch eh ich hier noch reime, wir finden hier heute keine...

    Beim Bau der Eisenbahn war es damals, ...die hier war es wohl nicht...,

    als einer seiner Arbeiter solch einen funkelnden Stein am Boden entdeckte... Der Rausch begann...

    Und anders als der Namensgeber der Ortschaft, dieser Kuppe, Johnny Coleman, der 3 Jahre vorher, beim Buddeln nur Augen für seinen eingesunkenen Eselskarren hatte, buddelte man hier nun nach dem "Klippekies". Hätte der Coleman mal etwas genauer hingeschaut... So aber lockte dieser unwirtliche Landstrich erst 3 Jahre später die Glücksuchenden mit dem Traum nach Reichtum an wie die Schmeißfliegen. Und erstmal lief es tatsächlich gut.
    Wohl 400 Leute haben zeitweise hier gewohnt, an diesem Ort, der jetzt beharrlich von der Wüste zurückerobert wird.

    Ja, schnell gab es eine richtige Infrastruktur. Mit Krankenhaus, dies sogar mit dem dann ersten Röntgengerät Afrikas; Sporthalle gegen den Buckel vom Graben;

    für das urdeutsche Hobby Kegeln, sogar eine Doppelbahn;

    Metzger, Bäcker und sogar ein Meerwasserschwimmbad zum Spülen der verstaubten Leiber. Meerwasser, weil man nicht auch noch die Schwimmbadfüllung, wie das sonstige Frischwasser, aus dem 1000 km entfernten Kapstadt hertransportieren wollte.
    Man kann es sich schon hübsch machen... Wo ein Wille, da ein Weg. Und wenn er auch weit ist.

    Doch zwischendurch wurden wohl auch mal Diamanten gesucht... Ich habe da so eine Vermutung wer da wirklich die Drecksarbeit gemacht hat.... Wie sollte man auch sonst noch Zeit haben, mal ne ruhige Kugel zu schieben.
    Ja, das Deutschtum war hier stets präsent. Man fühlte sich hier wie daheim.

    Auch unsere Fellbande lockt nun der Traum vom Reichtum an. Früh sind wir hier, denn gegen Mittag kommt wohl oft ein starker Wind auf, der einem nicht nur um die Ohren und vor die Häuser weht,

    sondern eben auch in die Häuser.

    Wir entschließen uns gegen eine Führung, wollen einfach mal die Impressionen aufsammeln, auf uns wirken lassen, in der heutigen Geisterstadt. Und bei der teilweisen Brüchigkeit der über 100 Jahre alten Gebäude schon erstaunlich, dass man sich hier frei bewegen kann, nur wenige Gefahrenstellen abgesperrt sind, man fast überall reingehen und manchmal reinkriechen kann. Manches ist hier echt noch so stabil, dass es nicht gleich zusammenfällt, wenn man mal mit dem Kopf gegen den oberen Türrahmen rennt, weil man nicht bedacht hat, dass wenn unten die dicke Sandschicht liegt, es nicht mehr passt mit dem aufrechten Gang durch die Türe.:verzweifelt: Aber das Gebälk hat gehalten. Woanders wäre wahrscheinlich eher schlecht gewesen....

    Die Fußspuren und Abdrücke verraten.... hier hat doch tatsächlich einer....

    Wer das wohl war? Ein Profilabgleich könnte da Klarheit bringen. Nee, Nee, machen wir jetzt besser nicht... :nein1::saint:
    Jedenfalls nennt man das wohl hier "randvoll".;)

    Die Fellbande ist am Ende enttäuscht. "Die stellen uns hier aber auch beschissenes Werkzeug zur Verfügung", schimpft der Teddy Kaufhof mit enttäuschter Mine. "So ein verrosteter oller Mist!

    Wenn das schon nicht passt... Das machen die doch extra!:cursing:"
    Kurz keimt mal Hoffnung auf. Da blitzt was großes im Wüstensand... Schnell einsacken. Aber nix wird eingesackt, ist wohl nur ein abgesprungenes Stück von der Keramiksschüssel oder so.... Vielleicht auch was von der Elektrik,

    ggf. auch ne halbe Sicherung.

    Hier gibt es offenbar nichts mehr zu holen. So wird das nichts.
    Ab in den Süden. Dorthin hat sie sich verlagert, die Diamantensuche, noch heute ist dort Diamanten Sperrgebiet.

    So spätestens um 1930 rum, zog auch der Rest vom Troß von hier weiter. Und wenn man abends schon nicht mal mehr ne zünftige Kegeltruppe zusammenbekommt... Hier ist schon lange die letzte Neun gefallen.

    Doch so wird das auch für die Fellbnde nichts mit den Diamanten. Der Traum vom schnellen Reichtum ist ausgeträumt. Keine Verbindung mehr ins Glück. Hier fährt nichts mehr,

    außer tagtäglich die Ausflugsbusse ...


    Abschied von Lüderitz, wir suchen jetzt im Norden unser Glück, in Walvis Bay und finden es, in Form von atemberaubenden Eindrücken. Bekommen dort in trockenster Wüste Wasser in die Augen, weil uns die Erlebnisse bei der Sandwich Harbour Tour so dermaßen aus den sandigen Schuhen hauen, es am Ende auch noch eine ausgewachsene Tiersafari wird....

  • AIDAstella: Südafrika & Namibia | 14 Nächte | 21.01.2026 bis 04.02.2026 (Mittwoch, 21. Januar 2026, 00:00-Mittwoch, 4. Februar 2026, 00:00)

    • Dejotka
    • 31. Januar 2026 um 10:23

    Namibia / Lüderitz

    Namibia, dieser Name wurde gewählt, als man als letzter afrikanischer Staat erst 1994 unabhängig wurde.

    Abgeleitet von der Namib Wüste, die sich über den gesamten Küstenstreifen des Landes erstreckt.

    Ein Wüste am Meer

    und noch dazu die wohl älteste der Welt. Denn das Gebiet von Namibia gilt als einer der ältesten Teile der Erdkruste.

    Und auch weil an anderer Stelle des Landes noch die Kalahari einen riesigen Raum einnimmt, ist Namibia im Flächenvergleich eines der am dünnsten besiedelten Länder der Welt.
    Ändert sich durch unsere Ankunft heute wohl auch nicht wesentlich. Sind ja nur Gäste, hat man uns durch das zu beantragende Visum ja vorher auch noch mal eindringlich in Erinnerung gerufen...


    Die Zeiten, als man den/die "Klippekies", die Diamanten, am Strand aufsammeln konnte, die sind hier vorbei. Aber wenn man den ganz "normalen" Sand hier mal optisch vergrößert, also ganz stark vergrößert, dann ist da doch noch was.

    Blau, Rot, Grün... (Ist wirklich so, kommt jetzt nicht -wie dieses Foto- von mir) Sollten wir den gerade eingetüteten Original Dünensand daheim nicht doch mal sieben?

    Wir erreichen also Lüderitz.

    Auch wenn die Chronologie jetzt nicht stimmt, so passt es besser, wenn ich erst mit Lüderitz beginne.

    Denn eigentlich waren wir direkt nach dem Anlegen zur Kolmannskuppe/Kohlmannskoop gefahren. Berichte ich dann später drüber.


    Eigentlich verwunderlich, dass die uns als Deutsche hier überhaupt von Bord lassen. Verwunderlich, dass hier noch irgendwo ein Denkmal vom Stadtgründer und Namensgeber steht, dass sich ein gewisses unverkennbares Deutschtum hier noch immer gehalten hat. Verwunderlich, nach alldem was hier geschehen ist. Zu Beginn dieser Meilenschwindel, als Lüderitz den Häuptling mit dem Kaufvertrag so beschissen hat, plötzlich nicht englische Meilen, sondern angeblich preußische Meilen gemeint waren und der Verkäufer dadurch "vertragsgemäß" einen Großteil seinen Stammesgebietes verloren hat. Denn es macht schon einen Unterschied, ob die Meile 1,6 oder 7,5 km hat. So wurden aus 70 x 35 km dann mal eben 300 x 150 km.
    Und die Unterdrückung nahm ihren schrecklichen Verlauf. Der immer mehr aufkommende blutige Widerstand endete für viele auf Shark Island, nur einen Steinwurf vom Liegeplatz entfernt,

    wo sich die Gräueltaten dann mehr als fortsetzten...
    All dessen sollte man sich halt, wenigstens im Hinterkopf noch bewusst sein. Lange her und unvergessen das Gewesene....
    Aber wir scheinen willkommen. Und nicht nur wir, denn die 100000 deutschen Touristen sind neben den Entwicklungshilfen, jährlich ein bedeutender touristischer Wirtschaftsfaktor.
    Doch wir schauen uns jetzt mal in der 16.000 Einwohner Stadt um.

    Über den "Kirchweg" erstmal hoch zur Felsenkirche,

    wo im Altarfenster der deutsche Adler noch von damals prangt.

    Den Felsen daneben kraxle ich dann antilopenmäßig hoch, die weggewehte Kappe fällt in erreichbares Gelände, ist wieder geborgen und unten angekommen, betreibe ich noch unfreiwillige Präsentationsarbeit. Eine Frau welche, vom Ehemann frisch überredet, gerade zum Aufstieg ansetzen will, nimmt nun jäh Abstand von diesem Vorhaben und meint erschrocken "Nee, besser nicht!" Und das nur, weil ich beim letzten Schritt auf den Schotter, eigentlich unspektakulär, ein wenig ins Rutschen gerate...
    Ob der Mann mir nun dankbar ist für die kurzfristig gewonnene Freiheit beim Alleinaufstieg, man weiß es nicht...


    Das die Häuser hier

    nicht von alleine so bunt sind und das nicht mehr die Originalfarbe ist, wird gerade demonstriert...

    Aber der Farbton ist wohl tatsächlich original, jetzt halt retro.

    Die Arbeitslosigkeit ist mit wohl über 30 Prozent sehr hoch hier, für manche existiert ein täglicher Überlebenskampf und jeder versucht irgendwie Geschäfte zu machen. Einen 5 Minuten Haarschnitt versucht man mir, von der Straße weg aufzuschwätzen. Ich zeige, was sich fragmentarisch kurz unter der Kappe verbirgt. Es wäre denn ein sehr einseitiges Geschäft geworden... Ich bin ja bereit zu helfen, aber den Rest da oben gebe ich nicht auch noch her.:nein1:

    Im oberen Bereich übrigens, sind die Straßen noch original ungeteert.

    Auf der Bahnhofstr. steht ein kleiner Fiat oder ähnliches. Ein Halbwüchsiger ist zum Hilfsdienst verdonnert, hält ein Magnetschild mit Taxi-Aufschrift, kurzfristig auf die Motorhaube gepappt, an einer Ecke mit zwei Fingern festgestellt, um es im Bedarfsfall, wenn der Schupo oder die lezensierte Konkurrenz um die Ecke kommt, schnell verschwinden zu lassen und wieder rein privat zu sein. Und wenn die Luft wieder rein ist, wird der Privatwagen ganz flexibel wieder zum Taxi.

    700 Verkehrstote, bezogen auf die hiesige Einwohnerzahl sind weltweit übrigens die höchste Todesrate. Gut zu wissen als Mietwagen-Kunde.

    Idyllisch durch die Nachtigallstraße


    Dann jetzt also mal in die alte Zeit

    des Diamantenrauschs...

    Mal sehen, ob in Kohlmannskoop noch was zu holen ist...:/

  • AIDAstella: Südafrika & Namibia | 14 Nächte | 21.01.2026 bis 04.02.2026 (Mittwoch, 21. Januar 2026, 00:00-Mittwoch, 4. Februar 2026, 00:00)

    • Dejotka
    • 28. Januar 2026 um 18:29

    East London/ Inkwenkwezi Game Resort

    An der Mündung von Buffalo- und Nahoon River gelegen, ist es der einzige große Hafen hier in Südafrika, welcher in einer Flussmündung liegt.
    Entstanden ist die Stadt mit dem verwechslungsfähigem Namen, aus einem Militärposten der Briten.

    Für Anderes, Kultur und Sonstiges habe wir keine Zeit. Die Liegezeit ist hier mit von 08:00 bis 16 Uhr knapp bemessen. Und nun haben die örtlichen Behörden ohnehin auch noch kurzfristig festgelegt, dass die Ausreiseformalitäten, mit wenigen Ausnahmen, bis 14 Uhr erledigt sein müssen. Wir sind keine Ausnahme und deshalb wurde der Ausflug vorverlegt. Privat war für uns im Vorfeld für dieses kleine Zeitfenster hier nichts Passendes zu finden und deshalb geht es nun mit Aida los. Ab ins Inkwenkwezi.

    Zur Tierbeobachtung ja grundsätzlich nicht schlecht diese Vorverlegung, jetzt mal nüchtern betrachtet... Und Ausschlafen macht ja auch zu Hause noch Spaß.;)

    Nach den bisherigen so überwältigenden ersten Safari-Erlebnissen von den beiden Vortragen, welche die "touristisch einfach" Erwartungen so dermaßen übertroffen haben, lag die Latte nun natürlich hoch. Er war zu erwarten, dass diese Latte heute wohl gerissen wird. Und schon mal vorab..., so war es denn auch. Nicht satt gerissen wird sie, aber sie fällt. Dennoch werden positive Eindrücke am Ende überwiegen.
    Recht früh geht es mit 3 Bussen erwartungsfroh los.

    Am Game Reserve angekommen, säumen den Eingang zur Wartehalle nun insgesamt 9 Frauen

    Das ist dann wohl die angekündigte Begrüßung mit Musik und Tanz durch die Folkloregruppe des Xhosa-Stammes..

    VID_20251125_153304.mp4

    Wer jetzt noch dringend was vom Frühstück loswerden muss :verzweifelt:, und das müssen jetzt viele, der muss Geduld aufbringen. Insbesondere wenn man im letzten Bus gesessen hat... Bei uns tut es zum Glück aber aktuell keine Not.

    Aber sonst straff organisiert hier und es geht draußen dann auch direkt los. 10 plus 1, statt 6 plus 1 im halbwegs offenen Fahrzeug.

    Erstmal nun bestimmt 20 Minuten lang passiert sichtungsmäßig nichts, rein gar nichts, Das wird mit der Struktur des weitläufigen Parks zu tun haben, werten wir als Anfahrt zu den Hot Spots. Dichtes Buschwerk links und rechts, einmal aber überqueren wir auch einen Bachlauf,

    alles prima Versteckmöglichkeiten und Rückzugsmöglichkeiten und so soll es ja artgerecht auch sein, ist schließlich kein Zoo hier. Alles gut.

    Aber Moooment:/. Beim Vergrößern entdecke ich jetzt einen vermeintlichen Stein, der durchaus auch ein Wasserschildkröte sein könnte.

    Wir werden es wohl nie erfahren....Ach, wenn man sich schon mal nur allein auf das geschulte Auge des Rangers verlässt...:motz1:;)

    Gut auch wenn man es vorher noch zu den Keramikschüsseln geschafft hatte, denn die Strecke ist ja naturgemäß mehr als holprig. Und wenn dann noch was drückt und zwickt...:verzweifelt: hier kann es jetzt jedenfalls erstmal, zumindest nicht ökologisch korrekt, entsorgt werden.


    Wir erreichen die offene Hochebene und majestätisch ziehen Giraffen gemächlich aber imposant über den Bergkamm.

    Die Silhouetten auch aus dieser Entfernung schon sehr eindrucksvoll, ein schönes Bild.

    Diverse kleinere Büffelherden

    unterschiedlicher Arten,

    ich erspare mir aus eigener Unkenntnis die Namensnennung, grasen im weiteren Umfeld und dann sehen wir 2 Rhinos, später werden diese oder andere noch unseren Weg kreuzen. Auffällig hier im Gegensatz zu gestern, dass die Hörner gestutzt sind.

    Wohl wegen wegen der Verletzungsgefahr bei Kämpfen untereinander und vielleicht auch für den Fall, wenn die Safarijeeps mal schlechte Laune auslösen....
    Nun eine kurze Erfrischungspause im offenen Gelände, die vor allem auch deshalb genau hier eingebaut ist, weil jetzt der Besucherverkehr, die Einfahrt gesteuert wird. Es geht zu den Löwen. Die sind nämlich separiert von der weiteren Tierwelt in einem extra ümzäunten Gehege untergebracht. Wie groß es ist, dass kann ich nicht sagen, weil die zwei tatsächlich nur 20 Meter hinter dem Tor unter einem Buschwerk liegen.

    Jeep für Jeep fährt nun dran vorbei, kurzer Fotostop, weg und direkt wieder raus vom Tor. Das geht schon mehr in Richtung Zoo.
    Das war gestern und vorgestern irgendwie alles, bzw. das meiste, ganz anders. Insbesondere auch bezüglich der Löwen.

    Klar ist so ein Park umzäunt, geht ja auch gar nicht anders, aber eine Umzäunung in der Umzäunung...

    Fehlt irgendwie das Wildlife Feeling für's Auge, dieses wenigstens gedankliche Outback-Gefühl. Der Sinn und Grund dafür sei jetzt mal ausgeklammert.
    In wirklich sehr weiter Entfernung nun noch 3 bis 4 Straußenvögel die schräg den Berg hochtrotten, aber die fängt selbst das Tele nicht ein.
    Insgesamt natürlich auch ein Zeichen für die Weite des Geländes, ein Zeichen für die "Freiheit" der Tiere.
    Das hatten wir in den beiden Vortagen ja auch, wussten gar nicht wo das naturbelassene Gelände anfängt und wo es aufhört, halt doch dieses gewisse Safarigefühl.

    Vielleicht hatten wir ansonsten dort auch einfach Glück. Aber wenn ich alleine an die Situation denke, als man die Elefanten erst nur hörte und die dann direkt neben uns aus der Vegetation gekommen sind,

    dann war man vielen Tieren im Pumba eben näher.

    Jetzt mal rein egoistisch gedacht...


    Was ich hier jetzt auch vermisst habe, dass sind diese zahlreichen verschiedenen Antilopenherden, an den verschiedensten Stellen, oft gemeinsam mit Zebras. aber ein paar Zebras sind dann dich da.

    Und auch weitere Tiere, Pumbas, die einzelnen Schakale, Kleine Nagetiere... Ja selbst Vögel habe ich hier jetzt eigentlich, so in der Nachbetrachtung, vermisst.

    Okay, wir waren im Pumba nur mit insgesamt 3 bis 4 Fahrzeugen unterwegs, es war kein Massenausflug und die Safarizeiten waren andere, waren wohl günstigere...
    Doch auch wenn ich vorher dort nicht diese tollen Erlebnisse gehabt hätte, die Latte für den Inkwenkwezi eben jetzt hoch liegt..., meine dann unbedarft naive und aber auch geringere Erwartungshaltung wäre heute auch dann nicht so richtig erfüllt worden. Im Klartext, ich wäre etwas enttäuscht gewesen. Bin ich jetzt auch, aber ich darf es halt als Ergänzung und Abrundung der Vorträge sehen. Insofern...
    Natürlich bin ich aber ohnehin nicht so naiv zu denken, dass eine Safarifahrt durch ein solches Resort mit einer Safari im offenen Buschland, Dschungel oder sonstwas direkt gleich zu setzen ist. Ist sicher noch ne andere Hausnummer...


    In der Halle nun eine Riesenschlange vor der Bedürfnisanstalt. Selbst bei den Männern bleibt man nicht verschont davon. Es gibt hier einige (private) Verkaufstische verschiedener Händler. Waren wie einheimisches Kunsthandwerk aus Holz, Stoff und sonstwas, jedenfalls wohl keine "Made in ...." Ware. Scheint auch Recht günstig zu sein. Und zwischen Keramikraum und Bus, lassen wir schnell noch eine bunte Holzgiraffe für etwa 5 € eintüten.

    Die steht dann demnächst daheim, neben dem Flamingo von damals, aus dem Supermarkt in Santo Domingo.
    Unsere sonst als Favorit bevorzugten Motiv-Weihnachtskugeln haben sich erwarteterweise bei den Leuten vom Xhosa-Stamm und Zulu offenbar noch nicht durchgesetzt.

    Den für uns noch fehlenden Letzten der Big 5, den Leoparden, haben wir natürlich auch hier nicht gesichtet. So bleibt die einzige Sichtung derjenige auf dem obigen Geldschein, ist ja sinnigerweise auch der wertvollste :)

    Aber den habe ich nun auch schon ausgegeben.:saint:

    Nun sind wir schon unterwegs zu einer ganz anderen Gegend, werden ganz andere Eindrücke gewinnen. in der Nacht

    konnte man noch Kapstadt erkennen, sind um die Ecke rum, es ist jetzt mitten am Tag

    VID_20260128_125948.mp4

    und wir fahren gerade hoch zur Namib-Wüste nach Namibia. Werden dort die Sache mal vom Boden aus und aus der Luft erkunden. Vom Wasser aus wird es nur mit der Stella geschehen. Die Bootstour mussten wir wegen zwangsweiser zeitlicher Vorverlegung eines Ausflug leider canceln. Konnten wir nicht kompensieren, sind zu eng getaktet.

    Wer weiß, ob man jemals noch mal hier hin kommt...:/

  • AIDAstella: Südafrika & Namibia | 14 Nächte | 21.01.2026 bis 04.02.2026 (Mittwoch, 21. Januar 2026, 00:00-Mittwoch, 4. Februar 2026, 00:00)

    • Dejotka
    • 27. Januar 2026 um 18:09
    Zitat von Cormar

    Dejotka: Wunderbare Bilder!
    Wir sind im Juni im Pumba Game Reservat (leider nur an einem Tag). Durch deinen tollen und herzerfrischenden Bericht wird die Vorfreude umso größer!

    Gute Wahl jedenfalls trotzdem. Im Vergleich zu Inkwenkwezi, werde ich morgen mal schreiben...

    Ganz nett dort, aber im Vergleich zu Pumba (auch ohne Übernachtung), zumindest so wie wir es dort erleben durften...

    Viel Spaß :thumbsup:

  • AIDAstella: Südafrika & Namibia | 14 Nächte | 21.01.2026 bis 04.02.2026 (Mittwoch, 21. Januar 2026, 00:00-Mittwoch, 4. Februar 2026, 00:00)

    • Dejotka
    • 27. Januar 2026 um 17:02

    Port Elisabeth/Pumba Game Resort/Sunrise

    Recht frisch und feucht ist es so früh am Morgen

    und der Frühdunst liegt noch über dem See. Das noch in der gestrigen Abendwärme leichtfertig und großmäulig geplante Vorhaben, vor der Safari im Terrassenpool nur eine Notwaschung vorzunehmen, wird umständehalber kurzfristig gecancelt, die Waschung ins Innere verlegt.


    Erstmal nun ein zwar gefährliches Tier,

    aber keines der Big Five, wer auch immer die so festgelegt hat...
    Wir sind trotzdem zufrieden, als im Wasserloch die Flußpferde scheinbar entspannt vor sich hin dümpeln. Okay, die jetzt in ihrem angestammten Teich statt Fluß zu finden, war jetzt nicht sooo schwer, die verlassen den tagsüber wohl eher eher selten. Diese Hippos haben in der Nacht an Land jeweils etwa 40 bis 60 Kilo Gräser in sich reingestopft, sind nun satt, relaxen, einfach nur so rum, dösen und kühlen sich nun die speckigen Leiber. Dabei aber sehen sie nur friedlich aus, sind alles andere als Happy Hippos, sondern hochaggressiv. Deren Tötungsrate liegt mit durchschnittlich 500 Menschen im Jahr, sogar über der von Löwen. Selten bis gar nicht überlebt man einen Angriff.

    Wir sind jetzt safe, die Suche geht weiter.

    Diese Termitenhügel hier sind zwar Big,

    aber insgesamt wesentlich mehr als Five, es sind hier wohl tausende die diese Landschaft mitprägen.


    Die Löwen aber prägen die Landschaft im Moment noch nicht.
    Doch nun die erste Spur am Wegesrand,

    ein Haufen Sch....

    Und es wird sich im folgenden eine Lebensweisheit bewahrheiten...
    Manchmal muss man erst einen Haufen Schei... hinter sich lassen, um das Glück zu finden. Wir aber müssen uns hier nicht wie im Leben erstmal durchwühlen, können einfach vorbeifahren.
    Und dann sind wir ihnen plötzlich tatsächlich ganz nah, dem König der Tiere,

    erst die Simbas mit Gefährtin Sarabi und später noch der majestetische König Mufasa.
    So ganz ungewohnt ist denen hier unser Besuch natürlich nicht und die Mutter bleibt gelassen, als der Nachwuchs mal aufsteht und um uns rumschleicht.

    VID_20260126_143529.mp4

    Zum Glück ist es für die nicht ungewohnt, denn wer will so einem dauerhaft wilden Löwen schon plötzlich und womöglich ohne Safarijeep, so als Fußgänger in der freien Wildbahn begegnen...

    Es dürfte zu gewissen Irritationen und Fehlinterpretationen kommen... So schnell und dauerhaft kann man im Ernstfall dann wohl nicht laufen...
    Doch hier ist als Reaktion auf uns eher gelangweiltes Gähnen angesagt.

    Und als Spielzeug dienen nicht wir, sondern eine Kugel getrocknete Schei.... Was der andere Sprössling mit etwas Unverständnis quittiert...


    Und in einiger Entfernung streift dann der königlich imposante Erzeuger durch die Savanne...wie Mafusa, nur live.

    Auf einem Hochplateau grasen die nun schon Vierten der Big5, eine große Herde Büffel. Wir fahren in einiger Entfernung vorbei und ich verzichte erstmal auf ein Telefoto. ...In dem Glauben, dass wir noch näher ranfahren. Das aber passiert nicht, der Ranger verzichtet darauf. Wohl auf Grund gewisser Erfahrungen, denn diese Büffel sind hochaggressive und angriffslustige Tiere. Und selbst die großen Raubkatzen können beim Angriff auf einen ausgewachsenen Büffel meist nur verlieren.
    Da ist es mit den Antilopen schon einfacher... Die können wir der Mensch nur rennen, aber wenigstens schneller als wir...

    Außerdem sind die Büffel ja meist in der Überzahl, bilden dann eine Notgemeinschaft. Anders als bei unserer Fellbande ist eine solche Notgemeinschaft im Ernstfall dann auch effektiv... es bleibt nicht nur zerfetztes (Plüsch)Fell übrig. Nun, deshalb sitzen unsere beiden Strategen ja auch hinter Glas in der Lodge und diesmal auf dem Sofa. Wird wohl nicht wieder jemand kommen und die Vorhänge zuziehen...
    Büffel werden wir dann morgen fotografieren, im Inkwenkwezi Reserve.

    Jedenfalls haben wir nun 4 der Big Five gesichtet. Der Leopard bleibt uns verborgen. Weiß auch gar nicht, ob es den hier überhaupt gibt. Die Liste der hier lebenden Tiere ist aber dermaßen groß und in einem Prospekt abgebildet.

    Und das sind nur die Säugetiere...

    Ich bin nach dem hier Erlebten fast geneigt, der Auflistung Glauben zu schenken.
    Natürlich kann man nicht alles sehen, ist ja nun mal kein enger Zoo hier, ist Glückssache und auch von Zeiten und Wetter abhängig. Aber der Ranger meint, dass wir insgesamt ziemliches Glück hatten. Und Glücksgefühl wäre tatsächlich untertrieben, wenn ich beschreiben sollte was ich im Moment, in Gedanken an das Erlebte, empfinde.


    Noch ein Kaffeestopp in der Nähe der Lodge und ich belohne mich für die Safaristrapazen, die vorzugsweise aber nur aus Schlaglöchern und naturgegebenen Bodenwellen bestehen, mit einem Kaffee in welchen ich einen einheimischen Amarula-Likör kippen lasse. Ist eine Art Baileys, nur etwas herber, aus der hiesigen Marula-Frucht. Ist ein südafrikanischer Exportschlager. Eine ungewöhnliche Kombi mit dem Kaffee meint der Ranger und ich finde es gut. Mir war gerade so danach...;)

    Ab ins Camp, frühstücken, Kaffee ohne Amarula trinken (steht (noch)nicht auf dem Buffet;)), ab in die Lodge und nochmal in den kleinen Pool. Weit rausschwimmen könnte ich jetzt eh nicht, gleich muss das Basiscamp zwangsweise geräumt werden, das Schiff wartet. Nicht mal die Büchse Bier aus der Minibar kriege ich mehr leer. In der bleiben trotz All in erhebliche Reste. Nicht aber von meiner Erwartungshaltung im Vorfeld dieser Tour. Da bin ich restlos bedient. Im Gegenteil ist das Fass hier übergelaufen. Dieses Erlebnis hier wird in allen Belangen schlecht noch zu toppen sein.
    Eigentlich wollte ich sowieso zum Abschluss einen Kaffee trinken:saint:, aber zum Glück passten die Kapseln irgendwie nicht in die Maschine...:)

    Ein letzter Blick von der Veranda...

    ...und hätten wir jetzt mal unsere Lodge nicht so unbedarft verlassen. Darauf waren wir jetzt nicht gefasst, dass wir nun eine ganze Horde der Namensgeber des Parks, dieser süßen Schweinchen, den Pumbas aufscheuchen. Die tummelten sich gerade, nur durch einen Zaun getrennt, direkt vor unserer Haustür. Nun sind sie weg und Foto gibt es keines. Gesehen aber haben wir solche Horden auch vorher schon immer wieder in dem Park.
    Wir hatten jetzt also Homeoffice-Safari, Outback-Safari und auf dem Rückweg nun auch noch Straßen-Safari.

    Auch die Paviane sind hier Verkehrsteilnehmer und halbwegs im Linksverkehr unterwegs.

    Und schauen beim Überqueren der Straße, anders als wir Rechtsverkehr gewohnte Touristen, beim Linksverkehr wenigstens auf die richtige Seite :nein1:


    Es geht zurück nach Port Elisabeth, die Stadt deren neuen Namen Gqeberha aus der "isi Xhosa" Sprache nicht nur ich nicht aussprechen kann. Da sind so komische Schnalzlaute drin. Der Lektor Robert Borchert, übrigens grandios in seiner Vortragsweise wie auch dem dabei rübergebrachten Inhalt, mehrere Jahre hier gelebt, hat es mehrfach schon vorgesprochen. Für eine mitteleuropäische Zunge aber offenbar nicht so einfach praktikabel.
    Port Elisabeth hat übrigens nichts mit der Queen zu tun, sondern ist der Vorname der Ehefrau vom englischen Stadtgründer. Aber in historischem Rückblick erinnert man sich zunehmend nur noch sehr eingeschränkt gerne an die einstigen Besatzer, sondern lieber auf die eigene Identität in dieser Regenbogennation Südafrika mit ihren zahlreichen Kulturen, und benennt Städte und Ortschaften nach und nach um.
    Noch aber heißt unsere nächste Destination auch offiziell noch East London, von wo aus wir in den Inkwenkwezi Park fahren.


    Erstmal ist daheim nun wieder die Fellbande vereint

    und der Ty, welcher aus Sicherheitsgründen wegen seiner Angst um das Fell und Leben vom kleinen Tiger die Reise zur Safari verweigert hatte, wird nun in der Hängematte mit den Erlebnissen wohl gnadenlos zugetextet. Und anders als oben Geschriebenes, ist da wahrscheinlich 95 Prozent von gelogen oder aber mindestens maßlos übertrieben von jemandem der eigentlich nur Homeoffice-Safari von der Bude aus gemacht hat...

  • AIDAstella: Südafrika & Namibia | 14 Nächte | 21.01.2026 bis 04.02.2026 (Mittwoch, 21. Januar 2026, 00:00-Mittwoch, 4. Februar 2026, 00:00)

    • Dejotka
    • 27. Januar 2026 um 09:15

    Port Elizabeth/ Pumba Game Resort

    Zurück von der Abendsafari

    ins Basiscamp und das Kudu-Dinner muss nun doch noch warten. Erstmal noch "Homeoffice-Safari" von der Lodge-Terrasse aus.

    Auch jetzt wieder gehen mir weder das innerliche Grinsen, noch Refrain und Melodie dieses Ohrwurms mehr aus dem Kopf, dieser WM-Song von damals. "So This Is Africa..." Das trällere ich innerlich so vor mich hin... Der Ausblick fasziniert wieder so dermaßen, noch ist es ja halbwegs hell.
    Vor uns auf der kleinen Halbinsel

    und auch am Ufer schräg gegenüber, trinken und grasen die Antilopen am See und auf der Hochebene darüber. Auf dem Bergkamm, muten die Tiere für mich wie eine Szene aus Jurassic Park an.

    Nur sind dies hier keine Saurier die da langziehen, sondern Antilopen und Zebras.

    Antilopen, das Happy Meal der Raubkatzen.

    Außer Rennen und Springen haben sie Angriffen nichts entgegenzusetzen. Und wenn die Katzen und sonstigen nicht vegetarischen Jäger dann schneller sind....

    Wir sind jetzt auch schnell wie die Giraffe,

    schnell beim Dinner und schnell wieder dort weg. Vielleicht nicht ganz so geräuschvoll wie der hier....

    VID_20260127_102243.mp4

    Dieser Abend ist viel zu schade, um ihn mit langem Essen zu vergeuden. Da kann das Kudu-Filet noch so lecker sein... Lieber noch von der Terrasse aus diese grandiose Natur genießen.

    Und dabei ist es dann nicht die leicht schwüle Witterung, die unweigerlich eine gewisse emotionale Feuchte in die Augen treibt. Es ist das Glücksgefühl, im Moment zumindest, offenbar alles richtig gemacht zu haben.

    Langsam mal runterkommen jetzt... Aber wie? Über uns ein grandioser Sternenhimmel, ansonsten wird es ziemlich duster und heimelig. Statt fahlem Licht, tritt nun immer mehr die Akustik in den Vordergrund.

    VID_20260126_143908.mp4

    Mittendrin statt nur dabei. Und aus der Ferne hört man den Schakal... der aber nicht auf der Tonaufnahme ist... :nein1:


    Morgen früh wird erstmal eine andere Akustik dominieren, der Wecker. Aufstehen zur Morgensafari, Treffpunkt um 06:30 Uhr.

    Teddy Kaufhof und der Hase übrigens,

    waren aus Sicherheitsgründen nicht mit auf der Safari. Nicht nur weil sie mittlerweile eine eingeschworene Notgemeinschaft geworden sind und auch beim Teddy längst nicht mehr das perfide Bestreben besteht, den Hasen als Köder, lecker Rabbit, als Happy Meal einzusetzen. Die beiden, von mittlerweile gegenseitigen Verlustängsten und Verbundenheit geprägt, bleiben daher lieber in der Lodge und machen Safari Home-Office. Blicken dabei auf den See, die Uferböschung und die Hänge darüber, bzw. während unserer Abwesenheit dann von innen, lieber hinter sicherem Glas.

    Gerade das aber wurde dann zum Problem. Freie Sicht, und dann kam wohl der Turn Down Service, der gnadenlos erstmal die Gardine zugezogen hat. Und während wir beim Dinner waren, dann nochmal die Gardine und zusätzlich noch die blickdichten Vorhänge. Als wir jeweils zurückkamen waren sie jedenfalls sichtlich missgestimmt bis ziemlich angepi..... Die Afrikaner haben hier wohl keine Erfahrung mit Plüschfellträgern in Hosen...

    Nun ja, als der Wecker klingelt geht es erstmal wieder um echte Fellträger. Zwei der Big Five, den Elefanten

    VID_20260126_192736.mp4

    und das Nashorn

    VID_20260124_174848.mp4

    haben wir gestern schon von der Bucketliste abgehakt. Jetzt geht es im Frühtau sichtungsmäßig hoffentlich den (weißen) Löwen, den Büffeln und den Leoparden ans Fell...

  • AIDAstella: Südafrika & Namibia | 14 Nächte | 21.01.2026 bis 04.02.2026 (Mittwoch, 21. Januar 2026, 00:00-Mittwoch, 4. Februar 2026, 00:00)

    • Dejotka
    • 25. Januar 2026 um 17:29

    Port Elizabeth/Übernachtungssafari

    Nun haben wir zwischen Kapstadt und Port Elizabeth also den Ozean gewechselt, eine Echte Kreuzfahrt also, wir haben vom Atlantik in den Indischen Ozean gekreuzt. Die Grenze dafür ist dort, wo der kalte arktische Benguelastrom auf den warmen Agulhastrom trifft. Ist uns aber im Moment egal, wir legen jedenfalls in der Algoa Bay an, etwa 800 km östlich von Kapstadt.
    Der Hafen ist halt unverkennbar ein Industriehafen.

    Und ob das hier nun wirklich die sich selbst so nennende "Friendly City", die freundliche Stadt ist... Auch das werden wir selbst wohl nicht erfahren, denn wir starten von hier aus nur zur Übernachtungssafari, lassen die Kultur mal links und rechts liegen.
    Es geht in die Pumba-Lodge, im Pumba Game Resort.

    Kein Nationalpark, sondern ein für uns riesiges "Game-Areal". Drum heißen die privaten Gelände ja auch so. Und natürlich auch wegen der Großwildjagden, die der normal domestizierte und ausgelegte Mensch allerdings nicht unbedingt so sehen kann. Und wenn dann der Begriff Game benutzt wird. .
    Gebucht bei "Irina Africa" und ich verrate mal, wir werden am Ende alles andere als enttäuscht sein. Eher geflasht von der Unterkunft

    und den Erlebnissen, von denen es im Moment noch schwer vorstellbar ist, dass sie noch getoppt werden können. In den Zoo jedenfalls werden wir die nächsten Jahre wohl nicht mehr gehen....
    Wenn man schon von der eigenen Terrasse aus

    die Tiere unten am See beim Trinken, darüber die Herden beim Grasen sieht,

    in den Büschen sieht und unterhalb der Terrasse der Affe langläuft... findet man es fast schon schade, gleich um 16:30 Uhr zur Safari-Ausfahrt von hier weg zu müssen.
    Irgendwann werden die dauernden Herden von unterschiedlichsten Antilopenarten

    schon fast zur Normalität, außer abends beim Dinner. Da liegt dann ein lecker Filet von der Kudu-Antilope bei mir auf dem Teller... "Safari mal anders"
    Immer wieder halten wir an, dem erfahren Ranger entgeht offenbart nichts. "Tourist einfach" wäre jetzt vorbeigefahren. Aber das mit dem Selbstfahren geht ja hier wohlweislich eh nicht. Und nicht nur wegen "ich sehe nur Büsche".

    In denen hat er was entdeckt, wo wir erstmal nur ein Rascheln hören... Bis wir dann etwas Graues entdecken.

    Eine kleine Elefantenfamilie bahnt sich fressend ihren Weg und betritt dann die Showbühne.

    Und wenn einer dann weniger als einen Meter an einem vorbeiläuft, von ihm seitlich anvisiert wird, dann wird einem in dem offenen Geländewagen doch ein wenig komisch, hofft auf Freundschaft und denkt u. a. an den langen Rüssel, der gerade noch halbe Büsche zum Fressen rausgerissen hat. Einfach mal so...


    Es sieht schon toll aus wenn eine imposante Giraffe mit dem Hals weit aus dem Bush und Baumwerk ragt, den vollen Überblick hat und dann elegant die Steppe betrifft.

    Was diese beiden an uns vorbeiziehenden Rhinos von uns halten...

    Nun, sie zeigen es recht deutlich...

    VID_20260124_174858.mp4

    Gehungert hat der Typ vorher anscheinend nicht. Und der zweite verflüssigt mittendrauf den Riesenhaufen noch ordentlich.

    Ich ergänze:

    Das hier ist es nicht,

    gehört zum Picknick. Das vom Rhino hatte ja insgesamt mehr eine Haufenform.

    Pause auf einem Hochplateau und der Ranger öffnet die Türen vom Jeep.

    Dann wird es wohl hier recht sicher sein, dass am Ende nur wir an diesem Platz fressen und trinken...

    In einiger Entfernung zieht eine Zebraherde gemeinsam mit Antilopen über die Ebene,

    ein Schakal wird aufgeschreckt und die Schildkröte kann halt nicht so schnell. Irgendwelche kleinere Mäuse und weitere Nagetiere huschen über das Feld und der Ranger geht in den Büschen pinkeln. Wir verkneifen es uns irgendwie mal lieber..., halten lieber nur den Drink fest.


    In der Ferne kommt noch ein einsamer Elefantenbulle aus dem Buschwerk geschritten, welcher deutlich erkennbar zeitweise eine gewisse Paarungsbereitschaft zur Schau stellt. Die Engländerin vor uns quittiert es wegen den Dimensionen mit einem erschrockenen "Oh my god"! Ein Königreich für ihre Gedanken und mein einsetzendes Kopfkino...

    Im Abendlicht, der Elefantenbulle hat uns fast erreicht,

    geht es nun langsam zur Lodge, zum Dinner, das Kudu-Filet wäre dann so weit...

    Und dann wartet die Lodge ...:)

  • AIDAstella: Südafrika & Namibia | 14 Nächte | 21.01.2026 bis 04.02.2026 (Mittwoch, 21. Januar 2026, 00:00-Mittwoch, 4. Februar 2026, 00:00)

    • Dejotka
    • 23. Januar 2026 um 17:56

    Boulders Beach / Kap der guten Hoffnung

    Zu den einzigen Pinguinen des afrikanischen Kontinents geht nun die Fahrt, zu den Brillenpinguinen am Boulders Beach.

    Nennt man auch Eselspinguine und wenn erstmal einer anfängt zu krakelen, dann weiß man auch warum... hört sich dann an wie...

    Ist aber dann wohl nicht der Hunger, obwohl sie mit der Nahrungsfindung zunehmend Probleme haben. Die Sardinen werden knapp, denn durch Klimaverschiebung haben sich Salzgehalt und Temperatur im Laichgebiet der Fischchen verändert. Und so ist es schwer mit dem Nachwuchs zeugen, denn auch die Menschen finden die lecker und so kommt noch die Überfischung hinzu. Die Bestände der Frackträger sind in den letzten 50 Jahren um das siebenfache gesunken.

    Über Holzstege gelangt man von 2 Seiten zur Kolonie.

    Nach dem guten Mittagessen in einem netten Lokal am Meer geht es dann weiter Richtung Kap der Guten Hoffnung.

    Unterwegs schon mal die Sichtung eine weiteren Vertreters der Big 5, dem Nashorn. Mit etwas Fantasie jedenfalls, hier mal als Fels.

    Wale die insbesondere in dieser Bucht, wohl Hermanus, hier oft zu sehen sind, die sind um diese Zeit selten, bleiben uns verborgen.

    Dafür aber unterwegs schon mal ein paar Antilopen und auf der Straße ein Pavian. Wobei letzterer hier eigentlich nicht hingehört. Fotos gibt es keine davon, saßen mal wieder auf der falschen Seite :cursing:

    Am Kap dann Riesengedränge für ein Foto hinter dem Schild vom Kap. Da ich nicht so ein Selfie-Typ bin und die fordernde Fellbande im Bus geblieben ist, blieb mir die Schlange erspart und ich konnte tatsächlich einen Augenblick erwischen, wo beim Personenwechsel gerade mal wenigstens das halbe Schild frei war.

    Dafür könnte ich mich dann fototechnisch, aus der Entfernung, den Robben auf diesem Felsen widmen.

    Weg nun von diesem überlaufenen Ort, hoch zum Leuchtturm, mit der Kabelbahn nach oben, etwa 100 Stufen Rest bewältigen und das Kap von oben betrachten.

    Ja, der Strand da unten ist schön, aber die Strömungen draußen tükisch.

    Wenn man dies bewältigt hatte, dann könnte man früher froh sein tatsächlich auf dem Seeweg Indien etc. zu erreichen.

    1 1/2 Stunden Heimweg nun und nach 10 Stunden wieder daheim. Auslaufen, letzter Blick auf Kapstadt mit dem mystisch beleuchteten Tafelberg,

    in 11 Tagen kommen wir ja wieder...

    Nun erstmal ausschlafen, Seetag

    und in Port Elizabeth geht es dann hoffentlich los mit den Big 5 und so. Übernachtung in der Pumba-Lodge, dem Park mit den weißen Löwen. Sozusagen Schnupperersafari.

    Und damit wir die auch sehen, hat der Teddy Kaufhof sich einen perfiden Plan ausgedacht. Er hat diesmal erstmals den Hasen mitgenommen, seinen Erzfeind von daheim, ... als Köder, lecker Rabbit also. Insbesondere er wird den Tieren ganz nahe kommen hat er dem Ahnungslosen versprochen... und noch einen Fensterplatz beim Hinflug.

    Bilder

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  • AIDAstella: Südafrika & Namibia | 14 Nächte | 21.01.2026 bis 04.02.2026 (Mittwoch, 21. Januar 2026, 00:00-Mittwoch, 4. Februar 2026, 00:00)

    • Dejotka
    • 23. Januar 2026 um 16:39

    Kapstadt/ Tag 2

    Kapstadt erwacht und wir sind es schon lange.
    Auf den ersten Blick etwas undankbar nach dem Nachtflug, dem Ankunftstag, diesen Ausflug heute schon um 07:00 Uhr :verzweifelt: zu starten. Das hatten wir uns aber so eigentlich nicht ausgesucht, der Start wurde um 2 Stunden vorverlegt. Doch es wird sich zeigen, dass den Zweck manchmal auch fremdbestimmte Mittel heiligen. Zwang zum Glück muss nicht immer schlecht sein.:nein1:

    Wir sind am Ende der erste Bus und starten um 06:50 Uhr zum gebuchten Kapstadt Rundumschlag. Heute mal wie in Abrahams Schoß mit Aida.
    Als erstes direkt mal hoch zum Tafelberg.

    Wir sind jetzt noch vor Betriebsbeginn da, doch das frühe Aufstehen wird immer mehr belohnt. 07:50 Uhr und wir sind die ersten Gipfelstürmer.
    Wenn wir vor 10 Uhr dann wieder im Tal sein werden, beträgt die Wartezeit mittlerweile geschätzte über 2 Stunden (so der Guide aus seinen Erfahrungswerten.)
    Also ab auf 1000m mit der Gondel

    welche sich während der Fahrt einmal um die eigene Achse dreht, damit jeder mal was Anderes sieht.

    Nebenan liegt noch Zuckerwatte auf den Bergen.

    Erinnert im Gegenlicht an Skiurlaub in den Alpen.

    Und kaum in Afrika, schon den ersten der Big 5 fast abgehakt.

    Diese Klippschiefer (Dassie) sind zwar Nagetiere, aber nicht etwa mit dem Murmeltier, sondern erstaunlicherweise ganz eng mit dem Elefanten verwandt.
    Das Verwandtschaftsverhältnis und Abstammung unserer Fellbande,

    dem Eisbären Teddy Kaufhof, dem Braunbären Ty und dem kleinen Tiger hingegen bleibt offiziell weiter eher unklar. Was sie allerdings nicht so gerne hören....:cursing:

    Nach gut einer Stunde auf dem naturgeschützten Plateau

    geht es wieder bergab. Andere kämpfen sich laufend dem Gipfel entgegen. Sollte man wohl nur mit dafür zertifizierten Guide machen, denn im Ergebnis verzeichnet dieser Tafelberg mehr Heli-Rettungseinsätze als der Everest! Was zwar auch am Geröll, der Steilheit, aber auch an den hier lebenden Giftschlangen, einer Kobraart und der Puffotter liegt. Die fühlen sich beim unkontrollierten Hochgetrampel schon mal gestört und zeigen dies auf ihre Weise...

    Das Ende der Warteschlange ist unten kaum mehr auszumachen, aber wir fahren dann schon mal aus der Stadt, über vorzugsweise Küstenstraßen, wie den Chapmans Peak Drive und die Kloff Nek Road, nach Boulders Beach, zu der Pinguinkolonie...

  • AIDAstella: Südafrika & Namibia | 14 Nächte | 21.01.2026 bis 04.02.2026 (Mittwoch, 21. Januar 2026, 00:00-Mittwoch, 4. Februar 2026, 00:00)

    • Dejotka
    • 22. Januar 2026 um 17:52

    Willkommen in der "Mutterstadt", Kapstadt, die erste von den Briten hier in Südafrika gegründete Stadt.

    Begrüßung an der Waterfront, die man hier auf dem Gelände ehemaliger Docks errichtet hat.

    Und hier weihnachtet es sogar noch...

    Bei denen wohl eher nicht...

    Tafelberg mit Sahnehaube

    Nun mal von oben

    Mit dem 600 m hohen Lions Head vorne

    Und abends kommt der Tafelberg dann vom Schiff aus, in diffusen Licht, mystisch rüber...

    Und die beleuchtete Waterfront muss ohne uns auskommen

    Weil man uns schon für 07:00 Uhr auf den morgigen Ganztagesausflug gesetzt hat||

    Was sich aber bezüglich der Hochfahrt zum Tafelberg als ein Hauptgewinn erweisen sollte...;)

    Werde dann morgen, am Seetag, und mit etwas mehr Text, über den heutigen Tag berichten...

    Aus Zeitgründen war jetzt mehr als der Kurzbericht nicht drin:saint:

  • AIDAstella: Südafrika & Namibia | 14 Nächte | 21.01.2026 bis 04.02.2026 (Mittwoch, 21. Januar 2026, 00:00-Mittwoch, 4. Februar 2026, 00:00)

    • Dejotka
    • 14. Januar 2026 um 10:47

    Update

    Mail von heute, 10:34 Uhr:

    Kommentiere diese schräge Informationspolitik seitens des Veranstalters mal nicht:/

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