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  1. AIDAFANS / AIDA-FANS Deine Clubschiff Community - Dein Wasserurlaub Netzwerk
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Beiträge von _Meerelfe_

  • AIDAluna: Spanien, Portugal & England 2 | 11 Nächte | 29.03.2026 bis 09.04.2026 (Sonntag, 29. März 2026, 00:00-Donnerstag, 9. April 2026, 00:00)

    • _Meerelfe_
    • 29. März 2026 um 15:45

    Liebe Portia , schön hier mal wieder von dir zu lesen. :blumen:

    Auch ich wünsche dir eine tolle Reise mit vielen unvergesslichen Impressionen. Und natürlich freue ich mich auf deine informativen, erfrischenden Berichte. Habe den Reisefaden gleich mal abonniert. :daumen:

    :Boot1:  :abfahrt:  :bye1:  :matrose:  :papierschiff:  :foto:  :hunger:  :gitarre:  :stossen:

    Liebe Grüße, Meerelfe :ciao:

  • Skagen / Dänemark

    • _Meerelfe_
    • 29. März 2026 um 14:09

    Ideen für einen erlebnisreichen Tag in Skagen und Grenen ...

    Ich hatte ihn im Juni 2025, den für mich rundum gelungenen und perfekten Tag am nördlichsten Punkt Dänemarks. Meine Erlebnisse findet ihr hier:

    Beitrag

    RE: AIDAnova: Skandinavische Highlights ab Kiel | 7 Nächte | 14.06.2025 bis 21.06.2025 (Samstag, 14. Juni 2025, 00:00-Samstag, 21. Juni 2025, 00:00)

    18. Juni 2025

    Skagen – jene Stadt in Dänemarks Norden. Stadt ist eigentlich übertrieben. Vielmehr ist es ein gemütlicher Ort – der Ort, von dem aus man das letzte Zipfelchen Land bei Grenen erreicht, irgendwo im Nirgendwo. Das Zipfelchen Land, an dessen Spitze zwei Meere aufeinandertreffen: Richtung Westen die Nord- und die Ostsee, welche sich in östlicher Richtung erstreckt. Und genau DAS wollte ich an diesem sonnigen, wenn auch sehr windigen Sommertag unbedingt erleben – neben meinem…
    _Meerelfe_
    29. März 2026 um 14:07
  • AIDAnova: Skandinavische Highlights ab Kiel | 7 Nächte | 14.06.2025 bis 21.06.2025 (Samstag, 14. Juni 2025, 00:00-Samstag, 21. Juni 2025, 00:00)

    • _Meerelfe_
    • 29. März 2026 um 14:07

    18. Juni 2025

    Skagen – jene Stadt in Dänemarks Norden. Stadt ist eigentlich übertrieben. Vielmehr ist es ein gemütlicher Ort – der Ort, von dem aus man das letzte Zipfelchen Land bei Grenen erreicht, irgendwo im Nirgendwo. Das Zipfelchen Land, an dessen Spitze zwei Meere aufeinandertreffen: Richtung Westen die Nord- und die Ostsee, welche sich in östlicher Richtung erstreckt. Und genau DAS wollte ich an diesem sonnigen, wenn auch sehr windigen Sommertag unbedingt erleben – neben meinem Lieblingsland Norwegen zweifellos ein Highlight meiner Reise.

    Doch zunächst einmal steigt um kurz 4 Uhr die Sonne über dem weiten Horizont auf. Der blaue Himmel verspricht einen sonnigen Tag, doch die kleinen Schaumkämme auf dem tintenblauen Wasser können den starken Wind nicht leugnen. Gegen 05:30 Uhr beginnt unser großes Schiff, sich den Bewegungen der Wellen anzupassen und schaukelt leicht. Gedanklich habe ich Skagen eigentlich schon abgeschrieben. Dennoch drücke ich so sehr die Daumen, dass unser Anlauf dieses Hafens doch gelingen wird.

    Kurz nach 06:30 Uhr taucht am Horizont weit vor AIDAnovas Bug ein schmales Stück Land auf, winzig kleine Gebäude werden erkennbar – der Hafen von Skagen. Die Richtung stimmt also schon mal. Sollte mein Traum von bestem Wetter am Zusammenfluss von Nord- und Ostsee also doch wahr werden?!

    Gleich nach Öffnung des „Bella Donna“ gehe ich zum Frühstück. Noch ist wenig los. Skagens Kulisse wird größer und größer. Jawoll, wir werden also anlegen können. Nunmehr bin ich froh, so zeitig beim Frühstück zu sein, denn ich habe vor, heute als einer der ersten Passagiere von Bord zu gehen, um einen frühen Shuttlebus nach Grenen nehmen zu können. Dieser Ort ist beliebt und ich kenne erschreckende Fotos von Menschenmassen auf der nördlichsten Landzunge Dänemarks.

    Während ich von meinem Fensterplatz aus das sich langsam nähernde Hafengelände betrachte, leisten AIDAnovas Seitenstrahlruder Schwerstarbeit; das ganze Schiff vibriert und das Besteck an den Ständern auf den Tischen lässt seine eigenwillige Melodie erklingen. Schließlich gelingt es, auch wenn das Anlegemanöver heute natürlich aufgrund der Windverhältnisse länger dauert als sonst. Um 08:10 Uhr – ich bin inzwischen schon wieder zurück auf meiner Kabine – sind wir schließlich fest. Von meinem Balkon aus kann ich in der Ferne die versandete Kirche sehen – als kleinen weißen Punkt hinter den Dünen.

    Mit meinem Rucksack schwebe ich im Fahrstuhl 8 Decks abwärts bis auf Deck 3. Noch herrscht kein großer Andrang und so schaffe ich es tatsächlich, im 3. Shuttlebus zu sitzen. Und schon geht´s auch los, zunächst mit Halt im Zentrum von Skagen in der Nähe des „Ankerhus“, wo jedoch die wenigsten Gäste aussteigen. Bevor der Bus wieder anrollt, mache ich vorsichtshalber mal ein Foto von der Haltestelle, denn ab hier werde ich heute Nachmittag wieder zum Schiff zurückfahren.

    Weiter geht die Fahrt gen Norden. Es dauert nicht lange, bis wir Skagen hinter uns lassen. Schnell wird es einsam. Die schnurgerade Straße, daneben ein Rad-Fußweg und ansonsten nur einige Gehölze, kleine Kiefernwäldchen, Heckenrosen, bewachsene Sanddünen und irgendwann zur Rechten das blaue Band der Ostsee. Schließlich ragt etwas Hohes in den hellblauen Himmel: „Det Grå Fyr“, der monumentale graue und zweitgrößte Leuchtturm Dänemarks. Schnell bleibt er zurück und es wird einsamer und einsamer. Bewaldung tritt zurück. Die Landschaft wird nur noch von Sanddünen und Strandhafer und niedrigem Gebüsch dominiert. Zehn Minuten dauerte die Fahrt vom Stopp in Skagen gerade einmal und schon fühlt man sich in dieser surrealen Landschaft tatsächlich wie am Ende der Welt.

    Der Bus hält auf einem größeren Parkplatz. „Grenen – The northern Top of Denmark“ ist mit weißer Schrift an einem kleinen grauen Häuschen mit weißen Fensterrahmen zu lesen. Ich kann es kaum glauben, dass ich tatsächlich hier bin. Weit ist der Weg ab hier bis zur Landzunge nicht mehr. Doch ich möchte Zeit sparen, so ziehe ich mir an einem Automaten (nur Kartenzahlung möglich) ein Ticket für den „Sandormen“ – ein Gefährt, das aussieht wie ein aufgebockter Bus, der von einem Traktor mit überdimensionalen Reifen gezogen wird.

    Lustig ist die Fahrt mit dem „Sandwurm“ und unsere zusammengewürfelte Gruppe hat mächtig Spaß, während wir durch den Sand ruckeln und holpern. Das „Abenteuer Nordpitze“ hat begonnen. Wir lassen die letztem Dünen hinter uns und dann breitet sich nur noch ein weites Sandmeer aus. Wie kleine Wellen wirkt die Struktur des Strandes. Kleine bunte, runde Steinchen liegen überall auf den „Sandwellen“, vom stetigen Wind freigelegt.

    Um kurz nach 9 Uhr entsteigen wir unserem eigenwilligen Gefährt – und es ist so, wie ich es mir vorgestellt habe: Nur ein „Sandwurm“ ist vor uns und dessen Passagiere steigen gerade wieder ein. Somit sind wir fast alleine an Dänemarks nördlichster Spitze. Was für ein unglaublicher Moment.

    Schnell ziehe ich Turnschuhe und Strümpfe aus, krempele die Hosenbeine hoch, übergebe jemanden mein Smartphone und wate, soweit es geht, auf der Landzunge entlang – genau bis zum Zusammenfluss von Nord- und Ostsee. Ich bekomme meine Fotos genauso, wie ich sie mir erhofft hatte: Nur ich mit beiden Beinen in zwei Meeren, die sich hinter mir erstrecken, beleuchtet von der Sonne, welche die wogenden und gischtenden Fluten in einem etwas diffusen Licht in eine wahre „Silbersee“ verwandelt. So traurig ich noch vor wenigen Stunden war, weil ich Norwegen wieder verlassen musste, so glücklich bin ich in diesem Moment.

    Jeder unserer – noch – wenigen Landzungenbesucher lässt jedem genügend Zeit, um Fotos ohne andere Menschen darauf zu bekommen, wirklich sehr rücksichtsvoll.

    Keine Viertelstunde später sieht das jedoch schon ganz anders aus: eine wahre Völkerwanderung hat eingesetzt. Es heißt: Anstellen für ein Foto, denn nunmehr wimmelt es hier von Menschen.

    Ich entferne mich vom etwas vom Menschenstrom und setze mich eine Weile in den Sand, denn ich möchte schon noch etwas an diesem einzigartigen Ort bleiben. Rund 100 Meter von der Spitze der Landzunge entfernt, wirkt das Wasser beider Meere türkisfarben und beinahe karibisch, Doch während sich die Ostsee etwas „zahmer“ zeigt, ist die Nordseeseite aufgewühlt mit weißen Schaumkämmen. Breite Seetangstreifen, wie ich sie so noch nie gesehen habe, liegen immer mal wieder am Strand.

    Gegen 10 Uhr steige ich wieder in den „Sandormen“ und die lustige, ruckelige Fahrt mit dem „Traktorbus“ geht zurück zum Parkplatz Grenen. Mit dem lustigen Gefährt und den riesigen Traktorreifen im Rücken fühlt man sich fast ein wenig wie bei „Bauer sucht Frau“. Was für ein unvergessliches Erlebnis. Das kleine graue Häuschen direkt auf dem Parkplatz beherbergt eine Tourist-Information mit etlichen ausgefallenen Artikeln. Saubere, kostenlose Toiletten gibt es dort auch.

    Ich laufe zum Wasser, denn ich möchte zu Fuß zurück nach Skagen und die Strandwanderung soll wunderschön sein. Und dazu noch solch ein Wetter … Hach, was für ein unglaublich schöner Tag. Mittlerweile werden die Schleierwölkchen immer weniger und der Himmel zeigt, was die Palette der Blaufarbtöne hergibt. Am Strand lässt es sich herrlich laufen. Eine kleine Bucht reiht sich an die nächste, immer wieder begrenzt von mächtigen, als Wellenbrecher dienenden übereinandergeschichteten Felsblöcken.

    Nach einer Weile stehe ich unterhalb des „Grauen Leuchtturms“ von Skagen, denn „Grå Fyr“ heißt übersetzt „Graues Feuer“. Was für ein imposantes Bauwerk, welches aus dem flachen Land in den Himmel zu ragen scheint. Nun habe ich´s ja eigentlich nicht so mit der Höhe. Aber ich weiß schon jetzt: Wenn ich diesen Leuchtturm nicht erklimme, werde ich es bereits bereuen, noch bevor wir am Abend wieder von Skagen ablegen werden.

    Also flotten Schrittes und frohen Mutes auf zum zweithöchsten Leuchtturm Dänemarks. Nur „Dueodde“ auf der Insel Bornholm ist einen Meter höher. 46 Meter hoch ist „Det Grå Fyr“ und 210 Stufen gilt es zu erklimmen, bevor man mit einer einzigartigen Aussicht belohnt wird. Am 1. November 1858 wurde das Leuchtfeuer erstmals entzündet; 20 Seemeilen weit sichtbar ist es.

    Das kleine weiße Häuschen davor beherbergt ein Café und einen Souvenirshop sowie verschiedene kleine Ausstellungsräume, die liebevoll mit einheimischen Kunsthandwerk und hübschen Bildern einheimischer Maler dekoriert sind. Seit 2017 fungiert der Leuchtturm auch als Vogelbeobachtungszentrum. In einer kleinen Schau kann man Wissenswertes über die hiesige Vogelwelt erfahren.

    Ich kaufe mir ein Ticket und schon stehe ich am Fuß der 210 umfassenden Wendeltreppe. Was die Anzahl der Stufen betrifft, so sollte das ein Klacks sein. Auf den Aksla, den Hausberg von Ålesund, führen doppelt so viele. Dann mal los. Trotz dicker Mauern des hohen Turmes und damit angenehmer Kühle wird mir ganz schön warm. Doch etliche Wendeltreppenschleifen und einigen „Gegenverkehrs“ später stehe ich am Ausgang hinaus auf die zugige und von einem leuchtendroten Geländer umgebene Plattform – in über 40 Metern Höhe. Au weia. Mir zittern schon etwas die Knie und ich halte mich auch lieber weitestgehend an der sicheren Mauer mit dem Gehäuse für die beeindruckende Laterne im Rücken, wenn ich nicht unbedingt aufgrund relativ großer Besucherfrequenz kurzzeitig ans Geländer ausweichen muss. Und irgendwie habe ich an solchen Orten immer unweigerlich das Gefühl, Smartphone oder Kamera könnten in die Tiefe fallen.

    Aber der Ausblick macht wirklich sprachlos. Bei der heutigen klaren Sicht sind „Lands End“ in Grenen sowie der Zusammenfluss von Nord- und Ostsee eindrucksvoll zu erkennen, ebenso der eigenwillige Verlauf des feinsandigen Strandes.

    In südlicher Richtung und damit die Richtung, die ich nachher weiterhin einschlagen werde, erstreckt sich die Aussicht bis zum Hafen von Skagen mit unserer aus dieser Perspektive wie ein Spielzeugschiffchen wirkende AIDAnova:

    Auch die Bunkeranlagen, die man bei seiner Strandwanderung unweigerlich passieren wird, sind gut zu sehen. Trotz weicher Knie und eines leicht flauen Gefühls in der Magengegend bin ich unglaublich froh, den Leuchtturm erklommen zu haben. Momente, von denen ich weiß, dass ich niemals wieder vergessen werde.

    Aktuelle Öffnungszeiten und Preise des „Grå Fyr“ sind auf dieser Homepage zu finden:

    Prices & Opening Hours

    Schließlich habe ich wieder sandigen Boden unter den Füßen und bummele gemütlich in Richtung Skagen.

    So eine herrliche Strandwanderung ist ja genau meins. Überall gibt es etwas zu entdecken – seien es die Fantasie anregend geformte Steine oder ausgefallene Muschelformen wie diese hier:

    So herrlich, so unglaublich entschleunigend. Schließlich komme ich an den Bunkeranlagen vorbei oder dem, was davon noch übrig ist – „Kontrastprogramm“ zur Schönheit dieses Fleckchens Erde – denen auch ein Museum direkt in den Dünen gewidmet ist, welches ich mir jedoch nicht anschaue. Mir reichen schon die Relikte schlimmer Zeiten, die man während seiner Strandwanderung direkt teilweise umrunden muss oder an denen man unmittelbar vorbeigeht. Aus Rissen und dunklen Abgründen weht der kalte, etwas muffige Hauch der Vergangenheit. Einer Vergangenheit, die hoffentlich niemals wiederkommt.

    Wen es interessiert, der findet hier weitere Informationen:

    Skagen Bunkermuseum - Skagen Bunker Museum

    Schließlich wird der Strand etwas breiter und ist auch nicht mehr ganz so feinsandig; hinter den Dünen tauchen freundlich sonnengelbe Hausfassaden mit weiß oder blau eingerahmten Fensterfronten auf, die leuchtend rote Ziegeldächer tragen – eines der Wahrzeichen Skagens.

    Eine Weile setze ich mich in den warmen Sand, genieße die Sonne. Bevor mich meine Füße weitertragen, hinterlasse ich zum Abschied ein kleines Steintürmchen.

    Nunmehr nehme ich einen schmalen Sandweg, der Weg vom Ostseestrand weg, hin zu den freundlich, wenn auch teilweise etwas einheitlich wirkenden Häuschen führt. Das „Vippefyr“, ein historisches, wenn auch in seiner Form so gar nicht an einen Leuchtturm erinnerndes eigenwilliges Bauwerk, zieht zunächst meine Aufmerksamkeit auf sich. Auf einem Hügel stehend erinnert es mehr an eine Art überdimensionale Steinschleuder oder an einen Ziehbrunnen. Doch es ist eine restaurierte, originalgetreue Kopie des 1747 errichteten Leuchtfeuers aus dem Jahr 1958.

    Nun schlage ich aber endgültig den Weg in Richtung Zentrum von Skagen ein.

    Schnell umgeben mich die freundlichen Häuschen, die scheinbar einem Gartenkatalog entsprungenen schmucken kleinen Vorgärtchen eingerahmt von weißen Gartenzäunchen, hinter denen sich fotogen beneidenswert ausladende Blüten-Salbei- und Lavendelbüsche in sattem Lilaton im Wind wiegen. Dicke Hummeln und summende Bienen mit „Höschen“ aus Blütenpollen bedanken sich zahlreich für dieses üppige Mahl. Was für eine Idylle. Der ganze Ort ist extrem sauber und gepflegt.

    Schließlich erblicke ich schon von Weitem ein wunderschönes Café mit einem unter dicken Weinranken herrlichen Schatten spendenden kleinen Garten. Auf dem Fußweg davor sowie auf einer angrenzenden Wiese laden Tische und Stühle und Verweilen ein. Zu dieser frühen nachmittäglichen Stunde stellt sich bei mir ein leichtes Hungergefühl ein. Als mir der Duft von frisch gebrühtem Kaffee entgegenweht, bin ich restlos überzeugt: Hier MUSS ich unbedingt etwas essen. Spontan entscheide ich mich für einen leckeren Cappuccino sowie Zitronentarte und Walnusstorte – ein Gedicht. Wer also mal in Skagen lecker schlemmen und die Kalorien einfach mal ausklammern möchte: das direkt neben dem Teddybärmusem gelegene „Iscaféen“ kann ich wärmstens empfehlen.

    Direkt um die Ecke des einladenden Cafés ist das „Bamsemuseum“ – das „Teddybärmuseum“ also - beheimatet. Wunderschön angelegt lädt es Familien mit Kindern oder auch einfach nur Fans des flauschigen Plüschtiers ein.

    Aus Zeitgründen und auch wegen des schönen Wetters entscheide ich mich jedoch gegen einen Besuch.

    Velkommen til bamsernes magiske verden i Skagen
    På Skagen Bamsemuseum byder vi alle hjerteligt velkommen indenfor på vores skønne, finurlige og fantasifulde museum. Her kan du se alverdens udstillinger,…
    skagensbamsemuseum.dk

    Eine ganze Weile noch lasse ich mich einfach treiben durch das beschauliche Skagen, das aufgrund seiner Sauberkeit und Ruhe einfach der Seele guttut.

    Auch an diesem liebevoll dekorierten Blumengeschäft komme ich vorbei:

    In einem kleinen Geschäft in einer Seitenstraße sehe ich schließlich ein kleines Gemälde, welches die spritzende Gischt an jenem für mich schon ein wenig magischen Ort in Grenen zeigt. Ich kaufe dieses Gemälde. Es wird zu Hause meine „maritime Wand“ im Wohnzimmer zieren.

    Gegen 15:15 Uhr mache ich mich schließlich auf den Weg zur Haltestelle des Shuttlebusses. Zwischenzeitlich hat sich der Himmel mehr oder weniger komplett bezogen, was meiner guten Laune jedoch keinerlei Abbruch tut. Ich durfte einen fantastischen Tag im nördlichsten Teil Dänemarks verbringen und mein Traum, diesen Tag genauso erleben zu können wie er war, hatte sich erfüllt. Voll mit Eindrücken aus den vergangenen Stunden lasse ich mich vom Bus wieder zum Hafen von Skagen fahren. Zurück am Hafen wartet das schöne und immer wieder beeindruckend große Kussmundschiff.

    Kurz vor dem „Sail Away“ um 17:15 Uhr meldet sich Kapitän Miklitza. Da morgen früh in der Gegend um Kopenhagen, unserer nächsten Destination, wieder ein Starkwindfeld erwartet wird, werden wir bereits zwei Stunden früher in der Hauptstadt Dänemarks anlegen.

    Als wir den Hafen von Skagen verlassen, verabschiedet uns schon wieder Sonnenschein. Und so erlebe ich von meinem Balkon aus noch einmal die ganze Küste bis hinauf nach Grenen. Erlebe gedanklich noch einmal meinen wunderschönen Bummel entlang der Küste. Der graue Leuchtturm ist auf Spielzeuggröße zusammengeschrumpft und auch das letzte Stück Sandstrand vor der Vereinigung von Nord- und Ostsee kann ich mehr erahnen, als dass ich es aus dieser Perspektive sehen kann.

    Schließlich drehe ich eine Runde an Deck und suche dann meinen für 19 Uhr im „Oceans“ reservierten Tisch auf. Mich erwartet ein sowohl optisch als auch meinen Gaumen ansprechendes leckeres Abendessen, der perfekte Ausklang eines für mich perfekten Tages. Ja, ich war zur richtigen Zeit am für mich richtigen Ort. Ein Tag, an dem mir einfach mal nicht nach Show und Trubel im Theatrium zumute ist. So bleibe ich bis zum Sonnenuntergang an Deck, finde etwas später sogar einen freien Strandkorb am Heck, wo ich mich zwei leckere Getränke gönne.

    Gegen 22:20 Uhr ist die Sonne schließlich verschwunden. Und ich verschwinde auf meine Kabine. Es stürmt ordentlich an Deck und auch unsere große Nova schaukelt ganz sanft.

    Ich freue mich auf Kopenhagen, das mir nach mehreren Besuchen schon fast ein wenig vertraut ist. Und dennoch bin ich auch ein wenig traurig, denn es ist schon die vorletzte Destination vor unserer Rückkehr nach Kiel.

  • Ein- und Auslaufen der Kreuzfahrtschiffe aller Reedereien in allen Häfen (Videos)

    • _Meerelfe_
    • 29. März 2026 um 10:50

    Heute war es endlich so weit: AIDAdiva hat mit ihrem ersten Anlauf im Jahr 2026 die Kreuzfahrtsaison in Warnemünde eröffnet:

    Externer Inhalt www.youtube.com
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    :Boot1:

  • Amadea - Das "Traumschiff"

    • _Meerelfe_
    • 28. März 2026 um 20:42

    Sehr schön, vielen Dank für die Info. Trotzdem werde ich mir die Island-Folge am Ostersonntag dann wahrscheinlich "live" ansehen. :lachzwink:

  • MS Andrea: Rheinerlebnis | 5 Nächte | 29.03.2026 bis 03.04.2026 (Sonntag, 29. März 2026, 00:00 – Freitag, 3. April 2026, 00:00)

    • _Meerelfe_
    • 28. März 2026 um 19:34

    Ich wünsche euch Beiden ganz viel Spaß und tolle Erlebnisse, Jewel1982 . :thumbsup:

    Ich würde mich wirklich freuen, wenn du - gern auch hinterher - mal deine Eindrücke zu dieser Form des Reisens schildern würdest. Ich ertappe mich auch immer mal wieder dabei, eine Flusskreuzfahrt einfach mal zu testen. So eine Kurzreise bietet sich dafür ja an. Von daher würde es mich wirklich mal interessieren, wie du das so findest.

    Habt eine schöne Zeit und vielfältige Impressionen. :ciao:

  • Neuer Katalog von Aida

    • _Meerelfe_
    • 28. März 2026 um 17:41
    Zitat von Apfelfrau

    _Meerelfe_ dann solltest du deinen eigentlich auch erhalten.

    So, nunmehr kann ich (endlich) Erfolg vermelden: Zwischen einem dicken Stapel von Werbung rutschte mir heute auch der AIDA-Katalog aus dem Briefkasten entgegen. :thumbsup: Ob es nun der Anfang des Jahres bestellte Katalog war oder es daran lag, dass ich ihn Ende letzter Woche einfach nochmal bestellt hatte und meine Bestellung somit zügig abgearbeitet wurde, kann ich nicht sagen.

    Jedenfalls habe ich nunmehr wieder etwas zum Blättern und Träumen. :Boot1:  :daumen:

  • Die Situation in Krisengebieten und die möglichen mittel- bis langfristigen Auswirkungen auf Kreuzfahrten und deren Routen als solches - bitte keine Politik

    • _Meerelfe_
    • 28. März 2026 um 17:05
    Zitat von seaaes71

    Habe irgendwo gelesen das sich die deutschen Reeder weigern 2.Mio. für die Durchfahrt zu zahlen. Muss mir den Artikel mal suchen.

    Ja, das war gestern unter anderem hier nachzulesen:

    Für Fahrt durch Straße von Hormus: Deutsche Reeder lehnen die iranische Millionen-Maut ab
    Erste Schiffe wagen sich wieder auf die Durchfahrt durch die Straße von Hormus. Und bezahlen dafür offenbar hohen Wegzoll an Teheran. Auch die deutschen Reeder?
    www.wiwo.de
  • Die Situation in Krisengebieten und die möglichen mittel- bis langfristigen Auswirkungen auf Kreuzfahrten und deren Routen als solches - bitte keine Politik

    • _Meerelfe_
    • 28. März 2026 um 15:04
    Zitat von sarasota

    Ich würde mal sagen, dass im Falle von militärischen Blockaden und herumfliegenden Drohnen in der Ostsee sich das Thema Kreuzfahrten grundsätzlich erledigt haben dürfte...

    Zitat von Hoaschdenger

    Zumindest für uns hier in Mitteleuropa

    Zitat von hirschi

    Wenn sich die weltpolitische Lage so zuspitzt werden manche Routen leider Geschichte sein.


    Dann dürfte sich Tourismus jeglicher Art erledigt haben.

    Das ist alles wirklich extrem bedenklich. Wer hätte vor rund 4 Wochen gedacht, dass wir Ende März hier mal so etwas schreiben würden ...:traurig:

    Und bei dieser ganzen dynamischen Lage muss man mittlerweile eigentlich darauf gefasst sein, dass das alles irgendwie nur noch schlimmer statt besser wird - zumindest in absehbarer Zeit.

  • AIDAdiva: Weltreise 2025 | 133 Nächte | 10.11.2025 bis 23.03.2026 (Montag, 10. November 2025, 00:00 – Montag, 23. März 2026, 00:00)

    • _Meerelfe_
    • 28. März 2026 um 07:50

    AIDA hat ein Video der Highlights der Weltreise auf Youtube eingestellt, hier der Link zum Medienwelt-Faden:

    wasserurlaub.info/forum/thread/?postID=2590243#post2590243

    Nachdem die Weltreisenden seit ein paar Tagen zurück sind und sich vielleicht ganz allmählich wieder einleben, möchte auch ich mich noch ganz herzlich für all die Beiträge und Fotos hier bedanken :thumbsup:, wobei ich auch zugeben muss, dass ich Einiges noch nicht gelesen habe, was ich aber in den nächsten Tagen auf jeden Fall noch nachholen werde.

    Viele Grüße und schönes Wochenende, Meerelfe :blumen:

  • AIDA App

    • _Meerelfe_
    • 25. März 2026 um 19:13

    Ich sehe gerade im Play Store, dass ein Update der AIDA App bereitsteht: "Das ist neu: Einige Fehler wurden behoben und die Performance und Stabilität der App verbessert."

    Kürzlich berichteten ja manche Mitglieder, dass sie Probleme mit der App haben. Vielleicht sind die ja damit gelöst.

  • Norwegen erwägt Einführung von Besuchergebühren für Tourismus-Attraktionen

    • _Meerelfe_
    • 25. März 2026 um 18:34

    Zu diesem ganzen Thema gibt es mal wieder etwas Neues, nachzulesen im "Medienwelt"-Thread:

    wasserurlaub.info/forum/thread/?postID=2587080#post2587080
  • Die Situation in Krisengebieten und die möglichen mittel- bis langfristigen Auswirkungen auf Kreuzfahrten und deren Routen als solches - bitte keine Politik

    • _Meerelfe_
    • 25. März 2026 um 18:29

    TUI Cruises hat auf seiner Homepage heute um 16:00 Uhr die Hinweise aktualisiert:

    Aktuelle Informationen

  • AIDA Logbuch Aufkleber

    • _Meerelfe_
    • 25. März 2026 um 18:26
    Zitat von Himmelblau

    Unser Aufkleber für das Logbuch wurde uns am letzten Abend an die Kabinentür geklemmt.

    Ist das denn jetzt generell so? :frage1: Letzten Sommer konnte ich mein Logbuch noch an der Rezeption von AIDAnova abgeben und hatte es mit Stempel und Kapitänsunterschrift am Abend vor der Abreise wieder auf der Kabine. :daumen:

  • Kabinenauswahl eingeschränkt mit 1 Kind + 1 Baby

    • _Meerelfe_
    • 24. März 2026 um 17:58
    Zitat von seventh_son

    In der Buchungsmaske gibt man "Baby (0-2 Jahre)" an.

    Vielleicht ist das aber bereits der ausschlaggebende Punkt. Wie geschrieben, können Buchungen mit Baby nur direkt übers Kundencenter gebucht werden.

    Mehr fällt mir dazu leider auch nicht ein.

  • Kabinenauswahl eingeschränkt mit 1 Kind + 1 Baby

    • _Meerelfe_
    • 24. März 2026 um 16:58
    Zitat von seventh_son

    kann mir jemand erklären, warum bei den Sphinxen die Verfügbarkeit von Meerblick- und Balkonkabinen oft komplett wegfällt, sobald man mit 2 Erwachsenen + 1 Kind + 1 Baby angibt?

    Liegt es vielleicht generell daran, dass Reisen mit Babys direkt über das Kundencenter gebucht werden müssen?

    Ist das Baby bei Reiseantritt mindestens 6 Monate alt?

  • Diskussionen zu Umroutungen - Erstattungen etc. bitte im entsprechenden Thread diskutieren.

    • _Meerelfe_
    • 24. März 2026 um 05:45
    Zitat von hareid

    Da oben in Norwegen scheint es in nächster Zeit so stark zu stürmen, dass sich die britische Reederei Ambassador Cruises mit der MS Ambition gezwungen sieht, ihre Nordlichter-Reise vom 22.03. bis 04.04. nicht wie geplant zum Nordkap zu fahren.

    Gerade habe ich mal in meine "Windy"-App geguckt. Ja, da kommt tatsächlich so Einiges ran in den nächsten Tagen. Das scheint sehr turbulent zu werden. Der Wetterwechsel schlägt ab morgen ordentlich zu. Das ist eine ziemlich umfangreiche Front, die aus Westen herangezogen kommt. Auch in Schottland wird es ordentlich stürmen und die Küste des norwegischen Fjordlands entlang, zeitweise bis hinauf nach Tromsö.

  • TUI Cruises Neubauten Mein Schiff 7, Relax und Flow

    • _Meerelfe_
    • 22. März 2026 um 08:39

    TUI Cruises hat ein weiteres Video veröffentlicht - über die zweite Testfahrt der "Mein Schiff Flow". Wer mag, kann mal in den Medienwelt-Faden schauen (Post #2.496).

  • Kristiansand / Norwegen

    • _Meerelfe_
    • 21. März 2026 um 19:19

    Ein entspannter, individuell gestalteter Sommertag im schönen Kristiansand ...

    Gern nachzulesen in meinen Erlebnissen während der Tour "Skandinavische Highlights" mit AIDAnova vom 14. - 21. Juni 2025:

    Beitrag

    RE: AIDAnova: Skandinavische Highlights ab Kiel | 7 Nächte | 14.06.2025 bis 21.06.2025 (Samstag, 14. Juni 2025, 00:00-Samstag, 21. Juni 2025, 00:00)

    17. Juni 2025

    Kristiansand – eine Stadt, von der ich im Forum schon so Einiges gelesen, die ich aber bisher noch nie selbst bereist hatte. Auf jeden Fall eine Stadt, die mich neugierig machte, denn es gibt dort so Einiges zu entdecken, wie ich erfahren hatte. Für meine „Skandinavischen Highlights“ hatte ich keinen weiteren Ausflug als den (abgesagten) in Oslo gebucht. Überall wollte ich mich einfach treiben lassen, so auch „im Sande Kristians“, denn Sand würde ich auch haben, wenn…
    _Meerelfe_
    21. März 2026 um 19:16
  • AIDAnova: Skandinavische Highlights ab Kiel | 7 Nächte | 14.06.2025 bis 21.06.2025 (Samstag, 14. Juni 2025, 00:00-Samstag, 21. Juni 2025, 00:00)

    • _Meerelfe_
    • 21. März 2026 um 19:16

    17. Juni 2025

    Kristiansand – eine Stadt, von der ich im Forum schon so Einiges gelesen, die ich aber bisher noch nie selbst bereist hatte. Auf jeden Fall eine Stadt, die mich neugierig machte, denn es gibt dort so Einiges zu entdecken, wie ich erfahren hatte. Für meine „Skandinavischen Highlights“ hatte ich keinen weiteren Ausflug als den (abgesagten) in Oslo gebucht. Überall wollte ich mich einfach treiben lassen, so auch „im Sande Kristians“, denn Sand würde ich auch haben, wenn ich über die Insel Odderøya wandern würde, was ich definitiv geplant hatte.

    Doch der Morgen präsentierte sich erst einmal nordisch-grau, was mir ein Blick in meine Wetter-App „Yr“ bereits prognostiziert hatte. Doch die norwegischen Wetterfrösche versprachen mir auch spätere Aufheiterung, was ich ihnen einfach mal glaubte.

    Es ist 07:30 Uhr, als es heißt: Kristiansand voraus. Einzelne Schären und ein schmales Band mit Häusern und Industrieanlagen breiteten sich vor meinem Balkon aus. Ein Schiff liegt auf Reede und im Hafen liegt die Schnellfähre der „Color Line“, die die Passagiere in 3 Stunden 15 Minuten zwischen der norwegischen Hafenstadt und Hirtshals in Dänemark befördert.

    Während Kapitän Miklitza unsere große Nova gegen 08:00 Uhr butterweich an die Kaikante manövriert, gehe ich zum Frühstück, ganz entspannt und ohne Druck, auf den Beginn irgendeiner Ausflugszeit achten zu müssen. Mit der entsprechenden Grundlage eines deftigen Frühstücks gehe ich auf 09:30 Uhr von Bord. Kristiansand ist ja – eigentlich – der Hafen mit dem großen Elch, welcher so fotogen vor dem Schiff posiert. Leider wird derzeit im Hafengelände Einiges umgebaut. Kein Wunder, dass der Elch das Weite gesucht hat und verschwunden ist.

    Am Hafeneingang befindet sich ein kleines Gebäude, welche eine Tourist-Information beherbergt. Von einer freundlichen Norwegerin lasse ich mir einen Plan für Odderøya geben. Der Weg auf die Insel ist gar nicht weit. Einfach aus dem Hafengelände raus und dann rechts halten. Hinter dem auffälligen und weithin sichtbaren Gebäude des „Kunstsilos“ verläuft eine Straße mit Fußweg, welcher eine Weile neben einer schicken Wohnanlage verläuft und dann nach links abbiegt.

    Von da an geht´s dann bergauf, zunächst über eine Brücke. Überall verlaufen Wege, es herrscht himmlische Ruhe, Vögel zwitschern. Inmitten dieser Idylle finden sich ein Spielplatz und ein „Kulturbarnehage“ – ein Kindergarten mit Schwerpunkt auf kulturellen Aktivitäten wie Musik und Tanz.

    Irgendwann treffe ich auf eine Ansammlung von mehreren Fahrzeugen, darunter zwei Ausflugsbusse mit AIDA-Gästen. Ein Teil von ihnen schwärmt gerade aus, um zwischen den alten Bunkern und Geschützstellungen herum zu klettern, die anderen Gäste steigen gerade wieder in ihr rollendes Gefährt ein. Ja, der Blick von hier über das Wasser und die Küstenlinie ist wirklich schön, aber diese Relikte aus einer dunklen Zeit europäischer Geschichte sind nicht so meins. Mich zieht´s in die Natur, von der es hier jede Menge gibt. Zarte Blumen, sattes Grün, dazwischen pinkfarben blühender Fingerhut und Baumstämme, deren Form die Fantasie auf Reisen schicken. Wir befinden uns ja im Land der Trolle …

    Hier eine kleine Auswahl von Flora und Fauna auf Odderøya:

    Mein Ziel ist auf jeden Fall zunächst das „Odderøya fyr“, ein kleiner, denkmalgeschützter Leuchtturm in landschaftlich reizvoller Umgebung, den man auch vom Schiff aus bei der Anfahrt nach Kristiansand auf der Steuerbordseite schon sehen kann. Inzwischen ist die Sonne hervorgekommen und am immer lückenlos blauer werdenden Himmel ziehen weiße Wölkchen. Und es wird warm. Sehr warm sogar. Ein steiniger, stetig bergab führender Weg mündet schließlich am Gelände des Leuchtturms. Überall große, einst von der Eiszeit geformte Felsen, dazwischen Kiefern, Laubbäume, saftig-grünes Gras, Strandnelken lassen ihre Blüten im leichten Wind wehen. Leider ist ein Teil des Maschinenhauses derzeit eingerüstet, was der fotogenen Leuchtturm-Kulisse etwas Abbruch tut. Nun ja, trotzdem ein beschaulicher, herrlich friedlicher Ort.

    Eine Weile halte ich mich hier auf, bevor ich mich an den steilen, schweißtreibenden Aufstieg zurück zum Hauptweg mache. Ich hätte auch den Küstenweg unterhalb von zum Teil ordentlich überhängenden Felsen nehmen können – das jedoch nur auf eigene Gefahr und vor Steinschlag wurde auch gewarnt. Dann mal besser nicht. Man kann ja nie wissen …

    Irgendwann erreiche ich eine Art Plateau. Überall sind hier weitere ausgedehnte Bunkeranlagen, verfallene Gebäude und Reste von Geschützstellungen zu sehen – stumme Relikte des einstigen Altantikwalls. Etliche Wanderwege führen durch herrliche Natur, sattgrüne Farne, Heckenrosen, bemooste Felsen. Einfach herrlich – so tolle Natur in unmittelbarer Nähe der mit rund 120.000 Einwohnern immerhin fünftgrößten Stadt Norwegens.

    Irgendein Weg führt schließlich bergab, bis ich mich auf Meereshöhe befinde. Unberührte kleine Buchten laden zum Verweilen ein.

    Ein Stück weiter wird die Küstenlinie noch malerischer. So, wie man sich einen Sommer in Skandinavien vorstellt. Natürlich ziehe ich wenigstens mal meine Schuhe aus, um im seichten, relativ warmen Wasser den feinsandigen Strand unter meinen Füßen zu spüren.

    Irgendwann zieht es mich dann doch weiter, so schön es hier auch ist. Mittlerweile ist es schon nach 13:00 Uhr und ich möchte ja auch noch etwas von der Stadt sehen. Über das Gelände der Festung von Odderøya – Kristiansands ältester Festung – laufe ich auf einem anderen Weg als zum Beginn meiner Wanderung zurück in die Stadt.

    Rund 30 Minuten und etliche Stufen später, stehe ich nach Überquerung der „Fiskebrygga“ am idyllisch gelegenen und von farbenfrohen Holzhäusern umgebenen kleinen Fischmarkt von Kristiansand. Was für ein romantischer Ort. Überall blühen üppig bepflanzte Blumenkübel, -kästen und -ampeln in den buntesten Farben des skandinavischen Sommers.

    Mittlerweile meldet sich mein Magen, vielleicht angesichts der einladenden Markthalle, auf die ich jetzt direkt zusteuere?! Egal, was es kosten wird – hier werde ich mir ein leckeres Fischbrötchen kaufen, soviel steht fest. Klein aber fein und sehr appetitlich angerichtet präsentiert sich der Fischmarkt. Frischfisch, Räucherfisch, Kaviar und verschiedene norwegische Wurst- und Marmeladenspezialitäten. Schließlich entscheide ich mich für ein üppig belegtes und garniertes Garnelen-Sandwich für „schlappe“ 15,00 €. Jeder Biss ist das aber schließlich wert. Ungestört kann ich im Freien Platz nehmen, an einem kleinen Tisch und eingerahmt von hunderten duftenden Stiefmütterchen. Die wenigen Möwen interessieren sich überhaupt nicht für meinen Imbiss. Somit kann ich ungestört Garnele für Garnele genießen. Etwas, das in Warnemünde zum Beispiel niemals möglich wäre.

    Frisch gestärkt erkunde ich schließlich die „Quadratstadt“. „Quadratstadt“ deshalb, weil der geometrische Grundriss dieser Stadt selbst im Zentrum das Verlaufen nahezu unmöglich macht. Das Straßennetz ist rechtwinklig. Das Zentrum erreicht man vom Fischmarkt aus über eine weitere Brücke, deren Geländer unter der Last von leuchtendfarbenen Petunien, von deren Pracht und Fülle ich zu Hause nur träumen kann, fast zusammenzubrechen droht. Anschließend auf einem ebenerdigen Weg ein Stück direkt am Wasser entlang und dann einfach mal links abbiegen. Schon ist man im Zentrum. An einem einladenden Eisstand komme ich letztlich nicht vorbei, ohne mir eine Kugel Schoko-Eis (für den stolzen Preis von 4,00 €) zu gönnen. Einfach lecker.

    Vorbei an der direkt am sehr gepflegten Marktplatz („Torvet“) gelegenen Domkirche, der ich selbstverständlich einen kurzen Besuch abstatte, lasse ich mich durch die schöne Stadt treiben. Eine mehrere Meter hohe Blumensäule aus verschiedenfarbigen Petunien dominiert den Marktplatz, deren angrenzende Gebäude mich ein wenig an die Fassaden der Häuser im belgische Brügge erinnern. Ein paar Marktstände sind aufgebaut und ein großer Springbrunnen plätschert munter vor sich hin. Die Größe dieser Stadt macht sich hier keinesfalls bemerkbar. Herrlich entspannt geht es zu.

    Kreuz und quer bummele ich durch die Straßen, die von hübschen, detailreich dekorierten Häusern und Hauseingängen gesäumt werden. Viel Grün, viele Blumenarrangements, Skulpturen, gepflegte Straßen und Gehwege.

    Wer übrigens mal ein gewisses Örtchen braucht – das Kaufhaus „Lillemarkens“ ist sehr zentral gelegen. Man zahlt dort – wie nahezu überall in Norwegen – mit Kreditkarte: 10,00 NOK.

    Irgendwann bin ich wieder am Fischmarkt ...

    ... und mache mich von dort allmählich auf den Rückweg zum Schiff. Vorher biege ich aber noch einmal zum „Kunstsilo“ ab, um wenigstens mal einen Blick in eines der laut „Visit Norway“ „innovativsten Kunst- und Kulturzentren Nordeuropas“ zu werfen. Für einen längeren Besuch reicht an diesem Tag die Zeit leider nicht mehr. Kunst liegt ja bekanntlich im Auge des Betrachters. „Betrachtet“ fühlt man sich auf dem Weg zum „Kunstsilo“ von diesem – nun ja – Kunstobjekt definitiv. Muss man das schön finden?! Mancher vielleicht schon, ich jedoch eher nicht, sondern muss beim Anblick dieses „Monsters“ an Filme wie „Arachnophobia“ denken.

    Genau gegenüber des „Kunstsilos“ liegt unsere AIDAnova in ihrer vollen Schönheit und sowas von fotogen, dass ich hier direkt mal wieder meine Glaskugel aus den Tiefen meines Rucksacks hole.

    Es ist kurz vor 17:00 Uhr, als ich wieder am Cruise Terminal bin, mit Blick auf die markante Kunstherberge.

    Einen Moment setze ich mich noch an die Kaikante, halte inne und nehme Abschied. Kaum am Vortag endlich wieder in meinem geliebten Norwegen angekommen, muss ich hier in Kristiansand schon wieder Abschied nehmen. Zum Glück erwarten mich aber noch drei wunderschöne Destinationen in Dänemark, von denen ich zwei noch nicht kenne.

    Vor dem Auslaufen meldet sich Kapitän Miklitza und gibt bekannt, dass es momentan noch nicht sicher ist, ob wir morgen in Skagen, jener Hafenstadt in Nord-Dänemark, anlegen können. Es ist Wind vorausgesagt, aus einer für unser großes Schiff ungünstigen Richtung. Schlepper sind wohl bereits bestellt und man wolle alles dafür tun, diesen Hafen nicht ausfallen lassen zu müssen. Ich fände das extrem schade, denn ich habe mich schon darauf gefreut, in Grenen mit zwei Beinen in zwei Meeren gleichzeitig zu stehen. Also heißt es Daumen drücken, dass der Anlauf gelingt.

    Bei herrlichem Wetter mit imposanten Wolkenformationen und tollem Lichtspiel legen wir um 19:00 Uhr ab – Kurs: Süden.

    Gegen 19:40 Uhr passieren wir auf der Backbordseite den Leuchtturm „Grønningen Fyr“, schon von Weitem als weißer Punkt „irgendwo im Nirgendwo“ zu sehen. Obwohl die Lage dieser kleinen Insel eigentlich gar nicht so weit weg von der Küste ist. Seit 1980 ist dieser Wegweiser für die Seefahrt automatisiert. Bei schönem Wetter sicherlich ein idyllisches, ganz besonderes Fleckchen Erde. Bei Sturm jedoch schnell ein Spielball der Elemente.

    Wir lassen das türmchenbestückte Eiland hinter uns. Während sich vor AIDAnovas Bug die tintenblaue See ausbreitet, esse ich im „East“-Restaurant, wo es mir jedes Mal wieder schmeckt.

    Gegen 22:30 Uhr nutze ich die „blaue Stunde“ für einen Spaziergang an Deck. Die Sonne ist inzwischen hinter dem Horizont verschwunden, die Stimmung auf dem nahezu menschenlosen Pooldeck mit seiner bunten Beleuchtung so schön. So still, so friedlich wieder einmal.

    Ich lasse den Tag Revue passieren und gehe schließlich gegen 23:15 Uhr schlafen.

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