Nachdem ich jetzt erst mal laut über den Beitrag von Kamelhof gelacht habe 😂👍, berichte ich auch mal.
Seit mein Patenkind auf der Welt ist (das geschah im März 2010) bekommt sie von überall, wo ich bin, tatsächlich Postkarten. Egal ob Dienstreise, Wochenendtrip, Kreuzfahrt (und dann aus jedem Hafen), Tour mit dem Bulli oder Hotelurlaub - sie bekommt Postkarten. Angefangen hat alles in den Osterferien 2010 in Ischgl beim Skilaufen. Auf der ersten Karte steht „ich möchte Dich neugierig auf die Welt… und deshalb gibt’s ab jetzt immer eine Postkarte“. Inzwischen ist sie 15 und hat - auch durch die vielen Kreuzfahrten - hunderte Karten. Immer mit Datum und einem kurzen Überblick, was wir gerade so treiben und mit einem Eindruck, ob es sich für sie lohnen würde, auch mal dorthin zu fahren. Sie findet das selbst großartig und das wiederum finde ich toll. Inzwischen schicke ich zwischendurch auch schon mal Fotos per Threema, wenn sie schon mehrere Postkarten aus einem Ort (z.B. bei unseren regelmäßigen Kanarenkreuzfahrten) hat und wir uns einig sind, dass es nicht noch mehr werden müssen.
Mein Mann verdreht hin und wieder die Augen, wenn ich mal wieder sehr wählerisch auf der Suche nach einer besonders schönen Postkarte bin. Dann bin ich wohl etwas anstrengend.
Auch die Suche nach Briefmarken, Postämtern und Briefkästen ist nicht immer so einfach. Aber eine vor Ort abgeschickte Karte ist für mich immer schöner als eine vom Schiff abgeschickte. Das mache ich nur „im Notfall“. Und einen Kugelschreiber hat Frau immer dabei.
Viel Vorfreude haben wir gemeinsam auf die Weltreise.
O-Ton Patenkind: Aber dann musst Du nicht von überall eine Karte schicken.
Ich: Oh, doch! So wird das kommen.
Mein fester Plan ist sogar, jeweils eine vor Ort los zu schicken und eine (für den Notfall, wenn das Original nicht ankommt) zu schreiben und mit nach Hause zu nehmen und ihr bei Bedarf noch nachzureichen.
Übrigens:
Für alle anderen Daheimgebliebenen betreibe ich nicht so viel Aufwand. Sie bekommen auch einzelne Postkarten oder werden angerufen, bekommen kurze Nachrichten per Threema oder warten, bis ich wieder zu Hause bin und wir telefonieren oder uns ganz analog zum Schwatzen treffen.
WhatsApp habe ich immer noch nicht, auch wenn das kaum jemand in meinem Umfeld versteht.