Auch wir waren am 13.07. mit Uriel nach Jerusalem aufgebrochen. Keine einzige Minute habe ich unsere Wahl bereut. Uriel erwartete uns am verabredeten Treffpunkt und mit 17 Leutchen starteten wir gegen halb acht Richtung Jerusalem. Die ganze Fahrt über versorgte uns Uriel mit viel Informationen über Geschichte, Kultur, Schulsystem , Straßenbau, Religionen, pol. Situation (Aufteilung der Verhältnisse im Parlament) etc. etc. Wir haben in den etwas über 2 Std. dauernden Weg soviel erfahren und anschaulich dargebracht , wie ich es auf meinen zahlreichen Reisen noch nicht erlebt habe. Angekommen in Jerusalem waren wir zunächst auf d. Ölberg - nachdem wir noch kurz mit dem Kleinbus eine Runde eingelegt haben, um einen Blick in die Wüste zu erhalten. Vom Ölberg der Anblick auf Jerusalem verursachte bei mir Gänsehautfeeling pur. Anhand der Geschichte Jesu erklärte uns Uriel samtliche Bauten und Wege, die Jesu nach seiner Ankunft auf dem Ölberg bis zur Kreuzigung zurück gelegt hat. (Palmarum bis Ostern) Wir gingen dann gemeinsam den Ölberg hinab zum Garten Gethsemane, in dem Jesus von Judas verraten wurde. Danach sammelte uns der Kleinbus wieder ein und brachte uns das Stückchen zum Stadttor von Jerusalem hinauf. Von dort ging es zunächst zur Ausgrabungsstätte , vorbei an Bar Mizwa Feierlichkeiten mit viel Musik und Gesang, und dann durch die Sicherheitsschleusen in die innere Stadt von Jerusalem auf den Tempelberg. Wir hatten ausreichend Zeit an der Klagemauer und schritten dann die Via Dolorosa mit zahlreichen Eckpunkten von Jesus Leidensweg ab. Zur Mittagszeit kehrten wir in einen kleinen "Imbiss" ein und hatten lecker Humus und Falafel. Wer nicht mit wollte konnte sich auch allein das Stündchen in den Gassen beschäftigen. Nach der Mittagspause gab es dann als weiters Highlight die Grabeskirche mit ihren versch. Verwaltungen und Traditionen. So wurde auch klar, warum manche "Ecken" völlig restauriert und andere gar nicht. Wir besichtigten eine Grabhöhle aus der Zeit Jesu, völlig verkohlt da dort mal ein aramäischer Mönch mit Kerze eingeschlafen war, die aramäische Gemeinde aber (zum Glück) kein Geld für die Renovierung hat. Danach ging es auch noch in eine protestantische Kirche und kreuz und quer durch die kleinen Gassen und auf das Dach des arabische Viertels. Von dort hatte man einen super Überblick über das Gassengewirr und alleine hätten wir solche Orte mit Sicherheit niemals gefunden! Es war ein großartiges Erlebnis- auch für meinen 18jährigen Sohn - der erst etwas skeptisch war (bezugnehmend auf das Thema Religion) . Aber so verpackt und erklärt hat es auch ihn begeistert. Er ist grad mit dem Abi durch und meinte nur, hätten die Lehrer an der Schule den Lernstoff doch so anschaulich erklären können, Lernen hätte richtig Spaß bringen können.
Uriel hatte im Bus auch genügend Wasser für uns alle dabei, es war genug Zeit für Toilettenpausen und er machte einige Bilder mit dem Handy, die uns umgehend zugemailt wurden. Ein ganz toller Tag und DANKE nochmals!
Gruß aus Hamburg
Andrea