Da wir 2 Tage in Port Elizabeth waren, haben wir am 2. Tag eine Safari im Kwantu Reservat gebucht. Wir hatten eine Führerin, die ein sehr gut verständliches Englisch sprach und uns viele interessante Informationen gab. Leider war das Wetter schlecht, nach 3 monatiger Trockenheit hatte es seit dem Tag zuvor zum Teil heftig geregnet und ich war froh, Jacke und Steppjacke dabei zu haben. Zuerst bekamen wir ein sehr leckeres Mittagessen, dann gab es einen Vorführung von afrikanischen Trommlern und Tänzern, die wir leider nicht bis zum Schluss sehen konnten. Wir besuchten eine Recreation Area, in der vor allem Tiere, die illegal nach Südafrika eingeführt worden waren, wie z.B. indische Tiger, wieder an ihre natürlichen Verhaltensweisen herangeführt werden sollten, bevor sie in ihren Ursprungsländern wieder ausgewildert werden sollten. Das war sehr interessant.
Dann fuhren wir mit dem Safari Jeep, zuerst zu einem Löwen, der uns stoisch betrachtete, dann über das Gelände. Die meiste Zeit fuhren wir auf ausgefahrenen Spuren oder quer durch das Gelände. Das war ein ziemlich heftiges Geruckel und Geschaukel. Da es aber durch den Regen überall sehr matschig war, rutschte der Jeep öfter hinten weg, wenn der Fahrer mit ihm rallyemäßig durch die Kurven schleuderte. Wir sahen viele Antilopen, Zebras, Büffelherden und Flusspferde, aber die Fahrweise unseres Fahrers beeinträchtigte mein Wohlbefinden nachhaltig. Es regnete auch immer mehr und ich war froh, 2 Jacken dabei zu haben. Nach ca. 2 Stunden blieb der Jeep in einem Schlammloch stecken und war nicht mehr vorwärts oder rückwärts zu bewegen. Gleichzeitig brach ein wolkenbruchartiger Regen über uns herein, begleitet von Blitz und Donner, so dass auch die heruntergelassenen Seitenabdeckungen und die Regenponchos, die wir bekommen hatten, uns nicht vor der Nässe schützen konnten. Als nach einer dreiviertel Stunde endlich ein anderer Jeep kam, um uns abzuholen (es dämmerte schon), waren wir alle bis auf die Haut durchnässt und wollten nur noch zurück zum Schiff und in die Wärme.
Dieser Ausflug hatte uns pro Person über 200 Euro gekostet und ich würde ihn nur nervenstarken und abenteuerlustigen Menschen empfehlen.