Hallo AIDAstar,
danke für Deinen umfangreichen Bericht, sind nächstes Jahr auch mit der ganzen Familie auf der Blu und können uns schon mal gut vorbereiten.
Hast Du evt einen Kontakt des Taxiunternehmens? Reisen auch drei Tage vorher an und benötigen daher einen individuellen Transfer.
Danke im Voraus.
LG
Alles anzeigenHallo,
wir sind von unserer 2. mit Baby an Bord zurück. Nach dem es beim 1. Mal zusammen mit den Schwiegereltern auf AIDAcosma ins westliche Mittelmeer ging (die Kleine war damals 6 Monate alt), flogen wir diesmal zu 3. nach Korfu und machten die Route Griechenland ab Korfu 2 mit AIDAblu. (Während der Reise wurde unsere Tochter dann 10 Monate alt).
Anreise/Voraufenthalt:
Die An- und Abreisepaket buchten wir diesmal individuell. Zur besseren Akklimatisierung und um den Einschiffungstag voll nutzen zu können, planten wir diesmal zwei Vorübernachtungen auf Korfu.
Und so flogen wir bereits am 24.09.2026 um 13:45 Uhr mit einem brandneuen Airbus A321neo mit Condor von Frankfurt nach Korfu/Kerkyra
Was man hierzu wissen sollte, das Freigepäck für Babys ist von Airline zu Airline unterschiedlich. Während wir auf der vergangenen Reise mit AIDAcosma bei TUIfly (AIDA Vollcharter) auch für die Kleine 20 Kg Freigepäck hatten, hatten wir diesmal bei Condor lediglich 10 Kg Freigepäck, sodass wir weitere 10 Kg für die An- und Abreise im Voraus kostenpflichtig nachbuchten.
Wir buchten wie gewohnt unseren Parkplatz bei Airparks Frankfurt und waren nach einem kurzen Transfer direkt im Terminal 1, wo Condor extra einen Familienschalter hat, wo man direkt ohne anzustehen dran kommt.
Leider hatte der Flug aufgrund einer vorherigen Verspätung ca. 50 Minuten Verspätung, die wir allerdings bis auf 20 Minuten wieder aufholen konnten.
Das Flugzeug war vom Platz her sowohl vom Beinabstand und der Größe der Gepäckfächer sehr komfortabel. Den Babybuggy gaben wir unmittelbar vor dem Einsteigen ab.
Die Kleine schlief glücklicherweise direkt beim Start ein und wachte pünktlich zum Landeanflug auf Korfu, 30 Minuten vor der Landung wieder auf.
Somit war die Anreise schonmal sehr entspannt und mit Sicherheit entspannter, als sie mit dem AIDA Charterflieger gewesen wäre, der morgens um ca. 05:00 Uhr Abflugzeit hatte.
Am Flughafen erwartete und bereits unser über das Hotel gebuchte Taxiunternehmen mit einem Namensschild und mit einem Großraumtaxi inkl. Babysitz ging es in das schöne Kleine Örtchen "Agios Gordios" im Westen der Insel.
Dort hatten wir das sehr gut bewertete Hotel "Sebastians Family Hotel & Taverna gebucht".
Für zwei Nächte inkl. Frühstück zahlten wir zu Dritt 358€.
Es handelt sich um ein schönes, gemütliches, rustikales, Familiengeführtes Hotel mit netten Apartments inkl. Küche, Kühlschrank und Klimaanlage.
Der Fokus liegt allerdings auf dem Restaurant, welches von Touristen aus dem ganzen Ort besucht wird und für das herausragende Frühstück und Abendessen bekannt ist. Zudem ist die Lage des Hotels top, umgeben von gemütlichen Tavernen, Bars, Restaurants und nur wenigen Metern zum wunderschönen Agios Gordios Strand.
Ende September neigt sich hier die Saison schon dem Ende zu und es ist wirklich sehr entspannt.
Wir bezogen unser Apartment und begaben uns anschließend zum Sonnenuntergang an den Strand, ehe wir in dem Restaurant noch typisch Griechisch zu Abend aßen.
Leider hatten wir am Folgetag nicht sonderlich Glück mit dem Wetter. Nach einem fantastischen Frühstück verbrachten wir noch eine Stunde am Strand und in einer Strandbar, ehe es anschließend fast den gesamten Tag sinnflutartige Regenfälle gab und wir zwischenzeitlich für 2 Stunden in einer Pitataverne gefangen waren, da die Straße in einen reißenden Fluss verwandelt war und Europaletten und andere mitgerissenen Gegenstände eine Sichere Rückkehr mit Babybuggy zum Hotel nicht ermöglichten. Als der Regen kurzzeitig aussetzte, gingen wir Barfuß im Knöchelhohen Wasser zurück ins Hotel.
Am Nächsten Morgen hatten wir um 08:30 Uhr wieder einen Taxitransfer im Mercedes Vito zum Cruiseterminal gebucht. (Wie auf der Hinfahrt 70€/Fahrt) und so erreichten wir quasi Zeitgleich mit den AIDA Pauschaltouristen aus Frankfurt und Köln das Schiff und konnten Dank Überholspur und Early Check-In quasi ohne Wartezeit direkt an Bord von AIDAblu.
Die Armbänder für Kids gab es diesmal nicht für unsere Kleine, da es diese inzwischen wohl erst ab dem 2. Lebensjahr getragen werden müssen.
Bordleben:
Kabine:
Nachdem wir auf der letzten Reise eine Veranda Komfortkabine hatten, entschieden wir uns aus Kostengründen diesmal für eine Innenkabine.
Glücklicherweise fingen wir unsere Houskeepingdame direkt auf dem gang ab und baten Sie, nach Möglichkeit unsere Kabine aufgrund des Babys etwas früher herzurichten, was sich als Goldwert herausstellte, da sie uns mitteilte, das vorher bereits ein Plan erstellt wurde und unsere Kabine eigentlich erst für 18 Uhr hätte bezugsfertig sein sollen.
So war unsere Kabine dankenswerter Weise bereits 30 Minuten später bezugsbreit und die Kleine konnte etwas im Babybett Turnen.
Zudem baten wir unseren Kabinenstewart um einen Rausfallschutz, da dieser vorab über MyAIDA für Babys nicht buchbar ist.
Babybett, Babyphone, Windeleimer und der vorab bereits reservierte neue Clubbie Alwine standen bereits auf der Kabine bereit.
Logischerweise war der Platz in der Innenkabine diesmal deutlich begrenzter, als in der Verandakomfortkabine der vergangenen Reise.
Bei der 1. Reise mit Baby würden wir definitiv eine Kabine mit Balkon empfehlen.
Wir machen es allerdings vom Preis abhängig und würden auch nicht ausschließen, wieder eine Innenkabine mit Baby zu buchen, sind aber froh - soviel schonmal vorab auf der nächsten Reise wieder eine Veranda Komfortkabine gebucht zu haben.
Es ist eben mit Baby definitiv nochmal was anderes, da man dadurch mehr Zeit als gewöhnlich auf der Kabine verbringt und es alleine für den Elternteil, der das Kind gerade mal nicht betreut deutlich angenehmer ist, mal eben auf den Balkon gehen zu können.
Auch zum Auslaufen fehlte uns der Balkon. Es war schon sehr entspannt, auf der letzten Reise das Auslaufen vom eigenen Balkon zu genießen. Die Kleine konnte dort spielen. Diese Möglichkeit hatten wir diesmal nicht
Leider war die Klimaanlage in der Kabine auch trotz Temperaturegulierung viel zu kalt eingestellt. Zwei Tage vor Reiseende hatte die Kleine ein total raues Stimmchen.
Wir haben die Kleine meist gegen 19/20 Uhr schlafen gelegt. Leider war sie meistens nach 2 Stunden das 1. Mal wach und das Babyphone klingelte.
Im Bett selbst schlief sie dann auch nicht mehr ein, sodass wir Sie zu uns ins Bett holten und sie zwischen/neben uns schlief.
Dadurch konnten wir die Abendveranstaltungen diesmal quasi gar nicht genießen/besuchen und waren selbst meistens früh, spätestens um 23 Uhr im Bett.
Verpflegung:
Ein Babybistro wie auf der cosma gibt es auf den Sphinx Schiffen leider nicht. Man hat im Grunde nur die Möglichkeit im Bella Donna/Marktrestaurant bei dem Diätkoch Glässchen/Folgemilch/Quetschies zu bekommen bzw. Erstere in einer Mikrowelle erwärmen zu lassen. Außerdem besteht die Möglichkeit, angebrochene Glässchen dort im Kühlschrank kalt stellen zu lassen.
Wie auf unserer 1. Reise mit Baby brachten wir Pampers, Schimmpampers, Glässchen, Babywasser, Trinkflaschen, Babylöffel und Lätzchen wieder selbst von zu Hause selbst mit.
Babyglässchen waren bis auf eine Sorte bis zur Mitte der Reise aus und Pampers gab es im Bordshop kurioser Weise auch wieder nur in Größe 1. (Eine Reise mit Baby ist ab dem 6. Lebensmonat möglich, da hat eigentlich kein Baby mehr die Windelgröße 1).
Da unsere Tochter inzwischen allerdings mit der Beikost angefangen hat, aß sie überwiegend mit vom Buffet, besonders Gurke, Pizza, Pommes, Spaghetti und Wassermelone waren hoch im Kurs
Zwischendurch gab es mal ein Glässchen Porridge oder ein Abendglässchen.
Einen Abend waren wir mit der Kleinen im Buffalo Steak House. Das klappte insgesamt auch relativ gut, leider bekamen wir allerdings einen nicht so tollen Tisch, direkt rechts in der dunklen Ecke hinter dem Eingang zigewiesen.
Auch die Babystühle in den Restaurants waren anders, als auf der cosma. Leider mochte unsere Tochter die vorhandenen Holzstühle überhaupt nicht und schrie immer, wenn wir sie hereinsetzen wollen.
Insgesamt hatten wir das "pech", das die Kleine auagerechnet während der Reise Zahnte bzw. gleichzeitig mehrere Zähne bekam, die durchbrachen, sodass sie sehr viel schrie. Gerade beim Essen war dies sehr unangenehm und wir konnten quasi gar nicht zusammen essen, da sich immer einer um die Kleine kümmern bzw. mit ihr herumlaufen musste.
Das war auf der letzten Reise mit den Schwiegereltern deutlich entspannter, hier haben wir uns mit dem essen gehen und der Betreuung der Kleinen abgewechselt.
Insgesamt hat die Kleine zuvor auch zu Hause Nachts eher unruhig geschlafen und ist Nachts mehrfach schreiend aufgewacht.
Seetag/Poolbereich:
Den Seetag verbrachten wir zur 1. Hälfte auf dem Pooldeck. Hier konnte die Kleine krabbeln und etwas mit den Füßen im Wasser des Umlaufs rund um die Theatriumkuppel planschen.
Auch der Bereich des Fotoschopps auf Deck 10 eignete sich Tagsüber super zum Krabbeln.
Mini Club/Kids Club:
Im Gegensatz zur letzten Reise verbrachten wir mit unserer Tichter diesmal viel Zeit im Kids Club. Die Räumlichkeiten sind quasi Ganztags zugänglich und die Kleine hatte großen Spaß im Bällebad und im Kids Pool im Außenbereich.
Zwei Mal durfte unsere Kleine zur Clubbiedisco. Die erste Reisehälfte fand diese im Kidsclub statt. Hier war es in diesem Theaterraum mit ca. 20 Kindern + Eltern dermaßen überfüllt, dass die Veranstaltung in der 2. Reisehälfte in die AIDAbar verlegt wurde.
Beides sind meiner Meinung nach keine geegneten Örtlichkeiten hierzu. Das war auf der cosma im Beachclub wesentlich besser.
Club@Sea Event:
Zum Club@Sea Event nahmen wir die Kleine diesmal zum 1. Mal auch mit. Glücklicher Weise fand dieses diesmal in der AIDAbar statt, sodass wir uns etwas weiter hinten plazieren konnten. Die ganzen Offiziere reagierten super Lieb auf die Kleine und lachten viel mit Ihr. Da die Ansprache von HDin Katharina Jegg diesmal auch relativ Kurzweilig war, war es für die Kleine auch nicht langweilig und sie machte sich über das Essen der verschiedenen Snack Stationen her. Zudem bekam sie von einem Crew Mitglied einen Anstecker für ihren Clubbie Alwine, von dem Sie sehr begeistert war.
Mitreisende:
Ich würde sagen, 99% der Mitreisenden reagierten positiv auf die Kleine und lachten viel mit ihr.
Viele Reisende sprachen uns auf ihre schönen blauen Augen an, oder wie süß sie sei, da sie u.a. oft mit den Händchen klatscht.
In Momenten der Schreiphasen gab es insbesondere in den Restaurants natürlich auch mal generfte Blicke, was man im Prinzip aber auch keinem verübeln kann.
Wir kamen mit der Gedult diesmal wirklich auch ab und an an unsere Grenzen und hätten es uns nach der Erfahrung der 1. Reise wesentlich entspannter vorgestellt, als es letztendlich für uns war. Grund hierfür war mit Sicherheit aber das Zahnen.
Landgänge:
Wir sind in jedem Hafen individuell zu Fuß mit dem Buggy losgezogen. Meist haben wir es so getimet, das die Kleine kurz nach Verlassen des Schiffs ihr erstes Vormittagsschläfchen macht.
Wetter:
Ein großer Faktor war sicher auch das Wetter. Es war oft, insbesondere Abends aber teilweise auch Tagsüber wirklich windig und kalt.
Im Nachhinein war es eine falsche Entscheidung, die Reise zu dieser Jahreszeit gemacht zu haben. Wir dachten es ist vom Klima her besser für die Kleine, nach dem Hochsommer zu fahren, aber künftig werden wir wie vorher bereits gehandhabt nur noch im Juni/Juli/August ins Mitelmeer fahren.
Auf der Reise im Juni auf der cosma hatten wir deutlich besseres/heißeres Wetter, immer um die 30 Grad.
Das hat der Kleinen deutlich besser getan bzw. sie hat es deutlich besser vertragen als das Wechselhafte Wetter, was wir diesmal hatten.
Abreise:
Unser individuell gebuchter Rückflug mit condor ging um 10:40 Uhr von Korfu nach Frankfurt. Wir buchten uns dür 08:00 Uhr wieder einen Transfer bei dem bekannten Unternehmen im Mercedes Vito (30€) zum Flughafen. Und fuhren somit bewusst eine halbe Stunde vor dem Transfer, der auf den Flieger gebuchten AIDA Pauschaltouristen los. Am Flughafen war es deutlich entspannter, als vor zwei Jahren im Juli. Wir waren sogar viel zu früh da und mussten 30 Minuten auf die Öffnung des Baggage drop off warten.
Insgesamt ging es dann aber Ruck-Zuck und die Kleine schlief wieder Zügig ein und erwachte eine Stunde später wieder.
Die Flüge waren beide insgesamt sehr entspannt.
Fazit:
Auch wenn ich eigentlich ein Fan der Sphinxklasse bin/war muss ich nach den beiden Reisen sagen, dass es auf der cosma mit Baby unserer Meinung wesentlich entspannter ist, bzw. diese deutlich besser für Babys geeignet ist.
Zu 2. war es auf der Sphinxklasse perfekt für uns. Mit Baby ist das tatsächlich anders.
Wir hatten auch den Eindruck, unserer Tochter hat es auf der cosma deutlich besser gefallen, als auf der blu.
Wir werden der Sphinxklasse/AIDA blu nach der Evolution Werft nächstes Jahr nochmal eine Chance mit Baby geben. Vielleicht ist es auch entspannter, wenn das Zahnen vorbei ist und wir hatten diesmal einfach pech, das sie so quer war.
In 7 Wochen geht's mit der Kleinen jetzt erstmal auf die Kanaren mit AIDAprima - diesmal wieder in einer komfortablen Veranda Komfort Kabine
Auch dann werden wir wieder berichten und einen Vergleich zu allen drei Schiffstypen von AIDA mit Baby ziehen können