Hallo,
hier ein kleiner Auszug aus meinem Reisebericht:
23.08.2016 – 4. Tag – La Spezia/Florenz, Italien – sonnig, 30 Grad
Nach dem Frühstück und direkt nach der Freigabe des Schiffes gegen 9 Uhr, stiegen wir in einen der bereit stehenden Hafen-Shuttlebusse, der uns zum Terminal brachte. Dort kauften wir uns zwei Tagestickets zu je € 16,- mit denen wir den ganzen Tag mit dem Zug zwischen den Cinque Terre hin und her fahren konnten. Dabei handelt es sich um 5 kleine Dörfer, die alle Ihren eigenen Charme haben und an einem 12 Kilometer langen Küstenstreifen in der Region Ligurien liegen. In der Nähe des Hafens warteten wir an einer Bushaltestelle auf einen Linienbus, der uns dank des Tickets gratis zum Hauptbahnhof brachte. Der Bahnsteig dort quoll über vor Menschen und wir mussten uns erst einmal den Weg zum Fahrkartenentwerter bahnen. Die Dame am Hafen hatte uns eingebläut, dass es sehr wichtig ist, das Ticket zu entwerten. Dann fuhr der Zug ein und die Massen quetschten und drängelten sich in die Bahn. Wie eingepferchtes Vieh harrten wir bis zum ersten Halt in Riomaggiore aus. Hier konnten wir dann einen heiß begehrten Sitzplatz erhaschen und fuhren bis nach Vernazza durch. Danach wäre noch Monterosso gekommen, aber laut Aussagen der Dame am Hafen wäre dieses Dorf das größte und wenig spektakulär, wenn man nicht gerade baden möchte. Da wir das nicht wollten und wir sowieso nicht alle fünf Dörfer an diesem Tag geschafft hätten, starteten wir also in Vernazza und wollten uns dann von Dorf zu Dorf wieder zurück bis nach La Spezia durcharbeiten. Natürlich war auch jedes der Dörfer total überlaufen und auf den Hauptwegen konnte man kaum einen Fuß vor den nächsten setzen. Somit beschlossen wir, die etwas abseits gelegen, kleineren Gassen abzulaufen. Das war dann auch in Ordnung so konnte man die Schönheit des Ortes und die Ausblicke, die sich einem immer wieder auf das Meer oder das Dorf boten auch genießen. Nachdem wir einige Aussichtspunkte und die kleine Dorfkirche angesteuert hatten, machten wir uns wieder auf zum Bahnhof und fuhren eine Station weiter nach Corniglia. Dieses Dorf liegt als einziges nicht direkt am Meer, sondern auf einem Felsvorsprung ca. 100 Meter über dem Meer. Mit unserem Ticket konnten wir den kleinen Shuttle-Bus nutzen, der uns vom Bahnhof bis nach oben fuhr. Hier war glücklicherweise am wenigsten los und so begutachteten wir in Ruhe die Highlights des Ortes. Im Anschluss daran machten wir uns zu Fuß auf den Weg zurück zum Bahnhof. Nächster Halt war Manarola, für uns eines der schönsten Dörfer, da die Häuser sich allesamt auf einen Felsen drängen und das Ganze ein Fotomotiv wie aus dem Bilderbuch abgibt. Endspurt, wir steuerten das letzte Dorf Riomaggiore an. Im Nachhinein hätten wir uns den Halt sparen können, es war im Gegensatz zu den anderen Dörfern eher unspektakulär und nach einem kurzen Rundgang saßen wir auch schon wieder am Bahnhof und warteten auf den Zug. Wir beschlossen, dass wir die restliche Zeit noch in La Spezia verbringen wollen. Bisher waren die Züge immer recht zeitnah gekommen und an keinem Bahnhof mussten wir länger als 10 Minuten warten. Doch dieses Mal kam es zu größeren Problemen. Ständig wurden die Durchsagen gewechselt, am Anfang wurde von einer Verspätung von 15 Minuten gesprochen, dann von 30 Minuten, dann hieß es, dass der Zug gar nicht kommt. Im Endeffekt haben wir dort 1,5 Stunden auf die Bahn gewartet und waren dann froh, dass wir nach 10 Minuten Fahrzeit gegen 18 Uhr in La Spezia ankamen. Nach diesem Erlebnis hatten wir auch keine Lust mehr und fuhren direkt mit einem der öffentlichen Busse zum Ausgangspunkt zurück. Wir hätten zwar noch eine Stunde Zeit gehabt, denn das Ablegen sollte um 19:30 Uhr stattfinden, doch in der Zwischenzeit genossen wir unsere Dusche und verfolgten das Ablegemanöver dann vom Pooldeck aus. Danach ging es ins Bella Donna zum Abendessen. Pünktlich um 20 Uhr holten wir uns unsere Abstimm-Geräte für das heutige Quiz „Wer wird Millionär?“ im Theatrium ab und warteten gespannt auf den Beginn. Dieser verzögerte sich jedoch aufgrund von technischen Problemen. Gegen 21 Uhr ging es dann endlich los und unser Moderator Tom führte gewohnt unterhaltsam durch 2 Spielrunden. Leider waren wir zu langsam, um auf dem Stuhl Platz nehmen zu können, dennoch ist es immer wieder unterhaltsam, das Quiz zu verfolgen. Dann ging es auf die Kabine, denn morgen wollen wir Rom unsicher machen…