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Beiträge von strohweder

  • Karibik 18.02. bis 03.03.2012 - Treffpunkt Ocean Bar

    • strohweder
    • 30. November 2014 um 11:34

    Die Fotos werden gerade in die Dropbox geladen

    und weiter geht es:

    Tag 7


    05.11.2014 Cabo San Lucas, Mexico


    In Cabo San Lucas wird getendert. Dies wird mit Tendertickets organisiert. Bevor wir also unsere morgendliche Walkingstrecke absolvieren, holen wir uns auf dem Pooldeck unsere Tickets. Wir erhalten Tickets für die Gruppe 5. Heute walken wir sieben Runden übers Schiff und brauchen dafür 35 Minuten. Wir entschließen uns, direkt nach dem Walken auf dem Pooldeck zu frühstücken. Es ist herrliches Wetter und wir genießen die Fahrt entlang der Küste Richtung Cabo San Lucas, das wir pünktlich erreichen. Auf Empfehlung holen wir uns an der Bar noch eine Flasche Wasser für sage und schreibe 5$. Wir warten darauf, dass unsere Tendernummer aufgerufen wird und marschieren Richtung Ausgang. Das geht alles ziemlich zügig und wir sitzen als bald in einem örtlichen Tenderboot. Am Hafen angekommen, wird erst einmal das Gepäck kontrolliert und natürlich auch noch das obligatorische Foto mit einem mexikanischen Trachtenmädel gemacht. Wir gehen ein paar Schritte und schon prasseln schreiend die Offerten für Bootstouren von allen Seiten auf uns herein. Best Price überall. Wir lassen die erste Meute hinter uns und kommen mit einem weiteren Anbieter ins Gespräch. 35$ pP will er zunächst für die Tour zum Arcos, vorbei an den Pelikanen und Seelöwen, und dann zum Strand Medano Beach inklusive Abholung haben. Wir einigen uns auf 15$ pP und haben die Wahl zwischen einem größeren Glasbodenboot und einer kleinen Nussschale namens Claudia. Wir nehmen die Nussschale und unser Skipper heißt Julio. Es geht auch sofort los und wir stellen erfreut fest, dass wir die einzigen Passagiere sind. Es ist ziemlich wellig und Julio erklärt uns alles, was es zu sehen gibt, die alte Thunfischfabrik, die Pelikankolonie, den Loversbeach, der wirklich ein Traum ist, eine Höhle, die Seelöwenkolonie und natürlich den Arcos. Es ist wunderschön hier und Julio bringt uns danach zum Medano-Beach. Er verspricht, uns pünktlich um 15 Uhr wieder abzuholen. Wir springen aus dem Boot an den Strand, der touristisch erschlossen ist. Es gibt also Liegen und Schirme, Bars und Restaurants und jede Menge fliegender Händler. Wir gehen erst einmal ein Corona trinken, um uns einen Überblick zu verschaffen, genießen die Aussicht und gehen dann an den Strand. Schnell stellen wir fest, dass wir nur ein schattiges Plätzchen bekommen, wenn wir uns an einem Restaurant oder einer Bar niederlassen. Wir bekommen zwei Sonnenliegen in der zweiten Reihe, bestellen zwei Corona und gehen erst einmal baden. Das Wasser ist herrlich und doch eigentlich wenig erfrischend. Wir kehren zu unserem Platz zurück und lassen uns von der lauten Musik die Ohren volldröhnen. Die Amis lieben das, ne Pulle Bier in der Hand, Mucke in der Lautstärke eines startenden Jumbos und eine dies übertönende kreischende Unterhaltung. Wir fragen nach einem anderem Platz und ziehen um an den Rand des Areals. Jetzt sind wir doch ein wenig hungrig geworden und bestellen uns eine Portion Nachos mit Guacemole, Bohnenmus, Tomaten und Käse. Es schmeckt uns sehr gut, aber die Portion ist so groß, dass wir es zu zweit nicht schaffen können. Langsam nervt uns die Musik mit annähernd 100 Dezibel, gefühlt. Wir zahlen und brechen auf. Am Ende des Strandes, Richtung Hafen, wollen wir noch einmal in Ruhe baden. So ein Bad im Pazifik ist schon herrlich. Wir wollen nicht mehr zurück zu den dröhnenden Amis, Julio wird es verkraften, dass wir zur Abholung nicht da sein werden. Bezahlt haben wir ja schon. Wir werden den Weg zurück zu Fuß machen und gehen am Ende des Strandes einen ziemlich schmutzigen Fußweg an der Hafeneinfahrt entlang. Gerade zu der Zeit kommen auch viele Boote vom Fischen zurück und ich traue meinen Augen nicht. Hinter dem einen oder anderen Boot hat sich ein Seelöwe angehängt und wartet auf seine Fütterung mit frischem Fisch. Das ist ein wirklich drolliger Anblick. Es sieht so aus, als wenn der Seelöwe sich an einer Anhängerkupplung angedockt hat. Dies zu sehen, war ein echtes Erlebnis. Wir gehen den Weg weiter und er wird breiter und sehr gepflegt. Wir sind erstaunt, wie groß die Marina ist und ahnen, dass noch ein weiter Weg vor uns liegen wird. Ab und an halten wir und schauen zu, wie die zurückgekehrten Angler stolz ihren Fang präsentieren. Da sind schon einige Prachtexemplare von Thunfischen und Marlins darunter. Wir gehen weiter, bis sich uns ein kleiner Mann in den Weg stellt, der uns in ein Lokal rechter Hand lotsen will. Erst wollen wir ihn ignorieren, aber irgendwie hat er was Lustiges und wir folgen ihm auf einen Drink. Er freut sich und läutet eine Glocke als wir eintreten. Wir sollten es nicht bereuen, es wird die beste Margaritha, die wir je getrunken haben. In einem großen, einem Kaktus nachempfundenen Glas bekommen wir so etwas schmackhaftes und erfrischendes, wie wir es gerade jetzt brauchen. Ein wirklich uriges Lokal an der Marina. Wir bezahlen, ich hätte auch gern noch eine zweite getrunken, und gehen weiter. Wir sollten unseren Fußmarsch nicht bereuen. Eine wunderschön angelegte Marina mit Bars, Restaurants und Geschäften erwartet uns. Überall liegen Yachten, aber im wesentlichen Boote, mit denen Touristen zum Fischen rausfahren. Auch das ist wieder sehr typisch für die Amerikaner. Am Ende unseres Rundganges um die Marina schauen wir noch zu, wie der gefangene Fisch an einer Stelle gesammelt, zerteilt und verkauft wird. Da wird es in dem einen oder andren Restaurant heute Abend fangfrischen Fisch auf der Karte geben. Wir haben jetzt genug gesehen, unseren Kühlschrankmagneten gekauft und nehmen das nächste Tenderboot zum Schiff. Wir ruhen uns noch ein wenig auf dem Sonnendeck aus und machen uns dann frisch zum Abendessen. Wir sind noch immer pappsatt von den Nachos und beschließen heute nur ins Market-Café zum Buffet zu gehen. Wir suchen uns einen Platz, wo wir das Buffet fest im Blick haben. Es wird ein lustiger Abend. Wir fühlen uns wie in der Muppetshow. Es kommen jede Menge Klischee-Amerikaner daher und wir amüsieren uns köstlich. Wahrscheinlich die auch über uns. Das Essen ist heute Abend Nebensache, es ist ok und die drei Glas Wein sind sehr lecker. Nach diesem amüsanten Auftakt des Abends sind wir noch in der Stimmung für weiteres "Fremdschämen". In der Red Lion Bar ist Karaoke angesagt. Wir machen uns auf den Weg auf Deck sieben, gleich hinter der Rezeption ist die Red Lion Bar. Eigentlich sollte das schon eine Stunde in Gang sein, aber anscheinend hat sich noch niemand getraut. Wir finden einen schönen Platz und schauen dem Entertainer zu. Er gibt sich größte Mühe und ist auch echt witzig, schon an sich. Er ist höchstens 1,50 groß und wirbelt herum wie Sammy Davis Jun. Als sich die ersten trauen, kommt Stimmung in den Laden, nur ein paar betrunkene Schweden, die meinen, sie können ihr eigenes Ding durchziehen, stören ein wenig. Aber auch das meistert Sammy Davis souverän. Wir bleiben bis zum Ende und hatten einen wirklich schönen und lustigen Abend. Einen schönen Cocktail nehmen wir noch mit auf unsere Kabine und lassen den Abend ausklingen. Ein wirklich schöner und gelungener Tag.

  • Karibik 18.02. bis 03.03.2012 - Treffpunkt Ocean Bar

    • strohweder
    • 30. November 2014 um 09:17

    Tag 6


    04.11.2014, Seetag


    Wir haben beide gut geschlafen und gehen mit unseren Sportsachen nach draußen. Es ist ein herrlicher Morgen und wir schauen am Fitnessstudio vorbei. Ein dunkler Raum, fast ohne Tageslicht, recht groß mit allen möglichen Geräten. Das ist wieder typisch Ami. Hauptsache, die haben einen Fernseher, Aussicht ist denen wurscht. Wir wollen lieber an die frische Luft und gehen eine halbe Stunde walken. Es ist noch nicht viel los und wir kommen zügig voran. Das macht richtig Spaß und das werden wir auch wiederholen. Nach dem Walken ziehen wir uns zum Frühstück um und gehen vorher noch einmal an die Rezeption, um unsere Beschwerden zu wiederholen. Wir erklären alles noch einmal einem dritten deutschsprachigem Gästebetreuer. Er telefoniert kurz und wir treffen uns mit dem Supervisor des Housekeeping bei unserer Kabine. Wir erklären ihm alles und er nickt ziemlich angesäuert und demonstrativ gelangweilt. Uns ist das egal, Hauptsache es passiert endlich etwas. Wir vereinbaren, dass ab 09:30 die Kabine frei ist und gehen jetzt endlich frühstücken ins Bedienrestaurant Versailles. Dort hat sich wieder eine Schlange gebildet. Damit es schneller geht, sind wir damit einverstanden, uns mit anderen einen Tisch zu teilen. Wir sitzen mit einem Paar aus Canada, wo sie gebürtige Deutsche ist, einem älteren Ehepaar aus der Nähe von San Francisco und einer einzelnen Dame aus San Francisco am Tisch. Es funktioniert wie beim Abendessen. Nachdem man zum Tisch gebracht wurde, gibt es die Speisekarten und die Bestellungen werden abgefragt. Kaffee und Eiswasser werden eingeschenkt und dann warten wir. Es gibt kein Buffet. Die Konversation beginnt. Der ältere Herr fragt uns, woher, wir denn kämen und wo denn das Camp David wäre? Ich erkläre ihm mit meinem sparsamen Englisch, dass wir aus Deutschland sind und dass Camp David die Marke eines holländischen Textilherstellers sei. Er muss lachen, weil für die Amerikaner ein Camp wohl immer etwas mit einem Lager zu tun hat. Wir schauen immer wieder auf die Uhr, es ist schon neun, als endlich die Früchte für Andrea und der Yoghurt für mich kommen. Die anderen lassen sich mit ihrem ersten Gang richtig Zeit und unser Kellner veranstaltet mit uns ein Ratespiel. Die Nordamerikaner finden es lustig, doch uns wäre es lieber, er würde die Eierspeisen und den Toast bringen. Gegen 09:20 ist es dann soweit, wir schlingen hastig einen Teil des Essens hinunter, entschuldigen uns bei unseren Tischnachbarn und verlassen gehetzt das Restaurant. Wir müssen ja noch unsere Badesachen aus der Kabine holen, bevor die "Renovierung" derselben beginnt. Wir schaffen es noch, es ist noch niemand zu sehen. Mit allem Nötigen bepackt, gehen wir zum Bug des Schiffes. Dort ist eine Art terrassenförmiges Sonnendeck und es ist kein Problem freie Liegen zu bekommen. Wir genießen die Sonne und stellen fest, dass die lautesten Gäste in der Umgebung deutschsprachig sind. Die Amerikaner scheinen auch kein Volk von Liegenreservierern zu sein. Artig nehmen sie ihre Handtücher mit, wenn sie die Liege verlassen. Wir finden, dass 10:25 eine ausgezeichnete Zeit für einen "Eye-Opener" ist, so nennen die hier das erste alkoholische Getränk des Tages. Ein frisch gezapftes Bier und ein Corona, lecker. Ich glaube, wir sind die Letzten mit einem "Eye-Opener". Wir genießen die Sonne am Seetag und wechseln gegen Mittag den Standort zum Pooldeck. Auch dort gibt es ein terassenförmiges Sonnendeck. Wir nehmen erst einmal ein erfrischendes Bad im Pool und uns steigt der Geruch von frisch gegrilltem in die Nase. Barbecue und Live-Musik auf dem Pooldeck, wie schön. Wir suchen uns ein schönes Plätzchen auf halber Höhe des Sonnendecks und können das Pooldeck schön überblicken. Nacheinander holen wir uns etwas zu essen, gegrilltes Hähnchen und Encheladas mit leckerer frischer Füllung. Dazu passt hervorragend ein frisch gezapftes und kühler Weißwein. Wir essen wieder mal mehr als nötig und wie üblich werde ich nach dem Essen müde. Da die Musik am Pool sehr laut wird und die Animation ihr bestes gibt, ziehen wir zurück zum Bug und finden auch dort wieder problemlos ein ruhiges Plätzchen. Es ist herrlich so auf See vor sich hin zu dösen. Am späten Nachmittag wagen wir es auf die Kabine zu gehen und nachzuschauen, was sich getan hat. Wir sind angenehm überrascht. Neue Möbel auf dem Balkon, neuer Bezug auf dem Sofa und ein neuer Tisch in der Kabine. Auch nachgereinigt wurde, nicht ganz nach unseren Vorstellungen, aber immerhin. Dann machen wir uns zum Abendessen fertig. Wir wollen heute ins Versailles gehen und es ist optionaler Galaabend. Der Anblick der Gäste ist fast grotesk. Es ist alles vertreten. Vom Smoking und Abendkleid, über weißes Dinnerjacket bis hin zu Shorts und Sandalen. Auch die dürfen ins Restaurant, obwohl im Daily ausdrücklich lange Hosen für das Versailles vorgeschrieben sind. Das Essen ist ausgesprochen lecker, Andrea entscheidet sich für Lachs und ich für Steak. Nach dem Essen bummeln wir noch ein wenig durch das Schiff und merken nach zwei weiteren Drinks, wie die Müdigkeit langsam Oberhand gewinnt. Also ab in die Koje, wir freuen uns auf Cabo San Lucas in Mexico.

  • Karibik 18.02. bis 03.03.2012 - Treffpunkt Ocean Bar

    • strohweder
    • 30. November 2014 um 09:12

    Tag 5


    03.11.2014 Los Angeles


    Wir haben besser geschlafen, als befürchtet. Trotzdem sind wir gegen halb sechs wieder wach. Wir ändern unseren Plan und beschließen, uns fertig zu machen. Bis zur Autorückgabe haben wir noch jede Menge Zeit und wir wollen noch einmal Richtung Beverly Hills und Hollywood. Wir genießen unser reichhaltiges Frühstück (s.o.) und checken gegen 7 Uhr aus. Das Valet-Parking ist eigentlich auch ein Witz und das für 20$. Das Auto steht 15 Meter entfernt auf dem Hotelparkplatz. Der Hotelboy stellt sich beim Verstauen der Koffer so dusselig an, dass ich ihm zeigen muss, wie alles hineingeht. Kopfschüttelnd verlassen wir diese Absteige. Die Fahrt geht Richtung Interstate 405 North und Dank der gestrigen Erfahrungen ist die Auffahrt diesmal kein Problem. Die Rampe hoch und schnell nach Beverly Hills, so der Plan. Doch wir haben die Rechnung ohne die morgendliche Rushhour gemacht. Stop and Go auf dem Highway und das achtspurig. Alle springen zwischen den Spuren hin und her, um vermeintlich schneller voran zu kommen. Ich passe mich an und werde auf der Straße zum Amerikaner. Andrea stirbt mehrmals innerlich den Verkehrstod. Aber es klappt, die passen so gut auf, dass auch alle knappen Spurwechsel ohne Schaden vor sich gehen. Da es hier kein Rechtsfahrgebot gibt, sind Spurwechsel in alle Richtungen an der Tagesordnung und keiner hupt, auch nicht mit Licht, wenn man sich reindrängelt. Das ist hier so. Andrea, mein Navi, ist ziemlich mundfaul heute morgen und so lande ich wieder auf der I 10 E obwohl wir nach Beverly Hills noch ein wenig auf der 405 hätten bleiben sollen. Na ja, macht nichts, fahren wir halt erst nach Hollywood, wir wollen noch das Chinese Theater sehen, wo alljährlich die Oscars verliehen werden. Mittlerweile sind wir eine Stunde unterwegs auf dem Weg nach Hollywood. Andrea wird auch ob der fortschreitenden Zeit unruhig und wortkarg. Ich versuche, so schnell wie möglich voranzukommen und bin froh, den Weg noch von gestern zu kennen. Gegen viertel nach acht erreichen wir den Hollywood Blvd aus der Vine Street kommend und ich biege nach links ab, Richtung Chinese Theater. Es reicht von der Zeit her nicht mehr für einen Stop und so müssen Aufnahmen aus dem fahrenden Auto reichen. Es ist halb neun, noch eine Stunde bis zur Abgabe des Autos. Beverly Hills wird kurzerhand gestrichen und wir machen uns auf den Rückweg. Ich schlage eine Richtung ein, die es eigentlich sein müsste. Dass passt auch ganz gut, wenn man von den zweimaligen Kehrtwendungen absieht. Gegen neun erreichen wir über den La Brea Blvd. wieder die I 10 W Richtung Santa Monica. Das müsste jetzt von der Zeit klappen, wir haben noch 30 Minuten für ca 10 Meilen und auch der Tankstop dürfte kein Problem sein, zumal bei der Hinfahrt die Gegenseite recht frei war. Frohen Mutes die Rampe rauf und siehe da, Stop and Go. Mein Navi wird etwas blasser und ich versuche zu beruhigen. Mit amerikanischer Fahrweise schaffen wir das noch und wir müssen ja eigentlich auch erst um 10:30 am Airport sein. Die I 10 bleibt zähflüssig, aber ich hole auf den 5 Meilen bestimmt 200 Meter heraus. Auf der I 405 wird es etwas besser und wir erreichen gegen halb zehn die Abfahrt Century Blvd. Die werden uns bei Alamo schon nicht den Kopf abreißen. Direkt hinter der Abfahrt befindet sich eine Tankstelle, das Auto muss vollgetankt zurück gegeben werden. Diesmal keine Experimente und ich gehe sofort zum Cashier und lasse die Säule für 20$ freischalten. Den Betrag habe ich geschätzt und es passt tatsächlich, die Anzeige zeigt Full an. Jetzt schnell zu Alamo, dass ist gleich um die Ecke, sage ich. Wir biegen rechts ab und nach ca einer Meile bemerkt mein Navi, dass wir hier noch nie gewesen wären. Ich teile die Meinung des Navi und beschließe links abzubiegen, in der Hoffnung, etwas Bekanntes zu entdecken. Nach ca. 500 Metern stehen wir vor der Einfahrt zum Car Return von Alamo. Ich kann mir ein triumphierendes Grinsen nicht verkneifen. Die Formalitäten der Autorückgabe dauern keine 10 Sekunden, die 15 überzogenen Minuten sind wohl noch Toleranz. Wir laden das Gepäck aus und wenden uns dem ShuttleBus zum Airport zu. Die fahren hier alle paar Minuten. Der Bus bringt uns zum Ankunftsterminal 2, wo der Treffpunkt für ankommende NCL-Reisende ist. Wir finden schnell eine zuständige Dame, die uns aber auf der Liste nicht finden kann. Sie schreibt uns einfach dazu und bedeutet uns, auf den Bus zu warten. Nach ca. 30 Minuten geht es los. Eine kräftige, etwa fünfzigjährige Busfahrerin verstaut unser Gepäck. Wir sind etwa 15 Personen und jeder hat schweres Gepäck dabei. Sie tut uns richtig leid, wie sie die Koffer in den Bus wuchtet und sie meint, wir bräuchten ihr nicht zuzusehen und möchten doch schon in den Bus steigen. Gesagt, getan. Wir nehmen noch an drei bis vier anderen Terminals Gäste auf und dann geht es Richtung San Pedro, wo die Norwegian Star auf uns wartet. Die Fahrt soll etwa 20 Minuten dauern. Bei strahlendem Sonnenschein erreichen wir den Hafen von Los Angeles und die Silouette unseres Kreuzfahrtschiffes lässt sich bereits erkennen. Am Cruise-Terminal steigt ein Mitarbeiter ein und meint, wir könnten direkt zum Check-In gehen, unsere Koffer würden auf die Kabine gebracht. Ich frage ihn, woher man denn wüsste, dass unsere Koffer zu uns gehören würden. Na, das sehen wir doch an Kabinennummern auf den Kofferanhängern, antwortet er. Ich wieder: welche Kofferanhänger, wir hätten keine bekommen. Wir mussten dann unsere Koffer selbst zur Kofferaufgabe bringen, wo wir Ersatzkofferanhänger bekamen, die wir selbst anbringen mussten. Toller Service von NCL. Von der Kofferabgabe geht es direkt zum Check-In. Erst durch die Sicherheitskontrolle, diesmal piept es bei mir. Ich muss meine Jacke ausziehen und ein zweites Mal durch, diesmal klappt es. Beim Check-In natürlich eine lange Schlange, es wirkt alles recht unorganisiert, ich rechne mit mindestens einer Stunde Wartezeit. Nach ca. 20 Minuten erreichen wir in unserer Schlange einen Mitarbeiter, der uns fragt: Latitudes or not. Latitudes ist das Vielfahrerprogramm von NCL. Nun kommt uns zu Gute, dass wir 2002 bereits einmal eine Woche auf einem NCL-Schiff verbracht haben. Wir gehören damit dazu und dürfen ab hier eine Fastlane benutzen. Hier verfällt nichts z.B. nach fünf Jahren, wie bei AIDA. Jetzt dauert es nur noch 10 Minuten und wir sind an der Reihe. Die Dame am Schalter beäugt argwöhnisch meinen Pass. Der Officer bei der Immigration in San Francisco hat meinen Aufenthalt unter dem Stempel bis zum 27.01.2014 begrenzt. Das kommt ihr merkwürdig vor, eigentlich dürfte ich gar nicht mehr in den USA sein. Sie zieht eine Vorgesetzte hinzu und gemeinsam beschließen wir, dass das ein Fehler sein muss, da ich ja erst am 30.10.2014 eingereist bin. Das müsste eigentlich wie bei Andrea 2015 heißen, aber korrigiert wird das auch nicht. Ich bin mal gespannt, ob das auf der Reise noch einmal zu Komplikationen führen wird. Alles andere geht wie üblich, Foto machen und Kreditkarte einlesen und wir bekommen die Bordkarten. Jetzt dürfen wir endlich auf das Schiff. Doch vor das Betreten hat die Reederei die Fotografen gesetzt. OK, ein schnelles Foto und wir sind vorbei. Die Bordkarten werden durchgezogen und wir sind offiziell an Bord. Nahe der Rezeption ist der Stand, wo wir unseren Aufkleber für das "Ultimative Beverage Package" bekommen. Das ist so eine Art "All inklusive" für Getränke. Wir hatten uns dass zu Hause durchgerechnet und meinen, dass wir damit besser fahren (stimmt auch, wie sich herausstellen sollte). Auf eine Kabinenfreigabe braucht man nicht zu warten. Wir machen uns auf den Weg zu unserer Kabine 10560, wobei wir unsere Reisetasche entdecken und mitnehmen. Ein Koffer steht auch bereits vor der Kabine. Das geht hier ziemlich durcheinander. Gäste, Reinigungspersonal und Kofferschlepper müssen sich ständig ausweichen. Einige Kabinen sind auch noch nicht fertig. Ob das so die richtige Lösung ist? Unsere Kabine ist jedenfalls bezugsfertig oder soll es wenigstens sein. Wir betreten sie und sind erst einmal total enttäuscht. Die Kabine ist völlig abgewohnt, vieles ist zerschlissen und abgestoßen. Leider ist die Kabine auch nicht sauber gereinigt. Vielleicht sollte dafür doch mehr Zeit eingeplant werden. Ich gehe zur Rezeption und beschwere mich bei einer der deutschen Gästebetreuerinnen. Sie verspricht Abhilfe zu schaffen. Auf dem Rückweg frage ich mich, wie das jetzt gehen soll. Wenn das Personal meint, die Kabine ist sauber, dann wissen die ja nicht, wo wir den Dreck gefunden haben. Wir warten auf der Kabine ab, aber nichts geschieht. Auch die versprochenen zusätzlichen Handtücher kommen nicht. Jetzt steht erst einmal die Seenotrettungsübung an. Die Schwimmwesten müssen nicht mitgenommen werden. Unsere Musterstation ist im Theater. Dort werden die Kabinen abgestrichen, dann erfolgt eine kurze Demonstration, wie die Rettungsweste angelegt wird und das wars. Nach 5 Minuten ist die Übung beendet. Ein echter Witz das Ganze, ich möchte hier keinen Notfall erleben. Da wir ja nicht den ganzen Tag auf der Kabine warten können, gehen wir zusammen noch einmal zur Rezeption. Eine andere deutsche Gästebetreuerin nimmt sich noch einmal der Sache an. Wir vertrauen darauf, dass es diesmal klappt und gehen erst einmal essen im Restaurant Aqua. Das Essen ist ok, aber nichts besonderes und die Bedienung von den Philippinen übertrieben freundlich. Wir erkunden das Schiff, trinken in der Gatsby Bar noch den einen oder anderen Absacker und gehen dann ein wenig müde gegen neun auf die Kabine. Es ist nichts passiert, keine Reinigung, keine Handtücher. Die Müdigkeit besiegt den Ärger und wir gehen schlafen. Die Betten sind ok und das Meer hören wir durch die offene Balkontür rauschen.

  • Karibik 18.02. bis 03.03.2012 - Treffpunkt Ocean Bar

    • strohweder
    • 29. November 2014 um 16:40

    Tag 4

    02.11.2014

    Andrea und ich werden in etwa gleichzeitig wach und der Radiowecker zeigt erst 05:30 an. Trotzdem beschließen wir aufzustehen und uns gemütlich fertig zu machen. Als Andrea im Bad ist, schaue ich auf das Handy und stelle erschrocken fest, dass es erst kurz nach halb fünf ist. Der Radiowecker hatte sich nicht automatisch auf die Winterzeit umgestellt. Da wir nun mal wach sind, behalten wir den Plan bei und machen alles in Ruhe reisefertig. Entgegen der ursprünglichen Überlegungen gehen wir gegen zwanzig nach sechs noch einmal ins Café Olympic zum Frühstück. Wir sind nicht die ersten Gäste und teilen uns heute ein Frühstück, Andrea den Toast mit Marmelade und ich die Rühreier mit Speck. Es war auch heute wieder alles in Ordnung und wir trinken noch einen letzten Kaffee dort. Nach dem Frühstück geht es direkt zu Alamo, das sind nur ein paar Schritte um die Ecke. Das Büro der Autovermietung öffnet um 07.00 Uhr und wir sind die ersten Kunden. Es klappt alles sehr zügig und wir können zwischen einem Jeep und einem Mazda wählen. Wir entscheiden uns für den neueren Mazda und schließen auf Empfehlung noch eine Zusatzversicherung für die Reifen mit ab, da solche Schäden wohl nicht durch die Vollkasko abgedeckt sind. Wir holen den Wagen im Parkhaus um die Ecke ab, ein knallroter kleiner SUV. Das Auto gefällt uns sofort und ich suche erst einmal für zehn Minuten, wo denn wohl der Schalter sein könnte, mit dem die herangeklappten Außenspiegel wieder ausgefahren werden. Ich finde ihn nicht und Andrea holt die Aufsicht des Parkhauses, der die Spiegel mit gekonntem Handgriff manuell herumklappt. Aha, also doch nicht alles elektrisch bei den Amis. Dann kann es ja losgehen. Ich frage mich gerade, wie dieses große Auto in die kleine Parklücke im Parkhaus gekommen sein könnte. Was rein geht, muss auch wieder raus. Mit mehrmaligem rangieren unter Andreas Aufsicht klappt das auch und wir verlassen das Parkhaus Richtung Hotel. Das fertige Gepäck wird aus dem Zimmer geholt und im Auto verstaut. Schnell noch auschecken und dann auf nach LA. Ich frage noch eben an der Rezi, ob dort noch Verwendung für den nicht aufgebrauchten Muni-Pass besteht, sehr gerne wird das von der jungen Dame dort entgegen genommen. Jetzt aber endgültig Abschied von San Francisco. Ein Navi hab ich auch dabei, sitzt rechts von mir und ich nenne es Andrea. Mit Andreas Hilfe finde ich schnell aus der Stadt heraus. Über Tenderloin, das ist das Viertel mit den meisten Obdachlosen und der höchsten Kriminalitätsrate in SF, wir sehen eine lange Schlange wohl bei der Armenspeisung, geht es Richtung Bay Bridge und Oakland. Von der Bay Bridge haben wir bei herrlichstem Sonnenschein noch einmal einen phantastischen Blick über die Bucht von SFO. Bis wir die Interstate 5 Nach LA erreichen, müssen wir etwas mehr als 60 Meilen zurücklegen. Nach Erreichen der I 5 führt uns der Weg schon bald durch Obstplantagen in einem schier endlosen Tal. Die Plantagen sollten uns dann an die 200 Meilen begleiten. Das müssen Hunderte von Millionen Obstbäume gewesen sein, Äpfel, Aprikosen, Pfirsiche, Orangen und Zitronen. Am Ende gesellte sich auch noch Wein dazu. Am Ende des langen Tals überqueren wir einen Gebirgszug und die Temperatur fällt um über 20 Grad F. Es ist ein wunderschönes Panorama. Wir erreichen langsam den Großraum Los Angeles und der Highway quält sich spürbar. Dies geht bis zum Stop and Go und ein Blick auf die Tankanzeige rät mir, die nächste Abfahrt zu nehmen und eine Tankstelle aufzusuchen. Hätte ich doch nur vorher mal geschaut, auf welcher Seite der Tankstutzen sitzt. Ich brauche mindesten fünf Anläufe, bis das Auto mit der richtigen Seite vor einer Zapfsäule steht. Dann das nächste Problem, wie funktioniert das? Ich steige nicht durch und drücke den Hilfe-Knopf, doch niemand erscheint. Andrea fragt in der Tanke und ich soll mal mit meiner Kreditkarte hineingehen. Dort wird nach dem Betrag gefragt, für den ich tanken will und ich entscheide mich für 40$. Das sollte reichen. Es stellt sich heraus, dass damit der Tank fast gefüllt werden kann. Wir fahren dann noch ein Stück weiter und suchen uns eines dieser bekannten Fastfoodrestauarants, da sich etwas Hunger eingeschlichen hat, der mit Cheeseburger und Pommes gestillt wird. Nun aber weiter, denn wir wollen erst einmal im Hotel einchecken. Dank der Routenplanung und dem einwandfrei funktionierendem Navi finden wir ziemlich direkt zum Flughafen. Doch das Hotel ist nicht da. Kein Radisson weit und breit. Nachdem wir den Block drei Mal umfahren haben, frage ich eine Parkplatzwächterin, die uns wieder auf die Runde schickt. Jetzt fahren wir bei der angegebenen Adresse vor und fragen nach. Wir bekommen die Auskunft, dass das Hotel vor ca. zwei Monaten den Namen gewechselt hat. Das hätte man ja auch mal mitteilen können. Wir checken ein und das Gepäck wird auf das Zimmer gebracht, 355 im dritten Stock. Wir halten uns nicht lange auf, denn wir wollen noch nach Hollywood. An der Rezi fragen wir nach dem Weg und bekommen eine Beschreibung. Leider ist diese ziemlich mangelhaft. Trotzdem schaffen wir es mit etlichen Umwegen und Falschabfahrten auf den Hollywood Blvd. Wir überlegen nicht lange und Zahlen 10$ für einen Parkplatz direkt am Walk of Fame. Es stellt sich später heraus, dass man sonntags an der Straße kostenlos parken kann und da war reichlich Platz. Es ist mittlerweile fast dunkel, aber wir laufen über den mit Sternen gepflasterten Bürgersteig und können in der Ferne auch den Schriftzug Hollywood noch gut erkennen. Nach ca. 30 Minuten haben wir genug von den Sternen und viel Anderes gibt es nicht zu sehen. Also fahren wir zurück. Eigentlich wollten wir noch nach Santa Monica, aber es ist schon zu dunkel und ich bin langsam vom Fahren geschafft. Die Amis fahren auf dem achtspurigen Highway auch im Dunkeln wie besängte Säue. Wir suchen uns noch einen 7eleven, natürlich auch mit Umwegen und kehren mit unserem Einkauf ins Hotel zurück. 2 große Dosen Bier und eine Packung Erdnüsse sind fürs Abendessen, 2 Donuts, Kekse und Wasser für das Frühstück morgen. Unser Zimmer ist schw....kalt, da die Klimaanlage nicht wärmt. Die Klimaanlage wird ausgestellt. Das wärmt zwar auch nicht, aber es wird wenigsten nicht noch kälter. Aus dem Nachbarzimmer schallt die Unterhaltung herüber und der Kühlschrank springt auch immer wieder laut an, ganz zu schweigen vom Flugverkehr draußen. Ich glaube, heute nehme ich auch Ohrstöpsel, aber erst einmal müssen noch die XXL Biere geleert werden. Dagegen war die Gearystreet wie ein ausgestorbenes Kloster. Mal sehen, wie die Nacht so wird.

  • Karibik 18.02. bis 03.03.2012 - Treffpunkt Ocean Bar

    • strohweder
    • 29. November 2014 um 16:28

    ok, ihr habt es so gewollt.
    Weitere Bilder kommen etwas später, ich habe noch nicht alle gesichtet

    Tag 3

    01.11.2014

    Gefrühstückt haben wir wieder im Café Olympic schräg gegenüber. Rührei mit Speck für mich und Andrea begnügt sich mit Toast und Marmelade. Danach marschieren wir zum Union Square, wo die Big Bus Hopp On Hopp Off Tour beginnen soll, die wir schon online von zu Hause gebucht hatten. Der Umtausch des Vouchers in das Ticket klappt wieder problemlos. Es ist noch relativ frisch, wir setzen uns aber dennoch nach oben. Eingepackt mit Pullover und Fließjacke geht es los. Am Rathaus und Golden Gate Park vorbei noch einmal zur Golden Gate Bridge, die heute in schönstem Sonnenschein vor uns auftaucht. Der Audiokommentar auf Deutsch ist übrigens sehr hilfreich, wir erfahren sehr viel über unsere Wegstrecke und was so am Rand auftaucht. Wir überqueren erneut die Brücke und steigen am Haltepunkt sofort um auf die kleine Sausolito-Tour. Sausolito ist ein kleines Örtchen gegenüber von San Francisco. Ganz hübsch, aber nichts besonderes. Das beste an der Sausolito Tour war der Fahrer. Sehr lustig, weiß nicht, was der geraucht hat. Wir steigen nicht aus, sondern fahren gleich zurück zum Haltepunkt an der Golden Gate Bridge. Dort besteigen wir wieder den Doppeldecker und es geht noch einmal kreuz und quer durch die Stadt bis zur Pier 39. Es gefällt uns dort nicht so gut, zu viel Trubel und recht teuer für die Touris und so beschließen wir, mit der Cable Car zur Lombardstreet zu fahren. Am Endpunkt ist mal wieder eine lange Schlange und so gehen wir ca. 200 Meter zur nächsten Station. Dort werden wir mit der ersten Bahn mitgenommen. Ein guter Tipp aus dem Netz. An der Station Lombard steigen wir aus und schauen uns die acht Haarnadelkurven an. Es fahren tatsächlich viele Autos nur so zum Spaß dort hinunter. Wir gehen ebenfalls hinunter und die Lombardstreet weiter bis zu einem kleinen Café, dass auch Pizza anbietet. Da es inzwischen recht warm und auch schon 14 Uhr geworden war, trinken wir erst einmal etwas und teilen uns eine Pizza, war sehr lecker. Danach fahren wir mit der Cable Car ein wenig kreuz und quer und landen schließlich am Cable Car Museum. Sehr interessant, etwas über die Geschichte und den Betrieb der Bahn zu erfahren. Danach weiter mit der Bahn bis North End und wir gehen zu Fuß zum Coit-Tower. Das ist ein wirklich steiler Fußmarsch und ich bin völlig geschafft. Die Auffahrt mit dem Lift kostet 8$ und wir müssen ca. 20 Minuten warten. Oben angekommen hat man zwar einen schönen Rundblick, aber leider sind überall Scheiben vor den Ausgucken. Das ist zum Filmen und Fotografien nicht so schön. Wieder unten nehmen wir den Bus und lassen uns zum North End zurück bringen. Dort gibt es erst einmal ein kühles Lager-Beer und wir schreiben Postkarten. Danach gehen wir ein wenig links und rechts, bis wir wieder in Fishermans Wharf ankommen. Die Nachtfahrt mit dem Big Bus lassen wir ausfallen, da es nach Einbruch der Dunkelheit doch wieder sehr frisch geworden ist. Wir nehmen wieder die Cable Car Bahn und fahren zurück. In einer Querstraße zur Geary Street finden wir Lori's American Grill und bestellen uns einen Burger und Ceasars Salad. Alles lecker und das Restaurant ist stylisch im Stil der Fünfziger. Gefällt uns gut dort. Danach geht es zurück ins Hotel, da wir nach dem langen Tag schon wieder müde sind. Beim Schreiben dieser Zeilen noch ein kühles Bud und dann wird geschlafen. Morgen wartet Los Angeles.

  • Karibik 18.02. bis 03.03.2012 - Treffpunkt Ocean Bar

    • strohweder
    • 25. November 2014 um 20:02

    Ich habe noch ein paar Fotos aus San Francisco in die Dropbox gestellt.
    Ich bin da nicht so bewandert und bitte um Hilfe, falls ihr sie nicht sehen könnt.

    Später mehr

    LG
    Steffen

  • Karibik 18.02. bis 03.03.2012 - Treffpunkt Ocean Bar

    • strohweder
    • 25. November 2014 um 19:19

    Tag 2

    31.10.2014

    Gegen Mitternacht wache ich das erste Mal richtig auf und denke, das war es dann mit Schlafen. Es geht aber doch und mit mehreren Wachphasen halten wir bis 05:30 durch. Doch dann sind wir beide endgültig wach. Langsam schleicht sich auch wieder ein deutliches Hungergefühl ein. Schräg gegenüber im Cafe Olympic soll es ein ordentliches Frühstück geben, so die Rezeptionistin. Na, dann schauen wir mal. Ab unter die Dusche und los. Es ist so, wie man es sich in Amerika vorstellt. Dampfender Kaffee und Eiswasser kommen sofort auf den Tisch, alles etwas schmuddelig und in die Jahre gekommen. Am Herd steht ein etwa 75 Jahre alter Mann, der dort wohl Eier braten muss, bis er umfällt. Schlecht kann es nicht sein, wir sind nicht die einzigen Gäste, aber die einzigen Touristen, wie es scheint. Die freundliche Bedienung fragt uns, was wir möchten. Andrea nimmt Rühreier mit Speck und ich Joes Spezialrührei mit Pilzen, Spinat und Zwiebeln. Dazu gibt es bei beiden Bratkartoffeln und Toast mit Butter und Marmelade. Andrea ist glücklich, Kaffee, Marmelade und nach der Banane gestern Abend Rührei mit Speck. Der Opa brutzelt für uns und es kommen schließlich riesige Portionen auf den Tisch. Das kann man nicht schaffen, stöhnen wir nach über der Hälfte, die Bedienung schenkt Kaffee nach und fragt, ob wir noch Wünsche haben. Das war ein sehr leckeres Frühstück für 23$ und wir beschließen, morgen wieder hinzugehen. Jetzt freuen wir uns auf die Stadtrundfahrt und Alcatraz. Um 09.15 sollen wir am Hotel abgeholt werden. Der Bus von Grey Line ist pünktlich da und bringt uns zum Sammelpunkt. Im Büro tauschen wir den Voucher gegen die Tickets. Für uns geht es erst auf die Citytour und danach nach Alcatraz. Wir besteigen den gleichen Bus, der uns am Hotel abgeholt hat und fast pünktlich um 10:00 Uhr geht es los. Das erste Ziel ist die Golden Gate Bridge und auf der Fahrt dorthin regnet es Bindfäden. Der Busfahrer ist gleichzeitig der Reiseleiter und redet in seinem breiten amerikanischen Englisch unentwegt. Wir haben Glück, gerade als wir am Viewpoint der Brücke angekommen sind, löst sich der Nebel etwas und wir haben fast freie Sicht auf diese weltberühmte Brücke. Die Citytour dauerte etwa 3,5 Stunden und wir waren am Lands End, Twin Peaks, Golden Gate Park und Kreuz und quer durch die Stadt wieder zurück zu Fishermans Wharf. Um 14.10 ist unser Transfer mit dem Boot rüber nach Alcatraz, "the Rock". Der Anleger ist direkt rechts neben Pier 33 und es ist schon beängstigend, dass auch hier wieder alles hervorragend klappt. Nach kurzer Überfahrt von ca. 15 Minuten erreichen wir Alcatraz, von 1934 bis 1963 Hochsicherheitsgefängnis der Vereinigten Staaten mit so "prominenten Gästen" wie zum Beispiel Al Capone. Wir machen eine Audiotour auf Deutsch durch das Zellengebäude. Es ist überaus beeindruckend, was wir sehen und hören. Heute würde man solche Zustände auch für Schwerverbrecher als menschenunwürdig ansehen. Der Rundgang dauert etwa 90 Minuten und ist sehr empfehlenswert. Wir belassen es bei der Besichtigung des Zellengebäudes und marschieren zum Anleger zurück. Wir wollen unbedingt noch im Hellen die Seelöwen an Pier 39 sehen. Pier 39 ist so eine Art Vergnügungspier in Fishermans Wharf. Ganz am Ende zur linken Hand befinden sich die Pontons und wir haben wieder Glück. Bestimmt 30 Tiere räkeln sich dort und dösen vor sich hin. Danach gehen wir noch etwas essen und marschieren dann durch Fishermans Wharf zur Station der Cable Cars, womit wir bis zur Geary Street fahren. CableCar ist ein muss in San Franzisco, doch dazu später mehr. Gegen 20 Uhr erreichen wir müde wieder unser Hotel. Der Jetlag ist noch nicht ganz überstanden. Noch ein Gute-Nacht-Bud und dann wird geschlafen.

  • Karibik 18.02. bis 03.03.2012 - Treffpunkt Ocean Bar

    • strohweder
    • 25. November 2014 um 19:11

    So, dann will ich das mal probieren und fange mit dem ersten Tag an.
    Ich habe mein Reisetagebuch zusammengestrichen, aber es wird immer noch sehr viel. Man selbst sieht das ja auch mit anderen Augen.
    Ich hoffe, es gefällt euch. Bitte sagt ehrlich, wenn ich noch weiter kürzen soll. :sbitte::zwinker:

    Urlaub 30.10.14. - 19.11.14

    30.10.2014

    Kurz nach vier brechen wir auf. Bei leicht nebligem Wetter sind wir um 04:45 am Flughafen, Terminal 2 für Lufthansa. Der Check-In geht zügig, wir bekommen auch schon die Bordkarten für den Flug nach San Francisco. Das Flugzeug hebt pünktlich um 06:30 ab. Um 07:30 landen wir in Frankfurt und parken auf einer Außenposition. Also heißt es erst einmal für 10 Minuten Busfahren. Im Terminal angekommen machen wir uns auf den Weg Richtung Abflugterminal Z, an dem der Flug nach San Francisco abgefertigt werden soll. Dort wartet schon der Airbus 380 mit der Flugnummer LH 454 auf uns. Wir wundern uns, dass es außer der Passkontrolle auf diesem Flug in die USA keine weiteren Sicherheitskontrollen gibt, merkwürdig. Mit 30 Minuten Verspätung fliegen wir in Frankfurt ab. Die Reisezeit soll 11 Stunden betragen. Ich bin immer wieder beeindruckt, wie riesig der Fraport ist. Die Zeit vergeht wirklich wie im Fluge, wir sind schon 7 Stunden unterwegs und überfliegen gerade Kanada. Noch knapp 4 Stunden Flugzeit bis zur Landung in San Francisco. Es ist ziemlich gute Sicht und wir können den Landeanflug über den Monitor gut beobachten. Um 13.40 Ortszeit setzt die Maschine auf amerikanischem Boden auf. Nun auf zur Immigration. Die Abfertigung teilt sich in Amerikaner oder solche die in den USA ihren Wohnsitz haben und eben Besucher. Wie erwartet eine lange Schlange bei den Besuchern. Kurz vor uns ist eine Maschine der Air China gelandet und es steht gefühlt halb China vor uns. Die Officer scheinen es sehr genau zu nehmen und es scheint kaum voran zu gehen, zumal auch nur vier Schalter von ca. 50 für die Visitors zur Verfügung stehen. Ich rechne insgeheim mit zwei Stunden, bis wir durch sind. Für die Einheimischen sind es deutlich mehr Schalter und so löst sich deren Schlange relativ zügig auf und auf einmal war dort alles leer. Gott sei Dank wurde dann ein Teil unserer Warteschlange auf die nun freien Schalter gelotst und daher ging es auch bei uns schneller. Nach einer Stunde waren wir dran, und unser Officer hatte offensichtlich gute Laune. Er plauderte während der Formalitäten recht locker mit uns. Apropos Formalitäten: erst vier Finger der rechten Hand auf den Scanner, dann den Daumen, danach mit der linken Hand dasselbe und zum Schluss ein Foto ohne Brille. Die Koffer waren natürlich längst da und standen neben dem Kofferband. Im Bereich des Airports gibt es übrigens freies WLAN, SFO Airport, einfach anmelden. Für die Kofferwagen braucht man keine Münze oder ähnliches. Nach dem Ausgang geht man schräg rechts auf die Information zu. Dort kann man einen Munipassport für den ÖPNV erwerben. Kostet für drei Tage 23 $ pP und berechtigt zum Bus, CableCar und U-Bahn fahren. Gilt aber nicht für die Bahn, die den Flughafen mit der Stadt verbindet, sondern nur in der Stadt selbst. Haben wir uns zugelegt, in San Francisco selbst braucht man kein Auto, viel zu viel Verkehr und sündhaft teure Parkgebühren. Für den Transfer hatten wir uns für Super Shuttle entschieden. Sehr einfach online zu buchen und kostete 26$ für 2 Personen. Einfach beim Personal melden, das nimmt die Buchung auf und teilt das Fahrzeug zu. Alles ganz easy und locker. Die Fahrt in die Stadt dauert etwa 30-45 Minuten je nach Verkehrsaufkommen. Zwei Mitfahrer wurden noch abgesetzt, dann erreichen wir unser Hotel, das Hotel of California in 580 Geary St. nicht weit vom Union Square. Das Hotel hat nicht nur den Charme der Fünfziger oder Sechziger, es stammt auch aus dieser Zeit und wurde von den Eagles besungen. Es bietet kein Frühstück an und Safes auf dem Zimmer gibt es auch nicht. Das erfuhren wir bei dem durchaus freundlichen Check-In. Das Gepäck wurde uns abgenommen und es ging mit dem Fahrstuhl in den 5. Stock. Wir haben Zimmer 504. Ein kleines Zimmer mit einem schmalen Queen-Size-Bett, keine Klimaanlage, sondern Deckenventilator, aber ein riesiger Flachbildfernseher sowie Kaffeemaschine, Kühlschrank, zwei Flaschen Wasser und Ohrenstöpsel. Beim Schlafengehen wurde uns klar, warum. Wir wollen noch einmal um den Block gehen, Richtung Union Square und da kommt schon das erste Cable Car angefahren. Die Müdigkeit wächst, wir sind immerhin 23 Stunden auf den Beinen und wir beschließen zurück zu laufen. Ich habe noch ein wenig Hunger und Durst. Wir können uns nicht entschließen, wo wir einkehren sollen. Schliesslich mündet diese Unentschlossenheit in einem Sixpack Budweiser, einer Flasche Wasser, einer Banane und zwei Stück Pizza to Go. Wir nehmen alles mit aufs Zimmer und Andrea fällt nach dem Verzehr der Banane und nach dem Verlangen der Ohrstöpsel gegen 19 Uhr in den wohlverdienten Schlaf. Ich verzehre einen Großteil der Pizza, zwei Dosen Bud, schreibe noch ein wenig und merke, wie mir die Augen langsam zufallen. Gegen 19:30 mache ich das Licht aus. Es wird ein unruhiger Schlaf, draußen tobt das Leben und es ist echt laut.

  • Karibik 18.02. bis 03.03.2012 - Treffpunkt Ocean Bar

    • strohweder
    • 24. November 2014 um 12:28

    Danke euch

    ich habe auf der Tour ein Reisetagebuch geschrieben. Mal sehen, ob ich es auf einen lesbaren Reisebericht zusammen gestutzt bekomme.

    LG

  • Karibik 18.02. bis 03.03.2012 - Treffpunkt Ocean Bar

    • strohweder
    • 20. November 2014 um 14:04

    Melden uns von unserer Traumreise zurück. Unvergessliche Eindrücke und Erlebnisse.

    LG
    Andrea u. Steffen

  • Karibik 18.02. bis 03.03.2012 - Treffpunkt Ocean Bar

    • strohweder
    • 31. Oktober 2014 um 17:04

    Grüsse aus dem leicht regnerischen San Francisco
    Heute City-Tour und Alcatraz
    LG

  • Karibik 18.02. bis 03.03.2012 - Treffpunkt Ocean Bar

    • strohweder
    • 29. Oktober 2014 um 10:30

    Vielen Dank an alle für die netten Wünsche.
    Morgen um 10 Uhr geht der Flieger ab Frankfurt nach San Francisco.
    Am 19.11. sind wir dann wieder zurück.

    Bis dann und LG

  • 17.03.16 - 27.03.16

    • strohweder
    • 27. Oktober 2014 um 16:17

    Sind auch dabei und bereits die Vorreise an Bord

  • Tortola

    • strohweder
    • 27. Oktober 2014 um 16:10

    Im Februar musste das Costa-Schiff den Liegeplatz für die Bella räumen und auf Reede verholen.

  • Karibik 18.02. bis 03.03.2012 - Treffpunkt Ocean Bar

    • strohweder
    • 26. Oktober 2014 um 14:54
    Zitat von alice77

    War nicht der Januar als Reisemonat für dich ganz schlecht? :frage1:


    Im Prinzip ja, wir haben aber in der Kanzlei einiges umorganisiert, sodass Andrea und ich nicht mehr so eng in den Terminstress eingebunden sind.
    Da gehen dann ein paar Tage.
    LG

  • Vario gebucht - Premium bekommen?

    • strohweder
    • 22. Oktober 2014 um 12:57
    Zitat von aidaurlauber111

    Die Frage ist schon berechtigt, denn zukünftig werden Premium-Reisen besser berechnet.

    :ssorry::sot: Hast du dafür eine Quelle?

  • Anreise Bangkok ( individuell )

    • strohweder
    • 22. Oktober 2014 um 12:52
    Zitat von frequentcruiser

    Wer gerne in Bangkok shoppen will, der sollte eins der zahllosen Hotels an der Sukhumvit Rd. buchen (Stationen: National Stadium W1, SIAM und E1) in direkter Nähe der großen Shoppingcenter MBK-Center, Siam Paragon, Central World (ZEN).

    Ich kann auch dieses Hotel am Shoppingcenter Terminal 21 sehr empfehlen, direkter Zugang zu BTS und MRT
    http://www.grandecentrepointterminal21.com

  • Karibik 18.02. bis 03.03.2012 - Treffpunkt Ocean Bar

    • strohweder
    • 22. Oktober 2014 um 11:27
    Zitat von alice77

    Bei euch kann man schon mal den Überblick verlieren, ob Ihr gerade Zuhause oder im Urlaub seid.

    Elisabeth, da kannst du schon Recht haben. Wir sagen uns: wenn nicht jetzt, wann dann? Kinder aus dem Haus, Häuschen bezahlt, also los :abfahrt:

    Haben noch die Kurzreise mit der Mar am 20.01. ab Malle gebucht. Bei dem Preis konnte ich nicht widerstehen. 199€,Innen(bei unserer Buchung, jetzt mehr) oder 299€ Balkon(gilt noch). Also, wenn noch jemand mit möchte, dann los, würde uns sehr freuen.

    LG
    Steffen

    PS: Hoffen, dass es am 30. wirklich pünklich losgeht. Pilotenstreik :verzweifelt::verzweifelt:

  • 20.1.-24.1.15

    • strohweder
    • 17. Oktober 2014 um 10:46

    Melli, und wir entern den Kahn hinterher mit unserer Meute

  • Artania

    • strohweder
    • 17. Oktober 2014 um 09:43
    Zitat von Tauchnixe

    Hallo Strohweder,

    cool! Wo kommt ihr her?

    Aus der schönen Eulenspiegelstadt im Herzogtum Lauenburg.

    Werden mit der Bahn nach Bremerhaven fahren, haben wir dieses Jahr bei der Kurzreise auch so gemacht.
    Wollen die Artania nach der Werft noch einmal testen, da wir wegen rundem Geburtstag im Winter 16/17 auch eine grössere Reise in exotischen Gewässern mit der Artania planen. Sind schon mal gespannt, wo die Artania dann fahren wird. Freuen uns auf Südsee, Südamerika oder Indischer Ozean/Südafrika.

    LG

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