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Beiträge von joachimmeertal

  • Rosamunde hin, Pilcher her – Cornwall ist wunderschön! Falmouth

    • joachimmeertal
    • 12. Juli 2018 um 09:11

    Cornwall – die südwestlichste Landschaft Englands, die bei gutem Wetter die Augen reizt – und wir hatten es! Und man muss dabei nicht Pilcher-Fan sein …

    Falmouth – 13. Juni 2012

    Der frühe Morgen – ein Blick aus dem Fenster und ich wurde immer schneller: kein Regen. Im Gegenteil: blauer Himmel und so musste ich ganz schnell nach oben! Was wollte man mehr: die AIDAcara schob sich langsam Richtung Hafen von Falmouth. Schon von weitem waren die grünen Ufer und links und rechts von der Einfahrt in die Bucht die Burgen Pendennis Castle und St. Mawes, die seit 1546 die Einfahrt bewachen, zu sehen – ein einfach herrlicher Anblick!
    Vom Oberdeck der AIDAcara sahen wir auf der Steuerbordseite nette kleine Häuschen und vor diesen in der Bucht schaukelnde Segelschiffe und –yachten. So, wie man es in gewissen Filmen immer wieder sieht … Aber live dabei zu sein ist eben besser!

    So, die Anlegestelle war nicht mehr weit und wir kamen den Stadthäusern und den Yachthäfen mit unzähligen kleineren und größeren Schiffen immer näher. Das Wasser war tiefblau, teilweise türkis – ein echtes Klischee …


    Wir sahen keine Hochhäuser – allerdings jede Menge Wohnhäuser mit viel Grün dazwischen. Die Häuser waren nicht eintönig grau – sondern nicht nur vereinzelt verschiedenfarbig gestrichen. Schon wieder eine Wohltat für das Auge!
    Falmouth wurde Ende des 17. Jahrhunderts wichtig für das Königreich. Im Westen liegend und über den dritttiefsten Naturhafen der Welt verfügend, wurde die Stadt zu einer Poststation der Halbinsel. Schiffe aus der damaligen Neuen Welt legten an, löschten die für die Hauptstadt bestimmten Postsäcke und Güter und fuhren dann wieder – voll beladen mit in den Kolonien und von den Handelspartnern benötigten Waren und natürlich auch Post über den großen Teich. Mit dem Aufkommen der Dampfschiffe hörte diese Herrlichkeit auf, denn diese Schiffe fuhren direkt durch nach London – genauso schnell wie Postkutschen von Falmouth zur Hauptstadt. Mit dem Anschluss an das Eisenbahnnetz wurde Falmouth das, was es heute ist. Ein beschauliches Städtchen, in das zu Recht Scharen von Badegästen kommen.

    Auch wenn die Werke von Rosmunde Pilcher nicht meinen Geschmack treffen – an dieser Dame kamen wir nicht vorbei, da wir den 4 ¼ stündigen Ausflug „Pilchers Romanlandschaften“ antraten. Aber wir hatten großes Glück: Nach Gesprächen mit Passagieren, die andere Ausflüge gebucht hatten, wurden wir recht wenig mit RP belästigt. Zwar wurden wir immer wieder informiert, wo welcher Pilcher-Film gedreht wurde – aber es hielt sich insgesamt in Grenzen. Schließlich lockten uns nicht die Drehorte sondern die Landschaft. Also rein in den Bus – Fahrer Tapsy und die ein passables Deutsch sprechende Madeleine erwarteten uns. Zunächst umrundeten wir Pendennis Castle, verließen Falmouth auf der mit Hotels und Villen gesäumten Strand- und Uferstraße und fuhren durch grüne Heckenlandschaften Richtung Marazion. Die Gegend erinnerte uns an die des Vortages: viele von Hecken eingegrenzte Weiden, Wälder, riesige Rhododendronhecken, ab und zu auf echtem englischen Rasen drapierte Herrenhäuser. Die Hecken waren oftmals in Wirklichkeit aus Steinen zusammengesetzte Naturmauern, die lediglich mit Erde „verfugt“ waren. Und wo Erde ist, ist Leben. Diverse Pflanzen machten die Mauern grün und auch bunt. Teilweise wuchsen aus den „Hecken“ hohe Bäume, deren Wipfel sich vereinigten – bei Straßenbegrenzungen durch derartige Hecken hatten wir das Gefühl,quasi durch Tunnel zu fahren. Schließlich kamen wir in Marazion an, ein kleines gemütliches Städtchen mit vielen Pubs und Terrassenrestaurants wie „The Kings Arms“, an dem wir leider vorbeifahren mussten (Zeitvorgabe!), in denen sicher im Sommer der Teufel los ist. Grund ist St. Michael´s Mount, eine Gezeiteninsel, die dem bekannten französischen Mount Saint-Michel ähnelt.

    Diese Insel ist bei Ebbe über einen Damm zu erreichen; bei Flut gelangt man per Fähre dorthin. Kurz vor 500 n. Chr. soll an diesem Ort der heilige Michael den Fischern erschienen sein; in der Folgezeit siedelten hier keltische Mönche, die ihr Christentum pflegten. Wilhelm der Eroberer überließ nach der Schlacht von Hastings bretonischen Benediktinern die Insel, die die Klosternanlage sukzessiv ausbauten. Heinrich VIII beendete das Klosterdasein und ließ die Insel zu einer Trutzburg befestigen. Heute steht die Insel im Eigentum des Nationaltrusts; der Voreigentümer, Lord St. Levan, hat allerdings das Wohnrecht. Insel und Burg sind Besuchern in gewissem Umfang zugänglich. Im Rahmen unseres Ausflugsprogramms war die Besichtigung nicht vorgesehen; bei einem 20-minütigen Fotostopp genossen wir vom breiten Kiesstrand aus den Blick auf St. Michael´s Mount, auf Marazion und auf die westlich liegende, ca. 20.000 Einwohner große Stadt Penzance, die wir später auch durchfuhren.
    Von hier aus ging es weiter westlich. Die zunächst noch liebliche Gegend wurde zusehends karger. Bäume verschwanden mehr und mehr aus dem Landschaftsbild je westlicher wir kamen und uns dem Meer näherten. Es überwogen auf einmal Krüppelkiefern. Schließlich erreichten wir unser Hauptziel Land´s End, der westlichste Punkt des englischen Festlandes.

    Glück hatten wir mit dem Wetter und der Fernsicht: blauer Himmel, Wolken und viel, viel Sonne! Von den ca. 60 m aus dem Atlantik emporragenden Klippen konnten wir die rd. 45 km entfernten Scilly-Inseln schemenhaft erkennen; klar zu sehen war der ungefähr 2 km entfernte, auf einer kleinen Insel liegende Leuchtturm Longships Lighthouse. Unter uns tobte nicht der Bär sondern das Meer. Die starke Atlantikbrandung schoss auf die Klippen, wurde gebrochen und Gischt spritzte empor. Bei starkem Sturm erreicht die Gischt sicher die Besucher der Hochküste! Es ist nicht so, dass das rauere westliche Klima die Flora ausmerzt. Farbenprächtige Blumen unterbrachen das eintönige Grün der sonstigen Pflanzen und das Graubraun der Mauern und Felsen. Dies alles genossen wir auf dem Weg zum eigentlichen westlichen Punkt Englands, dem First & Last House. Ein wenig abseits vom sonstigen großen Touristentrubel liegend befindet sich Land´s End im Privatbesitz. Ein Investor errichtete einen Themenpark mit Hotel, Läden, Snackbars, Schiffen wie ein Seenotrettungskreuzer, einen kleinen Tierpark und einen recht großen Spielplatz – ein Fleck für große und kleine Kinder. Doch das war nichts für uns – wir wollten die Natur genießen und taten dies bei einem kleinen Klippenspaziergang so weit wie möglich. Unsere Blicke schweiften über kleine Klippen, ein vom Meer geformte Felsentor, eine ausgewaschene Insel bis zum nächsten Kap bei Sennen Cove. Das Losreißen von diesem grandiosen Punkt fiel schwer, doch der Bus wartete. Tapsy fuhr uns teilweise auf anderen Nebenstrecken zurück über verschiedene Dörfer, vorbei an uralten Kirchen und Friedhöfen zurück zur AIDAcara. Es war ein lohnender Ausflug, der uns das bekannt schöne Cornwall näher und zum Schwärmen brachte.
    Am Schiff angekommen, stärkten wir uns kurz und zogen noch einmal los. Schließlich hatten wir noch Zeit. Pendennis Castle war nicht allzu weit und ohne Probleme zu finden. Die Straße dorthin ist leicht ansteigend und führt am Falmouth Hotel- keine schlechte Lage im großen Park und mit Blick auf das Meer - und von blühenden Pflanzen und Sträuchern umgebenen Häusern und Villen vorbei. Vereinzelt standen Palmen in den Gärten … kein Wunder bei dem gemäßigten Klima im Südwesten Englands …

    Immer wieder konnten wir das Meer sehen bis wir zu einer zum Castle führenden Nebenstraße kamen. Also rechts rein, den Parkplatz passiert und über eine große Wiese Richtung Schloss geschlendert. Es wurde von Heinrich VIII – wieder als Teil seiner Küstenverteidigung – an der strategisch günstigen Flussmündung zum Schutz des Hafens von Falmouth erstellt. Wir besichtigten nicht das Castle, denn für die verbliebene Zeit war der Eintrittspreis zu hoch. Aber auch die Wanderung vorbei an den grünen Wällen war ein Erlebnis, zumal die bunten Tupfer unzähliger in Blüte stehender Wildblumen den Augen wohl taten. Und was sehr wichtig war: wir konnten uns nach dem Busausflug endlich ´mal wieder ein wenig mehr bewegen. Am Ende des Walls führte ein Weg zu einem Parkplatz, dessen Zufahrt wir folgten und wir überquerten dann die um das Pendennis Castle führende Straße. Von dort aus gingen wir zu dem kleinen, auf einer Landspitze stehenden Turm Blockhouse. Die Aussicht auf die Bucht und das gegenüberliegende Ufer war nicht schlecht …

    Wir folgten einem schmalen Pfad Richtung Straße. Bevor wir auf sie stießen, gab es noch eindrucksvolle Blicke auf die Felsenküste und den Strand mit dahinter liegenden Hotels.

    Leider fing es an, leicht zu regnen. Aus diesem Grunde besuchten wir nicht – wie geplant – den Castle Beach sondern gingen Richtung Stadt zurück. Und dort sahen wir sie von nahem – die bunten Häuser Falmouth`.Und den Shuttle Bus, der zwischen Stadt und Schiff pendelte.
    Auch wenn der Oldtimer uns zum Mitfahren einlud – die wenigen hundert Meter bewältigten wir als Vorbereitung zur Fiesta Mexicana im Calypso oder zum Themenbuffet Afrika zu Fuß. Und kurze Zeit nach dem Entern der AIDAcara hatten wir die Qual der Wahl und wir entschieden uns, in beiden Restaurants Kostproben zu nehmen – es lohnte sich wie immer!

    Das pünktliche Ablegen um 21.00 Uhr erlebten wir wie fast immer an Deck, denn wir mussten live erleben, wie uns die liebliche Küstenlandschaft Cornwalls verabschiedete. Die Sonne kam noch kurz durch – es war ein stimmungsvolles sail away, das nicht viele Mitpassagiere mitbekamen. Denn das Deck war nahezu leer – König Fußball regierte im Theater und in der Anytime Bar. Das Ergebnis stimmte – unsere Mannschaft schlug die der Niederlande mit 2 : 1. Und schon wieder bekam ich so gut wie nichts vom Spiel mit – mir war wichtiger zu beobachten, wie sich die AIDAcara zum Abschluss dieses wunderschönen Tages langsam von der Küste entfernte. Der Leuchtturm am Zone Point schickte uns als Aufforderung zur Wiederkehr (warum eigentlich nicht?!) Lichtstrahlen hinterher …

    Nun war es nicht mehr weit bis Irland!

  • Charme einer Betonstadt … Le Havre

    • joachimmeertal
    • 11. Juli 2018 um 09:02

    Nein, von Charme konnte in Le Havre nicht die Rede sein, aber was will man von einer Ende des 2. Weltkrieges in Schutt und Asche gelegten Stadt erwarten?! Aber schließlich hat die Normandie noch mehr zu bieten als Le Havre …

    Le Havre, 12. Juni 2012

    Es war wieder früh, nein, sehr früh am Morgen. Der Wecker wurde wieder nicht benötigt und schnell ging es nach ganz oben auf das Deck. Was war das? Englisches Wetter in Frankreich? Nein, schlimmer – nicht nur Dunst sondern auch leichter Regen … also doch englisches Wetter … Trotzdem beobachteten wir das Einlaufen in den Hafen und das Anlegen. Nach dem Frühstück machten wir uns auf eigene Faust per Shuttle-Bus auf in die Innenstadt.
    Das an der Seine-Mündung gelegene Le Havre ist eine für französische Verhältnisse junge Stadt. König Francois I erkannte, dass der auf der anderen Seite der Seine nach und nach versandende Hafen von Honfleur für die Erfordernisse des Überseehandels ersetzt werden musste. So geschah es. 1517 wurde Le Havre gegründet und entwickelte sich nach und nach zu einer Perle des Überseehandels und der Fischerei. Einen kräftigen Aufschwung erhielt die Stadt i.Z.m. dem dampfgetriebenen Überseeverkehr; einen kräftigen Abschwung, als kurz vor Beendigung des 2. Weltkrieges die Alliierten die auch nach der Landung in der Normandie noch von den deutschen Truppen besetzte Stadt intensiv bombardierten und die deutschen Soldaten beim späteren Abzug nach dem Prinzip der verbrannten Erde vorgingen. 80 % der Stadt und der allergrößte Teil der Hafenanlagen wurden zerstört. Nun schlug die große Stunde des Architekten Auguste Perret, der für das Wiederaufbaukonzept verantwortlich war. Er war Anhänger der klaren Gliederung und des Beton-Stils.
    Wir sahen es und verstanden und verstehen es auch heute nicht, dass Le Havre als Weltkulturerbe der UNESCO gilt. Entsprechend kurz war die Stadtbesichtigung. Bei leichtem Regen (Wozu sind Wettervorhersagen eigentlich gut?) verließen wir den Bus kurz vor dem Rathaus. Stil von Monsieur Perret. Nicht unbedingt schön, aber gewaltig mit seinem 72 m hohen Turm. Ganz nett war der vor dem Rathaus liegende Place de l´Hôtel de Ville. Wasserspiele, Rasenflächen und die vier Bs (Betonsteine, Bäume, Blumen und Bauarbeiten). Man tut einiges, um die Stadt aufzuwerten. Auf dem Weg zur Kirche Saint-Joseph stießen wir durch Zufall auf die Markthalle. Fleisch, Fisch, Obst, Gemüse, Käse, Wein waren sauber drapiert. Die Stände hatten aber nicht den ein wenig angehauchten Charme spanischer Markthallen. Sie wirkten steril, aber im Lebensmittelbereich kann das vorteilhaft sein!
    So, nun war die Kirche Saint Joseph an der Reihe. Von außen nicht gerade eine Schönheit aus 700 t Stahl und 50.000 t Beton. Die Außenhöhe des Turms beträgt 107 m. Die Kirchenfenster aus 12.768 Gläsern machen eine Fläche von 378 qm aus. Die Basis der Kirche ist quadratisch in Form eines griechischen Kreuzes angelegt. Wenn man das Gotteshaus betritt, verschlägt es einem die Sprache. Schlicht und einfach. Keine gefärbten Wände. Nur zwei schlichte Skulpturen der Jungfrau Maria und des Heiligen Joseph.Der Altarbereich im Zentrum. Und dann das Licht, das – trotz des regnerischen Wetters – durch die farbig abgestuften Fenster der Kirchen- und Turmwände die ansonsten schlichte Ausstattung regelrecht belebt. Im unteren Bereich dominieren dunklere Farben, die bis zur Spitze immer heller werden. Außerdem fallen – je nach Himmelsrichtung – verschiedene Farbtöne auf. Die Glasarbeit ist ein Werk der Glaskünstlerin Marguerite Huré. In der Planungsphase sagte Monsieur Perret zum seinerzeitigen Pfarrer der Notkirche: „Sie möchten, dass Ihre Kirche schön wird. Sie möchten auch, dass sie ein freundlicher Ort wird. Dann müssen wir eine Frau mit der Ausführung der Kirchenfenster beauftragen.“ So geschah es und es wirkt wie ein Lichtblick, an dem man einfach nicht vorbei gehen darf … und in diesem Fall kann man doch den Charme des Betons erkennen!
    Weiter ging es zur Kathedrale Notre Dame. Sie ist eins der wenigen alten Gebäude, das wir in Le Havre gesehen hatten. Der Turm aus 1540 ist der älteste Teil; die jetzige Kirche wurde i.W. zwischen 1575 und 1610 gebaut. Sie vereinigt Gotik- und Renaissanceelemente. Im September 1944 wurde sie durch Bomben schwer beschädigt, aber bis zur Wiedereinweihung 1974 wieder originalgetreu restauriert. Die Orgel ist übrigens ein von Kardinal Richelieu 1637 überreichtes Geschenk. Das Innere der Kathedrale überzeugt durch relative Schlichtheit.
    Es war Zeit, mit dem Shuttle-Bus wieder zurück zur AIDAcara zu fahren. Vorbei am Bassin du Commerce, der alten entkernten Dockanlage mit Geschäften vor allen Dingen sehr bekannter Textilhändler, erreichten wir unser Schiff.
    Nach einer kleinen Stärkung verließen wir es wieder zu unserer Tour „Honfleur & Deauville“. Es dauerte ein wenig länger bis wir den riesigen Hafenbezirk verlassen hatten. Schließlich hat Le Havre den größten Container- und Außenhandelshafen Frankreichs mit weiterem Ausbaupotential; außerdem ist er der fünftgrößte Hafen Europas. Schon von weitem sahen wir sie – die in den Jahren 1988 bis 1994 erbaute Pont de Normandie, die mit einer Spannweite von 856 m die größte Schrägseilbrücke Europas ist (Länge der Brücke 2.141 m) und bis 1999 sogar den ersten Platz auf der Welt hielt; die Pylone sind 215 m hoch … Bei schönem Wetter hätten wir vom höchsten Punkt aus einen prima Blick auf die Seinemündung und in den Ärmelkanal sowie auf der anderen Seite in das Seinetal werfen können – aber leider nicht an diesem Tag …
    Während der Fahrt informierte uns Irene, unsere Reiseleiterin, in deutscher Sprache eingehend über sämtliche Facetten der Normandie. Unser Busfahrer Guy war ein Profi, so, wie er die ab und zu engen und kurvenreichen Straßen bewältigte. Er fuhr uns durch die Heckenlandschaft, die uns faszinierte. Weiden waren aus Windschutzgründen von grünen Hecken eingefasst- ein fesselnder Anblick dieser – zugegebenermaßen eher einfarbigen – Mosaiklandschaft. Und auf machen Grundstücken standen schnuckelige mit Ried gedeckte Häuser – romantisch und traumhaft!
    Schließlich erreichten wir Honfleur, die Stadt mit Flair an der Côte Fleurie.
    Das Wortteil fleur bedeutet in etwa „flache Stelle“. Normannen siedelten sich hier früh an und der Ort lebte zunächst einfach vor sich hin. Erst im 13. Jahrhundert taucht er wieder in geschichtlichen Quellen als kleiner Hafen auf. In der Folgezeit wurde Honfleur ´mal von den Engländern, ´mal von den Franzosen besetzt bis die Stadt zum Ende des Hundertjährigen Krieges endgültig französisch wurde. Aus den Salzmarschen wurde Salz gewonnen und damit – sowie mit Schiffsbau und Fischerei – kam für eine sehr lange Zeit der wirtschaftliche Aufschwung. Erst die positive Entwicklung des nahe gelegenen Le Havre führte zum Niedergang. Doch dafür hat sich das alte Flair Honfleurs mit seiner pittoresken Altstadt erhalten und profitiert nunmehr stark von Touristen, die in den Sommermonaten zu Zehntausenden die Stadt mit ca. 8.000 Einwohnern überfallen.
    Unser Bus hielt in der Nähe des alten Hafenbeckens. Irene führte uns direkt in die Altstadt. Enge Gassen, jede Menge Stein- und Holzhäuser, die unterschiedlich waren und trotzdem harmonierten. Daneben noch Fachwerk- und Schindelhäuser, wie man sie selten sieht. In den alten Gassen gingen wir vorsichtig – es regnete leicht – über das Kopfsteinpflaster. Besonders beeindruckend war in der Rue de la Prison das alte Gefängnis, in dem heute das Volkskundemuseum untergebracht ist.
    Unser nächstes Ziel war das alte Hafenbecken, das Vieux Bassin. Es ist rechteckig; zweimal am Tag haben die Schiffe bei Flut die Möglichkeit, nach Öffnung der Hebebrücke ein- bzw. auszufahren. An drei Seiten befinden sich eher schmale Häuser, die wunderbar gepflegt sind. Vor ihnen grenzt ein Terrassenrestaurant an das nächste und wartet auf die Hauptsaison. Logisch, dass dann in dieser Stadt der Bär los ist! Allein den Anblick dieser alten Häuser und der Fischerboote zu genießen – das hat etwas …
    Irene informierte uns über eine Besonderheit der am Vieux Bassin liegenden Häuser: Als Wohnraum in Honfleur knapp wurde, legte man parallel zum Kai eine Straße an. Zwischen den an den Kai grenzenden Häusern und der Straße wurden zusätzliche Häuser an die Rückwand der schon stehenden Häuser errichtet – es gab also jeweils nur an einer Hausseite Fenster. Im Laufe der Zeit wurde das Wohnangebot erneut knapp. Die hinteren Häuser wurden aufgestockt und gleichzeitig teilweise auf Dächer der am Kai stehenden Häuser erweitert. Ergo: Es gab für viele der direkt am Kai liegenden Häuser zwei Haustüren – einer am Kai und einer an der Parallelstraße …
    In dem Gebäude am Schleuseneingang – der Lieutenance – war in früheren Jahren der Statthalter des Königs untergebracht. Er ist der letzte erhaltene Teil der alten Stadtbefestigung.
    Stadteinwärts liegt direkt neben der Lieutenance das Porte de Caen, ein altes Stadttor mit einem Relief des Gründers Quebecs, Samuel de Champlain. Wir gingen durch das Tor und kamen in eine enge Straße mit wieder alten Häusern, in denen Lokale und Geschäfte untergebracht sind. Viel Zeit zum Bewundern dieser ansehnlichen Häuser blieb nicht; wir bogen links ab und standen auf einmal auf dem Place Ste. Cathérine. Dort steht die Église Ste. Cathérine, die größte Holzkirche Frankreichs. Kein Wunder, dass das Material Holz gewählt wurde. Denn sie wurde im Seemannsviertel auf den Grundmauern einer im Hundertjährigen Krieg von den Engländern dem Erdboden gleichgemachten Kirche errichtet. Nach der Zerstörung beschloss man den schnellen Wiederaufbau, der allerdings aus Geldmangel und mangels Erfahrung mit Steinbauten aus Holz erfolgte. Handwerker waren i.W. Schiffszimmerleute, die zunächst das Gotteshaus einschiffig errichteten. Ja, einschiffig, denn es wurde überliefert, dass die Zimmerleute ein großes Schiff bauten, es umdrehten und als Dach nutzten. Als die Kirche zu klein wurde, baute man ein weiteres „Schiff“ an. In den Folgejahren gab es einige Erweiterungen und Änderungen. So wurden im Innenraum um 1830 Balken und Holzpfeiler mit Gips abgedeckt, allerdings um die Wende des 19./20. Jahrhunderts in den Urzustand versetzt. Die Kirche hat einen separaten Glockenturm, in dem ein Museum für religiöse Kunst untergebracht ist.
    Dann „entließ“ uns Irene. Wir hatten noch ein wenig „Freizeit“, bummelten am Vieux Bassin vorbei und genossen nochmals die Häuser der Altstadt, nun aber ohne Touristenscharen rund um uns. Mit diesem Anblick nahmen wir Abschied von Honfleur, einem Ort, der immer einen Besuch wert ist! Kein Wunder, dass sich in der Vergangenheit viele namhafte Künstler wie Courbet, Sisley, Claude Monet, Pissaro, Renoir und Cézanne in Honfleur ausgetauscht hatten. Auch heute noch gilt die Stadt als Künstlertreff.
    Weiter ging´s mit dem Bus Richtung Deauville. Leider auch mit dem Regen, der sich anstrengte, uns noch mehr zu segnen (Nochmals: Welchen Wetterprognosen kann man noch trauen???). Um uns herum wieder viel Grün, von Hecken umschlossene Weiden (es waren selten Tiere auf den Wiesen zu sehen – waren die normannischen Vierbeiner wasserscheu???), mehr oder weniger große Häuser und dann vermehrten sich die Bauten – wir näherten uns dem Seebad Trouville mit seinem riesigen Kasino. Unmerklich ging Trouville in Deauville über, nur durch den Fluss Touques getrennt. Deauville hat sich zu einem mondänen Seebad gemausert. Jede Menge Villen aus der Gründerzeit – eher groß als klein – wurden an der nicht weit vom Strand entfernten Straße drapiert.
    Dazwischen stehen einige neuere Appartementhäuser mit einem herrlichen Ausblick auf Strand und Meer. Wer das nötige Kleingeld hat, kann sich hier einkaufen: In erster Lage zahlt man kleine € 8.000,--/qm … Adäquate Preise findet man auch in Bars und Restaurants. Eine Bar in einer Nebenstraße verlangt € 15,-- für eine Flasche bekannten niederländischen Allerweltbiers; 0,04 l Whiskey/Allerweltsmarke kosten € 25,-- … Kein Wunder, schließlich gilt Deauville mit Yachthafen, Pferderennbahnen, Kasino, eleganten Villen, Strandpromenade und extrem breiten Sandstrand als eins der elegantesten normannischen Seebäder. Und das muss eben bezahlt werden. Aber nicht von uns – wir waren nur Gaffer …
    Deauville ist so elegant, dass sich in diesem 4.000 – Seelen – Ort eine Zweigniederlassung des nicht gerade minderpreisigen Kaufhauses Au Printemps befindet.
    Deauville ist so elegant, dass das 1864 eröffnete Kasino das drittwichtigste Frankreichs und eins der bedeutendsten in Europa ist.
    Deauville ist so mondän, dass im Jahre 1912 das Hotel „Le Normandy Barrière“ errichtet wurde, das sich seinerzeit aufgrund des Gesamtangebotes zu einem der besten Luxushotels Frankreichs entwickelte. Auch aktuell zählt das 4-Sterne-Luxushotel (höchstmöglichste Hotelkategorie in Frankreich) zu den renommiertesten des Landes.
    Deauville ist so elegant, dass hier im Mai 2011 der 36. G8-Gipfel stattfand.
    Doch zurück zum Strand – er zieht sich sehr weit hin und ist – wie erwähnt – für uns ungewohnt breit. Und ein Muschelparadies: riesige Felder leerer Muschelschalen.
    Und gerade hier konnte ein Markenzeichen Deauvilles nicht übersehen werden: die in 1943 angelegte hölzerne Strandpromenade „Les Planches“. Sie ist stolze 643 m lang und landeinwärts von Strandkabinen begrenzt. Jede Kabine ist mit Namen von Hollywoodschauspielern und –regisseuren bezeichnet als Hommage an die Besucher des jährlich stattfindenden Festivals des amerikanischen Films.
    Wenn nur der sich immer weiter verstärkende Regen nicht gewesen wäre …
    So schlenderten wir noch ein wenig durch die Seitenstraßen, schauten in die Schaufenster, in denen die Auslagen aus gutem Grunde preislos waren, und erfreuten uns am Anblick vieler wunderschöner alter Häuser.
    Dann war es Zeit – der Bus wartete schräg gegenüber vom Kasino. Aufgrund des Regens waren alle pünktlich an Bord. Guy fuhr z.T. eine andere Strecke zurück zum Schiff. So sahen wir ein wenig mehr von der verregneten Normandie.
    Recht kurz nach der Ankunft im Hafen legte die AIDAcara ab und schob sich vom Regen begleitet in den Ärmelkanal. Dem inzwischen verlassenen Tagesziel folgend überboten sich die Köche mit dem Tagesthema „Frankreich“ im Marktrestaurant – ein kulinarischer Höhepunkt dieser Kreuzfahrt. Das Calypso mit dem Themenbereich „Karibische Inselwelt“ ließen wir entsprechend links liegen, auch wenn wir sicher nicht enttäuscht worden wären! Und dann ging es recht zeitig in die Koje, denn Rosamunde bereitete sich schon auf uns vor.
    ZumAusflug „Honfleur und Deauville“: er ist sehr empfehlenswert – bei gutem Wetter wäre er ein Höhepunkt der Gesamttour gewesen.
    Und beim nächsten Ziel warteten blauer Himmel und Sonne auf uns!

  • Kennst Du Kent?

    • joachimmeertal
    • 10. Juli 2018 um 09:12

    Ein Nutzer bat mich, ihm meine Berichtsfolge GB/Irland zukommen zu lassen. Da es insgesamt 12 Einzelberichte sind, lade ich sie - leider ohne Fotos - in diesem Forum hoch.

    Nein, das kann ich nach dem Tagesaufenthalt in dieser schönen Gegend Südenglands nicht bejahen, aber hereingeschnuppert haben wir!


    6.00 Uhr früh: ich stand auf und schaute misstrauisch nach draußen. Das typische englische Wetter begrüßte uns. Zwar regnete es nicht cats and dogs – es war trocken, aber diesig. Sehr diesig. Sehr, sehr diesig … Oben auf Deck beobachteten wir das Einlaufen in den Hafen von Dover. Wir sahen ansatzweise die Dover umspannenden Kreidefelsen, die bereits festgemachte Black Watch der Fred. Olsen Cruise Lines und auch das im Dunst ab und zu auftauchende und über Dover thronende Castle.

    Logisch, dass wir bis zum Festmachen zuschauten. Die fleißigen Helfer arbeiteten beeindruckend im Gleichklang und somit Hand in Hand – fast wie beim Tauziehen …
    Die Geschichte Dovers ist die Geschichte vieler Kriege. Aufgrund der Nähe zum europäischen Festland wurde die Stadt immer wieder angegriffen bzw. bedroht. So wurde die Bastion 1066 vom Normannen Wilhelm der Eroberer nach der Schlacht von Hastings und vor seiner Krönung zum König von England eingenommen. Heinrich VIII und Elisabeth I ließen die Verteidigungsanlagen weiter verstärken. Zu Napoleons Zeiten wurde weiter an den Befestigungen gebaut. Während des 1. Weltkrieges war Dover Zentrum der englischen Kanalverteidigung; im 2. Weltkrieg wurde die Stadt von weit reichenden, in Frankreich stehenden Geschützen beschossen. Die Evakuierung des englischen Heeres wurde von Dover aus geleitet. Heute ist Dover eine Industriestadt und Fährhafen zum Festland; allerdings ist diese Bedeutung seit der Eröffnung des Eurotunnels gesunken.


    Nach dem Frühstück folgten wir der Empfehlung von weblounge-Nutzer C-- (danke!), Dover links liegen zu lassen und den Hauptteil des Tages in Canterbury zu verbringen. Mit dem auf der AIDAcara kennengelernten Eheleuten Elsa und Lothar fuhren wir mit dem Shuttle-Bus ins Stadtzentrum. Vom Halteplatz waren es nur ca. 10 Minuten zu Fuß bis zum Bahnhof Dover Priory; der Weg ist ausgeschildert. Die Züge fahren zweimal in der Stunde. Der Durchgangszug benötigt 16 Minuten, der langsamere, an mehreren Stationen haltende eine knappe halbe Stunde. Wir erwischten direkt den Durchgangszug.

    Canterbury wurde auf den Fundamenten einer eisenzeitlichen Siedlung von den Römern als Durovernum Cantiacorum gegründet. Nach der Übernahme durch die Angelsachsen im 5. Jahrhundert hieß die Stadt Cantwaraburig. Der Missionar Augustinus wurde um die Wende zum 6. Jahrhundert erster Erzbischof von Canterbury nach Baubeginn einer Kirche. Mitte des 11. Jahrhunderts kamen die Normannen und es begann der Bau einer Kathedrale. Der Erzbischof Thomas Becket wurde nach Stress mit König Heinrich II Kurzmantel von dessen Höflingen in der Kathedrale ermordet und drei Jahre später heilig gesprochen - auch zum Wohle Canterburys, das auf einmal Ziel unzähliger Pilger wurde. Literarisch wurde die Stadt ca. 200 Jahre später zum Mittelpunkt, als Geoffrey Chaucer seine Canterbury Tales schrieb. Er schilderte die Pilgerfahrt einiger mehr oder weniger frommer Menschen, die sich die Reise dadurch verkürzten, indem jeder eine Geschichte zu erzählen hatte. Mit für diese Zeit teilweise schlüpfrigen Bemerkungen wurde ein Sittenbild dieser Epoche wiedergegeben. Heinrich VIII trennte sich 1534 von der römischen Kirche und bestimmte den Erzbischof von Canterbury zum höchsten Geistlichen der anglikanischen Kirche (Oberhaupt war/ist der/die englische König/-in). Wirtschaftlich wichtig war im 16. und 17. Jahrhundert die Immigration der Hugenotten, die mit ihren Webereikenntnissen großen wirtschaftlichen Aufschwung brachten. Steigende Importe von Textilprodukten brachte diese Stammindustrie allerdings im 19. Jahrhundert zum Erliegen. Heute hat Canterbury über 40.000 Einwohner, wovon angabegemäß die Hälfte Studenten sein sollen


    So, nun zurück zu unserem Tagesunternehmen. Wir verließen den Bahnhof und folgten der Ausschilderung zur Kathedrale. Schnell erreichten wir die mit Rundtürmen besetzte Stadtmauer und passierten - oben der Stadtmauer folgend – den Dane John Garden. Dieser Park mit vielen verschiedenen Pflanzen und Bäumen ist beliebter Treffpunkt der Einwohner Canterburys und auch Veranstaltungsort für Open-Air-Konzerte. Außerdem befinden sich in diesem Park Denkmäler, z.B. für die Gefallenen des Burenkrieges und für James Simmons, der diesen Park im 18. Jahrhundert erweitern und der Öffentlichkeit zugänglich machen ließ. Die Stadtmauer umschließt die älteren Teile der Stadt zur Hälfte. Bei einem Spaziergang auf dem inzwischen verbreiterten „Wehrgang“ hat man sehr schöne Ausblicke auf Stadt und auf den einen oder anderen einladend aussehenden Pub.

    Halt, nein nicht halten! Weitergehen und den Pub auf Steuerbord liegen lassen! Es war noch zu früh …

    Die Stadtmauer verließen wir am Busbahnhof und bogen links in die St. George Street ein. Ziemlich zu Beginn dieser Einkaufsstraße steht als Relikt der Turm der St.-Georgs-Kirche, in der 1564 der Dichter und Dramaturg Christopher Marlowe getauft wurde.

    Wir schlenderten durch enge Gassen mit wunderschönen Häusern und standen plötzlich vor dem Christchurch Gate.

    Auweia, auch wenn allein das Eingangstor zum Kathedralenbereich beeindruckte und uns auf die Pracht der Kathedrale vorbereitete, schreckten die vor dem Tor stehenden Menschenmassen fast ab. Schulklassen verschiedener Nationen und unzählige Einzelbesucher hatten dieselbe Absicht wie wir. Also rein ins Getümmel. So, die ersten Fotos wurden geschossen, bevor wir das Gotteshaus betraten.

    Auf den Fundamenten einer angelsächsischen Kirche ließ der normannische Bischof Lafranc die Kathedrale mit zwei Westfronttürmen zwischen 1070 und 1077 hochziehen. In den Folgejahren bzw. –jahrhunderten wurde der Bau erweitert. So z.B. nach der Ermordung des Bischofs Thomas Becket durch eine Verlängerung des Chors für den Schrein des Getöteten und durch die Errichtung eines 80 m hohen Vierungsturms. Wenn man die Kathedrale betritt, geht der Blick unweigerlich nach oben. Man fühlt sich unwillkürlich an Ken Follet´s „Säulen der Erde“ erinnert! O.K. – sein Vorbild war wohl die Kathedrale von Salisbury … aber die Proportionen der von Canterbury! Die Säulen ziehen sich wirklich fast unendlich und schlank nach oben. Als Mensch fühlt man sich richtig klein …

    Wir besuchten verschiedene Kapellen, u.a. die Dreifaltigkeitskapelle, in der der Schrein Thomas Becket´s stand. Ja, er stand dort bis zur Trennung Heinrich´s VIII von Rom. Er ließ den Schrein entfernen; seitdem ist er unauffindbar. Wir gingen auch in die unterirdische Krypta, wo das Fotografieren verboten war. Aber der Besuch dieses wohl ältesten Teils der Kathedrale ist ein Muss. So gibt es dort Decken- und Wandmalereien aus dem 12./13. Jahrhundert.

    Nach längerer Besichtigung verließen wir die Kathedrale, begannen mit der Umrundung der Kirche, passierten das Haus des Dekans und standen auf einmal im Klosterhof, der von einem wunderschönen Kreuzgang umringt ist – der schönste, den wir bisher gesehen hatten!

    Eine Stätte der Ruhe - trotz der unzähligen Touristen, die sich allerdings bei unserem Besuch hierhin kaum „verlaufen“ hatten – und für die Augen. Wir hatten angesichts des vorgenommenen Tagesprogramms leider wenig Zeit, die kunstvollen Kapitelle und die Wappen an der Decke richtig zu genießen.

    Schon war die Kathedrale ganz umrundet; wir schauten uns noch die kleinen, den Kathedralenbereich an dieser Stelle eingrenzenden und gut gepflegten Häuser an und verließen ihn durch das Christchurch Gate. Hmh, gut, dass wir recht früh den Kirchenbesuch geplant hatten … schon wieder hatten sich Menschenschlangen vor dem Eingangsbereich gebildet …

    Entlang der High Street spazierten wir Richtung Westgate. Die High Street bildet mit der St. George´s Street und der St. Peter´s Street die für Fahrzeuge nicht freigegebene Haupteinkaufsstraße von Canterbury. Viele kleine, ab und zu mittelgroße Geschäfte und jede Menge Restaurants und Bars. Ab und zu Pubs, die sich jedoch mehr in den pittoresken Quergassen konzentrierten.

    Während unseres Bummelns wurden wir von Studenten angesprochen, die uns eine 40-minütige Kahnfahrt auf dem Flüsschen Stour anboten. Captain James Morgan - sein Nachname war tatsächlich Morgan – kommentierte die Sehenswürdigkeiten, die er während der kurzen Bootsfahrt ansteuerte. Direkt vor unserer Ablegestelle stehen die Weavers´ Houses, schöne alte Fachwerkhäuser, die in früheren Zeiten als Manufakturen der hugenottischen Weber dienten. Nach dem wirtschaftlichen Niedergang waren in diesen Häusern Bäcker, Metzger und auch Damen des Rotlichtviertels untergebracht. Unweit unserer Ablegestelle ist ein Relikt oder eher ein Nachbau des Ducking Stool zu sehen. Früher tauchte man auf diesem Stuhl zänkische Frauen in den Stour, der auch die Abwässer aufnahm. Auf diese drastische Weise lernten sie, ihren Mund zu halten …

    Auf einer Brücke wurde Mitte des 12. Jahrhunderts The Canterbury Pilgrim´s Hospital of St. Thomas gebaut, in dem mittellose Pilger übernachteten.

    So, die Bootsfahrt ging recht schnell vorüber. Sie war ganz nett …

    Kurz steuerten wir das Westgate an und gingen – die Auslagen der Geschäfte betrachtend – durch die Fußgängerzone Richtung Bahnhof. Dieses Mal erwischten wir den an jedem Bahnhof haltenden Zug und die Fahrzeit verdoppelte sich fast. Aber dafür konnten wir die an uns vorüber ziehende sanfte Landschaft Kents genießen. In Dover angekommen, gingen wir zur Haltestelle des Shuttle-Busses und fuhren zum Dover Castle. Doch hier gab es lange Gesichter. Man durften nicht ohne Zahlung des recht hohen Eintrittspreises die Außenmauern betreten und von dort aus einen Blick auf Dover werfen. Für einen nur kurzen Besuch war es uns zu viel - also spazierten wir ein wenig herum und entdeckten das Denkmal für Louis Blériot. Blériot überquerte als erster mit einem Flugzeug den Ärmelkanal. An der Landungsstelle wurde ihm zur Erinnerung ein Flugzeugumriss aus Steinen in den Rasen gesetzt. Ansonsten war auf den Hügeln über Dover nicht viel so sehen und so fuhren wir wieder zur AIDAcara zurück.

    Da noch ein wenig Zeit bis zum Abendessen bzw. zum Ablegen war, beschlossen wir, den westlich der Stadt liegenden Strand aufzusuchen, den wir vom Schiff aus gesehen hatten und der sich bis zu den Steilklippen hinzog. Wir gingen und gingen, versuchten mal hier und dort Zugänge durch Gewerbegrundstücke zu finden – vergeblich … Zu guter Letzt eilten wir eine Durchgangsstraße entlang und endlich war ein die Eisenbahnlinie überbrückender Zugang zum Strand zu sehen. Da aber in der Zwischenzeit die Flut gekommen und der Strand nahezu überschwemmt war, gingen wir zurück zum Schiff.

    Nach unseren Eindrücken gibt Dover – bis auf die Burganlage, wie uns Mitreisende berichteten – nicht viel her. Eine typische englische Industriestadt mit vielen älteren, teilweise nicht sehr gepflegten Häusern. Bei schönem Wetter könnte man zu den Klippen wandern (s.a. Reisebericht von rhönschaf: http://www.aida-weblounge.de/reiseberichte/…r-tag-der-reise). Die Wege sind ausgeschildert; für eine Richtung soll man gem. Ausschilderung ca. eine Stunde ansetzen.

    Am Schiff angekommen, bereiteten wir uns auf das Abendessen vor und schlugen im Calypso beim Buffet „California“ voll zu – im Marktrestaurant ging es rund um den „Orientexpress“.

    Der pünktliche Abschied um 20.00 Uhr erfolgte so wie die Begrüßung von Dover: im starken Dunst, so dass leider erneut wenig von den Klippen zu sehen war.

    Übrigens, die Wetterprognosen von Samstag trafen i.W. zu: für uns gab es fast keine Sonne, dafür auch kein Regen, den die London- und Dovertouristen an diesem Tag für sich beanspruchen mussten.

    Noch eine Nacht auf dem Schiff – dann ist Frankreich an der Reihe!

  • Es dreht sich einiges um die Einhundert … Kiel, Nord-Ostsee-Kanal

    • joachimmeertal
    • 9. Juli 2018 um 18:36

    Ein Nutzer bat mich, ihm meine Berichtsfolge GB/Irland zukommen zu lassen. Da es insgesamt 12 Einzelberichte sind, lade ich sie - leider ohne Fotos - in diesem Forum hoch.

    Nein, die Einhundert betreffen nicht das Durchschnittsalter der Passagiere dieser Reise – dieses lag extrem darunter; es geht um den Nord-Ostsee-Kanal. Doch davon später mehr …


    Samstag, 9. Juni 2012

    Grausam – der Wecker klingelte um 5.45 Uhr. Wirklich grausam? Nochmals nein, denn das frühe Aufstehen hatte ein frühzeitiges Wiedersehen mit der AIDAcara zur Folge!


    Während des Frühstücks musste unbedingt der Laptop hochgefahren werden – Wetterprognosen:

    Kiel 9.6.: nachmittags Sonne, Wolken, Regen; abends Sonne, Wolken

    Rendsburg 9.6.: abends Sonne, Wolken, Regen

    Helgoland 10.6.: Sonne, Wolken

    Dover 11.6.: vormittags Sonne, Wolken, Regen; nachmittags und abends: Sonne, Wolken

    Le Havre 12.6., Falmouth 13.6., Cobh 14.6.: jeweils Sonne und Wolken


    Mal sehen, es sah keinesfalls schlecht aus …


    Kurz nach 7 Uhr waren wir bereit; Koffer und Rucksäcke wurden im Auto verstaut und um 7.30 Uhr fuhren wir ab. Über Dortmund und Hannover ging es zunächst Richtung Hamburg, wo wir vor der Einfahrt in den Elbtunnel auf der rechten Seite die AIDAmar, die an diesem Tag die Nordlandfahrt begann, grüßen konnten. Trotz zweier längerer Pausen erreichten wir bereits um 13 Uhr Kiel, wo wir unseren Wagen abstellten. Der Shuttlebus stand schon bereit und so betraten wir kurz danach den Kreuzfahrtterminal Ostseekai.


    Da lag sie, die uns mit ihrem bekannten Lächeln und strahlenden Augen begrüßende gute alte AIDAcara – wir waren angekommen; der Urlaub begann!

    Neben „uns“ wartete die MSC Poesia auf ihre Gäste. Keine Frage, welches Schiff schöner war …


    Nach flottem Einchecken durften wir direkt auf unsere Kabine – gute Arbeit, AIDA-Crew! Auch wenn wir dieses Mal eine kleinere Außenkabine bezogen hatten – sie war zum Schlafen groß genug und ebenso funktionell wie die größeren!


    Unsere Mägen meldeten sich. Sie kamen im Calypso zu ihren Rechten. Ein winziges Mittagessen, anschließend Kaffee und Kuchen, dann ein kleines Wiedersehen mit dem Schiff bei einem kleinen Rundgang und schon standen wir wieder vor unserer Kabine. Unsere Koffer versperrten die Eingangstür – nochmals Lob für die gute Arbeit, AIDA-Crew! Das Auspacken ging schneller als das Einpacken (komisch – oder auch nicht …). Ja, und dann ging es kurz von Bord. Die Wetterprognose musste getestet werden. Tatsächlich, es regnete leicht … Aber das Begrüßungsfoto der AIDAcara wurde trotzdem geschossen …

    16.30 Uhr Seenotrettungsübung, die relativ schnell – aber mit nötigem Ernst – abgehakt wurde. Und unmittelbar danach kam unter Begleitung der immer wieder beeindruckenden Auslaufmelodien das sail-away. Die AIDAcara schob sich langsam heckwärts, wurde gedreht und schwamm dann langsam Richtung Ausgang der Kieler Förde.

    Kurz vor dem backbordseitigem Abdrehen in den Nord-Ostsee-Kanal gab es eine längere Pause, da die Schleusen noch von drei auswärts fahrenden Schiffen besetzt waren.

    Wir warteten und warteten, wurden von Kapitän Kurc recht ausführlich über den Kanal informiert und gegen 18.30 Uhr ging es endlich los. Die AIDAcara bewegte sich wieder und glitt in die linke Schleuse. Bei trockenem Wetter beobachten wir die Schleusenarbeiten bis zur Ausfahrt.


    Der Nord-Ostsee- Kanal ist zwischen Kiel-Holtenau und Brunsbüttel fast 100 km lang, über 100 Jahre alt und mindestens 100 m breit. Er ist die meist befahrene künstliche Wasserstraße der Welt. So fuhren in 2009 mehr Schiffe durch den NOK als durch Panama- und Suezkanal zusammen (ohne Sport- und Kleinfahrzeuge), hatte allerdings noch nicht einmal 1/10 der Frachtaufkommen der beiden anderen Kanäle. Es erspart den von Nord- in die Ostsee (oder umgekehrt) fahrenden Schiffen 9/10 der Strecke um Dänemark herum. Begonnen wurde der Bau 1887; eröffnet wurde der Kaiser-Wilhelm-Kanal am 21.6.1895 von Kaiser Wilhelm. Interessant ist, dass die Planbaukosten unterschritten wurden – so etwas gab es! Die Maße der ersten Ausbaustufe waren auf die für die deutsche Flotte erforderlichen Größen abgestimmt: Breite 67 m, Tiefe 9 m, Höhe der Brücken über der Wasserlinie 42 m. Doch schon Anfang des 20. Jahrhunderts reichten diese Gegebenheiten für die Großkampfschiffe der Kaiserlichen Marine nicht mehr aus. Der erste Ausbau wurde in den Jahren 1907 bis 1914 mit einer Breite von 102 m und Tiefe von 11 m angegangen. Zur Mitfinanzierung erhob Kaiser Wilhelm II ab 1902 die immer noch existierende Schaumweinsteuer. 1948 wurde der Kanal in Nord-Ostsee-Kanal umbenannt. Seit 1965 wird er erneut erweitert mit einer Zielbreite von 162 m. Der wesentliche Teil ist bereits umgebaut; die Fertigstellung des östlichen Teils krankt u.a. am Kompetenzgerangel Bund/Land, wie uns Mitfahrende aus Kiel informierten. Immerhin, es wird gearbeitet und Planfeststellungsverfahren immer wieder angegangen …


    Doch nun zurück zu unserer Fahrt! Nach dem Verlassen der Schleuse besuchten wir das Calypso-Restaurant, wo wir das Welcome-Diner genossen. Die AIDAcara fuhr währenddessen unter den beiden Kieler Brücken hindurch. Wir sahen links und rechts viel Grün – Felder und Wälder.


    Dazwischen immer wieder größere und kleinere Häuser und Villen. Ab und an legten zwischen dem vor uns fahrenden Feeder und uns eine der 14 Fähren ab; die Fähren dürfen übrigens von den Anwohnern kostenfrei benutzt werden. Während des Abendessens machten uns unsere Kieler Tischnachbarn auf die eine oder andere Merkwürdigkeit des Kanals aufmerksam. Es war ein sehr angenehmes Gespräch bei Wasser, Bier und Wein sowie sehr gutem, abwechslungsreichem Essen. Die Zeit verging und schnell war es 20.45 Uhr und damit standen wir vor einer wichtigen Entscheidung: Fußball EM-Spiel Deutschland – Portugal oder Deckabend … Ich zog den Abend auf Deck vor und das war gut so. Beim Verlassen des Calypso begrüßten wir die uns entgegenkommende Costa Voyager. Wir hätten nicht gedacht, dass bei Costa kleinere Schiffe als die AIDAcara fahren … Sie, die Costa Voyager, war nicht nur kleiner sondern auch leiser. Im Typhonwettbewerb gewann natürlich unsere AIDAcara mit großem Vorsprung!


    So, also rauf auf Deck 11, dick eingemummt, denn es war lausig kalt. Langsam kamen Dämmerung und das, was wir vorab einigen Reportagen rund um den NOK entnommen hatten. Bewohner von angrenzenden Häusern gingen auf ihre Balkone oder in ihre Gärten und winkten uns zu – wir natürlich zurück! Schiffstouristen standen vor ihren Wohnwagen und –mobilen und jubelten uns zu. Ab und zu lockten Vuvuzelas Kapitän Kurc – aber er antwortete leider nicht über sein Typhon.

    Ganz besonders fiel die größere Gruppe „Die rollende Kiste“ und „KIEK UT Fan´s“ aus, die die AIDAcara mit einem größeren Plakat begrüßten – danke!

    Dann kam die Brücke der A7 auf uns zu. Schon oft parkten wir unser Auto auf den südlich vom NOK gelegenen Parkplätzen und machten am Kanal Pause, um vorbeiziehende Schiffe zu betrachten. Bei diesen Gelegenheiten wuchs der Wunsch, auf einem Schiff durch den NOK zu fahren. Nun war es so weit – schööööööööööööööön!


    Nur kurze Zeit später erschien die berühmte Eisenbahnbrücke von Rendsburg. Es ist eine von zehn den NOK überspannenden Brücken und hat eine Besonderheit: unter dieser Hochbrücke verkehrt eine Schwebefähre zum Personen- und KFZ-Transport. Auf der ganzen Welt gibt es nur zwei Fähren dieser Art. Auf der Brücke standen Bahnarbeiter, winkten uns zu und fotografierten uns von ganz oben. Zwischen Brückenunterseite und Schiff war nicht wirklich viel Platz – kein Wunder, dass aus der AIDA-Familie nur die AIDAcara diese Tour fahren kann … Die Eisenbahnbrücke zog inzwischen mehr Mitpassagiere an Deck.


    Kurz hinter der Brücke passierten wir den auf der Backbordseite liegenden Eisbrecher Stettin. Sein Typhon „erschallte“ als Gruß: ein etwas trauriges Gekrächze, das bei einer Wiederholung nicht lauter und melodischer wurde. Selbst eine Vuvuzela überstimmte das Geknarze … aber wir ließen uns nicht lumpen und antworteten mit einem dreifachen Getöse.


    Übrigens, der Wettergott hatte ein Einsehen: der prophezeite Regen blieb aus! Aber es wurde allmählich dunkel, so dass von der uns begleitenden Landschaft kaum noch etwas zu sehen war.


    Es kam allen sehr entgegen, dass das EM-Spiel endete. Auf einmal war das Pooldeck voll – Zeit für den Begrüßungssekt und Zeit zur Freude über den 1 : 0 - Sieg über Portugal. Und auch das Resultat des „Vorspiels“ Niederlande – Dänemark war nicht zu verachten …


    Es war ein langer Tag und Zeit für die Koje …


    10. Juni 2012 - Seetag

    Der Seetagsstress wurde voll und mit Erfolg bewältigt: ausgiebiges Frühstücken, Spazieren auf Deck (windig, Wolken, ab und zu Sonne – Wetterprognose trat ein), Vortrag des Lektors Dr. May, der uns einige historische Entwicklungen und Eigenschaften der Briten näher brachte, Deckbrunch, Forumtreffen „wasserurlaub“, kleiner Nachschlag beim Mittagessen, Ausruhen auf Deck, Kaffeetrinken mit ein wenig Kuchen und Torte, Sonnenbaden, Abendessen (Markt-Restaurant: Alpenländer Küche; Calypso-Restaurant: Indien – große Currytafel), Kalorienverbraten bei Bewegung an frischer Luft und letztendlich Bettruhe – aber der phantastische Sonnenuntergang zog uns vorher in seinen Bann!


    Und es war nicht mehr weit bis Dover …

  • Reklamationsbearbeitung Aida

    • joachimmeertal
    • 2. Juli 2018 um 12:21

    Hallo Diana72,
    so, wie Du es geschildert hast, sprachst Du mit Hänschen. Hans schreibt nach meinen Erfahrungen an Kunden. Aber ein Schreiben - es sollte immer ein Einschreiben Rückschein eigenhändig sein - beschleunigt die Angelegenheit ungemein.

  • Diskussion zur Umfrage des Monats Juni 2018 - Was sind eure Lieblings-Fotomotive aus Reisen und was macht ihr nach dem Urlaub mit der Fotoausbeute ?

    • joachimmeertal
    • 9. Juni 2018 um 12:24

    Die schönsten Urlaubserlebnisse hat man im Kopf! Stimmt, denn sie man nicht nehmen. Aber trotzdem halte ich mit meiner Kamera vieles fest - am liebsten Landschaftsaufnahmen. Wobei ich gerne Dinge, die mir positiv - vereinzelt auch negativ - auffallen, fotografiere. Handyfotos mache äußerst selten, was bestimmt auch daran liegt, dass ich nicht bei Facebook & Co. angemeldet bin.
    Was mache ich mit den Fotos? Aussortieren, bearbeiten, sichern. Und die in meinen Augen besten Bilder bei der Erstellung von Reiseberichten festhalten. Die Reiseberichte sind die Grundlage für Fotobücher, die ohne weiteres - je nach Ziele (neu oder alt) - einen Umfang von bis zu 300 Seiten haben können. Ja, ich weiß: In der Kürze liegt die Würze. Aber es ist so schwer, bestimmte Fotos nicht zu berücksichtigen. Als die AIDA-Weblounge noch einigermaßen lief, lud ich dort die Reiseberichte hoch (Ich weiß, dass das nicht hierhin gehört - aber die Spitze muss sein!). Leider gibt es in diesem Forum Schwierigkeiten beim Hochladen von Fotos. Insofern habe ich nach ersten Versuchen vom Einstellen von neuen Reiseberichten abgesehen.

  • AIDAmira: Alle Neuigkeiten und Berichte von Bord

    • joachimmeertal
    • 25. Mai 2018 um 16:51

    Bilanzkosmetik bei Costa? Na ja, im Konzernabschluss wird´s wieder aufgehoben ...

  • Reykjavik / Island

    • joachimmeertal
    • 22. Mai 2018 um 17:51

    Bei uns gab´s vor Jahren beim Ausflug Gullfoss … Lachs mit Reis. Der Lachs war in Ordnung; die Beilagen nicht so prickelnd. In Endeffekt hätten wir die Zeit besser nutzen können. Wir machten es beim nächsten Mal per Mietwagen.

  • Wanderschuhe auf den Aida Wanderungen

    • joachimmeertal
    • 14. Mai 2018 um 16:27

    Zu den Info-Veranstaltungen: Ich hatte oftmals den Eindruck, dass die Passagiere besser informiert waren als einige Scouts. Gut ist, dass bei schwierigeren Wanderungen wie Preikestolen die Ausflugstickets nicht auf der Kabine liegen sondern erst nach "Sichtung" beim Ausflugsschalter abgegeben werden. Andererseits gehen genügend Mitreisende recht blauäugig in die Wanderungen - die nicht geeigneten Schuhsorten wurden bereits erwähnt.

  • Hilfe bei der Bachelorarbeit - Ich würde mich freuen wenn Ihr die Zeit habt mich zu unterstützen :-)

    • joachimmeertal
    • 6. Mai 2018 um 16:35

    fedsch ...

  • Diskussion zur Umfrage des Monats Mai 2018 - Ausflüge über den Reiseveranstalter, oder doch lieber in Eigenregie ?

    • joachimmeertal
    • 1. Mai 2018 um 08:31

    Sofern es möglich ist, führen wir unsere Ausflüge in Eigenregie durch. Über ein Forum hat sich eine Gruppe gebildet, die bereits öfters gemeinsam unterwegs war. Die Vorteile liegen ganz klar auf der Hand:
    - Flexibilität
    - man kennt sich und muss sich nicht über unliebsame Mitausflügler ärgern (soll es geben ...)
    - die Einzelziele kann man nach seinen eigenen Vorstellungen aussuchen; es wird nichts vorgesetzt
    - und nicht zuletzt: der Preis

    Auch wenn in einzelnen Ländern die Ausflüge auf eigene Faust nicht billiger sein müssen, ist das Erkunden in kleinem Rahmen sehr angenehm.

  • Verlosung April/Mai 2018

    • joachimmeertal
    • 28. April 2018 um 14:35

    Eine Comedy-Kreuzfahrt wäre nicht schlecht - abgesehen davon bietet AIDA besonders auf längeren Reisen m.E. genügend Abwechslung im Unterhaltungsbereich. Wie bei einigen anderen steht auch bei mir nicht die Unterhaltung im Vordergrund - mich ziehen eher die Zielhäfen an.

  • Bugcambilder nicht aktuell

    • joachimmeertal
    • 24. April 2018 um 09:14

    AIDA "schreibt" Dinge einfach nur schön:

    "Hinweis: Die Schiffspositionen können derzeit auf Grund von technischen Weiterentwicklungen nicht immer tagesaktuell angezeigt werden."

    Verkäuferisch 1 a - aber lässt man sich davon täuschen?

    Beste Grüße

    Achim

  • Preisverfall / AIDA

    • joachimmeertal
    • 16. April 2018 um 18:06

    Apfelfrau, ich bin mir nicht sicher, ob ich in diesem Forum den Namen des TV-Vermarkters nennen darf.

  • Preisverfall / AIDA

    • joachimmeertal
    • 16. April 2018 um 17:44

    Mit dem Preisverfall wird es weiter gehen, da AIDA einen neuen Vertriebsweg hat. Ein sehr bekannter TV-Vermarkter bot gestern Reisen der nova an ...

  • "Blackout" an Bord

    • joachimmeertal
    • 10. April 2018 um 21:15

    Healer, danke für die Information - Kurt hat den Vorruhestand mit Sicherheit verdient. Und trotzdem stimmt der Titel "Sonne über Kurts Haupt ...". Ich denke, dass die meisten Nutzer sich über Kurts Fotos von ganz oben gefreut haben.

    Beste Grüße

    Achim

  • 24.03.2018 - 08.04.2018​

    • joachimmeertal
    • 8. April 2018 um 20:54

    Willkommen zu Hause! Und auf ein Neues!

    Beste Grüße

    Achim

    PS: 40° Temperaturunterschied in einer Woche hat schon ´was ...

  • Kiel Auslaufmanöver und Einlaufmanöver (keine Links - nur Selbstgemachtes)

    • joachimmeertal
    • 8. April 2018 um 20:04

    Danke, Kurt! Wir können nur noch schreiben: Auf ein Neues!

  • "Blackout" an Bord

    • joachimmeertal
    • 8. April 2018 um 09:39

    So, wir sitzen auf dem Aussendeck der cara und winken Kurt zu. Ob er noch auf dem Dach des Heizkraftwerkes steht?
    Übriges hatte ich keine Todesangst.
    LG Achim

  • 24.03.2018 - 08.04.2018​

    • joachimmeertal
    • 23. März 2018 um 19:52

    Danke, Heike!

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