Kralendijk, Bonaire 06.04.09
Liegezeit 08.00h bis 16.00h, alle Mann an Bord um 15.30h.
Wir liegen zusammen mit der Vita im Hafen, die wird uns auch die nächsten zwei Tage begleiten. Die Vermieter haben auch gemerkt, dass heute zwei Schiffe im Hafen liegen und so sind die Preise entsprechend gestiegen. Ein Quadt kostet heute 75$ und da ist nichts zu handeln. Unsere Vorstellung, einen Jeep zu mieten und auf eigene Faust die Insel zu erkunden erweist sich als schwierig. Da wir heute nicht die ersten an Land waren, sind die Jeeps schon alle weg und einen Pickup wollen wir nicht. Aber suchen hilft und so finden wir etwas außerhalb einen Vermieter (Caribe), der uns, ungern für einen Tag, einen knallgelben Jeep Wrangler, für 94$, vermietet. Beim Dach abbauen kommen wir richtig ins schwitzen, aber als wir offen durch Kralendijk fahren, ist alles vergessen. Die Küstenstraße führt nach Norden und ist recht einfach zu befahren, zumal sie, als die Straße schmaler wird, zur Einbahnstraße deklariert wird. Weil uns das türkisfarbene Wasser und die Küste fasziniert, halten wir des Öfteren an um festzustellen, dass es keinen richtigen Strand gibt, sondern nur ein Geröll aus alten Korallen. Der Weg führt uns ins Landesinnere, an der Flamingo Sanctuary vorbei in Richtung Rincon. Auf dem Weg dorthin sieht Ulli viele große Leguane, die aber die Eigenschaft haben, für mich unsichtbar zu sein, aber die großen Kakteenwälder am Rande der Straße und die Flamingos sehe ich dann auch. Zurück im Kralendijk nehmen wir telefonisch Kontakt auf zu Stephan und Silvia, denen es noch gelungen ist einen Pickup zu mieten. Wir treffen uns auf der östlichen Seite der Insel, an der Lac Bay, einem Surferparadies. Es gibt Leute, die von einem Besuch dieser Bay abraten, aber wir fanden den Strand schön, die Strandbar toll (nicht zu teuer) und das Bier (Polar) lecker und schön eiskalt. Das Wasser ist badewannenwarm (die Farbe ist ein traumhaftes türkis und zum ersten Mal kommt richtiges Karibikfeeling auf), geht einem bis zu Hüfte und wenn man sich hinsetzt bis zum Hals. Also sitzen wir Männer im Wasser und finden, dass es uns ganz schön schlecht geht, weil uns das Wasser bis zum Hals steht. Wir machen Fotos mit den Handys und schicken sie den Arbeitskollegen zu Hause. In der Bucht gibt es einige gelb-weiße Handtücher und an der Bar treffen wir auch Mitfahrer von der Vita. Wir reden auch darüber, dass im nächsten Hafen, Isla Margarita, ein Schiff Tendern muss. Die Vita legt heute eine Stunde vor uns ab und somit sind natürlich alle Vitafahrer der Meinung, dass es die Aura mit dem Tendern erwischen wird. Nico Berg hat uns beim Aida-Fan-Treffen verraten, dass er einen Deal mit dem Hafenmeister hat und für uns der Liegplatz an der Pier sicher ist. Da es um 15.30 Uhr schon wieder alle Mann an Bord heißt, fahren wir nicht zu spät zur Autovermietung zurück. Der Jeep wird für 10$ vollgetankt und auf der Ladefläche eines Pickups bringt man uns zurück zum Schiff. Schnell durchstöbern wir die Läden noch nach Hatpins. Hatpin kaufen ist übrigens, mit den Hüten aus Kolumbien, ein richtiger und äußerst wichtiger Sport geworden, denn nun geht es darum, wer am Ende des Tages den schönsten und einmaligen Pin erwischt hat. Zu viert kostet uns der Jeep 94$ plus 10$ Benzingeld, das macht etwa 25$ p.P aus. Die Tour war ihr Geld in jeder Hinsicht wert. Befindet sich nur ein Schiff im Hafen, dann werden die Preise auch wieder sinken.