@ Unser Eindruck von Abu Dhabi.
Astrid
Montag, 12. März 2012, Abu Dhabi, Port Zayed, Berth No. 5, Sonnig, 27 Grad Celsius, 269 Seemeilen, 498 km bis Khor Fakkan
Gegen 5.30 Uhr kamen steuerbord die Lichter von Abu Dhabi in Sicht. Bei leichtem Nebel (Smog oder Sand?) erreichte unser schönes Schiff um 6.15 Uhr die Einfahrt in den Industriehafen. Um 6.30 Uhr lag sie fest an der Pier, Um 7.00 Uhr verkündete Kapitän Dr. Hoppert, dass alles zum Landgang bereit sei. Wir lagen vor großen Hallen, kein Terminal oder dergleichen weit und breit. Das „Durchleuchtungsgerät“, das verhindern sollte, dass unerwünschte Dinge nach Abu Dhabi eingeführt werden, bestand aus einen Transporter mit nach rechts und links ausgeklappten Metallblechen. Auf das linke Teil legte man seine Sachen und auf der rechten Seite kamen sie wieder zum Vorschein. Eine Person saß den ganzen Tag dort und hatte Aufsicht, wir sahen sie noch nach 22.00 Uhr nachts. Nach einem kurzen Frühstück im Bella Donna (die Terrasse war wegen des Windes nicht geöffnet) bestiegen wir kurz nach 9.00 Uhr den bereit stehenden BIG BUS. Die Karten dafür hatten wir von Deutschland aus im Internet bestellt. Das wäre nicht nötig gewesen, da der Andrang nicht so groß war und es war außerdem ein bisschen teurer als der Vor-Ort-Kauf. Die erste Station nach dem Passieren des Hafenausgangs war der Iranische Markt – eine Ansammlung von Buden, in denen alles verkauft wird, was der Mensch so braucht. Wir sahen Blumenkübel und Mülltonnen, Haushaltsgegenstände und Feuerholz, Kleiderständer, Korbwaren, Möbel und tausend andere Dinge, die bis weit vor den Buden auf der Straße aufgestapelt waren. Dass dort fotografieren verboten ist, sagte mir der Kopfhörer erst, nachdem ich ein paar Fotos gemacht hatte.Weiter ging es Richtung Marina Mall. Rechts der Strand und links ein Vorort mit gemischt genutzten Hochhäusern. Dann kam es in Sicht – das gigantische Emirates Palace.
Ein Hotel der Superlative, gleich neben der Marina Mall, dem Heritage Village und vielen Straßen- und Hochhäuser-Baustellen. In der Nähe ist auch die Zufahrt zum Königspalast. Baustelle nach Baustelle und dazwischen Sand, Sand, Sand, zum Teil übersät von Unrat (vor allem Plastiktüten). Eine Moschee war immer in Sichtweite. Die Tour mit dem BIG BUS, die insgesamt ca.150 Minuten dauert, näherte sich ihrem Wendepunkt bei der phantastischen, blendend weißen Sheikh-Zayed-Moschee mit ihren vier Minaretten.
Dort verließen wir den Bus und stiegen die vielen Stufen Richtung Eingang hinauf. Bevor wir den Innenhof betreten konnten, hielt mich die Security auf – ich musste schon ab hier eine Abaya anziehen. Also ab in den kleinen Raum rechts vom Eingang, in dem sich die Touristinnen drängten und versuchten, eine passende Abaya zu finden. Aus einem Berg von schwarzen Gewändern zog ich eine heraus – die Weite schien zu passen, sogar meine Umhängetasche wurde mit verhüllt. Leider war sie zu lang, also immer schön hochhalten, um nicht zu stolpern. Dann fehlte noch das schwarze Kopftuch – ab in den gegenüberliegenden Raum und einer zurückkehrenden Touristin das Kopftuch abgeluchst. Die ganzen Prozeduren erfolgten mit viel Gelächter. Auf dem Weg zum Eingang der Moschee wurde uns eine Plastiktüte für die Schuhe gereicht. Die Männer durften so hinein, wie sie waren – natürlich mit langen Hosen und Hemden mit Ärmeln, ansonsten mussten sie eine weiße Kondoura anziehen.Dann konnten wir die Moschee barfuß bzw. in Socken auf dem Teppich der Superlative betreten und die Svarowski-Kronleuchter bewundern und die Einlegearbeiten und, und, und…………….. Die Moschee muss man mit eigenen Augen gesehen haben. Der riesige Raum war dominiert von schwarz gewandeten Frauen, viele Männer beklagten sich, dass sie nun die ihnen Angetraute nicht mehr erkennen konnten.Der weitere Weg des BIG BUS führte an der Raffinerie vorbei und hinein in die Innenstadt. Von dort war der Hafen dann nicht mehr weit entfernt.