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19.6. - 29.6. 12 10 Tage westl. Mittelmeer - Palma, Tunis, Malta, Palermo, Neapel, Rom, Korsika, Toulon

    • AIDAbella:
  • Lindros
  • 5. Juli 2012 um 11:01
  • Antworten

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  • Lindros
    Schüler
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    3
    Beiträge
    86
    • 5. Juli 2012 um 11:01
    • #1

    Sehr schöne zweite Aida Reise im westl. Mittelmeer

    Hier nun mein zweiter Reisebericht. Dieses Mal ging es 10 Tage ins westl. Mittelmeer mit AIDAbella.

    Anreise
    Nachdem wir bei der letzten Reise durch die frühe Anreise etwas kaputt waren, haben wir es diesmal ein wenig gemütlicher angehen lassen und ich muss sagen es war alles optimal.

    Unser Flug ging „erst“ um 10.10 Uhr von Stuttgart nach Mallorca. Der Check Inn ging sehr flott und so waren wir dann gg 14 Uhr auf dem Schiff und konnten sogar schon direkt in die Kabine. Kurz darauf kamen auch gleich die Koffer.

    Wir hatten wieder eine Kabine auf Deck 6, allerdings eine mit eingeschränkter Sicht, was aber völlig ausreichend ist. Nachdem wir ein wenig das Schiff inspiziert hatten und uns im Restaurant abends gestärkt hatten, stand um 21 Uhr die Seenotrettungsübung auf dem Programm.

    Danach gab es währende des Auslaufens dann die Begrüßungsfeier/Welcome Party. Hier muss ich leider ein wenig Kritik anbringen. Wir schauten uns das Auslaufen an der Anytime Bar an, als wir dann nach ca. 10-15min zum Pooldeck kamen, waren die Tische mit dem Begrüßungssekt bereits abgebaut und somit bekamen wir nicht einmal ein Sektchen (gut bin sowieso nicht der Sekttrinker, aber das hatte schon etwas von Massenabfertigung).

    1. Tag Seetag
    Wie bei der letzten Reise war der erste Tag ein Seetag. Wir nahmen das eine oder andere Sonnenbad, schauten abends die Shows im Theatrium und genossen natürlich das Essen.

    2. Tag Tunesien / Tunis
    Unsere erste Station war Tunis, die Hauptstadt von Tunesien. Hier hatten wir im Vorfeld einen Ausflug nach Karthago & Sidi Bou Said gebucht.

    Das Wetter war eigentlich gut, nur am Horizont hing ein wenig Dunst. Es waren ca. 36 Grad. Der Ausflug ging ca. 4 Stunden und ist meiner Meinung nach sein Geld wert.

    Zunächst fuhren wir mit dem Bus zu den Punischen Häfen und legten dort einen Fotostopp ein.

    Weiter ging es nach Karthago. Wer sich gerne mit der Antike beschäftigt, wird hier nicht enttäuscht. Teilweise wirklich gut erhaltene „Steinhaufen“. Der Reiseführer war auch sehr gut und erzählte viel über die Geschichte von Karthago.

    Nach kurzer Freizeit(ca. 15min) fuhren wir dann weiter nach Sidi Bou Said. Nettes Örtchen was ein wenig an Santorin erinnert. Der Reiseführer gab ein paar Erklärungen ab und wir besuchten noch ein altes tunesisches Haus. Hier hatte man vom Dach aus ein superguten Ausblick (leider war es wie gesagt ein wenig trüb am Horizont). Es gab dann 40min Freizeit und wir gingen noch ein wenig durch die Straßen und kauften auch noch eine Kleinigkeit für die daheimgebliebenen (auf jeden Fall Handeln ca. 50% sind drin).

    Nachdem wir Sidi Bou Said hinter uns gelassen hatten, ging es weiter mit der Kultur von Karthago. Das einzig Negative war das wir nur einen Busstop(ohne aussteigen) am alten Amphitheater machten. Danach fuhren wir zurück ans Schiff.

    Mittlerweile hatte noch ein weiteres großes Kreuzfahrtschiff angelegt. Um ca. 16 Uhr liefen wir dann aus und legten uns anschließend noch ein wenig auf Deck 5 zum Sonnen (unsere bevorzugtes Sonnendeck, weil hier wirklich Ruhe herrscht).

    Fazit: Ein lohnenswerter Ausflug. Man bekommt eine Menge zu sehen für sein Geld. Wer sich für Geschichte interessiert sollte Karthago nicht verpassen.

    Tipps: Handeln nicht vergessen. Wasser und Kopfbedeckung ist ratsam bei Temperaturen um 35 Grad.

    3. Tag Malta / Valletta
    Wir standen recht früh, da wir den Ganztagesausflug „Maltas große Vergangenheit“ gebucht hatten. Wir wollten eben noch gemütlich frühstücken und die so beschrieben schöne Hafeneinfahrt gegen 9 Uhr nicht verpassen.
    Zur Hafeneinfahrt muss ich sagen, es ist schon toll in den Naturhafen einzufahren, aber so unbeschreiblich wie viele sagen ist es nun auch nicht. Für mich war Santorin und Marmaris schöner, ist aber eben alles Geschmackssache. Es lagen noch 2 weitere Schiffe im Hafen (Costa Magica und Mein Schiff) so dass wir nicht den besten Liegeplatz hatten.
    Kaum angelegt ging unser Ausflug auch schon los. Es war wieder sehr warm ca. 34 Grad.
    Eines vorweg, der Ausflug ist sehr straff, man sieht aber sehr viel.

    Zunächst ging es mit dem Bus zu den Oberen Barracca Gärten. Recht schön da oben und eine tolle Sicht auf den Hafen. Von da aus liefen wir zum nächsten Punkt der Johannes-Kathedrale. Ich bin eigentlich kein Kirchengänger, aber diese Kathedrale ist echt schön und toll verziert.
    Danach ging es in den Großmeisterpalast, nicht schlecht, aber im Vergleich zur Kathedrale fällt er eben ab. Nachdem wir zum Glück bergab in Richtung Meer liefen, wurden wir dann wieder vom Bus eingesammelt.
    Wir fuhren weiter nach Tarxien zur Besichtigung der drei neolithischen Tempel. Leider ist es mit einer so großen Gruppe nur schlecht möglich alles mitzubekommen und einen richtigen Plan mit Erklärungen gab es da auch nicht. Schade, denn das hatte mich echt interessiert, schließlich sind diese Ausgrabungen ca. 4000 Jahre alt.
    Mit dem Bus fuhren wir dann nach Ta' Qali. Dort gab es ein gutes Mittagessen, mit Vor und Nachspeise. Allerdings merkte man ab da dann den straffen Zeitplan. Denn nach dem Hauptgang (gegen 13:30), kam alles mehr oder weniger auf einmal. (Ablegen 17 Uhr, Ausflug bis 16:30 angesetzt)

    Nach dem Essen fuhren wir mit dem Bus weiter zu einer Glasbläserei. Zwar gab es da wirklich schöne Einzelstücke, aber den Besuch hätte man sich sparen können. Die Reiseführerin sagte auch sie macht das nur, weil es auf dem Programm von Aida steht, also mehr oder weniger eine Verkaufsveranstaltung.

    Zum Abschluss ging es noch nach Mdina. Hier viel dann eine Person auf Grund der Temperaturen, der Kondition und des Tempos der Reiseleiterin aus. Wir liefen ein wenig umher, es gab ein paar Erklärungen und wir besuchten noch eine weitere Kathedrale.

    Um 16:30 Uhr waren wir dann zurück am Schiff. Zum Auslaufen ging es auf Deck 5. Danach erholten wir uns erst einmal, es sollte ja nicht in Stress ausarten. Abends stand dann das EM Viertelfinale zwischen Deutschland und Griechenland auf dem Programm. Deutschland gewann, was gebührend gefeiert wurde!! ;)

    Fazit: Wer viel sehen will ist mit diesem Ausflug gut bedient. Leider etwas straff, so hat man wenig Zeit es auch mal zu genießen.

    Tipps: Wasser und Kopfbedeckung nicht vergessen!

    4. Tag Italien / PalermoIn Palermo ließen wir es ruhiger angehen. Zum einen wussten wir, dass zwei anstrengende Tage in Neapel und Rom bevorstehen und zum anderen hatte wir auf Grund von Recherchen im Internet dort keinen Ausflug gebucht, sondern wollten es auf eigene Faust versuchen.

    Nachdem wir ausgeschlafen und gefrühstückt hatten, liefen wir also los. Es war wieder sehr warm ca. 34 Grad. Der Hafen grenzt quasi direkt in die Stadt. Kaum runter vom Schiff wurde man auch schon von ein paar Mädels wegen einer Hop On Hop Off Bus Tour angesprochen. Diese wollten wir im Vorfeld machen. Es gab zwei Routen (altes und neues Palermo) wobei die zweite erst ab 14 Uhr startet. Kostet insgesamt 20 Euro p.P. und lohnt sich. Gute Erklärungen in Deutsch. Wir haben zunächst die Route A gemacht und sind dann am 7. Stopp ausgestiegen. Von da aus sind wir zu den bekannten Katakomben mit den mumifizierten Leichen gelaufen. Hat ungefähr 15min gedauert. Wir haben befürchtet, dass die evtl. um 12 Uhr zu machen, was sich zum Glück nicht bestätigt hat. (erst um 13 Uhr ist für eine Stunde geschlossen)

    Katakomben sind sehenswert, aber man muss ich im Klaren sein, dass es eben mumifizierte Leichen sind (manche sehen sogar noch fast lebendig aus), also nichts für Weicheier. Danach sind wir wieder zurück zum Bus Stopp 7 und haben die restl. Stationen der Route A gemacht. Um ca. 13:20 kamen wir zurück zum Ausgangspunkt und starteten gegen 14 Uhr die Route B.

    Nach dem Ende der Route B sind wir wieder zum Hafen zurückgegangen. Mein persönliches Highlight folgte auf dem Weg zum Hafen, als wir an einem kleinen Eisstand vorbei schlenderten. Beim Hineinschauen traute ich meinen Augen kaum. Da gab es Schokoladeneis, und zwar nicht in dem üblichen braun, sondern fast schon schwarz. Keine Frage, das musste ich probieren. Ich nahm also 2 „Kugeln“, wobei dort keine Kugeln gemacht werden, sondern da wird mit einem Spachtel einfach zwei riesengroße Portionen Eis auf die Waffel gestülpt. Schoko und Vanille hab ich genommen für insgesamt 2 Euro… einfach geil. Das beste und leckerste Schoko-Eis meines (bisherigen) Lebens.

    Fazit: Palermo ist vielleicht nicht die schönste Stadt, aber trotzdem hat sie ein gewisses Flair, Sizilien eben. Die Bustour ist wirklich empfehlenswert.

    Tipps: In Palermo bekommt man sehr günstig Wasser (3L 1,60 Euro).

    5. Tag Italien / Neapel
    Tag 5 unserer Kreuzfahrt sollte lustig und anstrengend werden. Nachdem wir im Vorfeld schon den Ganztagesausflug Antikes Pompeji & Vesuv gebucht hatten, ging es auch schon kurz nach dem Anlegen los.

    Als erstes muss ich unseren Reiseleiter loben, der Mann war echt der Hammer. Wusste sehr viel, erzählte auch Dinge die nicht unbedingt mit unserem Ausflug zu tun hatten und hat immer ein Witzchen gerissen oder einen guten Spruch gehabt. Allein der war es schon wert.

    Nun zum Ausflug; wir fuhren ca. 45min mit dem Bus und lernten da unseren Reiseführer kennen. Wir bekamen alle eine Art Audio-Guide, wo man hörte was der Reiseführer einem erzählt. Da in Pompeji sehr viel los ist, stellte sich das als optimal heraus, denn selbst wenn man nicht direkt am Reiseführer ist, hört man alles sehr gut. Somit ergibt sich die Möglichkeit auch mal ein paar Meter von der Gruppe zu entfernen und ein Foto zu machen oder anderen anzuschauen ohne wirklich etwas zu verpassen.

    Nach der Pompeji-Besichtigung bekamen wir eine kleine Zitronenaperitiv-Probe, bevor es zum Mittagessen ging auf welches wir getrost auch verzichtet hätten. Vorspeise Cannelloni, welche noch wirklich lecker waren. Hauptspeise Kalbsschnitzel und Pommes, die nicht durch waren, als Nachspeise so eine Art Zitronensahnekuchen mit aufgeweichtem Boden. Irgendwie unpassend bei Temperaturen von 33 Grad und absolut nicht „typisch italienisch“.

    Nach dem Essen fuhren wir am Vesuv bis auf 1000m hoch. Die restlichen 200 Höhenmeter muss man zu Fuß zurücklegen und man merkt erst mal, was 200 Höhenmeter sind. Es ist sehr anstrengend (der Weg besteht mehr oder weniger aus Asche und Gestein, ähnlich einer Kiesgrube und man rutscht beim Laufen das eine oder andere mal weg). Bei über 30 Grad sollte schon eine gute Kondition vorhanden sein. Ich denke 30-45 Minuten sollten eingeplant werden. Trotzdem finde ich lohnt es sich. Wann gibt es schon mal die Möglichkeit auf einen Vulkan zu steigen. Oben ist dann noch eine Art Bergführer, der einem mehr Informationen zum Vesuv gibt. Danach ging es wieder bergab zurück zum Bus und zurück zum Schiff.
    Fazit: Ein anstrengender aber schöner Ausflug. Pompeji sollte man gesehen haben und auch der Aufstieg zum Vesuv ist etwas was man Freunden bestimmt mal erzählt, aber eben nicht zu unterschätzen. Auf jeden Fall muss ich hier noch einmal unseren Reiseführer loben.

    Tipps: In Pompeji ruhig mal ein Stück von der Gruppe entfernen und das eine oder andere Foto schießen bzw. anderes ansehen. Durch die Audio Guides bekommt man eigentlich alles mit. Am Vesuv Zeit lassen.

    6. Tag Italien / Rom
    Nachdem wir den Vesuv überstanden hatten, wartete das nächste Highlight. ROM, die ewige Stadt.
    Auch hier hatte ich mich im Vorfeld der Reise über das Internet informiert und wir entschieden uns Rom auf eigene Faust zu machen. Da man Rom eh nicht an einem Tag erkunden kann, sollte man sich lieber 2-3 Highlights aussuchen und diese genießen.

    Unser Hauptaugenmerk lag auf dem Kolosseum. Nach dem gemütlichen Frühstück nahmen wir den kostenlosen Shuttle Bus vom Schiff aus zum Hafeneingang. Von da aus liefen wir ca. 10min zu Fuß in Richtung Bahnhof und kauften uns das BIRG Ticket für 13 Euro. Damit waren Bahnfahrt, U-Bahn und Busverkehr abgedeckt. Also ab in den 9:44 Uhr Zug (Ticket sollte im Bahnhof vorher entwertet werden). Ca. 1h 15min später waren wir in Rom/Termini. Wir durchquerten den RIESIGEN Bahnhof und stiegen in die U-Bahn in Richtung Kolosseum. Die einfahrende U-Bahn war gestoßen voll und der Bahnsteig auch nicht viel leerer. Naja das Problem wurde ganz einfach gelöst, nahezu alle Leute stiegen am Termini aus und alle vom Bahnsteig passten in die U-Bahn. 2 Stationen später hieß es wieder aussteigen.

    Ein paar Meter in Richtung U-Bahn Ausgang laufen und kaum einen Schritt draußen steht man vor dem monströsen Kolosseum.

    Die Schlange war ewig lang. Irgendwo war ein Schild, ab hier 45min Wartezeit. Wir haben den aus dem Internet bekannten Audio Guide Trick benutzt. An der ganzen Schlange links vorbei, den Eingang für Gruppen und Audio-Guide nutzen. Somit hatten wir am Schalter nur 2 oder 3 Leute vor uns. Wir haben dann eine Karte für das Kolosseum und das Forum gekauft mit deutschem Audio Guide für 17,50 Euro pro Person. Man muss einen Ausweis, Reisepass oder so hinterlegen.

    Zum Audio Guide bekommt man noch eine Karte dazu, wo die Stationen des Guide stehen. Der Audio Guide ist sehr gut und es wird sehr viel erzählt. Ca. 1 Std benötigten wir für das Kolosseum.

    Nach dem Kolosseum gingen wir dann ins Forum Romanum. Da wir im Kolosseum schon eine Karte gekauft hatten, kamen wir auch da ohne Probleme sofort rein. Leider hatten sie an unserem Eingang keine Audio Guides mehr in Deutsch. Somit verzichteten wir eben darauf und liefen das ganze Forum so ab. Ich muss sagen erst wenn man selbst mal da war merkt man wie groß das Ganze ist. Beeindruckend, zumal die Temperaturen auch da wieder bei ca. 33 Grad lagen. Im Forum beim kl. Triumphbogen sind 2-3 Wasserbrunnen, mit Trinkwasser. Allein im Forum brauch man ungefähr einen halben Tag, um alles zu sehen. Irgendwann waren wir dann mit den Kräften am Ende und entschieden uns Richtung Ausgang zu gehen und zurück zum Schiff zu fahren. Gegen 17:30 Uhr waren wir wieder an Bord.

    Wir erholten uns erst einmal.
    Gegen 21 Uhr legten wir dann ab. Ursprünglich sollten wir um 20 Uhr ablegen. Aber auf Grund der vielen vorfahrtsberechtigten Fähren und 3 anderen Kreuzfahrtschiffe verzögerte sich das alles. Am Abend war „Shaken“ angesagt. Bar vs. Entertainment. Lustig und Lecker ;)

    Fazit: Rom an einem Tag zu erkunden ist unmöglich. Daher war die individuelle Ausführung optimal. So kann man sich auf das konzentrieren was man unbedingt sehen will und das für „wenig“ Geld (wir haben knapp 60 Euro für 2 Personen gebraucht).

    Tipps: Audio Guide Trick am Kolosseum. Spart nicht an den 5 Euronen. Die Zeitersparnis beim Anstehen und der Guide lohnen sich. Wenn es warm ist sollte man Wasser und eine Kopfbedeckung haben, vor allem im Forum.

    7. Tag Korsika / Ajaccio
    Nach dem anstrengenden Tagen in Neapel und Rom, sollten die restlichen Tage eher leicht gestaltet werden. Am Tag nach der ewigen Stadt kamen wir nach Korsika, genauer Ajaccio. Im Vorfeld wussten wir, dass entweder ein Ausflug zu Les Calanches ansteht oder wir privat etwas unternehmen. Nachdem uns die Ausflugspräsentation zu Les Calanches uns irgendwie doch nicht so zu sagte, entschieden wir, Korsika individuell zu gestalten.
    Wir legten um etwa 10 Uhr in Korsika an und gingen gegen viertel nach 11 nach einem gemütlichen, ausgiebigen Frühstück von Bord. Der Hafen war auch hier sehr nah am Stadtzentrum. Als wir aus dem Hafengebäude raus kamen, liefen wir nach links in Richtung Markt. Dort angekommen stand eine Hop On Hop Off Bustour oder eine Tour mit einer Bimmelbahn zur Auswahl. Im Internet lasen wir, dass die Bustour sehr schön sein sollte. Es gab 2 Routen, eine kleine und eine große bis raus zu Les Iles Sanguinaires. Das wollten wir. Mit 10 Euro pro Person waren wir dabei.

    Da noch etwas Zeit bis zur Abfahrt verblieb, schlenderten wir noch ein bisschen über den direkt angrenzenden Markt, wo es herrlich nach Käse und Schinken duftete.

    Eins vorne weg, es sollte eine superschöne Tour werden. Sie führt an vielen Sehenswürdigkeiten vorbei und die Fahrt raus zu Les Iles Sanguinaires ist absolut traumhaft. Tolle Landschaft, herrliche Strände, klasse Wasserfarben und eine schöne Vegetation, dazu kurze Erklärungen vom Band in Deutsch (wahlweise natürlich auch Englisch oder Live vom Fahrer in Französisch). Bei Les Iles Sanguinaires angekommen, hatten wir 25min Aufenthalt, allerdings kann man auch länger bleiben und mit einem späteren Bus zurück fahren, was wir mit dem Busfahrer so vereinbarten, damit er nicht auf uns wartet vor der Weiterfahrt. Wir liefen also das ganze Stück vor bis ans westl. Ende von Korsika mit den vorgelagerten Inseln. Einfach Traumhaft.
    Wir verweilten bestimmt eine Stunde dort, bevor wir uns wieder in Richtung Busstation aufmachten. Die Rückfahrt war ebenso traumhaft. Zurück in Ajaccio schlenderten wir noch ein wenig in die Stadt.

    Nach dem Abendessen und dem herrlichen Auslaufen stand abends dann noch die (zuvor wegen technischer Probleme ausgefallene) Show Avalon auf dem Programm.

    Fazit: Korsika ist die Überraschung des Urlaubs gewesen und hat uns wirklich sehr gut gefallen. Die Hop On Hop Off Bus Tour ist sehr schön und das für wenig Geld.

    Tipps: Am Markt die Straße nach oben immer geradeaus laufen. Irgendwann kommt nach einem großen Platz ein Spar Markt wo es günstig Wasser gibt.

    8. Tag Frankreich / Toulon
    Am letzten Landtag kamen wir in Toulon an. In Toulon kam für uns eigentlich kein Ausflug in Frage. Einzig der Ganztagesausflug über 9h nach Arles & Les Baux hatte uns ein bisschen interessiert, auf den wir aber verzichteten.

    Um kurz vor 11 Uhr gingen wir von Bord ins Hafengebäude. Dort gibt es einen kleinen Touri Schalter mit einer Dame, die einem alles erklärt und sogar in deutscher Sprache. Wir entschieden uns auf den Mont Faron, den Hausberg von Toulon, zu fahren. Dorthin kommt man entweder zu Fuß oder mit der Seilbahn. Die Seilbahn war dann das Mittel unserer Wahl.

    Wir mussten zu einer Bushaltestelle auf der Hauptverkehrsstraße direkt am Hafen und dann mit der Buslinie 40 zur Haltestelle Telepherique fahren. Eine Fahrt kostet 1,60 Euro. Es gibt auch Tagestickets bzw. Kompletttickets für Bus + Seilbahn, was wir allerdings erst später raus bekamen.

    Nach der Busfahrt, die ca. 15min dauert, sind wir an besagter Haltestelle ausgestiegen. Die Fahrt mit der Seilbahn kostet 6,80 Euro p.P. und dauert ca. 5min. Wer nicht schwindelfrei ist sollte sich das gut überlegen.

    Als wir auf dem Berg angekommen sind, haben wir gleich rechts neben der Station die Aussichtsplattform genossen. Danach sind wir ein wenig auf dem Berg herumgewandert. Dort gibt es einen kleinen Zoo und ein Militärmuseum was wir uns aber beides gespart haben. Außerdem gibt es verschiedene Aussichtsplätze. Nach ca. 45min sind wir dann wieder mit der Seilbahn zurück runter gefahren.

    Unten angekommen haben wir überlegt was wir noch machen. Eine Hafenrundfahrt kam nicht in Frage, da diese anscheinend nur in französischer Sprache stattfinden. Also schlenderten wir noch am Hafen entlang und gingen dann zurück auf Schiff.

    Der Rest des Tages bestand aus Faulenzen, Essen und die eine oder andere Show.
    Fazit: Toulon hat uns irgendwie nicht richtig begeistern können. Uns hat eben im Vergleich Korsika besser gefallen. Laut Aussagen anderer Reisender soll es jedoch schöne, kühle Gässchen in der Stadt geben.

    Tipps: Im „großen“ Touribüro bekommt man diese Kompletttickets, wo man dann den einen oder anderen Euro spart.

    9. Tag Seetag
    Der letzte Tag auf dem Schiff stand nochmal ganz im Zeichen der Erholung, Whale Watching und Fußball. Wie unser Kapitän am Morgen durchsagte sollte man mal die Augen offen halte, man könne evtl. den einen oder anderen Wal sehen.

    Nach dem Frühstück machten wir es uns auf Deck 5 gemütlich.
    Da wir schon einmal auf den Azoren waren und Pottwale und Delphine gesehen haben, wussten wir worauf wir achten müssen. Auf die Fontänen beim Auftauchen.

    Tatsächlich sahen wir immer mal wieder Fontänen. Ich denke es waren 15-20 Fontänen die wir innerhalb von ca. 4 Std sahen. Leider war das mit unsere Digicam kaum zu erfassen aber wir hatten vorausahnend auch unser Fernglas dabei, mit dem es besser zu beobachten war. Einmal konnte ich einen Wal richtig gut sehen. Bin zwar kein Walforscher und kenn mich nicht so gut aus woran man einen Walart erkennen kann, allerdings denke ich es war ein Finnwal. ;)

    Am Abend stand dann noch das EM Halbfinale zwischen Deutschland und Italien auf dem Programm mit anschließender Abschiedsparty/Farewell.

    10. Tag Mallorca / Abreise
    Wie auch die Anreise war unsere Abreise wirklich zeitlich optimal. Wir konnten recht lange schlafen, gemütlich frühstücken und gingen um ca. 10:15 von Bord und suchten unsere Koffer. Diese konnten wir in der Nacht bis zwei Uhr vor die Kabinentür stellen, damit die Besatzung diese vom Schiff in die Hafenhalle bringt.
    Mit dem Bustransfer zurück zum Flughafen und somit war wieder ein schöner Urlaub leider zu Ende.

    FAZIT: Unsere zweite AIDA Reise war wieder sehr schön. Auf Grund unserer ersten hatten wir schon ein wenig Routine und es war nicht mehr alles neu und aufregend, wodurch wir uns aber auch auf Dinge, die uns wirklich interessieren, konzentrieren konnten. Die wenigen Ausflüge über AIDA waren insgesamt richtig ausgewählt. Auch die individuell durchgeführten waren durch die vorherige Internetrecherche sehr schön.

    Auf AIDAsehen

    Tipps: Fernglas, gutes Schuhwerk, Kopfbedeckung, genügend zu trinken an Land kaufen, die Wasserflaschen an Bord sind einfach überteuert (1L für 2,50 Euro)

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