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Mit der AIDAcara in Südostasien unterwegs (21. Dezember 2009 - 4. Januar 2010)

  • AIDAharald
  • 10. Januar 2010 um 09:46
  • Antworten

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  • AIDAharald
    www.generalalarm.de
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    3.917
    Beiträge
    996
    • 10. Januar 2010 um 09:46
    • #1

    -> Reisebericht mit Fotos und Fotoalbum: http://www.generalalarm.de


    Sorry, ist ein bisschen länger geworden ... ;)


    *** Sonntag/Montag, den 20./21. Dezember 2009: Anreise nach Bangkok ***

    Kaum zurück von unserer einwöchigen Kanarentour mit der AIDAluna mit für Dezember erträglichen Temperaturen zwischen 23° und 25° steht bereits der Flug nach Thailand an, um zu unserer zweiwöchigen Südostasientour zu starten. Und das ist auch gut so - immerhin werden wir zu Hause mit Temperaturen von fast 15°C überrascht … MINUS wohl gemerkt! Also nichts wie weg …

    Dank Waschservice auf der AIDAluna („7 Teile für 15,50 €“) ist der größte Teil der Reisegarderobe bereits wieder einsatzbereit, so dass die Tasche eigentlich nur noch für die zweite Woche ergänzt werden muss … und damit könnte es eigentlich auch schon losgehen.

    Könnte … wenn wir nicht gerade den kältesten und schneereichsten Tag des Jahres hätten und am Frankfurter Flughafen ein Flug nach dem anderen verspätet ist oder gar annulliert wird (der Düsseldorfer Flughafen ist zu dieser Zeit bereits geschlossen, so dass die dort startenden AIDA-Mitfahrer erst einmal gar nicht nach Bangkok kommen und wir uns erst vier Tage später in Ho Chi Minh City treffen werden). Also geht es zwei Stunden früher als geplant über die verschneite und vereiste Autobahn zum Flughafen - vorbei an querstehenden Autos und anderen Winteropfern.

    Und die Vorahnung bewahrheitet sich - die Schlangen vor den Check-In- und Gepäckannahmeschaltern sind doch recht lang, so dass die zusätzliche Zeit nicht wirklich nutzlos war. Zunächst versuchen wir uns antizyklisch zu verhalten und die Schlangen am Check-In-Schalter zu umgehen, indem wir am Automaten einchecken. Erstaunlicherweise geht dies auch - trotz uns nicht bekannter Buchungsnummer - nur anhand des Namens und des Zielortes … die Bordkarten hätten wir also schon einmal.

    Jetzt müssen noch die Koffer auf den Weg gebracht werden - und das ist der wahre Zeitfresser. Obwohl die Menschenschlange sich hier nur vier Mal um die gespannten Pfosten und Absperrungen schlängelt, müssen wir fast anderthalb Stunden warten, bis wir unsere Koffer abgeben können. Die meisten in der Schlage nutzen die Gepäckannahmeschalter als Check-In-Ersatz oder - noch schlimmer - für mögliche Umbuchungen ausgefallener Flüge, so dass die Bearbeitungsdauer deutlich über dem liegt, was man für die Abgabe eines Koffers rechnen müsste. Aber wir haben ja Zeit…

    Bei der Abgabe erfahre ich, dass ich Glück hätte, dass heute so ein Chaos herrschen würde - man würde deshalb über die 6,5 kg Übergewicht meiner Taschen hinwegsehen. Witzig - AIDA hat uns bei der Buchung freundlicherweise 30 kg Freigewicht gegönnt - eigentlich hätte ich noch 3,5 kg zuladen können (und habe dafür eigentlich ein Lob erwartet). Und dann kommt der nächste Hinweis - meine „übergroße“ Reisetasche habe sich im Gepäckband verheddert und ein Techniker müsste nun kommen … aber hier hat der dezente Hinweis, dass die Reisetasche ein Lufthansa-Produkt ist, recht schnell Wunder gewirkt … so was „könne ja immer mal vorkommen“. Na also, geht doch.

    Durch unsere frühzeitige Fahrt zum Flughafen (Danke nochmal, René) haben wir leider das geplante Abendessen im Kreise unserer AIDA-Mitfahrer der Kanarentour in der vergangenen Woche beim Tommy nicht mehr geschafft, so dass nun ein Snack auf dem Airport ausreichen muss. Bei dieser Gelegenheit testen wir gleich mal den neuen McDonald's auf Ebene 0 (schon im neuen grünen Design) - geschmacklich hat sich aber nicht wirklich etwas geändert.

    Die restlichen Details sind schnell zusammengefasst: Passkontrolle, Sicherheitskontrolle, Fußmarsch zum Gate (C14), Warten aufs Einsteigen und Teile der Crew … mit 1¼ Stunden Verspätung starten wir dann um kurz nach Mitternacht in Richtung der aufgehenden Sonne.

    Der Flug selbst (Flugdauer 9:45 Stunden) in einer Boeing 747-400 ist eigentlich problemlos … gut, ein paar Zentimeter mehr Beinfreiheit (und damit automatisch auch mehr Platz für die Rückenlehne) wären jetzt nicht sooo schlimm gewesen - aber irgendwie will das ja auch keiner mehr bezahlen (Geiz ist halt doch nicht nur geil). Das Abendessen (eine Art Schweinegulasch mit Rotkohl und Knödeln) ist eine nette Abwechslung bevor die Lichter zur allgemeinen Nachtruhe ausgehen und vereinzeltes Schnarchen erste Erfolge dokumentiert. Alternativ zu den beiden angebotenen Spielfilmen versuche ich daher auch zu schlafen; leider klappt dies aber zunächst nur ansatzweise - in den tieferen Schlaf bin ich erst gefallen, als der Weckruf zum Frühstück kommt. Naja, Murphy halt.

    Dafür passt das warme Frühstück mit Rührei, Kartoffeln und Spargel nicht so wirklich zur Tageszeit - aufgrund der sechsstündigen Zeitverschiebung haben wir inzwischen etwa 15.00 Uhr. Noch eine Stunde und wir werden in Bangkok landen - und dann kann der Urlaub beginnen.

    Es ist soweit … die Tür des Fliegers geht auf, warme Luft strömt hinein. Gut 30° erwarten uns hier in Bangkok - immerhin mal knapp 50° mehr als zu Hause ;) Also ab zur Gepäckausgabe (an der meine Reisetasche natürlich erst kommt als an der Anzeigetafel schon lange „last bag“ steht und ich mich schon bei den thailändischen Gepäckermittlern sehe). Aber OK, Murphy kann ja nicht immer zuschlagen…

    Weiter geht's nun mit der „Immigration“ - eigentlich will ich ja in zwei Wochen schon wieder weg … so viel Integrationsbemühung ist in der Zeit gar nicht nötig. Hilft aber nix - der Beamte prüft meinen Reisepass und die bereits im Flugzeug ausgefüllte Einreisekarte ganz genau (Warum will man eigentlich mein Jahreseinkommen wissen, wenn ich Urlaub in Thailand machen will? Bekomme ich dann potenziell passende Werbung per SMS?), macht ein Foto von mir (super, wieder ein Land mit meinem Gesicht in der Kartei) und stempelt wild in meinem Reisepass herum. Egal - ich bin drin ;)

    Kurz vor dem Ausgang dann die nächste Hürde - der Zoll. Viele Passagiere werden zur Seite gewunken, das Gepäck wird durchleuchtet und teilweise auch durchsucht. Hallo, wir reisen ein - nicht aus! Wir sehen aber wohl so seriös aus, dass wir gleich durch gewunken werden und wenige Schritte später mehreren AIDA-Schildern folgend den Weg in die Wartehalle nehmen. Hier werden wir als Teilnehmer am Ausflug „LCH02“ („Bangkok klassisch mit Übernachtung im Millennium Hilton“) identifiziert und in einen der wartenden Reisebusse gesetzt.

    Knapp 30 Minuten später - nachdem alle Mitreisenden den Hürdenlauf absolviert haben - befinden wir uns bereits auf dem Weg ins Millennium Hilton - mitten im Berufsverkehr und damit überschaubar schnell. Für die wenigen Kilometer brauchen wir fast eine Stunde. Dafür werden wir im Hotel von einer AIDA-Mitarbeiterin freundlich empfangen; wir werden umgehend eingecheckt und über den weiteren Ablauf unseres Ausflugs informiert.

    Falls sich jetzt jemand wundert, warum wir schon einen Ausflug machen, das Schiff aber noch gar nicht gesehen haben (nein, Ihr habt die Stelle mit dem Check-In auf dem Schiff nicht überlesen), dann will ich das gern aufklären.

    Da wir zwei Tage in Bangkok liegen und der Hafen rund zwei Busstunden von Bangkok entfernt liegt, hat AIDA zwei Ausflüge mit Übernachtung in Bangkok angeboten - dies erspart uns die Transferzeiten zum Schiff am ersten Tag sowie zurück für einen Ausflug am zweiten Tag.

    Wir erfahren also, dass wir am kommenden Morgen um 5.30 Uhr geweckt werden, ab 6.00 Uhr frühstücken können und wir dann um 7.00 Uhr mit dem Ausflug beginnen. Und das war auch noch ernst gemeint - einziger Trost ist nun, dass die Passagiere auf dem Schiff, die den Ausflug machen wollen, noch früher aufstehen müssen, da ja hier noch der Transfer nach Bangkok dazu kommt ;)

    Gleichzeitig erhalten wir noch das Angebot, eine „Dinner Cruise“ auf dem „Fluss der Könige“ zu unternehmen - das passt gut, da mir genau so etwas von einem Bangkoker Arbeitskollegen empfohlen wurde, den ich im Vorfeld um den einen oder anderen Tipp gebeten hatte. Wir haben noch etwas Zeit und können uns daher noch kurz frisch machen bevor es zum hoteleigenen Schiffsanleger geht.

    Hier steigen wir um 20.00 Uhr auf das „Dinner Boat“ auf, werden freundlich begrüßt („Suvadee“) und zu unserem Tisch geführt. Die kommenden zwei Stunden werden wir nun auf dem Fluss unterwegs sein, viele beleuchtete Tempel und Gebäude sehen und dabei typisch thailändisch speisen. Bestellt haben wir einmal „Seafood“ (Fische und Meeresfrüchte) und einmal „Thai Food“ (Fleisch und Gemüse auf Thai-Art) - und wir werden nicht enttäuscht.

    Auf eine kleine Vorspeise (eine Art Sate-Spieße und Fischbällchen sowie Krabbenchips) folgt eine Garnelensuppe (wahlweise mittel-scharf, scharf oder sehr scharf; „scharf“ ist aber noch essbar) und dann der Hauptgang mit viel Reis und insgesamt rund zehn verschiedenen Fleisch-, Gemüse- und Fischgerichten begleitet von verschiedenen (und verschieden scharfen) Saucen. Ein Gedicht … Den Abschluss bildet nun eine gemischte Platte mit verschiedenem tropischen und exotischem Obst sowie diverser thailändischer Süßspeisen.

    Gut gesättigt kehren wir nun zum Schiffsanleger am Hotel zurück und verschwinden - der Ortszeit angepasst - ins Land der Träume.


    *** Dienstag, den 22. Dezember 2009: Bangkok (Thailand) ***

    Kaum dort angekommen, werden wir auch schon vom automatischen Weckruf des Hotels um 5.30 Uhr wieder in die Realität versetzt. Naja, Ausschlafen geht anders. Aber es hilft ja nix - also ab ins Bad und dann um kurz nach 6.00 Uhr zum Frühstück. Vorher stellen wir die Koffer und Taschen noch vor die Tür - hier kümmert sich AIDA um die Abholung und den Transport zum Schiff (wie wir später feststellen werden hat das auch alles geklappt, so dass die Taschen vor der Kabinentür für uns bereit stehen).

    Jetzt kenne ich mich in Hilton Hotels durchaus ein bisschen aus und habe bislang die Überzeugung vertreten, dass das Frühstücksbuffet im Hilton in Köln wohl das Beste ist, das ich so kenne (vielleicht noch getoppt vom Sofitel in Hamburg). Das muss ich jetzt revidieren - das Frühstücksbuffet im Millennium Hilton in Bangkok schlägt das mühelos. Hier werden - den Frühstücksgewohnheiten der Asiaten, der Amerikaner, der Kontinentaleuropäer und der Engländer entsprechend - alle nur denkbaren Speisen aufgefahren. Aufzählen kann man das sowieso nicht - die Bandbreite geht aber von Sushi über Eierspeisen in allen Variationen, Speck, Würstchen, Bohnen, Süßspeisen, Joghurt, Müsli, Obst, Brotaufstrich und Belag aller Art (Fisch, Wurst, Käse, Marmelade, Honig, ...) bis zu frischen Waffeln. Da kommt dann in der Breite selbst AIDA nicht mit - und das will was heißen.

    Aber wir sind ja nicht zum Frühstücken in Bangkok - also geht es um 7.00 Uhr los mit unserem Ausflug. Mit insgesamt drei Reisebussen werden wir im Hilton abgeholt und beginnen unsere Fahrt im morgendlichen Berufsverkehr zu den Highlights von Bangkok.

    Aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens dauert die entfernungsmäßig eher kurze Fahrt zu unserem ersten Besichtigungsziel aber dennoch rund eine Stunde. Hunderttausende von Autos und gefühlt nochmal so viele Mopeds verstopfen jeden Meter der Straßen, gefahren wird wo Platz ist und Verkehrsregeln … naja, gibt es wohl auch. Wer in Bangkok arbeitet und außerhalb wohnt, kann daher schon mal mehrere Stunden für die tägliche Anfahrt zum Arbeitsplatz einkalkulieren und dementsprechend früh aufstehen (unser Reiseleiter wohnt beispielsweise 25 km außerhalb von Bangkok und musste um 4.30 Uhr aufstehen, um pünktlich um 7.00 Uhr bei uns im Hotel zu sein).

    Inzwischen haben wir jedoch unser erstes Ziel, das Kloster Wat Traimit, erreicht. Neben vielen informativen Ausführungen zum Buddhismus, zum Totengedenken und zur (richtigen) Verhaltensweise in Tempeln gilt es hier insbesondere den „Goldenen Buddha“ zu besichtigen. Dieser wurde in den 50er Jahren entdeckt, als eine vermeintlich aus Zement gegossene Buddha-Statue versehentlich beschädigt wurde und unter dem Riss pures Gold hervorschimmerte. Die rund fünf Tonnen schwere massive Goldstatue zählt heute zu größten buddhistischen Kunstschätzen.

    Es ist jetzt gerade mal 9.00 Uhr - ohne Kopfbedeckung geht es aber praktisch schon nicht mehr. Gefühlte 30°C bei hoher Luftfeuchtigkeit lassen ein Gefühl aufkommen, wie die kommenden zwei Wochen aussehen werden … dennoch ist das deutlich besser als das heimische nasskalte Matschwetter. ;)

    Einen halben Liter Wasser (die Flasche kostet im Übrigen 10 Baht was etwa 20 Cent entspricht) später machen wir uns auf den Weg zum nächsten Stopp des Ausflugs - dem Kloster Wat Pho („Wat“ bedeutet übrigens immer Kloster/Tempel). Hier wartet u.a. der „Liegende Buddha“ auf uns. Hierbei handelt es sich um eine vergoldete Statue des ruhenden Buddha - 46 m lang und 15 m hoch!

    Und weiter geht's … das letzte Ziel vor dem Mittagessen ist ein „Muss“ in Bangkok - Wat Phra Kaeo mit dem Smaragd-Buddha sowie der Königspalast. Zwar wird überall auf angemessene Kleidung geachtet (knöchellange Hosen oder Röcke, Oberteile mit Ärmeln und ordentliches, geschlossenes Schuhwerk), am Königspalast gewähren die Wachen ansonsten jedoch gar nicht erst Einlass - folglich blüht das Geschäft der naheliegenden Straßenhändler, die zufällig immer etwas passendes parat haben.

    Nach einem ausführlichen Rundgang auf dem Tempelgelände, der an jeder Ecke ein anderes Fotomotiv bietet, geht es nun zum Mittagessen. Zunächst fahren wir zu einer Bootsanlegestelle, um anschließend mit einem der vielen Shuttleboote in einer etwa 15-minütigen Fahrt zu unserem Restaurant zu kommen. Hier bietet sich uns ein Buffet mit einem Querschnitt der thailändischen Küche: verschiedene Suppen (scharf oder mittelscharf) und Vorspeisen, Hühnchen, Fleisch, Gemüse, Fisch sowie Salat und verschiedene warme und kalte Desserts lassen keinen Wunsch offen - vielleicht sollte man zu Hause den Italiener doch ab und zu mal wieder durch den Thailänder ersetzen …

    Nun aber weiter im Programm … mit dem Shuttleboot geht es zurück zum Bus und dann in eine Edelsteinmanufaktur - „Freizeit zum Einkaufen“ ist wie meistens bei AIDA-Ausflügen fester Bestandteil des Nachmittagsprogramms. Irgendeine Fabrik oder Manufaktur findet sich immer irgendwo, die man zunächst besichtigen - und anschließend (im Rahmen der „Freizeit“) glücklich machen kann, wenn man dort feilgebotene Waren erwirbt. Anschließend ist es dann aber tatsächlich soweit - der Weg zum Hafen von Laem Chabang beginnt und pünktlich zu „Alle Mann an Bord“ treffen wir um 16.30 Uhr zu Hause (pardon: auf der AIDA) ein. Es sind ja nur noch wenige fehlende Gäste (von den noch in Düsseldorf auf einen Flieger nach Vietnam wartenden Passagieren einmal abgesehen), so dass das Einchecken rasch erledigt ist. Die obligatorische Frage „Waren Sie schon mal auf der AIDA“ führt bei uns zu einem kleinen Lächeln - haben wir doch beide daran gedacht, dass es erst zwei Tage her ist als wir die AIDAluna auf Teneriffa verlassen haben ;)

    Auch wenn dies mein erstes Mal auf der AIDAcara ist (damit sind jetzt aber alle Schiffe durch), finde ich mich doch sofort zurecht - wir suchen und finden unsere Kabine auf Deck 4 (Außenkabine 4289) ziemlich am Heck auf Backbord (genaugenommen die drittletzte Kabine) - mal schauen, ob sich das irgendwie seegangsmäßig bemerkbar macht. Ansonsten ist alles wie gehabt - zwei Betten (ich sehe gerade, dass diese gegen die Fahrtrichtung stehen), ein Sessel, ein Tisch, Schreibtisch eine Couch, TV-Flachbildschirm, Nasszelle - AIDA halt … Und - abweichend zu den „großen“ Schiffen endlich wieder ein vernünftiger Nachttisch mit zwei Schubladen und nicht nur das Minibrett …

    Das Gepäck steht übrigens auch schon bereit - die AIDA-Organisation ist also auch in Asien perfekt. Wir packen noch schnell aus, bevor wir uns die Ausflugspräsentation zu Vietnam anschauen. Stadtrundfahrt mit dem Fahrradtaxi oder Bootsfahrt im Mekong-Delta kommen in die engere Auswahl. Allerdings ist der Fahrradtaxi-Ausflug schon ausgebucht, so dass sich Eric für das Mekong-Delta entscheidet und ich noch unschlüssig bin, ob ich auf eigene Faust die Taxifahrrad-Variante wähle (soll laut aida-fans.de eigentlich problemlos funktionieren) oder auch das Mekong-Delta buche (das sind insgesamt aber vier Stunden Busfahrt - und dazu habe ich eigentlich nicht so richtig Lust … das war in Kairo schon stressig). Naja, mal schauen - ich entscheide das dann kurzfristig.

    Da wir bis zum Abendessen noch etwas Zeit haben (wir verdauen noch am Mittagessen), legen wir einen kurzen Stopp in der AIDA-Bar auf einen „Mexican Bull“ ein, treffen Christiane aus dem Forum mit ihrer Familie und verbringen die Zeit bis zum Dinner mit netten Gesprächen.
    Das heutige Motto im Marktrestaurant (wie kann es anders sein): „die asiatische Küche“ … Sushi, Rindfleischstreifen in Curry-Kokusnuss-Sauce und andere Nettigkeiten füllen erneut den Magen, bevor es nach einem Verdauungs-Willi vom „Schnapsi-Taxi“ (Insider von der Kanarentour) in die Calypso-Bar geht. Mangels Welcome-Poolparty (die fand gestern schon statt *grrr*) arbeiten wir uns also hier und später auf dem Pooldeck bei Sommertemperaturen von deutlich mehr als 25°C durch die Getränkekarte …


    *** Mittwoch, den 23. Dezember 2009: Auf dem Weg nach Ho Chi Minh City (Seetag) ***

    Der erste Seetag der Reise führt uns heute von Bangkok nach Ho Chi Minh City in Vietnam; gut 600 Seemeilen (rund 1.120 km) sind zu absolvieren, bevor wir an Heiligabend gegen 4.00 Uhr in den Saigon-River einfahren und dann gegen 8.00 Uhr in Ho Chi Minh City festmachen.

    Auf dem Programm steht ein nicht zu frühes Frühstück im Calypso, die obligatorische Seenotrettungsübung (die tatsächlich von fünf Passagieren verschlafen (!) wird und damit heute etwas länger dauert) und dann Sonnenbaden bis zum Mittagessen (immer wieder mal von Schattenaufenthalten unterbrochen - auf Dauer sind aktuelle 28,5°C einfach nicht auszuhalten).

    Das bietet sich an, kurz über das Wetter zu sprechen. Während wir zu Hause ständig auf den Wetterbericht schielen („Wie wird es morgen?“), ist das hier nicht wirklich nötig. Das Wetter wird i.d.R. wie am Vortag - sonnig, heiß und schwül. „Dauersauna“ halt. Die Temperaturen liegen durchgängig zwischen 30°C und 35°C, nachts kühlt es dann aber auch schon mal auf 28°C ab ;-). Lange Hosen braucht es hier eigentlich nur zum Abendessen (der Optik wegen) oder für Ausflüge, bei denen mit Insektenangriffen zu rechnen ist - ansonsten gilt hier: so wenig wie möglich, so kurz wie möglich- und auch das ist eigentlich schon direkt nach dem Anziehen durchgeschwitzt.

    Ein interessantes Kapitel ist hier auch die Schuhmode - mit Schuhen kann man hier eigentlich kein Geld verdienen. Es werden eh nur Badeschlappen getragen - und zwar zu allen Gelegenheiten. Er wird als Standardschuh für den Alltag ebenso gesichtet wie als Business-Schuh oder auch als Sicherheitsschuh auf Baustellen. Busfahrer tragen sie, Taxifahrer auch. Eigentlich jeder. Immer. Überall. Selbst wir Touristen (außer beim Abendessen selbstverständlich) …

    Doch zurück zum Lunch: „Spanisch“ ist das Motto des heutigen Poolbrunch (traditionell an Seetagen auf den kleineren Schiffen) - außer ein paar Tapas geht da allerdings nicht viel … heute Abend gibt's ja auch schon wieder was.

    Danach geht es weiter wie vorher … ein bisschen Sonnendeck, ein bisschen Schatten, ein gutes Buch und zwischendrin ein bisschen Entspannen im Saunaruhebereich (klimatisiert). Warum man sich bei diesem Wetter dann noch den „Aufguss um 4 nach 4“ gibt, weiß ich selbst nicht so genau - hat aber trotzdem gut getan ;)

    Um 17.00 Uhr ist jetzt die Ausflugspräsentation für Brunei angesagt. Leider können wir unseren Ausflug aber nicht mehr buchen - die waren schon vorher ausgebucht. Wir wählen also eine Alternative und beschließen, dass uns das in Malaysia und Singapur nicht mehr passiert. Von daher ist jetzt mal eine Stunde Ausflugsvorbereitung (Forum aida-fans.de, Polyglott Reiseführer, Ausflugsberater auf der AIDA) angesagt. Wir buchen unsere Wunschausflüge gleich mal ein - damit wären die erst mal sicher. Wenn's nach der Präsentation dann doch ein anderer wird, können wir ja immer noch umbuchen.

    Damit wäre meine Zeitplanung für den Abend jetzt auch leider über den Haufen geworfen worden - eigentlich wollte ich um 20.00 Uhr endlich zum Aktiv-Bingo (dass es gestern schon eine Runde gab, habe ich irgendwie übersehen) - statt dessen gehen wir jetzt ins Marktrestaurant zu den „alpenländischen Spezialitäten“ (im Calypso hätte es heute indisch gegeben). Naja, steigen wir halt morgen ein - beim „Weihnachts-Aktiv-Bingo“.

    Nach dem Essen gibt es dann den obligatorischen „Schnapsi-Taxi-Willi“ bevor wir uns auf das Pooldeck in die zweite Poolparty der Fahrt zum Thema „Boney M.“ stürzen. Und falls jemand auffällt, dass ich über die erste Poolparty nichts geschrieben habe - die fand für uns nicht statt. Das wäre die Welcome-Poolparty gewesen - und die hat am ersten Reisetag stattgefunden, an dem wir (zusammen mit mehreren hundert weiteren Passagieren) in Bangkok übernachtet haben. Vielleicht wäre es nicht schlecht gewesen, diese Poolparty auf den Abfahrtsabend zu verlegen, wenn alle Passagiere (OK, fast alle - die aus Düsseldorf haben ja noch auf dem Flughafen festgesessen) an Bord sind und das Auslaufen feiern ( Aida: Das war jetzt etwas Kritik). Aber was soll's - das ist Jammern auf hohem Niveau … es kommen ja noch vier weitere Poolpartys.


    *** Donnerstag, den 24. Dezember 2009: Ho Chi Minh City (Vietnam) ***

    Der Tag beginnt für viele Passagiere am frühen Morgen gegen 4.30 Uhr mit der Einfahrt in den Saigon-River in Richtung Ho Chi Minh City, die wir gegen 7.00 Uhr erreichen. Zumindest deutet das Türenschlagen auf den Gängen darauf hin, dass viele die Einfahrt auf dem Deck erleben wollen. Wir halten uns da eher an die Aussage von Matthias von den Scouts, der berechtigterweise darauf hinwies, dass wir am Nachmittag ja auch wieder herausfahren - und dann das gleiche sehen … und das sogar bei Tageslicht.

    Während Eric nach dem Frühstück einen Ausflug ins Mekong-Delta unternimmt, habe ich mich entschieden den Tag heute mit den gefühlt zehn anderen Passagieren noch einmal in Ruhe an Bord zu verbringen … schließlich ist heute Weihnachten ;) Das fällt hier übrigens bislang kaum auf - an der Gangway stehen zwar zwei Weihnachtsmänner für die Landgangfotos bereit und im Hintergrund läuft an der Gangway „Jingle Bells“ - an Deck fällt aber höchstens der Weihnachtsbaum neben der Rezeption auf … ansonsten ist hier aktuell noch „weihnachtsfreie Zone“ - und ehrlich gesagt, bei jetzt 33°C (und wir haben noch nicht einmal halb zehn!) ist Weihnachtsstimmung auch beim besten Willen nicht zu erzeugen.

    Inzwischen sind auch die Nachzügler aus Düsseldorf eingetroffen. Rund 170 Passagiere (auf der AIDA allgemein „die Düsseldorfer“ genannt), die wegen des wetterbedingt geschlossenen Flughafens am Sonntag nicht nach Bangkok kommen konnten, wurden gestern mit einer von AIDA gecharterten Maschine nach Ho Chi Minh City geflogen und können heute Vormittag endlich ihren Urlaub auf der AIDA antreten … an der Pool-Bar kann man gerade in einige freudige Gesichter gucken ;)

    An Bord findet derweil ruhiges Urlaubsleben statt … ein bisschen in der Sonne liegen, ab und zu ein kühles Getränk an der Poolbar, zwischendurch noch kurz zum Mittagessen - so lässt sich das „Warten aufs Christkind“ aushalten.

    Inzwischen kehren auch die ersten Ausflügler und „Ho-Chi-Minh-City-auf-eigene-Faust-Erkunder“ zurück an Bord. In Gesprächen stellt sich dabei schnell heraus, dass die Erkundung der Stadt in eigener Regie - womöglich noch mit Hilfe eines Moped- oder Fahrradtaxis - nicht zu empfehlen ist. Einerseits gibt es in der Stadt selbst eigentlich nicht wirklich wichtiges zu sehen, andererseits ist das Abenteuer „Straßenverkehr“ nicht zu unterschätzen. Wie schon vielfach in diesen Berichten beschrieben, ist Straßenverkehr im (südlichen) Ausland nicht mit dem unsrigen zu vergleichen. Verkehrsregeln werden eher locker ausgelegt und Fußgänger sind im Straßenverkehr einfach nur lästig und störend - und damit auf der Abschussliste ganz oben. Allein die Überquerung einer Nebenstraße in Ho Chi Minh City kann in der Tat lebensgefährlich sein.

    Der Straßenverkehr selbst wird im Übrigen durch Mopeds bestimmt. Allein in Ho Chi Minh City sind über 600.000 Mopeds zugelassen (und es gibt auch nicht zugelassene) - und man hat - egal zu welcher Zeit man an welchem Ort ist - immer das Gefühl, diese 600.000 Mopeds wären auch gerade da. Der Mopedverkehr hier ist einfach nicht vorstellbar.

    Andere haben zusätzlich noch Erfahrungen mit örtlichen Fahrrad- oder Mopedtaxen gemacht. Fahrpreise müssen hier ausgehandelt werden, wobei man durchaus davon ausgehen kann, dass der genannte Preis das 5- 10-fache des Preises beträgt, der angemessen ist. Wer also hier nicht handelt, hat von vornherein schon verloren.

    Aber auch wenn anfangs gleich ein günstiger Preis ausgehandelt wurde, sitzt der Fahrer am längeren Hebel. Manch einer hat sich dann in einem unbekannten Stadtteil befunden und durfte für die Rückfahrt dafür ein bisschen mehr zahlen - alternativ hätte man natürlich auch da bleiben können. Solche Erfahrungen braucht in der Tat kein Mensch…

    Positives berichten jedoch die AIDA-Ausflügler - die geführten Ausflüge (meistens in die nähere oder weitere Umgebung von Ho Chi Minh City) waren wohl alle recht interessant. Von daher sollte man hier wohl einen AIDA-Ausflug nehmen - oder den Tag in Ruhe auf dem Schiff verbringen.

    Da ich dies ja nun so gemacht habe, bin ich natürlich ausgeruht für das Auslaufen durch den Saigon River - knapp vier Stunden fahren wir vorbei an Reisfeldern, an unzähligen Hütten und Booten - ein Mitfahrer bezeichnet den Bootsverkehr mit „Hier ist ja ein Betrieb als ob Weihnachten wäre“ … naja, so unrecht hat er ja nicht.

    Und dann ist es soweit … es weihnachtet. Neben dem Weihnachtsbaum auf dem Schiffsmast haben sich inzwischen noch einige im Schiff, vor allem im Theater, in den Bars und den Restaurants, gesellt. Und auch die Restaurants sind weihnachtlich geschmückt.

    Und so begab es sich zu der Zeit, dass Eric und Harald sich aufmachten in die AIDA-Bar, um am Weihnachtsapero teilzunehmen. Gemeinsam mit vielen Mitreisenden wird mit Canapées, Cocktails, Lebkuchen und Weihnachtsgebäck der Weihnachtsabend eingeläutet. Erstmalig auf einem AIDA-Schiff tauchen an diesem Abend auch vereinzelt Anzüge, Krawatten und Cocktailkleider auf - parallel dazu ist aber vielfach auch die normal legere „AIDA-Kleidung“ ausgeführt worden … wie immer nach dem Motto „Jeder wie es ihm gefällt“ - AIDA eben.

    Während wir anschließend den Weg ins Marktrestaurant finden, um das Weihnachtsessen zu probieren (überflüssig zu sagen, dass es wie immer vorzüglich sein wird) stellen wir fest, dass es in den Restaurants doch eher leer ist - und vor allem die Kinder fehlen. Das muss irgendwas mit Weihnachten zu tun haben … und siehe da - der Weihnachtsmann hat die Kinder mit ihren Eltern ins Theater bestellt. Dort wird dann gelobt, es wird auch ab und an die Rute geschwungen und ein kleines Geschenk gibt es auch - Heiligabend auf hoher See bei mehr als 30°C. Mal was Neues, aber durchaus nach meinem Geschmack.

    Rechtzeitig zum Start des „Weihnachts-Aktiv-Bingo“ geht es dann in der Anytime-Bar auf die Jagd „nach der Kohle“. Den ersten Bingo-Abend habe ich beim flüchtigen Durchsuchen der „AIDA heute“ übersehen, den zweiten Bingo-Abend haben wir zwecks Ausflugsplanung nicht geschafft. Und heute ist es dann soweit - zumal ich jetzt Verstärkung aus der Gruppe der „Düsseldorfer“ habe. Leider hat es außer zu einem „Schätzfragen-Sekt“ heute zu nichts gereicht - aber wir sind ja noch ein paar Tage an Bord.

    In den Reigen der weihnachtlichen Veranstaltungen an Bord reiht sich anschließend die „Weihnachtsgala“ im Theater ein. Besinnliche Lieder, dargeboten sowohl vom Show-Ensemble als auch von einzelnen Besatzungsmitgliedern, Weihnachtsgrüße in vielen Sprachen der Welt sowie als Finale „Stille Nacht“, intoniert von einem Großteil der Besetzung, allen Offizieren sowie den Passagieren, geben dem Abend eine festliche Note.

    Den Ausklang findet der Abend nun in den diversen Bars des Schiffes bei dem einen oder anderen Kaltgetränk (Glühwein ist bei nach wie vor knapp 30°C deplatziert).


    *** Freitag, den 25. Dezember 2009: Auf dem Weg nach Muara (Seetag) ***

    Den zweiten Seetag dieser Reise verbringen wir zwischen Vietnam und Brunei, irgendwo im südchinesischen Meer. Zum Wetter muss ich mich eigentlich nicht äußern - es ist wie immer … schwül-heiß: Dauersauna eben. Aber damit hervorragend geeignet, den Tag zwischen klimatisiertem Sauna-Ruheraum und Sonnendeck mit tropischen Temperaturen zu verbringen. Ein gutes Buch- was will man mehr.

    Leider habe ich den Seetags-Pool-Brunch verschlafen, so dass ich nun im Calypso eine Kleinigkeit essen gehen muss … ist aber auch nicht schlimm - schmeckt ja trotzdem ;)

    Aber so ein Seetag bietet sich hervorragend für Gespräche mit Mitreisenden an - namentlich in diesem Fall „die Düsseldorfer“ … irgendwie will man ja doch wissen, wie es in den letzten Tagen in Düsseldorf so gewesen ist.

    Nachdem am Sonntag der Düsseldorfer Flughafen wegen Wintereinbruchs geschlossen werden musste, haben rund 170 AIDA-Passagiere dort festgesessen, weil die Flüge nach Bangkok ebenso ausgefallen sind wie die Zubringerflüge innerhalb Deutschlands. Damit verbunden ist auf dem Flughafen natürlich das Chaos ausgebrochen - und die AIDA-Notfallnummer natürlich ebenfalls überlastet gewesen. Somit hat es einige Zeit gedauert, bis klar war, dass am Sonntag keine Möglichkeit mehr besteht, von Düsseldorf irgendwohin zukommen - und damit natürlich auch niemand mehr nach Bangkok fliegen kann.

    Nach und nach hat sich dann aber offensichtlich das bekannte AIDA-Organisationstalent gezeigt. Eine AIDA-Betreuerin hat am Flughafen die Koordination übernommen, die Passagiere für die Nacht in Düsseldorfer Hotels (NH Hoteles, Hilton) untergebracht und im Hintergrund versucht eine Möglichkeit zu finden, die 170 Passagiere irgendwie nach Bangkok zu bekommen. Aufgrund unserer geplanten zweitägigen Liegezeit ist ja durchaus noch etwas zeitlicher Spielraum vorhanden gewesen.

    Leider sind die ersten Bemühungen jedoch gescheitert, da die wenigen Linienflüge zwei Tage vor Weihnachten mehr oder weniger ausgebucht waren - und die AIDA zwischenzeitlich auch ihren Weg nach Ho Chi Minh City antreten musste. Auf die Düsseldorfer kam also eine zweite Nacht im Hotel zu.

    Zwischenzeitlich hat AIDA jedoch einen Sonderflug von Düsseldorf nach Ho Chi Minh City bei Arke Fly chartern können, so dass am 23.12. morgens alle Passagiere in einem Charterflugzeug nach Vietnam saßen und tatsächlich ihrer Einschiffung auf der AIDA noch vor den Weihnachtsfeierlichkeiten entgegen sehen konnten.

    Der Flug ist dann auch nach mehr als 13 Stunden Flug an Heiligabend am frühen Morgen (Ortszeit) in Ho Chi Minh City angekommen; hier standen bereits wieder Hotelzimmer bereit, um die wenigen Stunden bis zum Einlaufen der Cara mit Bett, Dusche und Frühstück zu überbrücken. Wenige Stunden später hieß es dann: „Willkommen an Bord!“

    So ärgerlich die Situation auch gewesen ist (natürlich will man seinen Weihnachtsurlaub eher wie geplant auf der AIDA als in Düsseldorfer Hotels verbringen), AIDA hat sie absolut im Interesse der betroffenen Passagiere gelöst. Die kostenfreie Unterbringung in 5*-Hotels, Übernahme und Durchführung von Verpflegungs- und Transferkosten, Chartern eines Sonderflugs (!) inklusive der Einholung aller notwendigen Überflugrechte innerhalb eines einzigen Tages (angabegemäß dauert so etwas normalerweise bis zu zwei Wochen) geht m.E. doch deutlich über das hinaus was man bei einer solchen Situation (und Wintereinbruch ist nun einmal höhere Gewalt) erwarten kann und darf … hier dürften sicherlich ein paar AIDA-Stammkunden gewonnen worden sein …

    Fairerweise muss man jedoch erwähnen, dass die gleiche Situation von anderen Passagieren als deutlich schlechter beschrieben wird - mangelhafte bzw. nicht vorhandene Notfallpläne werden genauso erwähnt wie eine schlecht erreichbare Notrufnummer oder mangelnde Informationspolitik von Seiten von AIDA. Wahrscheinlich kommt es immer auf die Ansprüche an, die man stellt …

    Doch zurück zum Seetag … vor dem Abendessen gibt es noch den „4-nach-4“- und den „5-nach-5“-Saunaaufguss in einer gut gefüllten (wenn nicht gar überfüllten) Sauna. So langsam hat es sich herumgesprochen, dass trotz des „Dauer-Sauna-Wetters“ ein richtig heißer Saunaaufguss mit anschließender Dusche (natürlich eiskalt) absolut belebend und erfrischend wirkt - und der Aufguss von Nico ist heiß! Wenn das so weitergeht, muss man am Saunaeingang wohl bald Nummern ziehen…

    Abendessen gibt es für uns heute im Calypso … weiterhin stehen weihnachtliche Leckereien auf der Speisekarte. Der anschließende obligatorische Willi hat inzwischen ebenso seinen festen Platz gefunden wie der Aktiv-Bingo-Abend (leider wieder ohne Erfolg - aber ich will ja eh den Jackpot am Ende der Reise).

    Im Theater tritt heute als Gastkünstler die „Comedy Company“ auf - Improvisations-Comedy vom feinsten. Es ist lange her, dass ich bei einem Showauftritt Tränen gelacht habe - die beiden haben es wirklich geschafft. Einfach nur super.

    Naja, und dann geht's zu einem Absacker an die kühlste Bar auf dem Schiff. Anders als sonst ist dies allerdings nicht die außen liegende Ocean- bzw. Calypso-Bar (hier herrschen jetzt um Mitternacht immer noch 29,4°C) sondern die (klimatisierte) AIDA-Bar … der Abend klingt nun gemütlich aus bevor es morgen in Brunei dann zu den Nasenaffen geht.


    *** Samstag, den 26. Dezember 2009: Muara/Bandar Seri Begawan (Brunei) ***

    Heute steht das nächste Ziel unserer Reise, das Sultanat Brunei, auf dem Programm. Wir legen morgens wie geplant um 9.00 Uhr in Muara an - und jeder, der diesem Manöver auf dem Deck zusieht, ist erstaunt, dass es außerhalb von Dampfsaunen so heiß und schwül werden kann. Bereits jetzt ist die 30°C-Marke gerissen (im Laufe des Tages steigt das Thermometer dann auf mehr als 35°C an) und die tropische Luftfeuchtigkeit toppt das Ganze dann noch. Wie wir den Tag, aufgrund geplanter Moscheebesichtigungen in langes Beinkleid gewandet, überleben wollen, ist uns eher noch unklar.

    Trotz allem geht es frohen Mutes zum Frühstück ins Calypso (erstaunlicherweise sind die meisten freie Tische im Freibereich zu finden - das ist in anderen Zielgebieten so nicht zu sehen), um pünktlich um 9.45 Uhr am Ausflugstreffpunkt in der AIDA-Bar zu sein.

    Ich habe mich heute für „BRU02: Wasserdorf & Mangroven“ entschieden und harre der Dinge, die da kommen. Zunächst hören wir die bekannten Sachen, die es bei allen AIDA-Ausflügen zu beachten gibt (ja, keiner überholt den Reiseleiter; nein, niemand hat Sonnenschutz vergessen; ja, wir haben für den Moscheebesuch eine knöchelbedeckende Kleidung an - die Liste ließe sich beliebig fortsetzen. Und unnötig ist sicherlich auch die Erwähnung, dass es trotzdem sowohl Sonnenbrände als auch kurze Hosen gab).

    Nach der Aufteilung auf die Busse die erste Überraschung. Zur Schonung der Polster sind alle Sitze mit einer Art Plastiküberzug versehen (aber so passgenau, dass das nur vom Werk aus sein kann) - spätestens beim Setzen ärgern sich nun die „Kurze-Hosen-Träger“ über ein äußerst unangenehmes Gefühl. Und dann die zweite Überraschung (obwohl die gar nicht so überraschend ist): die Busse werden durch eine äußerst leistungsfähige Klimaanlage auf deutlich unter 18°C gekühlt - wer jetzt keinen Pullover oder eine Strickjacke dabei hat, hat den Ausflug inklusive Erkältung gebucht. Nach meinen Kairo-Erfahrungen habe ich allerdings vorgesorgt und überlebe die Fahrt daher bei bester Gesundheit.

    Und los geht's: unser Ziel ist die Hauptstadt Bruneis, Bandar Seri Begawan, etwa 45 Minuten vom Schiff entfernt. Hier angekommen, fahren wir direkt zum Bootsanleger, um in die Boote umzusteigen, mit denen wir durch die Mangroven fahren - immer in der Hoffnung Nasenaffen und Krokodile live zu beobachten.

    Nach Erhalt einer Art Rettungsweste (die trotz tropischer Temperaturen auch noch zu tragen ist) geht es auf die Boote. Bereits das Einsteigen ist eine Kunst - die Boote sind recht schmal geschnitten, so dass jede auch nur so geringe Gewichtsverlagerung im Boot sofort mit massiver Schräglage bestraft wird - und Gewichtsverlagerung ist beim Einsteigen inbegriffen … das Boot hat also durchaus mit massiver Schlagseite zu kämpfen bis die rund 30 Personen je Boot eingestiegen sind.

    Die Fahrt beginnt. Und wir ahnen schnell, dass das Wort „Boot“ zu oberflächlich ist für die Vehikel, in denen wir uns befinden. „Schnellboote“ würden wir sie nennen „Speed Boats“ heißen sie hier - und schnell sind sie. Manchmal hat man das Gefühl, dass nur noch der Außenbordmotor Wasserkontakt hat und das Boot selbst die Wasseroberfläche nur minimal berührt … Hier ist also eindeutig das Weg das Ziel - die rund 45-minütige, halsbrecherische Fahrt durch die wilde und teils unberührte Landschaft hinterlässt einen bleibenden Eindruck … hat aber trotzdem (oder dennoch?) viel Spaß gemacht ;)

    Unterwegs sollen wir evtl. Nasenaffen sehen können. Krokodile ebenfalls … vielleicht. Und - wir sehen beides. Ein Nasenaffe ist nach längerer Suche tatsächlich zu finden (allerdings wendet er uns konsequent seinen Rücken zu - das ist zwar nicht so wirklich höflich, nach Angaben unseres Reiseleiters aber in der Natur manchmal nicht zu vermeiden ;-))

    Dieses Manko wird allerdings durch ein Krokodil ausgeglichen - seelenruhig liegt es am Ufer und wartet … auf was auch immer. Das ist dann doch ein merkwürdiges Gefühl, in einem Boot über einen Fluss zu fahren und wenige Meter neben sich ein Krokodil in freier Wildbahn, weder durch einen Zaun abgetrennt noch dressiert, zu sehen. Da kann man nur hoffen, dass das Tier weiß, dass Touristen nicht so richtig schmackhaft sind …

    Wir fahren (naja, rasen) den gleichen Weg zurück zu unserem Reisebus und setzen die Fahrt fort zur Jame'Asr-Hassanal-Bolkiah-Moschee. Diese wurde vom aktuell regierenden Sultan für rund $100 Mio. errichtet - prunkvoller und größer als die von seinem Vater errichtete Moschee. Leider können wir sie nur von außen besichtigen, da zurzeit eine Gebetsstunde stattfindet. Unverständlich, dass es dennoch einen Mitreisenden gibt, der sich nicht nur gerühmt hat, die Moschee trotzdem betreten zu haben sondern auch noch das Kameraverbot im Gebäude missachtet zu haben und das Gebet zu fotografieren. Das ist bestimmt gut angekommen - wir würden uns ja auch freuen, wenn sonntags ein Deutschlandtourist mit einer Kamera in den Gottesdienst gestürmt kommt und dann auch noch herum fotografiert …

    Und weiter geht's - letztes Ziel des Ausflugs ist das weltgrößte Wasserdorf Kampung Ayer; hier leben rund 32.000 Menschen verteilt auf etwa 30 einzelne Dörfer, die alle in auf Holz- oder Betonsäulen errichteten Holzhäusern wohnen. Die Gebäude sind mit Stegen verbunden, die komplette Infrastruktur einer Kleinstadt ist vorhanden. Und auch wenn die Gebäude von außen den Eindruck einer gewissen Baufälligkeit hinterlassen, stehen sie in ihrem Innern modernen Wohnhäusern in nichts nach. Auf adäquate Technik deutet dabei neben den aufgestellten Satellitenschüsseln auch die verschiedenen WLAN-Netze hin, die es hier zu finden gibt. Man sollte sich da also nicht vom ersten Eindruck täuschen lassen.

    Neben der Besichtigung gibt es noch einen kleinen Snack bestehend aus kleinen Kuchen und Desserts, von denen man zwar nicht genau weiß, was es ist, aber sicher sagen kann, dass es hervorragend schmeckt.

    Nach einer guten halben Stunde setzen wir völlig verschwitzt unseren Weg zurück zum Schiff fort; die Klimaanlage im Bus läuft auf Hochtouren und die Plastikfolien auf den Sitzen machen den Rest … ohne lange Hose und Pulli wird das zur Qual. Aber - man hätte es ja wissen können.
    Der restliche Nachmittag wird dann eher ruhig in der Sonne an Deck verbracht, bis gegen Abend Shuffleboard, Abendessen (Themen heute: Portugal und Brasilien) und Aktiv-Bingo rufen. Leider muss ich den Bingo-Ruf jedoch ignorieren, da Eric, Jannik und ich um 20.30 Uhr an der „Weihnachts-Saunanacht“ teilnehmen: 2 Aufgüsse, Ganzkörperpeeling, Fruchtbowle, Canapees, weihnachtliche Leckereien und eine Traumreise zum Abschluss machen den Abend zum Wellness-Highlight.

    So ausgeruht stürzen wir uns gleich danach ins Getümmel: Die „Asian Poolparty“ und anschließend die Disco in der Anytime Bar runden den Abend (und wesentliche Teile der Nacht) ab.


    *** Sonntag, den 27. Dezember 2009: Auf dem Weg nach Penang (Seetag) ***

    Wir sind bereits einen halben Tag unterwegs auf unserem Kurs nach Penang als der in die Kabine eindringende Sonnenschein gegen 10.00 Uhr (der Sonnenschein ist natürlich schon früher in die Kabine eingedrungen - es hat ihn nur niemand wahrgenommen) den Hinweis auf das Ende der Frühstückszeit um 11.00 Uhr gibt. Man könnte zwar dann um11.30 Uhr das Frühstück mit dem Poolbrunch verbinden; ein Kaffee und ein, zwei Brötchen schaden dennoch nicht.

    Und dann wieder eine Premiere. Es beginnt zu regnen - und zwar richtig. Wir sind ja aktuell zu Zeiten der Monsun-Regen im südchinesischen Meer unterwegs und einer erwischt uns am heutigen Tag. Im Übrigen hat der Begriff „heftiger Regen“ hier eine andere Bedeutung als bei uns … das Wasser läuft geradezu literweise über das Deck.

    Also wechseln wir schnell vom Calypso in den Saunabereich - gerade noch rechtzeitig vor geschätzt einhundert weiteren Passagieren, von denen die meisten jedoch umgehend den Bereich wieder verlassen, nachdem man ihnen kurz erläutert hat, wie die Aufenthaltsregeln hier sind (OK, das Schild „Hier beginnt der Nacktbereich!“ am Eingang hätte vielleicht auch schon den einen oder anderen darauf hinweisen können, dass komplett bekleidete Menschen hier durchaus auffallen ;)

    Und da es nicht zu regnen aufhört, wird halt kurzerhand ein Wellness-Tag eingelegt. Ein bisschen Lesen, ein bisschen Sauna, das Ganze unterbrochen von Mittagessen (nur ein kleiner Vorspeisenteller) und Kaffee und Kuchen - so vergeht der Tag im Handumdrehen.

    Gut, dass das Wetter auch die heutige Shuffleboard-Runde ins Wasser fallen lässt - so haben wir Zeit, um 17.00 Uhr der Einladung des Kapitäns in die Anytime-Bar zum Vielfahrertreff (dieses Mal erstmals in der Variante 2 für mindestens zehn Reisen in fünf Jahren) zu folgen. Bei Häppchen und Sekt erfahren wir direkt von unserem Kapitän Lutz Leitzsch, wieder allerlei Neues über die AIDA-Flotte und die Technik an Bord. Natürlich gibt es auch bei diesem Treffen wieder ein Highlight - welches das ist, erfahrt Ihr, wenn Ihr oft genug selbst gefahren seid … ;)

    Zum Abendessen entscheiden wir uns heute für „Griechenland“ im Marktrestaurant (und müssen dabei die „Philippinen“ im Calypso links liegen lassen). Lammkoteletts, mit Schafskäse gefüllte Bifteki, Tzatziki, gefüllte Weinblätter und viele leckere Dinge mehr sind hier zu finden, die geschmacklich einem griechischen Restaurant in nichts nachstehen.

    Da die letzte Nacht eher kurz war, ist der heutige Abend ebenfalls keine allzu lange Veranstaltung. Wie zu erwarten wollen wir beim Aktiv-Bingo zuerst die Kohle haben (und verschieben das dann - wie immer - auf morgen), zum anderen lassen wir uns anschließend im Theater vom AIDA-Showensemble mit den musikalischen Highlights aus den Disney-Musicals verwöhnen. Nach einem kleinen Absacker in der Lambada-Bar geht es dann auf die Kabine zur Nachtruhe …

    Ach ja, zuvor muss ich nochmal kurz die „Kritik-an-AIDA“-Karte heben … und zwar geht es um den Barbetrieb nach Theaterende. Die drei Bars sind personell alle nur recht dünn besetzt, so dass der Ansturm von teilweise mehreren hundert Passagieren, die allesamt nach der Show Durst haben, noch nicht einmal ansatzweise bewältigt werden kann. Zwei simple Cocktails haben rund 20 Minuten gedauert - das ist nicht so richtig befriedigend … Vielleicht wäre es denkbar, rechtzeitig zum Theaterschluss für eine Übergangszeit etwas mehr Personal in den Bars vorzuhalten, die die aufgenommenen Bestellungen auch verarbeiten können. Ist aber nur so eine Idee - und die steht auch auf dem Gästefragebogen ;)


    *** Montag, den 28. Dezember 2009: Auf dem Weg nach Penang (Seetag) ***

    An unserem zweiten Seetag hintereinander auf der mehr als 2.000 km langen Strecke nach Penang haben wir mit dem Wetter etwas mehr Glück. Es regnet nicht mehr und auch die Sonne lässt sich wieder durchgängig sehen - und heiß ist es ja sowieso immer hier …

    Von daher beginnt gegen 8.00 Uhr der Seetags-Wahnsinn, auch als „Liegenreservierer-Marathon“ bezeichnet. Unzählige Liegestühle stehen auf den Decks und bieten den auf ihnen liegenden Handtüchern Gelegenheit zum sonnen. Vielleicht kommen im Laufe des Tages ja auch noch die Besitzer der Handtücher vorbei.

    Aber wir sind ja im Urlaub … also ärgern wir uns nicht und verbringen den Tag dennoch bei bester Laune mit Lesen, Relaxen, Eisschokolade-auf-dem-Pooldeck-trinken, Dart- und Shuffleboardspielen - und so ganz nebenbei ein bisschen Sonne tanken.

    Um 18.30 Uhr beginnt dann der „terminierte Teil“ des Abends. Wir treffen uns zum gemeinsamen Abendessen im Calypso zum Thema „California“ - amerikanische Genüsse warten auf uns (und das sind nicht nur Hamburger). Die Alternative dazu wäre heute eine kulinarische Reise durch den Orient im Marktrestaurant gewesen - sicher auch nicht schlecht, aber alles geht halt nun mal nicht.

    Weiter geht's danach mit dem täglichen Aktiv-Bingo mit Linda und Markus vom Clubteam, wobei Markus sich so langsam den Groll der Bingospieler zuzieht, da er anstelle von Wissensfragen ständig mit Schätzfragen ankommt (und das kommt bei uns nicht so gut an) - seinen Spitznamen hat er dafür aber schon weg: „Schätzchen“ … mal schauen, ob wir ihn in den nächsten Tagen nicht mit ein paar Sambuco bestechen können …

    Außer einem Glas Sekt war heute leider wieder nichts drin … aber fünf Chancen haben wir ja noch auf dieser Reise - und der Jackpot dürfte gegen Ende ganz gut gefüllt sein …

    Von daher verlassen wir die Anytime Bar, um rechtzeitig zur Schlager-Poolparty das Pooldeck zu entern - Flieger, Cowboy und Indianer sowie das rote Pferd warten bereits auf uns und beschäftigen uns dann doch bis in den nächsten Tag hinein …


    *** Dienstag, den 29. Dezember 2009: Penang (Malaysia) ***

    Auch heute werden wir wieder von herrlichem Sommerwetter (OK, ein bisschen schwül ist es schon) überrascht, so dass nicht wirklich der Eindruck aufkommt, dass wir praktisch kurz vor Jahresende stehen. Erste Anzeichen deuten allerdings langsam aber sicher darauf hin: das Sekt- und Champagnerbestellformular wurde inzwischen auf die Kabine geliefert, damit das Anstoßen um Mitternacht auch reibungslos klappt und auch die Sondersilvesterausflüge in Singapur sind in zwischen ausgebucht.

    Aber soweit ist es ja noch nicht - also geht's nach dem gemütlichen Frühstück im Calypso in die Lambada-Bar, dem Treffpunkt für unseren heutigen Ausflug. Eric und ich haben uns für „PEN05“ (Georgetown mit dem Fahrradtaxi) entschieden. Hierbei entfällt zumindest schon mal das Gedrängel beim Einsteigen in den Bus - dafür stehen direkt am Hafenterminal unsere Fahrradtaxen („Trishaws“) zum Einsteigen bereit. Ein Fahrradtaxi darf man sich dabei so vorstellen, dass von einem normalen Fahrrad das Vorderrad entfernt und stattdessen eine Sitzbank montiert wird, die von zwei Rädern auf der Straße gehalten (und gelenkt) wird. Meistens ist der Fahrer noch durch einen montierten Schirm vor Sonne und Regen geschützt und je nach Lust und Laune sind die Teile noch mit Musikanlagen, elektronischen Hupen und Plastikblumen geschmückt.
    In der Ausflugsbeschreibung steht zwar, dass pro Fahrradtaxi zwei Personen befördert werden - dies muss allerdings auf Menschen im Asia-Format bezogen sein … bei den meisten Reisenden ist die Sitzbank voll, wenn schon einer Platz genommen hat (lediglich in ganz wenigen Fällen, z.B. bei Teambildung mit Kindern, können hier zwei Personen sitzen) - somit können auch wir uns an einem Einzeltaxi erfreuen - und trotzdem hat der Fahrer noch genug zu tun …

    Zunächst geht also einmal rund 30 Minuten durch die Stadt zu unserem ersten Stopp. Und auch hier ist der Weg das Ziel - die Stadtrundfahrt aus dieser Perspektive ist eine ganze andere Sache als aus einem Bus heraus. OK, so richtig Rücksicht nimmt auch hier niemand, so dass wir teilweise gefährliche nahe an Autos und Busse kommen (bzw. diese uns regelmäßig den Weg abschneiden) - aber mein Fahrer hat eine Klingel und eine laute Stimme, mit der er zumindest seinem Unmut Ausdruck verleihen kann - genützt hat das natürlich nichts.

    Unser erstes Ziel, das Khoo Kongsi, ist das Clanhaus der Khoo, einem einflussreichen Clan der Insel. Das Dach und das goldverzierte Innere, randvoll mit Symbolen chinesischer Mythologie wie z.B. Drachenfiguren, bringen wohl selbst den Kaiser von China zum Staunen …

    Nach einer ausführlichen Führung (da deutschsprachige Reiseleiter in Asien eher schwierig aufzutreiben sind, setzt AIDA bei den einzelnen Ausflugsgruppen soweit möglich Scouts und andere Mitarbeiter als Übersetzungshilfe ein - so begleitete ein Theatermitarbeiter unseren Ausflug nach Brunei und heute steht die Schiffsärztin im Khoo Kongsi Haus und befasst sich mit der malaiischen Geschichte).

    Nächster Stopp ist nach einer weiteren Radtour durch die Innenstadt das Baba-Nyonya-Museum (ehemaliges chinesisches Kapitänshaus) - kann man gesehen haben, muss man aber wohl nicht unbedingt…

    Spannender ist da schon der letzte Teil des Ausflugs - zum einen die Fahrt durch die engen Gassen von Georgetown, zum anderen das Cititel Hotel. Dieses 4- oder 5-Sterne-Hotel ist an sich natürlich völlig langweilig - sinnvoll ist aber die hier eingelegte Mittagpause mit einem kalt-warmen Buffet landestypischen Essens. Die typischen Satay-Spieße (Rind oder Hühnchen) fehlen hier genauso wenig wie Frühlingsrollen und zum Dessert Nyonya Kuih (verschiedene Süßspeisen). Für Nachahmer wichtig: das Buffet, Kaffee, Tee und Wasser sind im Ausflugspreis enthalten - die zusätzlich bestellten Getränke (Bier, Softdrinks) allerdings nicht … da der eine oder andere kein Geld (oder nur Euro, was hier in Asien auf das gleiche herauskommt) dabei hat, wird das Bezahlen gleich etwas schwieriger sein ;) US-Dollar oder Kreditkarte sind allerdings kein Problem (Malaiische Ringit natürlich auch nicht) …

    Wir absolvieren nun noch das letzte Teilstück zurück zum Schiff und entgegen aller Befürchtungen haben es tatsächlich alles Trishaw-Fahrer geschafft, lebend anzukommen (der eine oder andere hat das in Deutschland übliche Renteneintrittsalter nämlich schon deutlich überschritten) - umso üppiger fällt das Dankeschön derjenigen Fahrer aus, die von ihren Passagieren ein kleines Trinkgeld bekommen (und umso unverständlicher ist die Reaktion eines Mitreisenden, der diese Geste mit „Ich habe für den Ausflug bezahlt, da gebe ich doch nicht noch Trinkgeld“ kommentiert)…

    Zurück an Bord nutze ich die aktuelle Ausflugssituation aus und gehe direkt zum Pool … normalerweise ist dieser kontinuierlich mit den rund 200 Kids und Teens an Bord belagert - heute sind allerdings fast alle aufgrund ganztägiger Ausflüge bis zum frühen Abend unterwegs … und das nutze ich (und einige meiner Mitreisenden, die wohl die gleiche Idee haben) sofort aus - heute gehört der Pool uns ;)

    Das ändert sich jedoch schlagartig mit der Rückkehr der Ausflügler - die Kids übernehmen wieder den Pool und ich ziehe mich zur Einstimmung auf Shuffleboard an die Poolbar zu einem Schöfferhofer Grapefruit zurück. Hier treffe ich auch auf die zurückkehrenden Schnorchelausflügler, die mit hängenden Köpfen nach und nach einlaufen. So richtig gut scheint der nicht gewesen zu sein … und in der Tat, man berichtet von einer unbequemen zweistündigen Fahrt in einem Boot zu den Riffen, einem eher unschmackhaften Lunchpaket als Mittagessen und uninteressierten Tauchlehrern von AIDA … dahat man schon von besseren Ausflügen gehört.

    Von daher richten wir unser Augenmerk wieder auf die schönen Dinge des Lebens (wir haben ja Urlaub) und shufflen was das Zeug hält. Heute gewinnen mal wieder die Mädels - aber das ändert sich morgen wieder ;)

    Und dann beginnt sie - die Leidensgeschichte des Abends… Im Marktrestaurant ist heute „Spanien“ das Thema - und leider gibt es nichts in Spanien, was mir nicht schmeckt. Tapas in allen Variationen, Paella, Serano-Schinken (ich hatte Mühe, noch etwas zu ergattern, nachdem Jannik am Buffet war), Pulpo, Queso, Chorizzo …. und alles schmeckt sooo lecker :( AIDA heißt halt doch „Abnehmen ist danach angesagt“ … Im Calypso gibt es alternativ Fiesta del Ranchero - Spezialitäten aus Lateinamerika“ - die bleiben da heute auch.

    Der Rest des Abends verläuft nun wie immer in geregelten Bahnen … beim Aktiv-Bingo gewinne ich wie immer nicht (ich hoffe aber, dass sich das in den nächsten Tagen noch ändert), so dass wir uns dem restlichen Abendprogramm widmen können. „Crew meets Band“ in der AIDA-Bar: gesangsbegabte Crewmitglieder singen ihre Lieblingslieder - und das verdammt gut. Nach einem Absacker in der Anytime Bar geht es dann in die Kabine - schließlich ruft morgen erneut ein Ausflug zu früher Stunde aus den Federn …


    *** Mittwoch, den 30. Dezember 2009: Port Klang / Kuala Lumpur (Malaysia) ***

    Früh morgens (eigentlich fast noch in der Nacht) klingelt das Handy (also genau genommen dessen Weckfunktion) - Nasszelle, Anziehen, Frühstück … und dann ab ins Theater zum Ausflug „KUL04“ („Malaysias verborgene Schätze & Grandiose Aussichten“). Da unser Hafen in Port Klang und damit nicht direkt in Kuala Lumpur liegt, beginnt unser Ausflug mit einer etwa 1 ½-stündigen Busfahrt zu den Höhlen von Batu. Dieses Labyrinth aus Felsöffnungen und Höhlengängen ist ein Heiligtum der Hindus. Der Eingang der Höhle liegt allerdings etwas weiter oben … 272 Stufen müssen zunächst erklommen werden. Bei knapp 30°C und einer Luftfeuchtigkeit von über 80% macht das richtig Spaß … ich glaube nicht, dass oben noch irgendetwas an mir nicht schweißdurchtränkt ist - glücklicherweise bin ich da nicht der einzige. Aber der Aufstieg lohnt - der Ausblick von dort ist fantastisch und auch die Höhle an sich ist absolut sehenswert.

    Weiter geht es nun in die Innenstadt von Kuala Lumpur - und wie es sich für eine Sightseeing-Tour gehört, machen wir erst einmal mehrere Fotostopps am Nationalmuseum (mit Besichtigung), an der Masjid-Jamek-Moschee, am historischen Hauptbahnhof und am Independence Square bevor es zum Mittagessen geht.

    Dieses ist in der Tat herausragend - in einem malaiischen Restaurant erwartet uns ein Mittagsbuffet der Extraklasse … eine umfangreiche Auswahl an malaiischen Speisen, von mild bis extrascharf erwartet uns. Am liebsten würde ich alles einmal probieren - aber das übersteigt meine Magenkapazität (und die ist nicht wirklich schlecht) bei weitem.

    Dennoch gibt es aber auch hier wieder die üblichen Nörgler … frei nach dem Motto „wie kann man uns nur dieses Essen vorsetzen? Ein Schnitzel wäre jetzt was Feines …“ haben einige immer noch nicht Sinn und Zweck von Reisen in ferne Länder verstanden: Schnitzel gibt's daheim - hier gibt's Rindfleischstreifen in Kokosnussmilch.

    Nach dem Essen stehen noch zwei Punkte auf dem Ausflugsprogramm, bevor es zurück zum Schiff geht: Fotostopp an den Petronas Twin Towers und die Fahrt auf die Aussichtsplattform in rund 250 m Höheauf den Fernsehturm („KL Tower“) mit einem fantastischen Rundumblick auf Koala Lumpur - das ist sehenswert.

    Da wir nun mit dem Bus zurück zum Schiff fahren (und damit wieder 1 ½ Stunden Zeit haben), kann ich kurz etwas zu den Busfahrten hier sagen. Zunächst einmal ist das wichtigste Utensil bei den Ausflügen ein Pullover bzw. eine Strickjacke. Und zwar trotz Temperaturen von regelmäßig mehr als 30°C. Frei nach der „Sendung mit der Maus“ würde ich nun sagen: „Klingt zwar unlogisch - ist aber so.“ Praktisch alle Gebäude, Restaurants, Museen, insbesondere aber auch Reisebusse werden hier klimatisiert - und das bedeutet „radikal herunter gekühlt“, so dass man hier ständig zwischen zwei Temperaturbereichen (> 30°C im Freien, < 18°C im Inneren) wechselt - und da hilft die Strickjacke durchaus, die Klimaanlagentemperatur wieder auf ein gesundheitlich erträgliches Maß anzuheben.

    Ansonsten gilt es zu erwähnen, dass bei AIDA-Ausflügen in allen Bussen jederzeit Wasserflaschen bereitgehalten werden, um den Flüssigkeitsverlust (ich erinnere noch einmal an das temperaturbedingte Schwitzen) wieder auszugleichen.
    Inzwischen sind wir jedoch wieder zurück an Bord - für Dart ist es bereits zu spät, die Pfeile fliegen schon. Also beginnen wir das Nachmittagsprogramm mit Shuffleboard um 17.00 Uhr, bevor es zum Abendessen („Afrika - Safari Kulinaria“ bzw. „Mexico - Fiesta Mexicana“) geht. Afrika gewinnt (die Neugier siegt) - und erwartungsgemäß hat es sich gelohnt.

    Wie immer geht es dann direkt (naja, mit einem Umweg über das „Schnapsi-Taxi“) zum Aktiv-Bingo (und wie immer gewinne ich nicht). Den Abend lassen wir dann nach dem Theaterbesuch mit „Reise zum Mittelpunkt der Erde“ mit einem Cocktail an der AIDA-Bar ausklingen.


    *** Donnerstag, den 31. Dezember 2009: Singapur ***

    Die sauberste Stadt der Welt- das erwartet uns heute. Und - ich nehme es vorweg - ich glaube, das stimmt auch. Und ich glaube, ich weiß auch warum. Eine Stadt, in der Kaugummis nur auf Rezept (und dann nur die mit Nikotin) erhältlich sind, deren Einfuhr verboten ist und die für das Wegwerfen von Abfall auf den Boden nicht nur mit Strafen drohen sondern in der Tat S$ 500 (rund 250 EUR) dafür kassieren, muss einfach sauber sein. Und das Konzept geht auf.

    Aber beginnen wir von vorn. Waschen, Anziehen und Frühstück sind gesetzte Elemente, die keiner weiteren Erwähnung bedürfen. Somit beginnen wir direkt bei unserem „Ausflug“ in Singapur. Den haben wir diesmal nicht bei AIDA gebucht sondern uns an Markus' Vorschlag aus dem AIDA-Fans-Forum gehalten und unseren Stadtrundgang mit einer U-Bahn-Fahrt („MRT“) begonnen. Zunächst ist eine Fahrkarte zu kaufen - wir gehen also zu einem Ticketautomat, stellen die Menüführung auf dem Touchscreen auf Englisch um, wählen die Anzahl der Personen und unser Fahrtziel von einer interaktiven Netzkarte und bekommen wiederverwendbare (S$ 1 Pfand) Fahrkarten. Das war ja einfach - in Frankfurt würde ich wahrscheinlich jetzt noch mit dem Fahrkartenautomat kämpfen.

    Nun führt uns unser Weg durch eine mit der Fahrkarte zu öffnende Schranke auf das Bahngleis in Richtung NE5 („Clarke Quai“) - und schon erleben wir die nächste Überraschung: der Bahnsteig ist nicht nur absolut sauber sondern auch mit Glaswänden vom Gleiskörper abgetrennt. Ähnlich dem System am Frankfurter Flughafen mit der Shuttlebahn öffnen sich lediglich nach dem Halt eines Zuges die Zugtüren und parallel die Türen in der Glaswand - pfiffig gemacht, Unfall und Selbstmord ausgeschlossen.

    Dass die Züge selbst ebenfalls blitzblank sind (hier gibt es weder Graffitis noch zerstörte Sitze, Scheiben oder was auch immer) muss ich wohl kaum noch erwähnen. Und auch das subjektive Sicherheitsempfinden ist deutlich höher …

    Der geplanten Tour folgend steigen wir am Clarke Quai aus und beginnen unsere Tour, die uns zunächst bis zum Wahrzeichen Singapurs, dem Merlion, führt. Von hier haben wir bereits einen tollen Blick auf den Singapore Flyer, das größte Riesenrad der Welt. Wir besorgen uns daher am Fullerton Hotel ein Taxi und fahren direkt dorthin. Da wegen des Silvestertages das Riesenrad heute erst um 12.00 Uhr öffnet, sind wir zeitlich ziemlich genau passend, so dass wir bereits nach wenigen Minuten Wartezeit unsere Kabine erreichen und in der nächsten halben Stunde einen tollen Blick auf die Skyline von Singapur genießen können.

    Schwieriger wird der nun folgende Weg zurück zum Hafen - unsere Taxis fahren direkt in einen Stau, so dass wir uns nach knapp einer halben Stunden entschließen, an einer Station der Northeast-Line auszusteigen, um von dort mit der MRT (die Fahrt kostet rund 70 Eurocent) zum Singapur Cruise Center zurück zu fahren.

    Hier müssen wir nämlich unbedingt den Tipp von Linda vom Clubteam umsetzen - angeblich gibt es bei „Sushi Tei“ das beste Sushi der Welt. Kaum haben wir es im Shoppingcenter am Hafen gefunden, fällt uns auch schon die etwa 25 m lange Schlange am Eingang ist Auge. Super- fast halb drei, den ganzen Tag noch nichts gegessen und jetzt das ….

    Aber wir warten trotzdem - und das wird dann auch belohnt. Nach etwa 15 min sind wir an der Reihe und erhalten einen 4er-Tisch zugewiesen. Ruckzuck sind die Spezialitäten aus der Speisekarte ausgewählt und das Schlemmen kann beginnen. Ob es das beste Sushi der Welt ist, weiß ich leider nicht - aber das es mit das Beste ist, was ich je an Sushi gegessen habe - das weiß ich bestimmt. Und dass ich wieder dorthin gehe, wenn es mich das nächste Mal nach Singapur verschlägt, auch.

    Etliche Sashimi und Makirollen später führt uns der Weg zurück zur AIDA - nicht jedoch ohne vorher noch einen Abstecher zu einem Samsung-Laden zu machen. Hier findet sich ein offenes WLAN, so dass ich zwischendurch mal einen Blick auf meine E-Mails werfen kann … dabei lasse ich es aber auch - das sind einfach zu viele. Das gehe ich nächste Woche an …

    Zurück auf dem Schiff (Dart und Shuffleboard müssen wir heute genauso ausfallen lassen wie nachher die tägliche Bingo-Runde) geht es zum Abendessen (ja, ich weiß, wir kommen gerade vom Sushi-Essen … deshalb nur eine kleine Vorspeise und ein bisschen Dessert) und dann ins Theater - dem Treffpunkt von „SIN06“ („Singapur: Die Lichter der Großstadt“).

    Dieser abendliche Ausflug führt uns zunächst ins Raffles Hotel, um einen legendären „Singapur Sling“ zu trinken. Ein bisschen süß - aber sonst richtig gut genießbar. Und natürlich beteiligen wir uns auch am kollektiven Erdnussessen - wo sonst kann man die Schalen einfach auf den Boden werfen?

    Weiter geht es dann ins Bugis Village zu einem typischen Nachtmarkt bevor wir mit einem Bum Boat den Singapore River entlang fahren, um die nächtliche Skyline und den Kontrast zwischen Altstadt und Bankenviertel auf uns wirken zu lassen. Genau wie der Nachtausflug in New York bietet auch dieser Ausflug unentwegt neue Fotomotive und Lichtspiele.

    Trotz der Warnungen der AIDA-Scouts, dass aufgrund hohen Verkehrsaufkommens die Rückkunft ggf. nicht pünktlich zum Jahreswechsel erfolgen könnte, kommen wir bereits kurz nach 23.00 Uhr am Cruise Center an, so dass dem gemeinsamen Jahreswechsel auf dem Pooldeck nichts entgegen steht.

    Wir holen also unseren bestellen Sekt samt Kühler und Gläsern ab, suchen uns ein schönes Plätzchen auf dem Pooldeck und schließen uns den anderen Mitreisenden an, den Countdown bis Neujahr herunter zu zählen und parallel zum Ertönen von Horn und Schiffsglocke das neue Jahr zu begrüßen - immerhin sieben Stunden früher als sonst üblich (das hat übrigens den Vorteil, dass zu Hause die SMS auch gleich zugestellt werden können).

    Bis nach 3.00 Uhr geht es für uns nun noch weiter auf dem Pooldeck mit der Neujahrsparty bis wir uns so langsam in die Kabinen zurückziehen - immerhin haben wir für morgen um 9.00 Uhr mit einigen Mitgliedern der Crew einen Frühstückstermin beim „Sushi Tei“ ausgemacht …


    *** Freitag, den 1. Januar 2010: Singapur ***

    Der zweite Tag in Singapur beginnt früh - sehr früh. Um 8.00 Uhr gibt das Handy Laut und um kurz vor 9.00 Uhr sind Jannik und ich auf dem Weg zum Sushi Tei. Natürlich kommt es wie es kommen musste - entgegen aller Aussagen hat der Laden geschlossen („hat die ganze Nacht offen“, „kein Problem - wir frühstücken da oft“) - so war nicht der Plan.

    Also ab in die MRT und nach NE4 („Chinatown“) gefahren, um die unterbrochene Tour von gestern in umgekehrter Richtung fortzusetzen. Wir nutzen die Zeit daher für einen Stadtbummel in Chinatown (dort frühstücken wir dann auch erst einmal) und besichtigen noch zwei kleine Tempel bevor es gegen Mittag mit der MRT zurück zum Schiff geht - schließlich legen wir um 13.00 Uhr ab und wir wollen dann doch rechtzeitig zu „Alle Mann an Bord“ auf der Cara sein.

    Nun liegen also die letzten 1 ½ Seetage vor uns, wobei der heutige Tag seinen üblichen Ablauf nimmt: Dart, Shuffleboard, Abendessen im Marktrestaurant (italienisch) sowie der traditionellen Bingo-Runde (die ich ebenso traditionell nicht gewinne).

    Bevor es nun ins Theater zur Magic Neujahrs Show vom „Mr. Wonderful“ geht, der uns mit seinen Tricks doch ziemlich in Erstaunen versetzt, nehmen wir noch kurz den zweiten Teil des Abendessens ein (der erste Teil musste zumindest anverdaut werden, um noch etwas Platz dafür zu schaffen).

    Einem kleinen Absacker in der Anytime Bar (hier ist heute „Black-and-White-Party“) folgt dann heute aber auch recht schnell das allseitige „Gute Nacht“ …


    *** Samstag, den 2. Januar 2010: Auf dem Weg nach Koh Samui (Seetag) ***

    Heute ist es endlich soweit: Seegang! Wir werden von einem leichten Schaukeln geweckt und merken endlich, dass wir eine Kreuzfahrt machen. Sehr schön …

    Da man Seetage ja eigentlich etwas ruhiger angeht, passiert heute erst einmal nicht viel: dem Frühstück folgt ein bisschen entspanntes Matheaufgabenlösen mit Jannik und ich mache endlich mal die schon lange geplanten Fotos vom Schiff. Unterbrechen lassen wir uns nur vom Poolbrunch (richtig - heute ist ja Seetag und wir sind auf einem der kleinen Schiffe) anstelle des Mittagessens. Dafür gibt es dann zur Kaffeezeit ein Stück Schwarzwälder Kirsch - parallel zum Schreiben dieses Berichts.

    Und dann beginne ich mich zu wiederholen: Dart, Shuffleboard, Abendessen („Frankreich“ im Marktrestaurant) mit einem umwerfend guten Raclettekäse, Bingo …

    Und dann kommt ein etwas trauriges Kapitel: an der Kabinentür hängt inzwischen ein Blatt Papier - die „Abreiseinfos“. Hm, hätte nicht sein müssen …

    Wir kommen also nicht umhin - irgendwann muss der Koffer gepackt sein. Und wenn ich mir das Restprogramm für den Tag in Koh Samui so ansehe, geht das zu weiten Teilen eigentlich nur noch heute - also ab in die Kabine, das Restprogramm (anziehtechnisch) geplant und los geht's mit dem Packen.

    Pünktlich zum „Alpenglühn“ schaffen wir es daher auf das Pooldeck - hier geht's jetzt mächtig ab. Meine Getränke verdiene ich mir beim Nageln (dieses Mal bin ich gut gewesen und habe keine Runde verloren) und für Essen ist sowieso mit Brezeln, Rohkost und Schinkenbrot gesorgt.
    Morgen bricht dann schon der letzte Tag des Urlaubs an - und wegen unseres Ausflugs auf Koh Samui müssen wir versuchen, das erste Tenderboot zu bekommen … von daher geht es kurz nach 1 Uhr ins Bett - mit Träumen von Affen, die Kokosnüssen pflücken und Elefanten, die geritten werden … hoffentlich wird es so gut wie geplant.


    *** Sonntag, den 3. Januar 2010: Koh Samui (Thailand) ***

    Koh Samui - die letzte Station unserer Reise vor der Rückkehr nach Bangkok ist erreicht - kurz vor acht Uhr erreicht uns die Durchsage von der Brücke, dass wir vor Anker liegen und das Tendern beginnt. Wir sitzen gerade beim Frühstück (bzw. sind eigentlich schon fertig), so dass wir uns gleich auf den Weg auf Deck 3 machen können, um an Land zu kommen.

    Das klappt auch wie geplant, so dass wir rund 20 Minuten später auf Koh Samui angekommen sind. Hier haben wir keinen der AIDA-Ausflüge gebucht sondern sind auf einen lokalen Anbieter ausgewichen - im Internet bieten Ina und Frank Knöttgen (bekannt aus der TV-Serie „Die Auswanderer“) eine Dschungelsafari an, bei der - neben der Besichtigung der lokalen Sehenswürdigkeiten - vor allem auch der Spaß nicht zu kurz kommen soll. Wollen wir doch mal sehen, ob das stimmt …

    Der letzten E-Mail von Ina folgend, sollten wir an Land einen Jeep mit einem großen weißen Sonnenschirm sehen und uns dort treffen. Zunächst sehen wir allerdings nur noch einige Mitreisende, die den gleichen Ausflug gebucht haben und offensichtlich auch den weißen Schirm suchen … Wohl überrascht von deutscher Pünktlichkeit hatte man wohl noch gar nicht mit uns gerechnet, so dass der weiße Schirm erst einige Minuten später sichtbar wird - und das nicht auf einem Jeep sondern im Arm eines unserer Reiseführer. Aber egal, Hauptsache wir haben uns gefunden …

    Nach etwas Warten in der Sonne (heute haben wir glücklicherweise den kältesten Tag unserer Reise mit aktuell nur rund 27°C) kommen gegen 8.30 Uhr unsere Jeeps vorgefahren, so dass wir uns auf den Weg zu unserem ersten Ziel, dem Wasserfall „Na Muang Waterfall 2“, machen. Dieser führt trotz bislang mehr oder weniger ausgebliebener Regenzeit noch einiges an Wasser mit sich, so dass wir bei unseren Kletterversuchen auf rutschigen Steinen den ersten Einblick in die Natur bekommen.

    Gleich danach geht es dann weiter mit der Naturberührung - einige Elefanten stehen zum Ausritt bereit. Jeweils zwei Personen können in dem Gestell auf dem Elefantenrücken Platz nehmen - und werden dann rund 20 Minuten hin- und her geschaukelt. Auch wenn es gemütlich zugeht - wenn ein Elefant ein Bein vor das andere setzt, bewegt sich sein Rücken schon deutlich. Aber super ist es trotzdem ;)

    Wir wechseln nun wieder das Transportmittel und steigen vom Elefanten um in kleinere, offene Jeeps - damit geht es nun den Rest des Tages weiter. Zunächst fahren wir zum „Großvater- und Großmutterfelsen“, eine Felsformation, die zu den Sehenswürdigkeiten Koh Samuis gehört bevor es dann wieder „tierisch“ wird. Kokosnuss pflückende Affen sind unser Ziel. In einer Affenschule (ja, das gibt es wirklich) wird den Affen beigebracht, wie man Kokosnüsse am Baum so dreht, dass sie nach unten fallen … und natürlich geben sie uns auch gleich eine Kostprobe ihres Könnens: zunächst pflücken sie eine Kokosnuss, danach können wir gleich den Inhalt probieren. Und siehe da - Kokosnüsse schmecken gar nicht so trocken, wenn man sie frisch vom Baum isst.

    Bevor wir weiterfahren, ist jedoch erst noch ein Fotoshooting mit einem Affen auf der Schulter angesagt - unterbrochen von einem kurzen „Schlangenalarm“ als eine etwa 1 m lange (aber zugegebenermaßen recht dünne) Schlange an unseren Jeeps vorbei kriecht und sich dann in einem davon versteckt. Dschungel halt.

    Kurz vorm Mittagessen dann noch etwas Kultur: wir besuchen den Mönch, der seit seinem Tod vor rund 30 Jahren in einem Glaskasten sitzt (und man ihm auch ansieht, dass er seit längerem nicht mehr unter den Lebenden weilt; aber immerhin verwehrt eine Ray Ban Sonnenbrille den Blick in die inzwischen nicht mehr vorhandenen Augen).

    Jetzt ist es übrigens an der Zeit, dass der lustige Teil des Ausflugs beginnt … da wir nun die befestigten Straßen verlassen, können auf jedem unserer Jeeps (wir sind mit vier Jeeps unterwegs) zwei bis drei Personen auf dem Dach des Führerhauses sitzen. Das tun wir auch sofort (schließlich haben wir auch „fun“ gebucht) und los geht's zu unserem Mittagessen.

    Und wenn der Jeep schon auf befestigten Straßen eher unruhig unterwegs war, ist es nun auf den Wegen im Dschungel noch etwas extremer (und es wird nachmittags noch schlimmer werden) … das schaukelt dann doch ganz schön auf dem Jeepdach - zumal es kaum etwas zum Anlehnen oder Festhalten gibt. Von daher bin ich nicht ganz so böse als wir nach rund 15 Minuten den Gipfel erreicht haben und wir uns nun dem Mittagessen widmen können - thailändische Landeskost: etwas scharf (wenn man die Chilischote isst, die zum Würzen der kompletten Suppenschüssel gedacht war, sogar richtig scharf … gell, Jannik) und super-lecker.

    Und da Achterbahnfahren mit gefülltem Magen ja sowieso viel mehr Spaß macht, geht es auch gleich weiter durch den Dschungel - dieses Mal aber richtig. Off-Road ist jetzt angesagt - und unsere Fahrer geben alles. Es grenzt an ein Wunder, dass die Jeeps das überlebt haben - und die „Dachsitzer“ auch am Ziel noch auf dem Dach sitzen. Das erklärt dann übrigens auch den Hinweis darauf, dass Personen mit ernsthaften Rückenproblemen diesen Ausflug eher nicht mitmachen sollten.

    Zum Abschluss unseres Ausflugs steht dann noch der „Big Buddha“ auf dem Programm - zum Abschluss deshalb, weil es nun doch noch zu etwas Regen kommt - ein Monsunschauer verwandelt Koh Samui kurzfristig in einen kleinen See, so dass wir der Rückfahrt zum Schiff dem geplanten Badeaufenthalt am Strand dann doch eher den Vorzug geben.

    Und trotz des jähen Ende haben wir in rund sieben Stunden einen absolut geilen Tag verbracht - viel gesehen, super lecker gegessen und viel Spaß gehabt … besser kann man einen Tag auf Koh Samui wohl kaum verbringen.

    Zurück auf der Cara geht es erst einmal zum Aufwärmen und Erfrischen in die Sauna bevor wir um 18.00 Uhr das Abendprogramm beginnen. Zum Abendessen („Farewell-Dinner“) verdrücken die gut 1.000 Passagiere erst einmal 800 Hummer (auch wir haben ein bisschen Anteil daran) und andere Leckereien

    Anschließend geht's zum Bingo, um den Jackpot zu knacken. Und - das gelingt auch. Leider niemanden von uns … also gilt, was immer gilt: wir fahren ja irgendwann mal wieder auf der AIDA. Obwohl … bei einem vierstelligen Betrag hätte es sich dieses Mal richtig gelohnt.

    Naja, man kann nicht alles haben - also gewinnen wir halt einen der Hauptpreise bei der Neujahrstombola zu Gunsten des WWF. Um 21.15 Uhr sitzen wir gespannt im Theater und folgen gespannt der Ziehung … und da: Los 57 gewinnt einen 50-EUR-Gutschein für den AIDAcara-Shop - und Los 57 hat Eric. Also, herzlichen Glückwunsch - und ab in den Shop, der macht nämlich gleich zu.

    Die anderen Preise verirren sich leider und landen nicht bei uns … aber gut, haben wir halt was für den guten Zweck und die Erhaltung der Wale getan.

    Und da alles mal vorbei geht, kommen jetzt schnell die letzten Sachen in den Koffer (der muss wie immer um 2.00 Uhr vor der Tür stehen, damit er über Nacht ins Hafenterminal kommt) bevor es zur letzten Poolparty der Reise geht - die Farewell-Party gibt uns noch Gelegenheit uns von den liebgewonnenen Mitgliedern der Crew (und hier müssen wir in jedem Fall mal das Clubteam erwähnen, mit dem wir in den vergangenen zwei Wochen einen Riesenspaß hatten (auch wenn Markus (das „Schätzchen“) vielleicht doch ein paar „Reinruffragen“ zu wenig im Angebot und Linda erst nach zwei Wochen von „Olé“ anstelle „Juchhu“ überzeugt werden konnte)) sowie von alten und neuen Bekannten zu verabschieden … irgendwann, irgendwo auf irgendeinem dieser genialen Schiffe werden wir uns wiedersehen…

    Damit geht dann auch der letzte Abend an Bord zu Ende … während Linda ihre Sachen trocknet (etwas Abkühlung im Pool vor dem Schlafengehen soll ja gut tun), verschwinden wir auf unseren Kabinen zur letzten Nacht auf See.

    Gern hätten wir uns ja von den Wellen in den Schlaf wiegen lassen -leider haben wir aber mit spiegelglatter See zu kämpfen … kein Seegang in Sicht. Das war übrigens fast die ganzen beiden Wochen so … manchmal hat man zumindest gemerkt, dass wir auf einem Schiff sind und nur einmal war es etwas heftiger (so dass im Treppenhaus die netten „Spuckbeutelspenderboxen“ ausgehängt werden konnten) …


    *** Montag/Dienstag, den 4./5. Januar 2010: Abreise von Bangkok (Thailand) ***

    Das war's dann … der Abreisetag ist unaufhörlich näher gekommen und nun hilft alles nichts mehr: wir müssen nach dem Frühstück die Kabine räumen und uns mit dem Gedanken vertraut machen, dass unser Urlaub dem Ende entgegen geht - für die einen etwas früher (Bernd, Ela und Jannik sind jetzt schon auf dem Weg nach Deutschland), für die anderen etwas später (Eric und ich entspannen noch in der Sauna) … Da unser Flug erst um kurz vor Mitternacht startet, haben wir noch bis 19.00 Uhr Zeit, uns an das Urlaubsende an Bord zu gewöhnen … ein bisschen Wellness, ein bisschen Sonnen, ein bisschen Lesen, ein bisschen was Schreiben und zwischendurch den einen oder anderen Abstecher in die Restaurants - so vergehen die letzten Stunden auf der AIDAcara.

    Ach ja, auch dazu sollte ich noch etwas schreiben. Da dies mein erstes Mal auf der AIDAcara ist (und es das letzte Schiff der AIDA-Flotte ist, das ich noch nicht kenne), habe ich natürlich intensiv verglichen. Und meine Meinung ist inzwischen eindeutig: die kleineren Schiffe (AIDAaura/AIDAvita und AIDAcara) sind meine Favoriten, wenn es um einen Urlaub mit Fun und Spaß geht; die größeren (AIDAdiva, AIDAbella, AIDAluna und bald auch AIDAblu) bieten deutlich mehr Möglichkeiten, dafür sind sie nicht so familiär wie die kleineren Schiffe - hier kennt nach zwei Wochen praktisch jeder jeden (naja, fast) während man bei über 2.500 Passagieren auf den großen Schiffen manche Passagiere nie mehr wieder sieht. Das ist aber natürlich alles subjektiv - manch einer mag auch die gewisse „Anonymität“ und das schwindende „Clubschifffeeling“ auf den großen Schiffen als ideal empfinden -hier gilt also wie immer: „Ausprobieren“.

    Inzwischen kann ich auch noch ein bisschen was zur Kabine schreiben (Ihr erinnert Euch - wir haben die Außenkabine 4289 auf Backbord gehabt). Grundsätzlich ist diese Kabine problemlos - die beiden Bullaugen anstelle des Fensters sind praktisch keine Einschränkung und auch die Kabinengröße ist gut ausreichend (zumal wir bei der 2er-Belegung ja aus der Couch kein Bett machen müssen). Ein bisschen problematisch kann jedoch die Nähe zu den Motoren sein - im Hintergrund ist ständig ein leichtes Motorengeräusch wahrzunehmen; uns hat das nicht gestört, aber empfindliche Naturen könnten da ggf. Probleme haben. Deutlich zu hören (und vor allem zu spüren) sind jedoch die Geräusche bei den An- und Ablegemanövern: da fühlt man sich in der Kabine wie ein Handy beim Vibrationsalarm. An Schlafen ist während dieser Minuten nicht zu denken (dafür verpasst man keinen Hafen) ;) Und dann muss ich noch die Toilette erwähnen - also nicht die Tatsache, dass wir eine haben (das ist sogar auf Deck 4 Standard) sondern die Tatsache, dass das Vakuumsystem offensichtlich nicht in der Lage ist, den notwendigen Unterdruck für den Spülvorgang kontinuierlich aufrecht zu erhalten - anders ist es nicht zu erklären, dass zwischen dem Betätigen der Spülung und dem eigentlichen Spülen teilweise mehr als zwei Minuten vergehen … das ist dann immer so eine Zeit zwischen Hoffen und Bangen ;) Behebbar ist das nach Aussage der Rezeption wohl auch nicht - und ob das nur unsere Kabine oder auch andere auf diesem Gang betrifft, kann ich leider nicht sagen. Im Prinzip ist das also nichts Schlimmes - man muss es halt nur wissen (und wir waren am ersten Tag halt schon ein bisschen unsicher, wie man den Inhalt der Toilettenschüssel wegbekommt, wenn die Spülung nicht funktioniert - da wussten wir ja noch nicht, dass das in wenigen Minuten von selbst geht) …

    Kurz vorm Abendessen treffe ich dann Eric in der AIDA-Bar beim Blättern in einer Ausflugsbroschüre … das lässt schon den Verdacht aufkommen, dass Eric den Nachmittag genutzt hat, um seinen nächsten Urlaub zu planen - zwei weitere Wochen auf der AIDAcara. Und so ist es auch - der Flug ist umgebucht und die neue Kabine bezogen … ich muss meinen Rückflug in die Kälte also allein antreten.

    Ja, und dann ist es 18.30 Uhr - die Durchsage ist unmissverständlich: ich muss runter von Bord. Also geht es ins Hafengebäude, um die Reisetaschen zu holen - diese stehen mutterseelenallein unter dem „Deck 4“-Schild - ich scheine also tatsächlich einer der letzten zu sein.
    Ich wechsele also wir das Beförderungsmittel vom Schiff zum Reisebus und mache mich auf den Weg zum Flughafen in Bangkok. Das Einchecken geht erfreulich schnell und auch die Pass- und Gepäckkontrolle ist weit weniger aufwändig als sie hätte sein können. Von daher bleiben bis zum Abflug doch noch fast drei Stunden, die ich jetzt in einer Lounge am Flughafen verbringe und die Zeit nutze, um mal die ersten Mails abzuarbeiten.

    Der Rest läuft erwartungsgemäß reibungslos (und Schnee gibt es hier ja auch nicht), so dass wir pünktlich um 23.55 Uhr abheben und am nächsten Morgen um 5.35 Uhr (deutscher Zeit, also nach 11:40 Stunden) in Frankfurt ankommen.

    Da ich um diese Zeit niemanden aus dem Bett holen will, nehme ich ein Taxi und mache mich auf den Weg nach Hause - zwei Wochen AIDA in Südostasien sind vorbei … und es war ein Super-Urlaub! Also bis zum nächsten Mal - „Auf AIDAsehen“ …

    Viele Reiseberichte und Videos gibt's unter https://www.generalalarm.de und wer unter https://www.generalalarm.de/newsletter/ den wöchentlichen Newsletter abonniert, ist auch zukünftig immer auf dem Laufenden ...

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