Das war meine erste AIDA-Reise und auch Kreuzfahrt. Die Anreise nach Rostock mit dem Regionalexpress war etwas stressig, obwohl ich extra schon um 10:30 Uhr in Hamburg los bin. Der Zug war total voll mit Passagieren und in den Türbereichen standen auch jede Menge Koffer. Der Großteil wollte wirklich zur AIDA.
In Rostock angekommen lief alles echt super. Am Bahnsteig standen schon Leute von AIDA und haben den Weg zum Bus und zur Kofferabgabe erklärt. Dort Koffer abgegeben und in den Bus. Am CruiseTerminal angekommen hieß es erst wir müssten bis 16:00 Uhr warten und sollten ein wenige in Warnemünde gucken. Um kurz nach 14 Uhr ging es dann aber doch mit dem Boarden los. Dann hieß es erstmal das Schiff bei sonnigen fast 30 Grad erkunden und davon gab es ja eine Menge zu sehen.
Beim Ablegen wurden wir natürlich von vielen Booten und Zuschauern begleitet. Über Nacht ging es nach Kopenhagen, wobei wir da sehr langsam fuhren. Der Weg führte uns auch nicht links um Kopenhagen rum um dann von Norden einzulaufen. Wir hielten am nächsten Morgen direkten Kurs aus Süden auf Kopenhagen zu vorbei am Flughafen. Um 10 Uhr gab es dann die obligatorische Seenotrettungsübung.
In Kopenhagen unternahm ich eine AIDA-Biking-Tour bei schönem Wetter mit Wolken und auch Sonne. Die Tour war super. Es ging wirklich durch die Stadt und auch ein wenig abseits der Innenstadt, nach Nyhavn und zum Schluss ging es mit den Bikes direkt durch Christianshavn. Die Überfahrt nach Oslo war ruhig, selbst am Skagerag war nur ein wenig normaler Seegang bei dem sich das Schiff mit seiner Größe nur wenig bewegte.
Die Ein- und Durchfahrt durch den Olsofjord war wirklich schön und auch Oslo wurde wieder mit dem Bike erkundet, wobei die Tour mit ein paar Anstiegen etwas anspruchsvoller war als am Vortag. Bei nahezu Sonnenuntergang gings wieder los und dann fing auch erst der Regen an. Als nächstes stand ja ein Seetag auf dem Programm. Auf der Nordsee angekommen nahm der Seegang dann zu. Immerhin war über Deutschland und dem Norden ja ein Tiefdruckgebiet. Morgens wankte das Schiff schon etwas mehr, wobei die kurzen Wellen von etwa 3 Metern nahezu direkt von vorne kamen. Ab etwa Mittag nahm der Seegang dann sehr stark zu und u. a. durch einen notwendigen Kurswechsel kamen die Wellen dann auch von der Seite, so dass sich die Luna sowohl in der Längs- und Querachse bewegte. Der Kapitän sagte Sturm mit so Windstärke 9-10 und in Böen auch 11 mit so ca. 8 m hohen Wellen glaub ich. Auf dem Schiff wurde es dann ruhiger.
Beim Mittagessen wankte man auch schon ganz schön. Nachmittags nahm ich am Cocktailworkshop in der Anytime teil, bei dem dann doch einige Gläser auf Grund des Seegangs zu Bruch gehen. Die restlichen Gläser etc. wurden dann auch schnellstmöglich gesichert. Beim Abendessen im Markrestaurant war es um kurz nach 18 Uhr sehr leer, so dass es an dem Tag mal keine zwei Essenszeiten gab. Ab so etwa kurz vor 23 Uhr wurde es dann mit Erreichen der Deutschen Bucht schon sehr viel ruhiger und als wir dann so gegen 24 Uhr die Elbmündung erreichten war es wieder so wie man es die Tage vorher gekannt hat. Die Pizzeria wurde an diesem Abend auch zu später Stunde wieder mehr besucht.
Morgens um kurz vor 5 war dann schon Hamburg in der Ferne sichtbar ein paar Minuten später passierten wir dann den WillkommHöft in Wedel, der uns zu der frühen Stunde dann leider nicht mit der Italienischen Nationalhymne begrüßte. Das Deck füllte sich am Bug des Schiffes immer mehr mit Frühaufstehern. Um kurz vor 6 Uhr passierten wir dann die Lanundsbrücken und machten wenig später in der HafenCity fest. Nach einem gemütlichen Frühstück und einen Verweilen an Bord bis so 10 Uhr ging es dann leider von Bord und nach Hause.
Trotz des doch extremen Seegangs, den ich gut überstanden habe, bin ich nun auch vom AIDA-Virus infiziert