Reisebericht Transatlantik AIDAaura 11.04.-26.04.2009
Anreise 11.04. Frankfurt – La Romana (Dom. Rep.). Flieger war nur zu ca. 70% voll - sehr angenehm. In Romana angekommen, ohne die Koffer abzuholen, wurden wir von Kleinbussen direkt aufs Schiff gebracht. Zimmer waren bereits ab 13 Uhr bezugsfähig. Koffer kamen um ca. 16.30 Uhr.
Bonaire: Hier wollten wir tauchen (1. Mal für uns mit Aida). Wir hatten die Wahl zwischen 2 Tauchausflügen. Die Guides haben aber klar einen (teureren) favorisiert (incl. Jeep Tour, um auch was von der Insel zu sehen). Also haben wir uns auch für diesen entschieden (119,- Euro p.P.) hinzu kommen 10,- Euro Marine Park Gebühr und 6,- Euro für die Tauchversicherung. Wir haben zwar eine private, man wollte aber unbedingt die Police sehen, weil sonst die Sicherheit nicht gewährleistet werden konnte?? Da uns telefonieren
und faxen mit Zuhause zu teuer und umständlich war, haben wir halt noch diese 6,- Euro gezahlt (verstanden haben wir es jedoch
nicht...).
Am Abend vor Bonaire wurde um 17 Uhr in der Diving Station auf Deck 3 das Equipment ausgegeben (lustiges An- und Ausziehen:-)). Leider gibt es nur eine Anzug (5mm, lang, halbtrocken), was ich bei den Preisen ziemlich schwach finde (die Guides auf Bonaire kamen zumeist mit Shorty – 28 Grad Wasser). Das Equipment kam alles in eine Tasche – mussten wir uns nicht mehr drum kümmern.
In Bonaire gelandet – ab in die Jeepsund zum ersten Tauchgang (Wrack...Hooker). Auf Bonaire wird eigentlich immer vom Strand aus getaucht. Hier kommt erschwerend der lose Korallen-untergrund hinzu (Gleichgewicht halten beim Anrödeln). Die ortskundigen Guides von Bonaire waren sehr nett und hilfsbereit und machten einen kompetenten Eindruck. Unser Dive war schön, es ging bis auf knapp 30 Meter runter. Das Wrack war unspektakulär. Pflanzen und Fische dafür umso schöner – für Karibik wirklich top (Adlerrochen, Muräne...). Nach dem Dive gab es Sandwiches und Softdrinks. Dann ab in die Jeeps – Inselrundfahrt als Oberflächenpause. Sie Insel ist nicht wirklich prikelnd, sodass Tauchen wirklich eine gute Alternative ist. Der 2. Tauchgang (wieder vom Land aus) war wieder genauso problemlos wie der erste (25 Meter, 60 Min.). Wie gesagt bis auf das An- und Abrödeln, was bei 30 Grad in der Sonne und der Dicke der Anzüge sehr schweistreibend war. Der Aufenthalt auf Bonaire war zeitlich sehr begrenzt (8-15 Uhr). Wir kamen gerade noch rechtzeitig
wieder aufs Schiff. Unterm Strich schön aber ziemlich teuer.
Isla Magerita: Hier hatten wir ca. 2 Monate vorher einen privaten Touranbieter (http://www.casatrudel.com/crusin-n-style.htm) kontaktiert, die ganzen Punkte der Tour verabredet und gebucht. Auto (geräumiger Jeep/Van mit Klima!) für 8 Stunden US 130,-. Über das Forum hatten wir ruckzuck ein zweites Pärchen für unsere Tour begeistert und gewonnen, sodass der Preis p.P. bei rund Euro 25,- lag. Vorneweg – die Tour war spitze. Steve unser Guide war super nett, sehr hilfsbereit, hatte immer eigene Ideen und Vorschläge und war gut bekannt auf der Insel. Amerikaner – sehr gutes Englisch, hat uns mit der einheimischen Währung versorgt (Kurs AIDA 1 US = 2,14 Bolivar / Kurs Steve 1 US = 4 Bolivar). Er legte alles vor (Eintritt Nat. Park, Mittagessen...) und am Ende wurde in US bezahlt. 1. Stop Restigna Nat. Park (Mangrowen Bootsfahrt). Als wir ankamen war schon die halbe Aida vor uns in der Schlange...wie gesagt Steve ist bekannt...wir wurden direkt an der ganzen Schlange vorbei gelotst und konnten direkt ins Boot steigen (wie peinlich :-)). Die Bootstour war traumhaft schön. Wir haben die 1-Stunden-Tour gemacht – die Zeit verflog einfach. Pelikane, Krebse, rote Seesterne und eine wunderbare Natur. Dank Steve hat uns vier das nur 100 Bs = 25 US (p.P. US 6,25) gekostet. Empfehlenswert!!!
Dann ging unsere Tour über schöne Aussichtspunkte, Kirchen, Strände, Forts, Berge ganz nach unseren Wünschen. Steve hat uns viel vom Land und von den Menschen vermittelt und immer wieder neue Ideen gebracht. Hintergründe der Abfallentsorgung wurden u.a. ebenfalls sehr ausführlich vermittelt. Isla Magerita ist leider nicht sehr sauber. Oft sieht man losen Müll neben der Straße. Venezuela hat zwar enorme Öleinnahmen, diese versickern aber in Regierungskreisen, sodass die Bevölkerung nur wenig in den Genuss davon kommt. Eine Auswirkung, das Müllproblem...
Essen waren wir am Strand „Playa de Aqua“ (Traumstrand auf der Atlantikseite – daher recht rauh) – hier kann man Neid-Fotos machen. Schwimmen waren wir weiter im Norden am „Playa Manzanillo“. Eine malerische Bucht, in der viele Fischerboote liegen. Hier ist das Meer sehr ruhig und lädt zum Schwimmen ein. Gegen 17:30 Uhr waren wir wieder wohlbehalten am Schiff. Mit Auto, Eintritt und Essen – Steve als Chauffeur und Guide nicht zu vergessen hat der Tag für 4 Personen USD 210,- gekostet. Die Insel ist viel schöner als erwartet, man muss sie nur richtig gezeigt bekommen.
Hier nochmal der Link zu Steve und Marcellas Homepage, der sich sehr über weitere Gäste freut.
http://www.casatrudel.com/crusin-n-style.htm
Grenada – die Gewürzinsel:
hier haben wir eine Tour mit AIDA gebucht. „Wanderung durch den Regenwald zu den Wasserfällen Seven Sisters“. Vormittags hat es
geregnet, sodass der Weg sehr naß und matschig war. Ein sicherer Tritt und feste Schuhe waren Voraussetzung. Wir hatten feste
Turnschuhe an – ging gerade so! Der Weg zu den Wasserfällen ist recht steil und nicht befestigt – wir kamen des öfteren ins Rutschen. Mansche Teilnehmer sind richtig ausgerutscht...aber nix passiert. Die Tour begann mit einer Busfahrt im Kleinbus in den Nationalpark. An der Straße wachsen Papayas, Kakao, Muskatnuß, Bananen etc. einfach toll (fast wie bei uns das Unkraut). An unserem Startpunkt angekommen wurden „Wanderstöcke“ verteilt. Anfangs belächelt...später sehr geschätzt. Unser Guide erklärte uns Tier und Pflanzenwelt sehr nett und anschaulich. Wir bekamen Muskatnuß und Kakao zum probieren. Am Wasserfall angekommen war
genug Zeit zum Baden, was einige auch genossen. 2 Einheimische Wasserspringer boten gegen kleine Spende ihre Künste feil. Der
Hinweg steil abwärts, ging der selbe Weg zurück natürlich steil bergauf. Eine gewisse Grundkondition sollte vorhanden sein. Alles in
Allem ein sehr schöner Ausflug.
Mittags haben wir uns auf eigene Faust ins Marktgetümmel von St.George's gestürzt und auf dem Markt Gewürze als Mitbringsel gekauft (Achtung! unter den sichtbaren Gewürzen, z.B. in einer halben Kokosnuß, ist viel Füllmaterial, also lieber die Gewürze einzeln kaufen). Auf dem Markt sind die Preise aber viel günstiger als in der Mall direkt am Anlegeplatz. Grenada ist eine wirklich sehenswerte Karibikinsel...
Barbados: leider eine viel zu kurze Liegezeit (8-14:00 Uhr)
Hier wollten wir trotz kurzem Zeitfenster nochmal Karibik-Feeling genießen, bevor es über den großen Teich zurück Richtung Europa geht. Also Strand – nur wohin? AIDA bietet Touren Richtung Norden zur „Paradies Beach“ an. Das war uns zu weit von Bridgetown weg, wo wir auch noch ein bißchen Bummeln wollten. Also fragten wir einen netten Taxifahrer. Der empfahl uns die „Carlisle Beach“. Diese ist auch zu Fuß (ca. 45 Minuten) zu erreichen. Vom Schiff kann man Richtung Süden auf der Landzunge ein großes Hotel (Hilton *****) sehen – da ist der Strand. Wegen Zeitmangel nahmen wir für den Hinweg das Taxi (USD 10,-) - man hätte sicher noch handeln können...An der „Carlisle Beach“ angekommen gleich Schirm und 2 Liegen genommen. Der Preis incl. 3 Getränke war USD 15,- - also mehr als fair. Der Strand ist genauso, wie man sich das wünscht. Tükises Wasser, weißer feiner Sand, leichte Dünung – PERFEKT! Die AIDA hatten wir immer im Blick. Nach und nach kamen immer mehr AIDAler an den Strand. Zurück zum Schiff sind wir dann zu Fuß. Bridgetown selbst ist hübsch (karibisch bunt) und sehr sauber. Wenn man Uhren-Fan ist und mit dem Kauf einer hochwertigen Uhr
liebäugelt könnte man hier fündig werden. Man sollte sich jedoch schon zuhause über die in Frage kommenden Uhren informieren und
evtl. auf Barbados zuschlagen. Ich habe mich nicht getraut, weil ich keine Vergleichsbasis hatte. Aber hier gibt es alles, was das
Uhrenherz begehrt...und zwar in Original (Rolex, Tissot, Zenith, Maurice Lacroix, Glashütte, Ebel, Longines, TAG HEUER, usw.).
Colombian Emeralds International heißt die Kette, die wirklich perfekt die Schmuckstücke in Szene setzt. Die Auslagen und das
Personal könnten nicht professioneller sein. Es hat schon gereizt, zumal die Bereitschaft zum Handeln mir suggeriert wurde. So war der
Rückmarsch zum Schiff sehr abwechslungsreich und gar nicht lange. Hier haben wir noch Halt auf einem Fischmarkt gemacht – super
sauber und gar nicht nach Fisch riechend. Auf Barbados wurde die AIDA nochmal für die lange Reise vollgetankt. Deswegen hatten wir leichte Verspätung und legten erst gegen 15:30 Uhr ab.
Seetage: Relaxen, Essen, Sport, Spiel, Lesen....herrlich. Spinbikekurse sind wie immer sehr gesucht – d.h. rechtzeitig anstehen zum Eintragen in die Listen (immer am Vortag ab 18:00 Uhr). Leider haben die hier auf der aura nur 15 Bikes und es findet auch nur max. 1 Kurs pro Tag statt. Ein bißchen mehr Flexibilität wäre schön. Daneben werden viele Bezahltkurse (€ 15-30) angeboten, wo sich fast nie einer einträgt....naja. Ebenso sind bei den Cardiogeräten nur 3 Cross-Trainer vorhanden, sodass auch hier oft anstehen angesagt war. Irgendwie ist man aber immer ins Schwitzen gekommen, wenn man nur wollte.
Madeira: waren wir schon mal. Aber der Empfang von den Delphinen war diesmal phänomenal – das reinste „Schaulaufen“. Die Anlegestelle in Funchal liegt zwar sehr zentral – leider nur Luftlinie. Zu Fuß braucht man ca. 30 Minuten ins Zentrum. Taxis nehmen hierfür € 7,50. Wir waren zu Fuß unterwegs und haben uns rund um die schöne Markthalle bewegt. In Funchal gibt es im Zentrum ein freies W-Lan Netz. Habe ich ausprobiert – je nach Lage ist das Netz recht schwach. Für email und Wertpapierkurse hat es aber prima geklappt....gerade wenn man die Internet-Preise der AIDA bedenkt.
Cadiz: - ist eine wunderschöne Stadt. Die AIDA legt direkt an der Altstadt an. Wir haben Cadiz zu Fuß erkundet und kamen aus dem Fotografieren gar nicht mehr raus. Enge Gässchen, Parks, schöne Plätze gepaart mit unterschiedlichsten Baustilen – toll. Sehenswert fanden wir die Camera Oskura (Eintritt € 4,-). Sehr beeindruckend wie klar und lebendig das Stadtbild auf die Leinwand projiziert wird (und da bewegt sich alles!!!). Pause haben wir wieder auf der AIDA gemacht. Mittags war Shoppen angesagt – Achtung von 14:00 Uhr bis 17:00 Uhr haben die Geschäfte Siesta.
Leider haben wir die Meerenge bei Gibraltar nachts um 01:00 Uhr passiert. Das war für mich ein Muß – ich hatte bei Wind und Kälte mit vielen anderen ausgeharrt (meine bessere Hälfte zog die warme Kabine vor...) zumindest die Umrisse von Afrika und Europa konnten wir gut sehen.
Palma Endstation: 2 Tage nach Cadiz lagen wir mit dem Schwesterschiff AIDAvita in Palma de Mallorca. Unser Rückflug ging erst abends um 20:00 Uhr. Abholung war 17:30 Uhr, sodass wir den Tag in Palma noch schön nutzen konnten. Die Kathedrale ist wirklich sehenswert und Sonntags ohne Eintritt zu besichtigen.
Rückflug: 20 kg pro Person und Gepäckstück sind erlaubt. Alles was darüber hinaus geht war bei uns gnadenlos zu bezahlen – was zu vielen erregten Gemütern am Check-In geführt hat. Also leichte Koffer und das Handgepäck nutzen!
Fazit: immer wieder! Der Mix aus Karibik-Flair, vielen erholsamen Seetagen, gutem Essen und Sport (gegen das schlechte Gewissen) ist für uns perfekt. Der Atlantik hat sich von seiner ruhigen Seite gezeigt. Viele nette Leute kennengelernt, ein paar Kilo mehr auf der Waage und viel zu erzählen! ![]()