So, hier ist jetzt der lang versprochene Reisebericht Diamond Princess Bangkok Sydney
v. 23.11.-12.12.2008
Am 21. November sollte es um 11 Uhr mit Lufthansa nach Frankfurt gehen. Wetterbedingt oder durch technische Probleme( Lufthansa hat sich da etwas widersprüchlich ausgedrückt) fiel unser Zubringerflug aus, so dass wir die Mittagsmaschine nach Bangkok nicht erreichen konnten. Wir wurden von LH dann auf die Abendmaschine der Thai-Airways gebucht, mit der wir dann auch problemlos nach Bangkok geflogen sind. Durch die Verspätung war unser geplanter Stadtaufenthalt etwas kürzer als geplant, so dass wir von der Stadt eher wenig sa-hen. Wir übernachteten im Siam@Siam Hotel, einem so genannten Designhotel. Es entsprach ganz unseren Erwartungen. Wir würden es jederzeit wieder buchen. Baden im Pool mit Blick über Bangkok hat schon was. Zum Abendessen blieben wir der Einfachheit halber im Hotel und gingen ins Dachrestaurant im 27. Stock. Ebenfalls sehr zu empfehlen.
23.11. Am nächsten Morgen brachte uns die von Deutschland aus gemietete Limousine – ein Van (wir waren 4 Personen mit entsprechendem Gepäck) in 2,5 Stunden zum Hafen Laem Chabang. Dort sahen wir dann zum ersten Mal „unser“ Schiff. Uih war die groß!
Die vielen Busse dort ließen uns böses ahnen was das Einchecken betraf. Wir gaben als erstes die Koffer ab und dann ging es in die Halle zum Check-In. Dort waren 41!!! Check In Schal-ter aufgebaut. Unsere Wartezeit betrug nicht einmal 3 Minuten. Alle Formalitäten waren dank des E-Boardingpasses schnell erledigt und dann standen wir direkt vor dem Schiff. Wir gin-gen an Bord und wurden von freundlichen Mitarbeitern immer weitergereicht, bis wir vor unserer Kabine standen. Aus der gebuchten Balkonkabine hat Princess durch ein Upgrade eine Minisuite gemacht (wir wurden jedoch vorher gefragt, ob es uns recht sei). 30 qm waren nun also unser Zuhause für die nächsten 20 Tage. Kaum in der Kabine kam auch schon der Kabinensteward mit einem Gläschen Sekt zur Begrüßung. Er erklärte uns kurz alles, gab uns die vorbestellten Ausflugstickets und wollte sich dann zurückziehen. Beim Tür öffnen ent-deckte er jedoch unsere Koffer, und ehe wir auch nur zufassen konnten, hat er sie bereits her-eingetragen und abgelegt. Seit dem Einchecken waren nicht mal 45 Minuten vergangen!
Auf unserem großen Balkon ( 4 Stühle und ein Tisch) genossen wir erst mal unseren Begrü-ßungssekt. Dann schnell Koffer auspacken und ein wenig Schiff erkunden. Es galt 5 Pools -2 davon mit 2,10 Wassertiefe richtig zum Schwimmen geeignet, ein weiterer mit Gegenstrom-anlage im Fitnessbereich – 15 Bars (6 Aussen- und 9 Innenbars), 5 Speisesäle, ein Büfettre-staurant, Bücherei, Lobby, Boutiquen und und und zu erkunden.
Um 19 Uhr liefen wir dann aus. Das Schiffshorn war der Größe des Schiffes angepasst und sorgte bei manchen für einen mehrtägigen Gehörschaden. ( Man stellt sich aus beim Auslau-fen nicht direkt drunter) Dann war es auch schon Zeit für unser erstes Abendessen. Wegen einer Nahrungsmittelunverträglichkeit bei unserem befreundeten Paar entschieden wir uns für feste Tischzeiten. So war es für das Personal einfache immer das Richtige zu bringen. Wir haben sehr gute Erfahrungen mit den festen Tischen gemacht. Zum Essen: es gab jeden A-bend 5 Gänge, wobei jeder Gang wiederum in meherer Möglichkeiten aufgesplittet war. Wir konnten die Gänge nach Herzenslust kombinieren oder auch mal einen Gang mehrfach bestel-len, alles war möglich. Das Essen war klasse, sehr viel Meeresgetier, Fleisch und auch Pasta in allen Formen. Die einzelen Teile waren nicht zu groß, sodass man nicht völlig überfressen aus dem Speisesaal kam. Wechsel ins Büfettrestaurant oder auch mal zum Anytime waren problemlos möglich.
24.11. Seetag: Poolbrunchthema: Asiatisches Büfett
Er ging mit Treffen mit der deutschen Hostess und einem Treffen mit Mitgliedern aus einem amerikanischen Forum und ganz viel relaxen schnell rum. Abneds war die die erste formal Night – Captain´s Welcome. Es gab Coctails und Häppchen und der Kapitän hielt eine kleine Rede. So erfuhren wir dass 2300 Passagiere aus 83 Nationen an Bord sind. Es waren haupt-sächlich ca 400 Amerikaner, ca 400 Engländer, 400 Australier und ca. 400 deutsch sprechen-de Gäste(Schweizer und Österreicher und Deutsche). Was die Kleidung betrifft: es waren einige Smokings, einige lange Kleider und keine Jeans zu sehen.
25.11. Ho Chi Minh City: Wir machten den Ausflug HCMC auf eigene Faust. Das heißt Princess hat uns in die Stadt gebracht und auch dort wieder abgeholt. Der Transfer in die Stadt dauerte gute 2 Stunden. Die Stadt selbst bietet eine Unmenge Verkehr und sonst wenig!
26.11.Seetag, Poolbrunchthema: Früchte und Sandwiches
Wir waren faul, schwammen, genossen die Sonne und nahmen nachmittags an einer kleinen Weinprobe teil.
27.11. Singapur. Wir machten die Stadtrundfahrt mit. Der 1. Stopp war der Mount Farber mit herrlichem Blick über die Stadt. Weiter ging es zum Orchideengarten. Dort habe ich die schönsten Orchideen gesehen. Anschließend noch ein wenig Sightseeing in der Stadt. In Chi-natown endete der geführte Ausflug und wir machten noch ein wenig die Stadt unsicher. Spä-ter ging es dann mit dem Shuttlebus zurück in den weltgrößten Containerhafen auf unser Schiff. Die Shuttlebusse vom Schiff in die Innenstadt waren übrigens immer kostenlos.
Abends trafen wir uns mit der Gruppe aus dem amerik. Forum zum Thanksgivingessen.
28.11. Seetag Poolbrunchthema heute: Pasta
Wir hatten einen Regentag. Da war es schön, das ein Pool der Diamond mittels Schiebedach zum Hallenbad umwandelbar war. So konnten wir trotzdem schwimmen! Ansonsten gab es jede Menge Unterhaltungsmöglichkeiten. So gab es zum Beispiel abends in jeder Innenbar eine andere Lifemusik, so dass man die Bar nach dem Musikstil raussuchen konnte. Die bei-den abendlichen Show im Theater waren richtig klasse und wirkten auf uns sehr professionell.
29.11. Kota Kinabalu auf Borneo (Malaisia) Es ging für uns mit dem Bus vorbei am 4092 m hohen Mount Kinabalu zum Nationalpark Mount Kinabalu. Hier galt es im dichten Regen-wald jede Menge Pflanzen zu entdecken. Leider ist im November nicht die klassische Zeit für Orchideenblüten, aber auch ohne diese Blüten gab es jede Menge zu entdecken.
30.11. Seetag, 1. Advent, Poolbrunchthema Chefs Spezialteller. Haben wir jedoch versäumt, da durch die Zeitumstellung, (uns wurde nachts eine Stunde geklaut) erst ein sehr spätes Frühstück angesagt war. Dafür gingen wir um h 15.30 Uhr mal zum Afternoontea. Das war eine interessante Erfahrung: Die Kellner laufen alle mit weißen Handschuhen rum, Tee gab es aus Silberkannen und die dazu servierten Köstlichkeit…. Oh man da den Kopf zu schütteln und nein sagen war absolut unmöglich. Törtchen, Sandwiches und die für uns zuerst unbe-kannten Scoones mit Marmelade und Sahne. Ich sage nur der Suchtfaktor war enorm hoch!
1.12. Seetag Poolbrunch Obst und Tortenbüfett, abends wieder Formal Night.
2.12. Seetag Poolbrunch Mexikanisches Büfett
Heute war Äquatorüberquerung mit dazu gehöriger Taufe! Erst haben wir uns gewundert, dass sich nur wenige Passagiere zum Mitmachen gemeldet haben. Doch beim Zusehen wurde schnell klar warum. Das hier hatte nichts gemein mit der harmlosen Atlantiktaufe auf Aida, sondern das hier lehnte sich doch deutlich mehr an die rauen Sitten der echten Seefahrer an. Übergießen mit irgendwelchen Soßen gehörte genauso dazu wie der Kuss eines wirklich gro-ßen Fisches. Das anschließende Reinschubsen in den Pool war der krönende Abschluss. Dass das Poolwasser anschließend ausgetauscht werden musste brauche ich wohl nicht zu erwäh-nen.
3.12. Seetag Poolbrunch Sushibüfett
Heute sahen wir unser Crew beim Schnitzen von Eisfiguren zu. Schwimmen, sonnen und le-sen muss ich nicht extra erwähnen. Ach ja sonnen, auch an Seetagen fanden wir immer freie Sonnenliegen, auch wenn sich eine bestimmte Reisegruppe sehr mit Liegenreservieren her-vorgetan hat! Nein es waren keine Deutschen!
4.12. Heute betreten wir das erst Mal australischen Boden. Nachdem ein kleiner Hund (Corgie glaube ich) an allen Taschen geschnüffelt hat (nach Australien dürfen keinerlei Lebensmittel, Samen und und und eingeführt werden) ging es mit einem Allradbus in den Litchfield Natio-nalpark. Dort gab es hunderte von riesigen Termitenhügeln, Flughunde und tolle Wasserfälle, wobei in einem sogar gebadet werden durfte zu bestaunen. Auf der Fahrt entdeckten wir die so genannten Roadtrains. Das sind LKW mit 4! Anhängern. Voller Respekt erzählte uns unser Führer dass der Bremsweg auf trockener Straße bei 650 m liegt, bei nasser Straße wolle er lieber nicht vor dem Train sein.
Auf dem Heimweg überraschte uns ein Regenschauer, der uns einen kleinen Eindruck vermit-telte, wie es hier zugehen muss, wenn ein Zyklon kommt. Die paar Meter auf der Gangway haben ausgereicht uns bis auf die Haut zu durchnässen!
5.12. Nach den Anstrengungen von Darwin kann der Seetag gerade richtig.Poolbrunch Deut-sches Büfett
Heute war ein Tauchertreffen angesetzt, da wir ja übermorgen das Great Barrier Reef errei-chen sollten. Ansonsten verlief der Tag sehr gemächlich.Abends war dann Poolparty Island Night angesagt. Es war die einzige Poolparty, aber da steppte der Bär, das hätte ich nie erwar-tet. Die Abende davor war es einfach zu feuchtwarm zum draußen feiern, so dass alles in den Innenbereichen stattfand.
6.12. Nikolaus, den hier keiner kennt! Seetag Poolbrunch italienisches Büfett
Restl Tag siehe oben
7.12. Port Douglas. Hier hatten wir einen Ausflug mit dem Zug durch den Regenwald und anschließendem Spaziergang in eben jenem gebucht. Die war einer unserer teuersten Ausflü-ge, aber die Zugfahrt sollte wirklich spektakulär sein. Leider dauerte die Freigabe des Schiffes durch die Behörden länger, oder wir waren zu spät, oder das tendern dauerte zu lang, jeden-falls war der Zug weg und wir fuhren die Strecke mit dem Bus. Der Unmut im Bus war erheb-lich und die Reiseleitung sichtlich überfordert. Der Besuch im Regenwald und die Fahret im Armyduck waren toll, aber, na ja wir wollten eigentlich Zug fahren. Als wir wieder auf dem Schiff waren ging es zum Ausflugsdeck, wollten wir doch wenigstens die 70 US$ für die nicht stattgefundene Zugfahrt ersetzt haben. Vor uns standen schon über 200 Personen, die wohl alle das gleiche Anliegen hatten. Das Problem wurde von Princess souverän gelöst, in dem jeder Passagier seien kompletten Ausflugspreis zurückerhalten hat und zusätzlich noch 50US$ Bordguthaben gutgeschrieben bekam. Problemlösung auf amerikanisch!
8.12. Airliebeach. Heute ging es auf eine Riffplattform zum tauchen und schnorcheln. Es war ein wirklich toller Tag, auch wenn man am Riff schon sieht dass der Bereich der Plattform eher tot ist. Fische gab es viele, nur die Korallen waren nicht so bunt wie wir uns das vorge-stellt hatten. Mein Mann hat mittags einen Tauchgang mit dem Boot gemacht und er konnte von einer anderen Welt berichten, wenn man den Touribereich verlässt.
9.12. Seetag Poolbrunch Indisches Büfett
Heute gab es im Theater eine tolle Kochshow mit dem Chefkoch und dem Mairte´d Hotel mit anschließender Führung durch die Küche. Abends die letzte Formal Night.
10.12. Brisbane. Hier zogen wir auf eigene Faust durch die Stadt. Wir fuhren ein wenig auf dem Brisbaneriver und erkundeten dann die Stadt zu Fuß. Der Shuttlebus von Princess fuhr alle paar Minuten, so dass man gut auf eigene Faust los konnte.
11.12. letzter Seetag Poolbrunch Schokotorten
Heute waren wir ein wenig melancholisch, ging die Reise doch mit Riesenschritten zu Ende. Der Himmel stimmte mit ein und ließ es regnen. So hatten wir Zeit zum Koffer packen und eine letzte Fotorunde übers Schiff. Abends entdeckten wir dann beim Captains Farewell die ersten Weihnachtsbäume auf dem Schiff.
12.12. Wir erreichen gegen 6 Uhr den Hafen von Sydney. Natürlich stehen wir alle draußen um die Hafeneinfahrt und den ersten Blick auf Oper und Harbourbrigde nicht zu verpassen.
Das Ausschiffen ging superleise von statten. Wir sollten uns um 8.20 Uhr in der Wheelhouse-bar treffen. Dort gab es dann eine Durchsage Jetzt gehen wir von Bord und das war alles. Da wurde wirklich niemand gestört. In der Halle standen dann unsere Koffer und weiter ging es zu den Taxen, haben wir doch noch 3 tage in Sydney angehängt. Doch das ist eine andere Geschichte.
So, ich hoffe es war interessant zu lesen, bei Fragen einfach melden
Conny
Ach ja, uns hat es so gut gefallen, dass wir im Februar 2010 von Sydney nach Bangkok fahren, diesmal allerdings an der Westküste von Australien lang, so dass wir auf diese Weise Australien umrundet haben!