Visby - Ausflug VBY01 "Westliches Gotland"

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Kabinenkategorie
Balkonkabine
Reisedatum von
4. Juli 2021
Reisedatum bis
8. Juli 2021

Die Ausflugsplanung - ein wichtiger Teil der Urlaubsvorbereitung! Und der Teil, der mir persönlich am meisten Spaß macht. Und auch wenn man sich zu Hause bereits entschieden und gebucht hat, die Ausflugspräsentationen gehören für mich zum Pflichtprogramm an Bord. Wer jetzt aber in der AIDA Heute danach sucht, sucht vergebens. Es gibt sie schon noch, aber unter anderem Namen.

Das ganze nennt sich jetzt Hafen-Lounge. Und Aida ist natürlich ganz stolz auf dieses neue Format und alle freuen sich drauf usw............ Ich finde es eher verwirrend, denn unter diesem Namen findet man alles, was mit Häfen zu tun hat. So auch das Quiz der Reiseberater. Übrigens, eine Ocean-Lounge gibt es auch. Darunter fallen zum Beispiel die Vorträge des Lektors. Obwohl das Ostseebad Warnemünde auch ein Hafen ist. Wie gesagt, für mich verwirrend.


Ausflug VBY01 - "Westliches Gotland"


Ich beginne gleich mit einem

ACHTUNG! Unbedingt frühzeitig buchen. An Bord waren keine Kapazitäten mehr verfügbar.

Wir waren mit nur 2 Bussen unterwegs. Die Fahrer haben sich untereinander abgesprochen, so dass wir überall allein waren.

Der Zufall wollte es, dass der Ausflug genau dort begann, wo der Morgendliche endete, nämlich im Ulmental. Mehr Überschneidung gab es aber nicht, der Spaziergang ging einmal rund um den kleinen See, morgens liefen wir ja quasi nur dran vorbei. Und schon wieder lief der Auslöser heiß.



Danach verließen wir Visby. Uns bot sich noch ein guter Blick auf die Sol.



Unser Weg führte uns gute 10 km nach Eskelhem, genauer in die Kirche. Der Bus hielt direkt davor. Da es hier im Forum schon thematisiert wurde, hier wäre die erste Gelegenheit, sich zu erleichtern. Soll jedoch nur ein Donnerbalken sein.



Eine Innenbesichtigung war auch möglich.



Genau wie am Vormittag sprach unsere Reiseleiterin ein sehr gutes Deutsch. Unsere Gruppe war mit Audiogeräten ausgestattet. So konnten wir uns doch etwas absondern, ohne was zu verpassen. Begleitet wurden wir auch von einem Scout, gefühlt aber mehr Aufsicht als Scout.

Der nächste Stopp: Gnisvärd. Ein idyllischer Fischerort, wo wir uns auch frei bewegen konnten; außer uns war aber auch Niemand da.



Auszug Wikipedia: "Gnisvärd war einst Gotlands größtes Fischerstelle. Etwa 40 Hütten aus Stein oder Holz liegen auf beiden Seiten eines parallel zum Strand verlaufenden Weges. Zwischen den Hütten liegt ein Trockenplatz für Netze. Eine Steinkapelle von 1839 trägt zur altertümlichen Stimmung der Lokation bei." Besser hätte ich es nicht beschreiben können. Hier die Fotos:




Und noch etwas gab es dort, Toiletten. Diesmal sogar von mir getestet. Urteil: Ich habe schon wesentlich schlechter gesessen! Gab sogar Wasserspülung und alles andere, was man so braucht.



Alles in allem ein gemütlicher und entspannter Aufenthalt. Man konnte die Natur und das maritime Flair einfach auf sich wirken lassen.


Ein wirklich vielseitiger Ausflug, denn jetzt folgte eine Zeiteise. Eine Reise weit zurück in die Vergangenheit bis in die Eisenzeit. Unser Ziel ist eine Schiffssetzung. Null Ahnung, was das sein sollte. Ich bemühe auch hier wieder Wikipedia: "Schiffssetzungen – aus bogenförmig angeordneten Bautastein-Reihen – symbolisieren das Schiff, das die Toten in das Totenreich bringen soll. Sie sind nicht nur Begrenzungen der Gräber, sondern auch Teil des damaligen Grabkultes.

Und so sieht das aus:



Und schon verlassen wir das ruhige westliche Gotland mit ganz viel Tradition und Natur. Kaum zu glauben, das nur noch ein einziger Punkt auf unserem Ablauf stand: Der Galgenberg. Den kannte ich schon vom morgendlichen Ausflug, aber ich habe mich trotzdem gefreut, denn diesmal waren wir allein dort. Auch hier gab es Toiletten.



Hatte ich gerade geschrieben der letzte Punkt im Ablauf? Offiziell ja, inoffiziell bekamen wir eine Zugabe. Wir lagen so gut in der Zeit, dass die Reiseleiterin einen Besuch des Botanischen Gartens anbot. Das Angebot wurde von den meisten Gästen dankend angenommen. Der kleine Rest fuhr mit dem Bus und dem Scout dorthin, wir hingegen spazierten den gleichen Weg wie am Morgen, zunächst durch das Stadttor, dann die 74 Stufen hinunter und am Dom vorbei. Ab hier war dann auch der Weg ein anderer und es gab noch einiges zu entdecken. Und der Botanische Garten, einfach wow.



Ich kannte ihn eigentlich. Das war im April 2019, damals erwachte die Natur gerade. Und jetzt, Blüten in Hülle und Fülle.



Nun hieß es aber wirklich Abschied von Visby nehmen. Wieder in den Bus und ab zum Schiff!

Halt, da war dann doch noch was. Beide Reiseleiter haben uns am Galgenberg erzählt, dass die "Gehenkten" auch vom Meer gut sichtbar sind. Da musste ich mich doch beim Auslaufen glatt auf die Lauer legen und mit der Kamera suchen.

Und, gefunden! Oben, direkt links neben dem Mast.



Damit ging ein wunderschöner Tag zu Ende. Auch wenn das Eine oder Andere auf der Sol nicht so gut lief, allein für diesen Tag hat sich die Reise gelohnt.

Trotzdem hätte der Tag einen Wermutstropfen. Nicht für mich, aber für die 6 Gäste, die im Bus geblieben sind. Die Reiseleiterin hatte vorgeschlagen, dass die Gäste dann am Botanischen Garten aussteigen und mit dem Scout dort einen kleinen Spaziergang machen. Wurde vom Scout kategorisch abgelehnt. Darf nicht, Punkt Aus Ende! Nach meiner Auffassung wäre das lediglich eine kleine Blase innerhalb der Blase gewesen.


Danke fürs Lesen.

Da auch viel im Forum diskutiert, mit dem Thema Kulinarik geht es dann demnächst weiter.

Kommentare 6

  • Eine tolle und sehr informative Fortsetzung deines Gotland-Aufenthaltes. Beim Lesen dachte ich wirklich, ich sei voll dabei. Es war sicherlich ein schöner Tag.


    :sdanke: , dann du uns mitgenommen hast auf dieses beschauliche Fleckchen Erde.


    Liebe Grüße und einen schönen Tag, Meerelfe :ciao:

  • Schön dass du uns mit auf die beiden Ausflüge durch Visby genommen hast.


    Wir hatten einmal, genau wie auch von Joachimmeertal beschrieben, auch zu starken Wind um in Visby anlegen zu können, und beim zweiten Mal als wir die Ostseetour gefahren sind, ist die Route geändert worden. So habe ich jetzt Visby wenigstens durch Deine Berichte etwas kennenlernen dürfen.

    Vielen Dank dafür. :daumen::blumen:

  • So, wie Du es schilderst, ist Visby eine Reise wert. Das dachten wir auch vor einigen Jahren ... aber starke Winde ließen das Anlanden nicht zu. Aber irgendwann werde ich Deine sehr guten Anregungen in die Tat umsetzen!

    Danke Prassat und liebe Grüße

    Achim

    • Danke Achim.

      Visby hat seit 2018 (glaube ich) eine richtige Pier. Da spielt der Wind nicht mehr so eine große Rolle.

      Die Stadt der Rosen und der Kirchen ist auf alle Fälle einen Besuch wert. Vom Schiff in die Altstadt ist es nicht weit, alles gut zu Fuß zu erreichen.

      Und unbedingt eine Zimtschnecke essen! Das Vergnügen blieb uns verwehrt.

    • Noch ein Nachtrag. Ab Herbst soll es eine Fährverbindung zwischen Rostock und Visby geben. Da bietet sich ein verlängertes Wochenende so richtig an

    • Die Zimtschnecke hatten wir im Garten rings um die Tysk Kirken in Stockholm genossen. Himmlisch ...