
Also ging es die Promenade entlang in Richtung Hotel „Neptun“. In der 19. Etage beherbergt es ein Panorama Café, das sich in lauen Sommernächten in die „Sky Bar“ verwandelt – mit einer Glaskuppel, die bei schönem Wetter geöffnet wird, damit der Sternenhimmel Warnemündes über der Tanzfläche erstrahlen kann. Doch jetzt strahlte die Sonne vom beinahe wolkenlosen Himmel. Der Ausblick von hier oben ist einfach grandios.
Zu dieser vormittäglichen Stunde waren die Lichtverhältnisse zum Fotografieren der AIDAstella jedoch etwas ungünstig. Aber der Anblick, wie dieses große Schiff die kleinen Häuschen des Ostseebades überragt, war trotzdem unglaublich und unvergesslich. Ein bisschen erinnerte mich das an das Örtchen Flåm in Norwegen. Hier erlebte ich einmal das Einlaufen der „Queen Victoria“. Schlagartig wirkten damals die Häuschen wie Zwerge im Angesicht eines Riesen.
Hier liegt einem Warnemünde zu Füßen
Strandspaziergang unterhalb des Hotels "Neptun"
Wohin zieht es Binnenländler am meisten, wenn sie endlich mal wieder am Meer sind?! Richtig – immer wieder an den Strand. Und der ist breit in Warnemünde. Da der Sand stellenweise noch gefroren war, konnte man dort prima laufen, ohne mit den dicken Stiefeln bei jedem Schritt einzusinken.
An der Stolteraa
Möwen, Möwen, Möwen - Möwen einfach überall ...
Die Weite des einsamen Strandes mit einer Ostsee – Marke „Ententeich“
Doch was war das?! Eine Gruppe Menschen mit kunterbunten Strickmützen und teilweise mit Bademänteln bekleidet, näherte sich. Es kann doch nicht sein ... Wollen die etwa wirklich?! ... Nee, oder ...?! Doch, denn es handelte sich um eine Gruppe Unentwegter, denen der eiskalte Wind nicht das Geringste auszumachen schien. Die fingen doch tatsächlich an, sich auszuziehen, während wir Umstehenden unsere Mützen noch tiefer ins Gesicht zogen und die Kragen unserer Anoraks noch höherschlugen. Und dann ging es auch schon im Adams- und Eva-Kostüm forschen Schrittes in die eiskalten Ostseefluten ... Brrrrrrrr! Hilfe! Bibber! Nein, nein – Ein Foto der Nacktbader wird es natürlich nicht geben. Im wahrsten Sinne des Wortes gilt es hier, die Intimsphäre zu schützen. Nur so viel: 0,1 Grad plus Wassertemperatur war wirklich sehr kalt ... ![]()
Dafür gibt´s aber noch ein paar Möwenfotos:
Immer auf Futtersuche
Meine Freundin, die Lachmöwe - mit roten "Strumpfhosen"
Möwen-Spiegelbild
Guten Flug!
Okay, soviel Mut beim Zuschauen und gedanklichem Mitfrieren mit den unentwegten Eisbadenden muss belohnt werden. Am besten mit einem heißen Sanddornsaft. Hmmmm! Wer das noch nicht probiert hat, der sollte die hoffentlich endlich mal letzten Wintertage in dieser Saison für ein solches Getränk nutzen. Das ist was Leckeres. Und der wärmt auch ohne „Schuss“ richtig durch.
Dem Aufenthalt am Strand folgte ein Bummel „Warnemündes romantische Ecken und Gassen bei Tag“. Was im Dunkeln schon so toll wirkte, hatte am Tag Farbe bekommen. Liebe zum Detail, Schnitzereien in den Türen, Segelschiffe und Möwen hinter den Fenstern – Warnemünde muss man einfach lieben. Und natürlich ging´s auch noch einmal zum „Warneminner Ümgang“.
Beschaulich geht es in der Alexandrinenstraße zu.
Warnemünde bietet jede Menge lauschiger Ecken
So sieht der "Warneminner Ümgang" am Tag aus.
Ein Besuch der Kirche ist ebenfalls zu empfehlen. Klein aber fein und mit von der Kuppel hängenden Segelschiffen, sogenannten „Votivschiffen“. „Ich habe nun den Grund gefunden, der meinen Anker ewig hält“ ist auf einem Segel zu lesen. Worte, die nachdenklich machen und aus denen man Einiges für das eigene Leben ableiten kann.
Die Warnemünder Kirche von außen ...
... und von innen
Votivschiff in der Kirche: "Ich habe nun den Grund gefunden, der meinen Anker ewig hält"
Mittags stillt man seinen kleinen Hunger (man hat ja ausgiebig gefrühstückt) am besten am Alten Strom bei einem leckeren Fischbrötchen. Die Matjesbrötchen von einer Bude neben dem Bahnhof sind auch sehr zu empfehlen. Danach von einem der vielen Stände ein kleines Fläschchen „Küstennebel“ - natürlich zum Aufwärmen von innen, braucht man ja bei dieser Eiseskälte im „Frühlings“-Monat März 2013 ...
Schließlich kamen am frühen Nachmittag auch meine beiden Mädels im schönen Ostseebad an. Klar, dass ich zur Einfahrt des „InterConnex“ auf dem Bahnhof bereitstand. Zur Begrüßung gab´s für jede so ein Mini-Fläschchen „Küstennebel“, was die ohnehin schon gute Stimmung gleich noch mehr ankurbelte.
Schnell checkten sie ein und schon befanden wir uns wieder im Strom-Trubel an einer der Buden mit den leckeren Fischbrötchen.
Frisch gestärkt machten wir uns noch einmal auf den Weg zum Strand. Dort ist es zu jeder Tageszeit einfach nur schön. Und wie gesagt – die Ostsee im Winter (okay, okay, der Frühling beginnt zumindest kalendarisch in 3 Tagen ...) hat ihren ganz eigenen Reiz.
Da der letzte Besuch der Westmole ja auch schon wieder ein paar Stunden zurücklag, wurde es Zeit, dem grün-weißen Leuchtfeuer mal wieder „Hallo“ zu sagen. Es ist aber auch jedes Mal so schön hier. Bunte Schiffe konkurrierten mit dem Leuchtfeuer um den schönsten Farbtupfer: ein orangefarbenes Lotsenboot, ein gelb, rot und blau gehaltener Kabelleger kam vorbei und „Prins Joachim“ sorgte dafür, dass auch „Scandlines“ nicht in Vergessenheit geriet. War das hier wieder ein Trubel!
"Prins Joachim" und AIDAstella
Ohne den Lotsen geht oft gar nichts
Auch eine "Aura", wenn auch nicht die von AIDA. Obwohl ja alle 4 AIDA-Farben auf diesem Foto vorhanden sind ...
Ja, und dann – endlich – wurde es „ernst“, was diesen freudigen Anlass natürlich in keiner Weise beschreibt. Doch wir machten uns auf den Weg zum "Pier 7", wo sich immer mehr Menschen einfanden, um sich auf AIDAstellas Taufparty einzustimmen.
Fortsetzung folgt …
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