Blinde Passagiere und alte Autos

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Kabinenkategorie
Balkonkabine
Reisedatum von
25. August 2019
Reisedatum bis
5. September 2019

02. Oktober 2018 - Ajaccio

Über Korsika weiß ich nur, dass die Insel zu Frankreich gehört und Napoléon dort geboren wurde. Eine konkrete Vorstellung habe ich nicht. Der Hafen der Inselhauptstadt wirkt zum Teil idyllisch mit vielen kleinen Booten, aber die Stadt, na ja. Das Hinterland ist bergig und grün, aber der Himmel noch wolkenverhangen.




Aber wo ist die Mein Schiff 5? Sie lief noch vor uns aus und hatte den kürzeren Weg. Dann endlich kommt sie in Sicht.



Die unruhige See schadete ihr nicht, sie legt eine Stunde nach uns an.




Dafür wirken die Passagiere, denen ich in Ajaccio begegne etwas mitgenommen. Ein Paar erzählt mir, dass beinahe alle Bordveranstaltungen abgesagt wurden. Der Mistral ließ grüßen.

Wir hatten währenddessen eine entspannte Überfahrt.

Und irgendwann während des Aufenthaltes in Ajaccio ist es dann passiert. Ein blinder Passagier gelangt an Bord.





27. August 2019 - "Kalliste". die Schönste

Das dachten zumindest die alten Griechen über Korsika. Vermutlich haben sie auch diesen Sonnenaufgang kurz vor den Toren der Stadt gesehen.




Das sieht vielversprechend aus. Bei dem "Flutlicht" wirken die Häuser auch nicht so trist.




Da ich im letzten Jahr nur einen Stadtbummel gemacht habe fahre ich heute in die Berge. Über meine Abfahrtszeit habe ich mich schon gestern informiert, jetzt schlendere ich ganz entspannt über die Pier zum Bus für den Ausflug


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Beeindruckende Natur stimmt tatsächlich. Zu aller erst hinterlässt aber das Tütchen in der Sitztasche einen starken Eindruck. Normalerweise habe ich mit Bus fahren kein Problem. Bei dem Anblick kommen mir Zweifel. Zunächst fahren wir auf der Küstenstraße entlang am Flughafen Richtung Berge ins Landesinnere.



Die Straße ist kurvenreich und bietet viele schöne Aussichten. Beim ersten Stopp in der Prunelli-Schlucht bekommt man einen Eindruck von der bizarren Felslandschaft. Meine Fantasie nimmt Fahrt auf. Ist das nicht ein schrumpliger alter Kopf?



Die Zeit zum Fotografieren ist ausreichend. Der Bus hält an der Straße. Möglichkeiten für einen Spaziergang gibt es dort nicht. Ein Foto rechts, ein Foto links - mehr ist hier nicht los.


   


Der Prunelli zeigt sich von seiner zahmen Seite. Irgendwie wirkt er müde und lustlos.

Am zweiten Stopp – oberhalb des Tolla-Sees – hat man schon mehr Bewegungsfreiheit. Eigentlich ist dies der Stausee des Prunelli. Der Blick auf den See ist fantastisch. Es zeigt sich, dass auch hier viel zu wenig Wasser im See ist.



Auf dem Parkplatz steht ein kleiner Verkaufswagen. Nicht mit dem Touri-Nippes, sondern mit lokalen Produkten wie Honig, Marmelade und Likör. Ein Glas Kastanienmarmelade wandert auch in meine Tasche.



Nein, ich kann euch nicht sagen, wie sie schmeckt. Das Glas ist bisher nicht geöffnet - noch nicht.

Der dritte und letzte Stopp ist in einem Bergdorf. Hier fahren die Busse unterschiedliche Ziele an. Ein Bus bleibt in Tolla. Das ist der Ort rechts am See. Wir fahren für die Verkostung nach Ocana. Im Bus erklärt die Reiseleiterin eindringlich, dass es nur eine Verkostung ist und keine Mahlzeit und das das Buffet für alle reichen muss. Das wiederholt sie auch noch mal. Oh weh, da hat sie wohl schon diverse Erfahrungen gesammelt. Zum Probieren stehen Käse, Salami, und Schinken bereit. Auch unsere Reiseleiterin. Wir stehen unter diskreter Beobachtung. Wein gehört auch zum Angebot. Eigentlich ganz gemütlich hier.



Pietra – das korsische Kastanienbier gehört nicht zur Verkostung. Wer möchte, kann es sich aber bestellen, die Zeit ist ausreichend. Auch für einen Bummel durch den kleinen Ort haben genügend Freizeit.

So sieht dann ein Haus in einem typisch korsischen Bergdorf aus.



Eine kleine alte Waschstelle gibt es auch, von den Dorfkindern als Spielplatz benutzt.



Das interessanteste - mir fällt kein passenderes Wort für so eine Schw.... ein - ist aber die Art und Weise der Müllentsorgung.



Boah, das Bild kommentiere ich besser nicht.

Insgesamt ist es ein schöner Ausflug, der Lust macht, mehr von Korsika zu sehen. Und diese Tütchen im Bus? Die blieben unbenutzt.


Am Abend hat der Gastkünstler "Das Eich" seinen ersten Auftritt. In der Aida Bar glühen die Alpen, während im Brauhaus ein Star geboren wird. Den Film "A Star Is Born" hätte ich mir gern angesehen. Aber morgen klingelt der Wecker recht früh.


Fortsetzung folgt........

Kommentare 4

  • Hallo Marion,

    durch deinen Bericht sehe ich doch noch mehr von Korsika, da wir ja faul am Strand gelegen sind.

    Liebe Grüße Karin

    • Gehört doch zum Urlaub dazu.

      Und so faul warst du gar nicht. An den Strand musstet ihr ja erstmal kommen.

      LG

  • Ich wusste bisher nicht, dass Korsika ein Teil Norwegens war. Okeh, die Wikinger hatten sich mit dem Troll an der Steinwand verewigt …

    Und sollten wir ´mal Korsika anfahren, weiß ich, welchen Ausflug wir wählen werden. Oder welche Strecke unser Mietwagen nehmen wird … Danke für die anschauliche Schilderung!

    • Also ich verpreche hoch und heilig, dass ich im Juni den Geirangertroll dort gelassen habe wo er war. Aber vielleicht ein entferntr Verwandter?

      Wenn ihr mit dem Mietwagen unterwegs seid, baut noch einen Abstecher nach Bastelica in die Route mit ein. Ist kein weiter Umweg.