
Noch liegt unser Liegeplatz im Schatten der umliegenden Berge, so dass die ersten Sonnenstrahlen erst weiter hinten im Tale die Wolkendecke durchbrechen.
Leider ist das schöne Wetter von gestern nicht in den Innvikfjord, einem Nebenarm des Nordfjords, nach Olden mitgereist. Trotzdem buchen wir beim örtlichen Tourenanbieter einen Ausflug zum Brikdalsbreen, einer der vielen Gletscherzungen die oben vom Jostedalsbreen, dem größten Gletscher auf dem europäischen Festland, herunter lecken.
Der Bus fährt uns in ca. einer halben Stunde, vorbei am Oldenvatnet, bis zum Parkplatz an der „Brikdalsbreen Fjellstove“. Früher fuhren insbesondere Japaner von hier aus mit einachsigen Pferdekutschen hoch zum Gletscher. Heute haben Trollbils den Transport übernommen. Zu Fuß brauchen wir ungefähr eine Stunde für den Aufstieg.
Dabei queren wir unterhalb eines Wasserfalls den Ablauf aus dem Gletschersee. Dabei werden wir unweigerlich ein wenig befeuchtet.
Am Wegesrand sind die glazialen Spuren, die sich tief in den Felsen eingegraben haben, nicht zu übersehen.
Wenn wir den Blick nach oben wenden, sehen wir die ersten Ausläufer des Jostedalsbreen.
Wenig später haben wir dann freie Sicht auf den Brikdalsbreen.
Am Wegesrand stehen immer wieder Hinweisschilder, die die Gletscherkante zu früheren Zeiten markieren. Echt erschreckend, da noch eine erhebliche Wegstrecke vor uns liegt.
Auch erschreckend ist der kleine „Restgletscher“, der sich ziemlich hoch in den Berg zurückgezogen hat.
Zumal, wenn man ihn vor ca. 40 Jahren anders gesehen hat.
Nach einem Cafe Latte und einer heißen Schokolade in der Fjellstove geht’s mit dem Bus zurück zum Schiff.
Beim Ablegen werden wir aus großer Lautsprechern des Restaurants am Kai mit sehr lauter und sehr guter Rockmusik verabschiedet. Wie Ihr Euch denken könnt, haben wir an der Ocean Bar einen Logenplatz.
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