
Als wir morgens an der etwas abseits liegenden Pier von Skjolden festgemacht haben, ist es wettertechnisch noch ziemlich zugezogen, so dass die ersten Fotos, die ich vom Balkon gemacht habe, das spätere Sortieren nicht überleben werden. Wenig später, nach dem Frühstück und kurz vor Verlassen des Schiffes, bietet sich uns vom Balkon dann dieser Blick auf den Ort.
Nun hat Petrus uns doch erhört und wir verlassen wohl gelaunt das Schiff, um den Ort mit seinen direkt am Fjord liegenden Ferienhütten und die nähere Umgebung zu erkunden. An allen Hütten weht die norwegische Flagge. Die Norweger haben einen ganz natürlichen Patriotismus ohne dieses ganze völkische Gehabe.
Beim Blick zurück sehen wir dann auch endlich den Jetskifahrer, den wir schon lange gehört haben. Es macht ihm sichtlich Spaß, an der AIDAvita vorbei zu düsen.
Und dann haben wir es erreicht: das Ende des Sognefjords, dem mit 204 km längsten und mit 1.308 m tiefste Fjord Europas. Doch ganz offiziell gesehen, liegt Skjolden am Lustrafjord, einem Nebenarm des Sognefjords.
Um auf das Ende des Fjords noch etwas markanter hinzuweisen, haben die Norweger ein wenig Kunst in die Landschaft gestellt. Eignet sich auch gut als Fotomotiv.
Am Sogneford wie auch am Hardangerfjord liegen Norwegens größte Obstanbaugebiete. So wundert es nicht, dass hier im Garten ein paar Apfelbäume stehen. In anderen Gärten grasen Pferde.
Der Blick, den die Bewohner hier haben, ist grandios.
Dann machen wir uns auf zu dem ausgeschilderten Aussichtspunkt. Der Weg wird immer beschwerlicher, aber letztlich hat sich die Mühe gelohnt.
Der Rückweg nach unten an den Fjord, auch wenn wir uns für einen anderen als hoch entschieden haben, sollte ganz einfach sein: immer bergab. Dabei haben wir dann doch zu sehr abgekürzt und landen vor einem verschlossenen Gatter. Wir haben zwei Möglichkeiten: den Weg zurück, aber leider bergauf oder übers Gatter klettern.
Wir entscheiden uns für Variante zwei. Nun stehen wir beim Bauern auf dem Hof und ein weiteres Tor, das besser als das Gatter gesichert ist, versperrt unseren Fluchtweg auf die Straße. Also rüber über das Hindernis. Ist nicht ganz so einfach, zumal wir aus der Ferne von zwei Norwegen beobachtet werden. Dann haben wir es irgendwie geschafft und sind darüber mehr als froh.
Unten am Fjord angekommen, wandern wir in Richtung Schiff. Dabei entsteht eins meiner Lieblingsfotos dieser Reise.
Gegen 17:00 Uhr legen wir in Skjolden ab und fahren auf dem mächtigen Sognefjord gen Westen, immer begleitet von einer Landschaft, die kein Weggucken erlaubt. Also bleibt uns nichts anderes übrig als den Abend, nur kurz von einem schnellen Abendessen unterbrochen, an der Ocean Bar zu verbringen.
Ohne Worte, nur zum Genießen.
Erst um Mitternacht haben wir nach 7-stündiger Fjordfahrt die 204 km absolviert und erreichen die offene See, um noch heute Nacht, in den Nordfjord mit Ziel Olden abzubiegen.
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