
Norwegen geht immer. Auch wenn’s das achte Mal mit AIDA in acht Jahren ist. Wir haben eben einen Norwegen Virus und wer schon mal da war, weiß wovon ich spreche. Manchmal mit nicht ganz so gutem Wetter, aber wenn Petrus gut drauf ist, dann ist eine Fahrt nach Norden einfach nur grandios.
Ich fahre seit 1976 nach Norwegen. Die erste Nordkap-Tour habe ich im Alter von 22 Jahren mit „Twen Tours“ unternommen, und zwar auf der Ladefläche eines ausgemusterten Lasters der englischen Army. Danach ging’s mit einem Renault R5, Zelt und Luftmatratze oder Übernachtungen in Campinghütten, mit verschiedenen Wohnmobilen oder als Hotelrundreise über einen Zeitraum von 35 Jahre fast jedes Jahr in mein absolutes Lieblingsland, auch wenn ich zwischendurch andere beeindruckende Landschaften, wie die kanadischen und amerikanischen Rocky Mountains oder Apalachen bereist habe.
Das erste Mal mit dem Schiff fuhren wir 2011 nach Norwegen, auf die große Runde mit AIDAluna zum Nordkap und nach Island. Von 2012 bis 2017 waren es dann die AIDAluna und die AIDAsol, die uns jeweils für 10 Tage entfernungsmäßig "nur" in die Fjorde Norwegens brachten, getreu dem Motto „weniger ist mehr“. An diesen Reisen werde ich Euch von Zeit zur Zeit teilhaben lassen. Dann mit vielen Fotos, die in diesem Bericht fehlen.
Hier berichte ich von unserer September-Reise in 2018 auf der AIDAvita, die nun schon das vierte Mal unser zeitliches Zuhause ist. Wir haben uns regelrecht in die kleinen Schiffe verguckt, zumal die Ocean Bar hier unübertroffen ist.
Gepackt haben wir, wie immer, wenn wir in Hamburg starten, erst heute Morgen und gegen 13:00 Uhr bringt uns ein Taxi zum Kreuzfahrtterminal in Altona. Nach dem Check in haben wir Zeit, uns zu orientieren: Nadiia ist Barkeeperin an der Anytime Bar und Dean und Sid teilen sich den Dienst an der Ocean Bar.
Die auf der Ostseereise mit der AIDAvita im Oktober 2017 kennengelernten Freunde aus Wernigerode sind auch schon an Bord. Große Wiedersehensfreude.
Nach Abarbeiten der lästigen Pflichten, wie Auspacken der Reisetaschen und Seenotrettungsübung, treffen wir uns zum Auslaufen an der Ocean Bar zu einem gepflegten Bier.
Da wir uns metrologisch schon im Herbst befinden, ist das Licht, in das der Hafen getaucht wird, schon länger und wärmer.
Blick auf die Landungsbrücken mit dem alten Elbtunnel. Eine Etage höher von links der „Michel“, das Hotel „Hafen Hamburg“, die Seewarte, das Tropenkrankenhaus „Bernhard Nocht Institut“, dahinter die beiden Türme „Astra Towers“ (hier stand früher die Astra Brauerei), das Hotel „Empire Riverside“ mit der Bar „Twenty up“ im obersten Stockwerk und die „Tanzenden Türmen“ am Anfang der Reeperbahn.
Auch das Schwimmdock mit der „Elphi“ und Hamburgs teuersten Wohnraum in der Hafen City im Hintergrund sind schon in herbstliches Licht getaucht.
Ein letzter Segler kreuzt auf der Elbe.
Dann passieren wir Blankenese, unten mit dem Strandweg und dem Anleger „Op’n Bulln“ mit einem Kiosk, der bei diesem Wetter von vielen Blankenesern besucht wird, und oben mit dem Treppenviertel unterhalb des Kiekebergs.
Auf dem Süllberg befindet sich das gleichnamige 2 Sterne Restaurant von Karl Heinz Hauser. In dem Biergarten mit phantastischem Blick auf die Elbe lässt es sich auch gut aushalten.
Wir wenden uns unserem Biergarten „Ocean Bar“ zu, um den ersten Abend in vollen Zügen zu genießen. Mehr Bilder zu der Revierfahrt auf der Elbe wird es dann in den noch zu erstellenden Berichten geben.
Tag 2 ist ein Seetag. Ausschlafen, Frühstück im Selection Restaurant, Runden um „das Kap zum guten Schornstein“, Fantreffen des Forums, Brunch, Ocean Bar, Mittagessen im „Calypso“, Siesta/Balkon, Massage, Clubtreffen, 6 Gänge Menü im Selection Restaurant, warme Sachen anziehen, diverse Biere und auch einen Digestif in der Ocean Bar, wo sich schon eine lustige Runde gefunden hat.
Tag 3: Wir sind in Bergen. Und das schlechte Wetter auch. Alles trist in trist. Nun war ich mindestens schon 15-mal in Bergen, aber so schlecht war das Wetter noch nie. Daher gibt es dieses Jahr auch nur ein Foto, da ich in den anderen Jahren viel schönere gemacht habe.
Gegen 10:30 verlassen wir das Schiff. Dieses Mal wenden wir uns direkt nach links Richtung Skuteviken und Sandviken. Dann erklimmen wir den Berg, hinauf zum „Øvre Sandviksveien“ und zur „Professor Dahlsgate“. Von hier oben haben wir einen schönen Blick aufs Hafenbecken “Vågen“.
Von Skansen geht’s wieder runter zum Fischmarkt. Noch sind wir vom Frühstück satt. Von daher werden wir trotz des leckeren Angebots nicht schwach. Und wie es schmeckt, wissen wir. Dazu waren wir zu oft hier.
Weiter laufen wir in Richtung Stadtsee „Lille Lungegårdsvann“. Hier sitzen wir auf der geschützten Terrasse eines Cafes, wo wir zusätzlich von Heizstrahlern gewärmt werden, so dass wir sogar unsere dicken Regenjacken für eine Weile ausziehen können. Außerdem wärmen uns Cafe Latte und heiße Schokolade von innen auf. Und Touris gucken, kann man hier auch.
Auf dem Rückweg gen Schiff streifen wir noch durch Bryggen und erstehen für meine Frau eine schöne dunkelblaue Softshell Jacke von Scandinavian Explorer. Für den Rest des Tages ist dem Wetter entsprechend go slow angesagt. Warm angezogen, die Skiunterwäsche ist immer dabei, wenn’s nach Norden geht, beenden wir den Abend im Kreise aller anderen Draußensitzer ganz achtern auf Deck 7. Morgen ist das Wetter besser. Versprochen.
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