
16. April 2026 – Warnemünde, Wetter: okay, kein Regen
Gestern, als wir die Koffer für die Reise packten, ging mir vieles durch den Kopf. Es ist kaum ein Monat her, da waren wir mit der Bella unterwegs und jetzt geht es auf die Diva. Diese Reise ist etwas ganz besonderes, denn wir werden eine Geburtstagsparty der Extraklasse auf dem Schiff erleben: 30 Jahre AIDA – Best of AIDA.
Als ich im Internet auf diese Reise aufmerksam wurde, überfiel ich meinen Mann mit der Frage „Du, da müssen wir doch dabei sein oder?“ Was blieb ihm übrig zu antworten? „Klar mein Schatz, ruf bei unserem Herzensreisebüro an und buche!“ Gemacht getan, ich rufe an und höre, dass man auf meinen Anruf schon gewartet hat. Das ist doch lieb, die Leute kennen mich eben. Reise gebucht und ein paar Tage später hätte ich in die Röhre geschaut, da war sie dann schon ausgebucht. Und wie ich so bei Facebook in verschiedenen Gruppen sehe, sind viele Bekannte auf der Tour dabei. Das wird was geben, Treffen, Party, lange Nächte. Mehr verrate ich erst mal nicht. Doch, eins schon. Die Diva war mein erstes AIDAschiff, mit dem ich 2008 mit meiner Tochter unterwegs war und weil ich nach der Reise so geschwärmt habe, konnte ich 2009 wiederum die Diva betreten und diesmal war mein Mann dabei. Glücklich bin ich drüber, dass meine Begeisterung ihn angesteckt hat und seine ablehnende Haltung gegenüber Kreuzfahren verflog. Ich glaube, ich habe ihn mit dem AIDAvirus infiziert und er freut sich inzwischen über jede Tour.
Da die Anreise vom Süden Deutschlands hoch in den Norden weit ist, reisen wir früher an und haben 2 Nächte in einem Hotel gebucht. Auch das Hotel hat eine Geschichte. Im Jahr 2014 machte ich eine Kurzreise mit Mutti und meiner Schwester. Und weil wir wollten, dass wir ausgeruht an Bord gehen, haben wir ebenfalls vorher in Warnemünde übernachtet. Ich suchte ein Hotel mit Charme und etwas Antik – das würde Mutti gefallen und so fand ich eben diese Haus. Als wir damals das Hotel betraten, bekam meine Mutti leuchtende Augen, schöne Teppiche lagen dort, alte Möbel und riesige Gemälde hingen an den Wänden. Unter uns, sie sagte: “Guck doch mal die Schinken an der Wand, einfach toll!“ Tja, und vom Essen dort war sie ebenfalls begeistert.
So bleibt es nicht aus, dass wir nach 10 Stunden Anreise hungrig im Restaurant Platz nehmen und ich bestelle mir das „Mutti-Gericht“ : Schnitzel mit Bratkartoffeln. Es ist zwar nicht so riesig wie 2014, aber ich bin gut satt geworden. Wir trinken noch einen Absacker an der Bar und dann fallen wir total müde ins Bett.
17. April 2026 – Warnemünde, Wetter: Sonnenschein
Unser Plan für heute sieht einen Bummel durch Warnemünde vor und ein Treffen mit meinem Freund Uli, den ich schon seit 2014 kenne. Auch damals hat er meine Mutti, meine Schwester und mich am Bahnhof überrascht.
Gestern am Bahnhof überraschte er uns auch und wir verabredeten uns für heute, denn es gibt ja soooo viel zu erzählen. Vorher bummeln wir gemütlich an der Strandpromenade entlang, wo die Strandkörbe schon auf die Urlauber warten.
Wer sich für Kunst interessiert, kommt auf der Strecke auch auf seine Kosten.
Nicht zu übersehen ist die Bronzeskulptur „Liebespaar“, erschaffen vom Bildhauer Wilfried Fitzenreiter, im Jahr 1979. Ein kraftvoller Mann hat im Schwung seine Liebste emporgehoben und für mich strahlt dieses Kunstwerk ein echte Harmonie aus. Und schaue ich nach rechts, sehe ich schon den Leuchtturm, den mein Mann unbedingt erklimmen möchte.
Ich schaue zur Uhr, es wird Zeit, wird sind ja verabredet. Unterwegs sehen wir die Hinweise, dass die AIDAschiffe beim Sail away begleitet werden. Super Idee!
Auf geht es, wir laufen zurück zum Hotel. Auf der gegenüberliegende Seite erkenne ich das Lokal, in dem ich schon mal mit Mutti gewesen bin. So ist das mit Erinnerungen: du kommst wohin, wo du schon mal gewesen bist und zack, sind Bilder von damals im Kopf.
Gute Nacht!