
25. Juli 2026 – Kiel
EIGENTLICH hatte die Vasco da Gama die Islandrunde mit uns geplant. Wenn sie nur nicht die Probleme mit der Technik gehabt hätte … Immerhin war es für Schiff und Passagiere vorteilhaft – die technische Seite des Schiffes wurde generalüberholt. Viele haben mitbekommen, dass die Weltreise vorzeitig beendet wurde und einige Kreuzfahrten ausfielen. So auch unsere geplante Islandtour. Als Ersatz bot sich die Kreuzfahrt „Lofoten & Nordkap im Sommerlicht“ an. Für eingefleischte Norwegenfans wie wir es sind eine gute Alternative, zumal uns die Preisgestaltung „2 : 1“ nicht ungelegen kam. In den Wochen nach der Umbuchung wurde es spannend – schaffte die Vasco da Gama die Fahrt von Brest nach Hamburg? Oder musste sie – wie beim vorhergehenden Versuch – im Ärmelkanal wegen der Probleme mit der Hauptmaschine umkehren? Ihr wisst es – wir ließen die Passagiere während der Kreuzfahrt vor unserer Reise das Schiff testen und sie kamen problemlos zurück …
Und wir setzten uns am 25. Juli morgens in unser Auto, um im Ausgangshafen Kiel unser Hotel zu erreichen. Wie schon öfters wollten wir entspannt das Schiff betreten und nicht nach dem Fahrstress nach Norddeutschland geschafft in die Kabine torkeln. Ja, die Autofahrt entwickelte sich zu einer Höllenfahrt. Zwischen Ahlhorner Heide und Dreieck Hamburg-Nordwest konnten wir im Stop-and-go bzw. im Stau Norddeutschland näher kennenlernen. Ganz, ganz langsam … Aber am zu späten Nachmittag kamen wir an. Rechtzeitig, um bei einem Spaziergang zum Sporthafen Stickenhörn der AIDAnova zuzuwinken.
Und später während des Abendessens mit Nordfriesischen Tapas und dem passenden Getränk (leider kein Flens … o.ä., dafür passende Sprüche).
Der MSC Euribia zuzuprosten. Weg mit Euch – einen Tag später sollten wir an der Reihe sein …
Früh war die Koje angesagt …
26. Juli 2026 – Kiel
Ganz, ganz früh am Morgen. So gegen fünf Uhr. Ein Blick aus dem Hotelfenster auf die Kieler Förde. Dunst … so stark, dass man die Bäume am gegenüberliegenden Ufer nicht mehr erkennen konnte. So verzichtete ich, auf die Vasco da Gama zu warten und beim Annähern zu fotografieren, und legte mich nochmals in die Falle.
Nach dem Aufstehen bemerkte ich etwas lange Vermisstes: Regen … Aber musste das beim Kreuzfahrtbeginn sein? Petrus meinte: Ja! Was hatten wir verbrochen?
Zwischen dem Verlassen des Hotels und dem Einchecken beim Ostseekai hatten wir einige Stunden Zeit. Wir nutzten sie und besuchten kurz Flensburg. Immerhin ohne Regen, der uns bei unserer Rückkehr in Kiel wieder begrüßte. Also gegen 15 Uhr schnell in die „Abfertigungshalle“. Flott ging´s … aber ein Foto unserer Vasco und der daneben liegenden Mein Schiff Relax
musste sein. Keine halbe Stunde und wir befanden uns in unserem Zuhause für die nächsten 14 Tage. Eine Balkonkabine auf Deck 9. 20 m² und ein gegenüber den bisher bekannten Balkonen ein großzügigerer Auslauf. Alles zwar etwas altbacken, aber sauber und funktionell. Bis auf die Klimatisierung, die uns in den nächsten Tagen nicht nur erfreuen sollte.
Zunächst hielten wir uns nicht zu lange in der Kabine auf. Wir hatten einfach nur Hunger! Auf zum Alfresco Grill auf dem Pooldeck. Burger mit Pommes sorgten für ein zufriedenstellendes Sättegefühl. Auch die Abrundung stimmte: Zwei Bällchen von den nicht alltäglichen Eissorten: Franzbrötchen/Zimt und Tahiti-Zitrone mit Basilikum. Alles stärkte uns für die bevorstehende Aufgabe: Klamotten aus den Koffern in Schränke und zahlreiche Schubladen. Fertig! Rechtzeitig zum Sail-away. Leider mit Regen, so dass wir uns mit dem unvermeidlichen Sekt auf unseren Balkon verzogen. Tschüss, Kiel-Holtenau mit den belegten Schleusen des Nord-Ostsee-Kanals.
Tschüss, Leuchtturm Friedrichsort,
um den herum sich aufgrund des trüben Wetters keine Besucher tummelten. Wir schauten später noch auf das Laboer Marine-Ehrenmal bevor uns die regnerische und dunstige Ostsee schluckte. Langeweile? Nein – wir bereiteten uns auf den Abendessen vor. In einem der Bedienrestaurants. War aber nix – alles voll belegt … so wichen wir ins Buffetrestaurant Club Bistro aus. Platz satt – aber begeistert waren wir aufgrund der nicht allzu großen Auswahl nicht – bitte, das ist kein Meckern, denn wir wurden satt und nahmen uns vor, in den nächsten Tagen die Bedienrestaurants ein wenig früher aufzusuchen. Einen Vorteil hatte der Besuch des Club Bistro: Wir harrten nicht zu lange aus. Schade, dass aufgrund der Witterung ein stimmungsvolles Auslaufen nicht zustande kam. Draußen sah man so gut wie nichts; ab und zu Lichter anderer Schiffe. Große Lust hatten wir nicht, uns in der Hollywood´s Show Lounge über den Namensgeber unseres Schiffes informieren zu lassen und sanken frühzeitig müde ins Bett.
27. Juli 2026 – Seetag 1
Ein leichtes Schaukeln weckte uns. Ein Blick nach draußen – blauer Himmel! Er führte zu einer unvermuteten Beschleunigung. So schnell wie möglich rein in die Klamotten und raus!
Einfach herrlich, wie die frische Seeluft um die Nasen zog. Einfach schön, auf das weite Meer zu schauen. Es war zwar recht kühl, aber man konnte es draußen gut aushalten. Vor allen Dingen später, nachdem wir unsere auf der letzten Fahrt bevorzugte Bank am Heck von Deck 9 besetzt hatten. Windstill, Sonne, Ruhe – was wollten wir mehr?!
Unser Küchenchef musste mitbekommen haben, dass bei vielen Gästen die Mägen vernehmlich laut knurrten. Aus diesem Grunde setzte er kurzfristig genau mittig zwischen Ende der offiziellen Frühstücks- und Beginn der Mittagessenszeit einen Frühschoppen an. Pünktlich um 11 Uhr, nein, schon vorher, wurde es auf dem überdachten Lido Deck voll. Was gab´s? Logisch – Bier und alpenländische Spezialitäten wie Brezeln, Weißwurst, Leberkas, Käsekrainer, Obazda … Wir schlossen uns nicht von diesem Ereignis aus, füllten unsere Teller und verließen das mit Schlagermusik beschallte Lido Deck. Unter blauem Himmel schmeckte es uns auf der Terrasse am Heck genauso gut.
Im Laufe des Tages freundeten wir uns wieder mit den verschiedenen öffentlichen Bereichen der Vasco da Gama an. Die vielen unterschiedlichen Bars im althergebrachten Kreuzfahrtstil. Der Rundgang auf Deck 6, den wir in den kommenden Tagen oft zum Kalorienverbrennen nutzten. Oder einfach zum Schauen auf das Meer – Stühle und nagelneue Liegen standen bereit. Die Hollywood´s Show Lounge, in der wir uns nachmittags vom Ex-AIDA-Kapitän Randolph Hess über „Lofoten & Nordkap im Sommerlicht – Navigation durch das Nördliche Polarmeer“ unterrichten ließen. Eine interessante und kurzweilige Veranstaltung. Übrigens wechselte sich Herr Hess mit einem zweiten Lektor ab, der sich aber eher auf Land und Leute spezialisierte.
Und was suchten wir noch auf? Selbstverständlich die unvermeidlichen Restaurants. Am Abend ergatterten wir freie Plätze im Fusion, in dem wir uns u.a. mit Summer Rolls, Jacobsmuscheln und Rinderfilet verwöhnen ließen.
Es schmeckte alles nach mehr … aber mehr war leider nicht zu bewältigen. Eins stellten wir später fest: Auch mit sehr vollem Bauch konnte man gut schlafen …
Während des Abendessens erfuhren wir, dass aufgrund des Gegenwindes die geplante Ankunft in Bergen um 12 Uhr nicht eingehalten werden konnte – wir sollten von einer Stunde Verspätung ausgehen. Zum Ausgleich sollte die Vasco da Gama eine Stunde später die Segel streichen. Für uns war das kein Problem, denn wir hatten lediglich einen Stadtspaziergang auf eigene Faust vor. Ein Mitreisender war nicht begeistert. Er hatte über einen Vermittler eine Bootsfahrt zum Mostraumen gebucht; Leinen los um 13 Uhr. Wie sich am Folgetag herausstellte, konnte er nicht rechtzeitig vor dem Boot erscheinen – der Ausflugspreis war leider futsch …
27. Juli 2026 Bergen
Die vor Kreuzfahrtbeginn ausgiebig studierten Wettervoraussagen bereiteten uns auf das übliche Bergen-Wetter vor: Entsprechend des Bergen-Status´ als Regenhauptstadt Norwegens sollten wir uns auf einen Spaziergang mit Schirm vorbereiten. Alles lag bereit, als wir in die Fjorde vor Bergen eintauchten.
Vor vielen Jahren fuhren mit einer AIDA durch diese Schärenlandschaft. Es war ein besonderes Erlebnis. Sonnenaufgang, klare frische Luft. Unvergesslich. So sollte es auch an diesem Tag werden. Meinten wir … Nicht ganz so früh fanden wir uns und andere Unbeugsame im Freien am Heck wieder. Und was erwartete uns? Kein Sonnenaufgang, aber klare frische Luft – vom Regen gereinigt. Nicht die tolle Aussicht wie damals. Darauf erst einmal einen Kaffee! Der Wachmacher. Er vertrieb zunächst einmal den Regen. Man konnte und sollte sich daran gewöhnen!
Die Schären zogen an uns vorbei. Viele mit Wochenendhäusern bebaut. Aber so, dass sie nicht die Natur verdrängten und dass es nicht störte. Aufgelockert.
Die Vororte von Bergen tauchten auf. Links und rechts vom Fjord. Teilweise Industrieanlagen, ansonsten viel Wohnbebauung. Alles mit viel Grün umschlossen.
Als wir die 1.057 m lange Askøy-Brücke - bis zur Eröffnung der Hardanger-Brücke im Jahr 2013 die längste Hängebrücke Norwegens - von uns „bezwungen“ hatten,
wussten wir, dass unser erster Hafenanlauf nicht mehr lange auf sich warten lassen sollte. Es war nur schade, dass die Brücke nicht gegen knallblauen Himmel zu bewundern war. Aber es gab nicht nur einen Lichtblick: Kein Regen und einige Flecken blauen Himmels waren zu entdecken. Leider nicht Richtung Bergen …
Egal! Und wenn es tatsächlich regnen sollte, dann sollten wir vom typischen Bergen-Wetter gewaschen werden …
Wir steuerten den Hafen an. Vorbei am Puddefjorden,
an dessen Seite bereits Mein Schiff Relax angedockt war. Früher von Kiel losgefahren, vor uns angekommen. Quasi um die Ecke das Hurtigruten-Schiff Midnatsol. Einige Minuten später erkannten wir, dass ein drittes Kreuzfahrtschiff im Hafen lag – die Viking Jupiter. Na ja, das war einigermaßen erträglich – Bergen dürfte nicht von Kreuzfahrern überschwemmt sein.
Die Vasco da Gama passierte die Halbinsel Nordnes mit den vielen restaurierten Lagerhäusern
und visierte den Bontelabo Cruise Pier an. Günstiger konnte unser Schiff in Bergen nicht liegen … Festgemacht und von ganz oben ging unser Blick über die Festung Bergenhus auf das Häusermeer, gekrönt von dunkelgrünem Wald. Wir sahen altes Bekanntes wieder.
Die beiden per Bahn erreichbaren Hausberge Fløyen und Ulriken – jeweils frei von Wolken. Weiter unten die alte restaurierte Feuerwache. Die sich zwischen hohen Bäumen versteckende Marienkirche. Ganz rechts einen kleinen Teil der Håkonshalle. Und für viele Besucher der Stadt gab es auch Unbekanntes: Große blaue Fetzen am Himmel zwischen mächtigen blauen Wolken! Kein Regen!
Deshalb wurde es Zeit für einen nicht sehr ausgiebigen Stadtspaziergang. Wir waren schon einige Male in Bergen und wollten ergründen, was sich verändert hatte. Vorab: Dort, wo sich das Leben abspielt so gut wie nichts.
Also runter vom Schiff mit der Erkenntnis, dass über den Bergen der blaue Himmel die Wolken besiegt hatten. In unsere Augen fielen einige uralte, aber in den letzten Jahrzehnten liebevoll renovierte Lagerhäuser.
Wo Lagerhäuser standen, gab es auch einen Hafen. In diesem Fall der vor ungefähr 500 Jahren entstandene Ausweichhafen Skudeviken für größere Schiffe, die nicht vor Bryggen anlegen durften. Ein Prachtstück war das norwegenrote Lagerhaus Prefaboden, das seit 1655 sämtliche, Teile von Bergen zerstörende Brände überlebt hatte. Kein Wunder, denn es lag ein bisschen abseits vom Zentrum des Geschäftslebens.
Überragt wurden die Wohn- und Geschäftshäuser von einem großen, auf einem Felsplateau erbauten Komplex – von der ca. 110 Jahre alten weiterführenden Schule Rothaugen. Nun ja, in unserem Alter ist eine Schule nicht gerade ein Urlaubsziel. Aber die Lage und der eventuelle Ausblick … wir behielten sie im Hinterkopf …
Doch zunächst spazierten wir durch die Anlagen der Festung Bergenhus mit der Håkonshalle zum Stadthafen Vågen. Von hier aus konnten wir Teile der Festung bewundern.
Z. B. den vom Stadthauptmann Erik Rosenkrantz im 16. Jahrhundert erbauten trutzigen Rosenkrantzturm, der damals gleichzeitig zu Wohn- und Wehrzwecken diente.
Auf der anderen Seite des Hafenbeckens ergänzten sich wunderbar Altes und Neues. Zunächst das Alte, nämlich die kreuzförmige Nykirken.
Neue Kirche? So neu sah sie nicht aus … In Bergen gibt es viele Kirchen, die älter sind und die in den letzten Jahrhunderten Feuerbrünsten zum Opfer fielen und wieder aufgebaut wurden. So auch die Nykirken, die 1764 in der jetzigen Form errichtet wurde. Als damals neueste Kirche Bergens, also als Nykirken.
Und nun das echt Neue. Die neben der Nykirken liegende exklusive Superyacht Bold. Wer Interesse an diesem Schiffchen hat, kann es nach Zahlung von schlappen US $ 100 Mio. sein Eigen nennen. Wohlgemerkt – es handelt sich um einen ca.-Preis. Aber dafür hat man auf dem Schiffchen einen Hubschrauberlandeplatz, Wintergarten und Spielzeuge wie Jet-Skis, Sea-Bobs, …
Zurück auf unsere Hafenseite. Auf der anderen Straßenseite erstreckt sich der Touristenmagnet Bergens.
Bryggen und damit eine Menge Holzhäuser – die alten Handelskontore der Hanse. Bis Ende des Zweiten Weltkrieges hieß das Viertel Tyskebryggen – deutsche Brücke oder deutscher Kai. Nach dem Krieg hatten die Norweger verständlicherweise das „Tyske“ ins Wasser fallen lassen; man überlegte sogar, die damals stark renovierungsbedürftigen Bauten nicht nur aus Kostengründen abzureißen. Zum Glück kam man von diesem Plan ab und schuf ein gemütliches Viertel mit engen Gassen, Restaurants und Läden, vornehmlich für kunstgewerbliche Produkte. 1979 wurde Bryggen zum Weltkulturerbe der UNESCO erklärt.
Beim Besuch Bryggens sollte man also durch die hinter den Häuserfronten liegenden verwinkelten Gassen schlendern – eindrucksvoll! Die aktuell stehenden Holzhäuser wurden nach einem 1702 wütenden Brand, der auch weite Teile der Stadt zerstörte, wieder aufgebaut.
Im Vordergrund sehen wir ein Pendelboot, das Laufunwillige auf die andere Hafenseite bringen konnte. Von Bryggen zur Nykirken oder zurück. Sehr bequem und mit z.Zt. nok 39,-- recht preiswert (wie fast überall in Norwegen üblich nur Kartenzahlung!).
Ein Stadtspaziergang in Bergen ohne Besuch des Fischmarktes ist kein Stadtspaziergang in Bergen. Weit mussten wir nicht gehen – er tauchte am Ende des Stadthafens vor uns auf. Seit dem 13. Jahrhundert ist er DER Treffpunkt. In früheren Zeiten von Fischern, Bauern und Einheimischen. Seit einigen Jahrzehnten kommen die Touristen dazu. Neben Fisch und Schalentieren kann man sich regionale Produkte wie Rentierwurst, Marmeladen, … als Andenken mitnehmen. Nur nicht das auch angebotene Walfleisch – die Einfuhr in die EU ist strengstens verboten. Bei Hungrigen wird vor Ort der Appetit angeregt. Ein Restaurant neben dem anderen bieten Köstlichkeiten aus dem Meer an.
Selbstverständlich zu norwegischen Preisen … denkt nur nicht, dass Ihr für die abgebildeten Leckerbissen mit Nok 239,-- auskommt …
In norwegischen Städten fühlen wir uns immer in Holzhausvierteln wohl. Da wir uns bei den bisherigen Besuchen bereits einige Viertel, z.B. auf der Halbinsel Nordnes, rund um die Korskirken und den Holzhaus-McDonald´s (nicht weit vom Fischmarkt entfernt) oder die auf dem Weg zum Fløyen, angeschaut hatten, war dieses Mal Skudeviken an der Reihe. Ein ehemaliges Arbeiterviertel, nicht weit von den Hauptarbeitsstellen, den Häfen, entfernt.
Ansehnliche schöne, gepflegte Häuser in ruhiger, fast dörflicher Atmosphäre. Kaum Asphaltstraßen – Pflastersteine herrschen vor.
Auf ihnen schlichen wir bergauf – vorbei an bildhübschen Hauszugängen, die oftmals mit blühenden Pflanzen verschönert wurden. Und siehe da – vereinzelt fielen die Hauseigentümer aus dem für Norwegen üblichen Rahmen. Bunte Hausreihen außerhalb des üblichen Weiß und Rot. Mittendrin kleine Cafés, Läden mit Kunsthandwerk, Restaurants. Ein riesiger Spielplatz und die Rothaugen-Schule, die wir von unten gesehen hatten. Die Anstrengung, hierhin zu wandern, hatte sich gelohnt – ein herrlicher Ausblick auf den Byfjord, die Festung Bergenhus und die Vasco da Gama.
So, das war unsere letzte Station bei unserem Stadtspaziergang. Für 18.30 Uhr war „Alle Personen an Bord“ angesagt und wir bereiteten uns langsam auf das Abendessen vor. Das Wetter nahm nach und nach die Bergen-üblichen Züge an. Keine Sonne, kein blauer Himmel, Nieselregen, so dass der Besuch des Restaurants ein besserer Zeitvertreib war als die Ausfahrt mitzuerleben. An diesem Abend gab es griechische Speisen. Uns schmeckten griechisches Rinder-Carpaccio, Moussaka und Red Snapper ganz hervorragend.