
Ein weiteres Traumziel ist erreicht.
Wir haben am Morgen Fidschi Island angesteuert, genauer gesagt, die Hauptinsel Viti Levu und besuchen dort Fidschis Hauptstadt Suva.
Der Archipel „Fidschi“ besteht aus mehr als 300 einzelnen Inseln, wobei nicht alle bewohnt sind.
Für 8 Uhr war das Anlegen geplant, das bedeutete für uns, wie schon mehrfach gerne praktiziert, kurz vor 7 Uhr hinauf auf Deck 14 zu gehen, um die Einfahrt und das Anlegemanöver im Hafen mitzuerleben.
Dort angekommen, wird das Schiff bereits erwartet und laut „Bula“ (es soll das übersetzte Wort für Gesundheit bzw. Willkommen sein) zu uns hinauf rufend, werden wir von der Musikkapelle und der Folkloregruppe begrüßt.
Wir bemerken, dass wir Backbord angelegt haben und so spurten wir von Deck 14 hinunter auf Deck 9 in die Kabine, um, vom Kabinenbalkon näher am Ort des Geschehens zu sein.
Einfach nur herzlich und freundlich, wie diese Menschen sich über uns Tagesbesucher freuen, die wir heute ihre Heimat und auch Stätten ihrer Kultur erkunden möchten.
Das konnten wir auch mehrfach so spüren, während unseres Landgangs.
Gleich, nachdem die ersten Excursionsbusse losfuhren, machten auch wir uns auf dem Weg von Bord zu gehen.
Und schon hatten wir die erste Begnung mit einem Polizisten, der vor dem Schiff mit seinem Fahrzeug anhielt, ausstieg und uns ansprach. Er reichte mir dabei beide Hände entgegen und sprach mir ein freundliches „Bula“ zu.
Interessiert fragte er, welcher Nationalität wir angehören und er stellte sich namentlich vor, daraufhin nannten auch wir unsere Vornamen und er streichelte mir während unserer Konversation die Hände.
Das war bereits auffallend und wiederholte sich exakt so während unseres Landgangs noch zweimal, bei anderen Begegnungen und Gesprächen.
Mal ganz kurz zwischen angemerkt:
Ich nehme an, dass ihr treuen Mitleser meiner Reiseberichte es bereits erahnt, dass wir nicht die typischen Ausflugsbucher sind und nicht auf besondere Stranderlebnisse, Bade-/Schnorchelabenteuer oder auf sonstige spektakulären Überlandabenteuer stehen, wenn wir unmittelbar auch fußläufig die Möglichkeit wahrnehmen können, dort den Ort und das wahre Leben anzuschauen.
Von daher lautete auch heute unser Plan, den ich bereits zu Hause mir in Stichpunkten notiert hatte:
Die Uferpromenade entlang gehen
weiter zum Thurston Botanical Garden laufen, um darin den Pavillon mit dem Clocktower anzuschauen.
die hiesige Kathedrale aufsuchen
das Regierungsgebäude
etwas städtisches Flair genießen
und das bunte Treiben des lokalen Marktes, der gerade am Samstag sehr lebhaft von den Bewohnern zum Einkauf besucht wird, auf uns wirken zu lassen.
In der Kathedrale, welche wir zufällig aufsuchten (es war die Holy Trinity Anglican Kathedrale), waren wir die einzigen fremden Besucher und somit natürlich auch damit auffallend.
Einige Kinder liefen um und im Gebäude herum und so kam auch eine freundliche Dame auf uns zu, die uns mit dem Wort „Bula“ begrüßte und uns die Hand reichte und sich gleich mit ihrem Namen „Esther“ vorstellte. Auch wir nannten unsere Vornamen und auf ihr Fragen, welcher Nationalität wir seien und ob wir hier Urlaub machten, erklärten wir, dass wir aus Deutschland kommen und mit dem Cruise-Ship nur heute Suva besuchen würden.
Wir fragten, ob sei heute etwas besonderes mit den Kindern feiern würden. Da erklärte sie, dass die Kinder für Palmsonntag übten.
Mit einem „God bless you“ und natürlich auch erneut mit dem Wort Bula, verabschiedete sie uns.
Im Nachhinein stellten wir erst fest, dass es nicht die eigentliche Kathedrale war, welche wir ursprünglich besuchen wollten.
Aber die freundliche Begnung mit Esther, welche wir dort erfahren durften, möchten wir im Nachhinein aber auch nicht missen.
Im Thurston Botanical Garden haben wir uns recht lange aufgehalten und uns an der Pflanzen- und Tierwelt erfreut.
Es gab Pflanzen, welche wir noch nie gesehen haben
(so schauen sie aus, wenn sie verblüht zur Erde fallen)
Riesige Bäume und Bambus
Und die bei uns nicht beheimateten Flughunde, hingen zu Hauf in einem Baum.
Das Fiji-Museum ist auch dort beheimatet. Da sich bereits eine Besucherschlange bildete und drei Ausflugsbusse von MSC auch noch vorfuhren, haben wir von einem Besuch Abstand genommen. ![]()
Auf 9,3 km Fußmarsch haben wir es heute geschafft.
Uns lief der Schweiß am Körper herunter, sodass wir unsere Sightseeingtour beendeten und zurück aufs klimatisierte Schiff gingen.
Auch wenn man die halbe Welt bereist, man wird immer nur Teile der besuchten Örtlichkeiten anschauen können.
Für uns war es aber auch heute wieder ein erfüllter Destinationsbesuch, mit netten zwischenmenschlichen Momenten der Begegnung und anzuschauenden Objekten.
Wie wundervoll das ist und wie dankbar wir sind, dass wir den Tag erleben durften, kann man in Worte und Bilder nicht beschreiben. ![]()
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