
2. Oktober 2025 – Es geht nach Mallorca, Wetter leicht bewölkt, 23 Grad
Es ist knapp 3 Monate her, dass wir von einem AIDAschiff abgestiegen sind und jetzt geht es wieder los: Transreise von Mallorca nach Antalya, einmal quer durch das Mittelmeer. In der Zwischenzeit hat sich viel ereignet. Ich war fast 2 Wochen an der französischen Atlantikküste und nach dem Urlaub hat es mich aus der Bahn geworfen und ich musste ins Krankenhaus. Wir haben gebangt, dass wir die Reise aus Krankheitsgründen absagen müssten. Aber zum Glück, die Ärzte haben ihr okay gegeben und so konnte ich beruhigt der Reise entgegensehen.
Ausflüge sind gebucht und die Taxe auch, die uns zum Flughafen bringt. Wer kennt das nicht, wie hektisch es ist, wenn der Flug früh morgens geht. Bis alles gepackt ist, der Koffer und das Handgepäck – diesmal wieder kuriose Gewichtsangaben. Hinflug 23 kg und Rückflug 20 kg. Wie soll das funktionieren, wo doch viele Passagiere kleine Reiseerinnerungen unterwegs kaufen, die leider etwas wiegen. Also nehmen wir 18 Kilo mit, dann habe ich 2 Kilo frei und das Handgepäck darf statt 8 nur 6 Kilo wiegen. Nach einigen Diskussionen haben wir es geschafft, alles gepackt.
Ein Blick auf die Uhr, es ist schon 0.20 Uhr, ab ins Bett und der Wecker ist auf 2 Uhr gestellt. Das wird was geben, wenn er uns weckt. Kaffee machen, duschen, Haare machen und um 4 Uhr klingelt der Taxifahrer. Total verschlafen sinken wir auf die Sitze und ich döse auf dem Weg zum Flughafen kurz ein. Die Fahrt dauert nicht lange, einchecken, juhu Koffergewicht okay, belegtes Brötchen und einen Kaffee holen – guten Morgen, der Flieger soll 6.15 Uhr starten. SOLL, es wird eine viertel Stunde später. Der Pilot gibt Gas und schafft es fast pünktlich in Palma de Mallorca zu landen. Die Sicht beim Landeanflug ist etwas diesig, aber ich erkenne die Stella unten im Hafen.
Am Flughafen ist nicht viel los und wir finden auf dem Parkplatz den Transferbus. Es steigen wenige Passagiere mit uns ein, denn von Stuttgart aus sind nicht viele abgeflogen. Ich schaue aus dem Fenster und erfreue mich am Anblick der mir bekannten Gebäude.
Wir bekommen die Info, die Kabine ist bezugsbereit und dann nichts wie hin. Auf dem Weg zum Deck kurzer Umweg und schauen, was im Rossini angeboten wird.
So, die Rettungsweste hatte nach dem Nickerchen einen Ausgang, jetzt umziehen und es geht ins Bella Donna Restaurant. „Hallo Mam, nice to see you“ klingt es uns entgegen, als wir unseren begehrten Sitzplatz an der Fensterfront aufsuchen. Welch ein Empfang und schon stehen einige Crewmitglieder an unserem Tisch und wir begrüßen uns. Sie haben sich an uns erinnert, denn im Dezember waren wir auf der Stella unterwegs von Dubai nach Bangkok. Ich finde es immer wieder erstaunlich, dass einige sich noch an unsere Namen erinnern, wo sie doch in der Zwischenzeit viele Passagiere gesehen und mit ihnen gesprochen haben. Auf jeden Fall ist das ein ganz herzliches Willkommen zu Hause.
Das erste Abendessen war Klasse und jetzt geht es ins Theatrium, zur ersten Prime Time auf dieser Reise. „Guck mal, wer dort am Flügel sitzt“ höre ich leise meinen Mann sagen und schon hat uns Ladislav erblickt und lacht uns zu. Kurzes winken und wir sehen uns später.
Das Theatrium leert sich nach der Prime Time schlagartig, denn auf dem Pooldeck wartet der Begrüßungssekt zum ersten Sail away. Ich sehe, dass jemand gleich noch Gitarre spielen wird und siehe da, es ist Alfredo, der eine tolle, rauhe Stimme hat.
Oben auf dem Pooldeck schnappen wir uns ein Glas und prosten Christoph und Sascha zu, als die obligatorischen Worte „Sie haben Uuuurlaub“ fallen. Na dann, die Reise kann beginnen.
Gute Nacht, morgen haben wir einen Seetag. Prima!!!!