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5 b Grünes Land mit viel Leid in der Vergangenheit

  • joachimmeertal
  • 12. Oktober 2025 um 20:35
  • 523 Mal gelesen

...

So, nun aber Richtung Bus. Noch einmal vorbei an einer engen, nach oben führenden Treppe

und wir standen an unserem Treffpunkt – vor dem Franziskanerkloster San Francisco de Bermeo

mit der uns inzwischen bekannten „La Taraska“. Das Klosterleben startete hier im 14. Jahrhundert. Auf den aus dieser Zeit stammenden Klostergang konnten wir einen Blick werfen. Mehr nicht – es fand gerade eine Messe statt und wir wollten nicht stören.

Also rein in den Bus und auf nach Gernika. Wieder durch die gewohnt grüne baskische Landschaft. Auf so etwas wie einer Bundesstraße mit einigen Kreisverkehren, bei denen die Verkehrsplaner weit in die Zukunft dachten.

Unser Fahrer nahm immer die richtigen Ausfahrten und wir kamen problemlos in der 17.000 Einwohner - Stadt an. Unser Haltepunkt war der neue Bahnhof. Von dort aus zog die Meute zum alten Bahnhof, wo wir die erste „Geschichtsunterweisung“ erhielten.

Gernika war von je her das geistige Zentrum des Baskenlandes. Während des spanischen Bürgerkrieges tendierte die Mehrheit der Basken zur republikanischen Regierung, auch weil Franco jegliche Sonderrechte der Regionen ablehnte. Damit traf er den Nerv der stolzen Basken. 1937 hielten die Republikaner nur noch einen Streifen am Atlantik. Ein Grund, dass Franco bei den Basken ein Exempel statuieren und den Widerstand der Basken brechen wollte. Er befahl den Einsatz des deutschen Luftwaffenverbandes Legion Condor und des Geschwaders der italienischen Corpo Truppe Volontarie. Für die deutsche Luftwaffe war es ein gefundenes Fressen – sie konnte gezielte Flächenbombardements üben. Die Frankisten hatten ihren ausländischen Unterstützern mitgegeben, dass der Bahnhof/Bahnlinien, die Waffenfabriken und die an den Hängen liegenden Villen ihrer reichen Unterstützer vom Bombardement ausgenommen werden sollten. Beim alten Bahnhof hatte es nicht so richtig geklappt – vor ihm explodierte eine Bombe, so dass nur die Wände stehen blieben. Inzwischen ist dieser Bahnhof wieder aufgebaut und auch erweitert worden.

Von ihm aus gingen wir zur neuen Markthalle. Dort angekommen, berichtete unsere Reiseleiterin weiter über die Tragödie. Am 26. April 1937 fand auf diesem Platz der Wochenmarkt statt. Hunderte strömten aus der Umgebung zu diesem Flecken. Ein Grund, dass für diesen Tag das Bombardement festgelegt wurde. Man muss dabei bedenken, dass sich in Gernika nicht nur Einwohner sondern auch eine nicht exakte Zahl von vor den Frankisten Geflüchteten aufgehalten hatten. Das Grauen begann – ohne Vorwarnung fielen Spreng-, Splitter- und Brandgranaten auf Menschen und Gebäude. Mit mehreren Wellen wurde die Stadt vernichtet. Eine nicht genau feststellbare Zahl von Menschen fand den Tod; es gibt unterschiedliche Zahlen; deshalb nenne ich sie nicht. Auf jeden Fall ist jeder Toter ein Toter zu viel. 80 % der Gebäude wurden zerstört. Pervers war, dass Franco das Bombardement durch deutsche und italienische Flugzeuge abstritt. Pervers war, dass die Frankisten behaupteten, dass die abziehenden Republikaner die Stadt zerstört hatten. Pervers war, dass Hermann Wilhelm Göring als Oberbefehlshaber der Luftwaffe diese mit viel Leid verbundene Luftangriffe als Übung für die Luftangriffe deklariert hatte.

An eins der Hauptziele des Massakers erinnert eine neben der neuen Markthalle stehende Plastik:

Gen Himmel strebende Stahlstücke. Reste der alten Markthalle? Bedrückt lösten wir uns von diesem Monument und erreichten nach kurzer Zeit den Foru Plaza.

Umrahmt wird der Platz von Rathaus, Kulturzentrum und Friedensmuseum, das über die damaligen Geschehnisse erklärten aber auch Hinweise auf den Frieden gaben. Auf einem Teil des Platzes informierten große Tafeln mit Fotos von dem Angriff; unsere Reiseleiterin kommentierte die Abbildungen.

Mitten auf dem Platz sahen wir den Gründer von Gernika.

Auf einem mit Baumfiguren verzierten Marmorblock zeigt Graf Don Tello de Castilla Schwert und eine Schriftrolle, die die Fuero de la Villa Gernika enthielt – das alte baskische Gesetz. Anlässlich der 600 Jahr-Feier der Stadt wurde das Denkmal gestiftet.

Hinter dem Gebäudeensemble erhebt sich die gotische Kirche Santa Maria.

Wir ließen sie links liegen und standen nach wenigen Minuten vor der Replik des berühmtesten Gemäldes „Guernica“.

Picasso schuf das Original im Jahre 1937 kurz nach dem Bombenangriff. Das 3,5 m x 7,8 m große Gemälde war für den spanischen Pavillon der Weltausstellung in Paris vorgesehen. Nach einer „Reise“ durch verschiedene europäische Hauptstädte war es danach von 1939 bis 1981 im New Yorker Museum of Modern Art zu besichtigen; aktuell im Madrider Museo Reina Sofía. Das steinerne Wandbild wurde zum 60. Jahrestag der Bombardierung in nahezu Originalgröße angebracht. Es zeigt den Schrecken des Krieges: u.a. eine verzweifelte Frau mit ihrem toten Kind, ein brennendes Haus, ein sterbendes Pferd.

Beeindruckt und auch betrübt über die unverständlichen Untaten in der Vergangenheit zogen wir weiter. Es wurde Zeit für eine biologische Pause. In der Nähe einer fast 100 Jahre alten öffentlichen Schule,

die scheinbar nicht mehr als Bildungsanstalt genutzt wird. Beeindruckend – der gesamte, sehr große Komplex …

Vorbei am Park der europäischen Völker mit einer für uns leider versteckten Skulptur von Henry Moore erreichten wir die beinahe 200 Jahre alte Casa de Juntas (Haus der Provinzregierung).

Ein bedeutender Teil der Stadt - für die Basken und für Touristen gehört der Besuch zum Pflichtprogramm. Schon das steinerne Wappen am Tor gab Hinweise, warum es für Basken eminent wichtig ist.

Ein Baum. Nicht ein gewöhnlicher Baum sondern der Arból de Guernica - die mystische Eiche von Gernika. Die erste Eiche auf diesem Platz wurde im 14. Jahrhundert gesetzt; inzwischen wächst dort das fünfte Exemplar. Reste des zweiten Arból de Guernica werden in diesem Rundbau geschützt.

Der Baum ist für die Basken ein Sinnbild ihrer Freiheit und Unabhängigkeit. Jahrhunderte lang mussten die jeweiligen Könige bzw. deren Stellvertreter im Beisein der baskischen Repräsentanten vor dem Baum schwören, die Sonderrechte der Basken zu beachten und zu respektieren. Und noch heute ist es so: Vor dem Baum werden baskische Regierungspräsidenten und Gouverneure der Regionalregierung vereidigt.

Unsere Zeit in Gernika war abgelaufen. Zurück zum Bahnhof und damit zum Bus. Er stand schon bereit. Aber der Fahrer zeigt eine ungewöhnliche Haltung: Es saß nicht hinter dem Lenkrad sondern kniete am Heck des Busses, aus dem es tropfte … Diskussionen, auch mit anderen Fachkräften, und dann … fuhren wir langsam los. Mit defektem Kühler. Aber nicht weit – nach ca. 2 km hielten vor überdachten Parkplätzen von ALDI. Wir wurden informiert, dass ein Ersatzbus unterwegs war. Und nach einiger Zeit kam er an:

Toll! Ein Komfortbus mit dem Ziel Pamplona! Woran denkt man, wenn man Pamplona liest? Selbstverständlich an „San Fermin“, den berühmten Stierlauf. Und an diesem Tag begannen in Pamplona die Festivitäten! Also los – Ausflugsverlängerung und auf nach Pamplona! War aber nix – irgendwie musste ich etwas falsch verstanden haben … unser Schiff war in Sicht. Das hatte auch einen Vorteil: Ich musste nicht vor den Stieren davonlaufen. In meinem Alter …

Der Bus kam kurz nach „Alle Personen an Bord“ vor dem Schiff an. Schnell noch einige Fotos von ganz oben gemacht. Vom Strand von Ereaga mit Strandvillen und viel Grün im Hintergrund.

Die AIDAsol lief leicht verspätet aus. Wir entfernten uns mehr und mehr vom Kreuzfahrtterminal, vom langen Kai

und dem Faro del Muelle de Arriluze. Auf der anderen Seite die Steilküste mit Villen der Betuchten Getxos und der Anfang des 18. Jahrhunderts von einem Engländer erbauten Molino de Aixerrota.

Sie mahlt nicht mehr – wird eher abgemalt. Und bietet neben einer Kunstgalerie in einem Restaurant Platz für Neugierige, die Ausfahrten von Kreuzfahrtschiffen beobachten wollen. Noch ein Blick zurück auf die reizvolle Küste des Baskenlandes

bis sich auf einmal der große Hunger meldete. Auf ins Best Burger @ Sea – der Hamburger spezial schmeckte …

Den restlichen Nachmittag verbrachten wir überwiegend in einem Strandkorb. Der heutige Tag musste via Notiz festgehalten werden und wir bereiteten uns auf den am Folgetag vorgesehenen Stadtrundgang in Bordeaux vor. Plötzlich kamen Regenschauer – egal. Wir saßen im Trockenen und der Fahrtwind sorgte dafür, dass wir noch nicht einmal angenässt wurden.

Nach dem Abendessen „Mediterrane“ suchten wir wieder einen Strandkorb auf. Da es recht frisch wurde, hatten wir die große Auswahl. Eingemummelt in Decken hielten wir es sehr lange aus.

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