Ich empfinde es (leider) als Notwehr, wenn wir bereits zu Beginn der Reise einem Kellner Trinkgeld im Restaurant geben. Nur dadurch kann ich einigermaßen sicherstellen, dass mein Mann im East nicht ignoriert wird, wenn er sich morgens einen Milchkaffee aus der Bar holen lässt oder ich möchte, dass zügig Mineralwasser neu auf den Tisch gestellt wird. Früher haben wir auch immer erst nach der Reise Trinkgeld in einen Umschlag in die Box bei der Rezeption gesteckt. Da habe ich mich dann vielleicht etwas naiv darüber gewundert, warum der Kellner immer wieder auf sein Namensschild gezeigt hat.
Auch in den Bars hilft es, wenn man nach den ersten Getränkebestellungen dem Kellner etwas Trinkgeld gibt. Dieser erkennt den Gast dann wieder und auch in einer vollen Bar wird die Bestellung zügig aufgenommen.
Ich finde es bedauerlich, dass wir so agieren müssen, aber das ist dann denjenigen Gästen geschuldet, die die Kellner darauf trainiert haben, Trinkgeld schon während der Reise zu erwarten. Ich erinnere mich nicht, dass das auf meiner ersten Reise 2002 schon der Fall war. Da gab es die klare Ansage, dass Trinkgeld gern gesehen ist, aber doch bitte zum Abschluss im Briefumschlag in die Box. Daran hielt man sich dann doch tatsächlich.
Hi Hanna
Ich bin normalerweise dagegen, dass man erstmal zahlen muss bevor man guten Service bekommt. Aber wie Du sagtest, Schuld daran sind die Passagiere. Dein Bericht ist aber interessant zu lesen und leider Gottes werden wir dann auch in die "Bestechungsgruppe" eintreten, denn mir ist guter Service wichtig.
Andrea ![]()