Ganz ehrlich, dieses ewige Argument mit der „Benachteiligung der Älteren“ zieht langsam nicht mehr. Niemand wird benachteiligt, wenn sich Dinge weiterentwickeln. Es geht schlicht darum, mit der Zeit zu gehen oder es wenigstens zu versuchen. Technikfeindlichkeit ist kein Altersprivileg, sondern eine Frage der Einstellung.
Ich bemühe mich aber es funktioniert ja nicht so wie es immer sein soll.
Ich kann den Punkt mit dem Papier grundsätzlich nachvollziehen – viele mögen einfach etwas in der Hand halten. Aber genau da liegt das Problem: Nur weil es angenehmer ist, heißt das noch lange nicht, dass es sinnvoll oder zeitgemäß ist. Das Argument mit den schlechten Augen zählt auch nur bedingt. Die Schrift auf dem Handy oder Tablet kann man in Sekunden größer stellen, bei gedrucktem Papier geht das nicht. Und ehrlich gesagt: Die Displays heutiger Geräte sind deutlich augenschonender als dieses schlecht gedruckte Dünnpapier unter grellem Schiffslicht.
Mit der Schrift am Handy hab ich kein Problem
Dass man im Urlaub das Handy mal weglegen will, verstehe ich. Aber die AIDAheute oder Speisekarte kurz digital aufzurufen, ist kein „am Handy hängen“, sondern eine Sache von zwei Minuten. Danach kann das Gerät wieder in der Tasche verschwinden. Das hat mit digitalem Dauerstress nichts zu tun, sondern mit effizienter Information.
Vieleicht sind es für dich 2 Min , Aber der Ober auf der Costa ist schier verzweifelt war , ja noch ein viel älteres Ehepaar am Tisch als wir. Wir bekamen dann eine Speisekarte für den 8er Tisch
Und zum Thema „Papierform finden“ – genau das ist ja der Punkt. Warum sollte man im Jahr 2025 überhaupt noch suchen müssen, wo man ein Stück Papier herbekommt? Digitalisierung bedeutet nicht Bequemlichkeit für Jüngere, sondern logistische Vernunft: weniger Müll, weniger Druckkosten, keine Papierstapel, kein Verteilen durch Crewmitglieder, die wirklich Besseres zu tun haben. Für die Crew bedeutet die Papier-Version nämlich schlicht mehr Arbeit: ständig nachlegen, verteilen, entsorgen – und sich zigmal am Tag anhören, wo man das Blatt findet. Das ist Zeit, die sie sinnvoller in andere Aufgaben investieren könnten.
ch bin schon auch für Papier reduzieren, aber nicht überall
Man kann heute wirklich niemandem mehr erzählen, dass man nicht in der Lage ist, ein Handy oder Tablet so weit zu bedienen, dass man eine digitale Tageszeitung öffnen kann. Das ist kein Hexenwerk, das ist reine Bequemlichkeit. Und wenn man ehrlich ist: Wer sich ein Kreuzfahrtticket leisten kann, könnte sich wohl auch ein günstiges Smartphone oder Tablet zulegen – oder sich einfach mal helfen lassen.
Leisten könnte ich mir das allerneueste , aber das will ich gar nicht . Ist ja auch nicht nachhaltig wenn man sich jedes Jahr ein neues Handy kauft.
Soviel zum helfen lassen durch Fremde auf dem Schiff. Da hab ich letzens den Spruch bekommen : wenn ich es nicht bedienen kann dann soll ich mir ein Rentnertelefon kaufen. Traurig
Niemand nimmt jemandem die Speisekarte oder das gedruckte Blatt aus Prinzip weg. Aber irgendwann muss man auch akzeptieren, dass Papierberge auf Schiffen weder ökologisch noch organisatorisch sinnvoll sind. Digitalisierung spart Ressourcen, schafft Aktualität, entlastet die Crew und sorgt dafür, dass Informationen jederzeit und überall verfügbar sind.
Und dieses „Dann fahren wir halt nicht mehr Schiff“ ist ehrlich gesagt ein Eigentor. Fortschritt wird nicht angehalten, nur weil ein paar Leute sich weigern, ihn anzunehmen. Wer aufhört zu lernen, hat sich selbst benachteiligt – nicht die Reederei oder die jüngere Generation.
Als Eigentor würde ich das nicht bezeichnen, denn es gibt genug andere Ziele und Urlaubsformen die wir als kaufkräftige Rentner annehmen können.
Es geht nicht darum, Traditionen zu zerstören, sondern sie sinnvoll weiterzuentwickeln. Wer das versteht, bleibt nicht „benachteiligt“, sondern einfach auf der Höhe der Zeit.
Ich beharre nicht auf Traditionen, bin auch für Fortschritt aber ich muss nicht alles mitmachen. Dafür ist mir meine Zeit die ich noch habe viel zu kostbar.