Na das ist ja wohl der Knaller - Glückwunsch an Birgit und Jörg!
Ich fand die Tour ansonsten ziemlich blöd. Ich wäre so gerne mit 2000 anderen in die blaue Lagune gegangen und ein ordentlicher Hurrikan in St. Johns hätte mir auch gefallen, aber Seegang kann man Schiffspauschalurlaubern nun wirklich nicht zumuten.
Blöd auch, dass beim Auffüllen meiner Wasserflaschen immer so viel daneben gegangen ist. Die mussten glatt ein "Vorsicht Rutschgefahr" Schild aufstellen. Und dann diese jungen Leute, die sich an der Bar vordrängeln, so dass man fast dehydriert.
Na ja, die Gastkünstler Pornoelke und Prollwolf waren extrem grenzwertig und leider so beliebt, dass man im Theater keinen Platz gefunden hat, um mal in Ruhe ein Buch zu lesen. Im Restaurant wurde man angepöbelt, nur weil man in Ruhe seine Karaffe Wein trinken wollte. Wenn einer was essen will, soll er sich doch ordentlich um 17h45 vors Restaurant stellen. Haben wir schliesslich auch gemacht und immer schön unseren Stammplatz bekommen.
Wer waren eigentlich diese dusseligen Elsen, die als Servicekräfte unterwegs waren? Die konnten nicht mal ein anständiges Freibier bringen. Das fantastische AIDA Showensemble singt ABBA und Queen mittlerweile im Schlaf. Gut, dass bei einer Show direkt ein Bett auf der Bühne stand. Ganz schlimm waren auch der DJ und der Clubteamvorsteher mit ihren Helene Fischer und Andrea Berg Hit Medleys. Das war ja fast ein Rückfall in alte Clubschiffzeiten. Zum Glück gibt es auch noch niveauvolle Mitreisende mit denen man in der AIDA Lounge lesen kann. Schade nur um die DVD. War eigentlich einer bei diesem selbstverliebten Tschaka-Erfolgstrainer? Der geht ja wohl gar nicht mit seinem Freundlichkeitsgequatsche, der roten Hose und dem Blinkblinkgürtel. Wieso soll ich zu fremden Menschen nett sein? Diese Cocktailhobbybarkeepersauftruppe war auch ne Zumutung. Eklig gut gelaunt und dauergrinsend übers Schiff gelaufen. Die haben sogar die flachsten Gags von Sommer und Aufzuger beklatscht.
Na ja, wer es braucht. Halifax war keinen Stop wert und Einlaufen in New York zu nachtschlafender Zeit, war ja wohl nicht ernst gemeint von der Reederei. Das kann man auch anders planen, wo man eh erst mittags vom Schiff kommt und sich langweilt. Bin ich froh, dass wir 2 wunderschöne Tage in der schottischen Idylle verbringen durften. Invergordon ist ein echtes Kleinod in den schottischen Lowlands. Wer mich allerdings so richtig aufgeregt hat, war der Typ mit dieser lächerlichen Zweitligamütze aus Kölle. Der hatte ständig Spass inne Backen. Menno, entspann mal dein Gesicht und lass die Mundwinkel hängen. Deine Freundin schämt sich ja in den Boden.
Aber was solls? Is ja nochmal gut gegangen und ich bin fast heil zu Hause angekommen, nur ne kaputte Schulter, ne Erkältung und keine Stimme. Das kommt davon, wenn man in NY mit so nem doofen Doppeldecker rum fährt, der sein Geld nicht wert war.
Vielleicht hattet ihr ja ne schöne Reise.