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Beiträge von Roter Specht

  • Reisebericht Artania - Norwegen mit Spitzbergen - Sommer 2016

    • Roter Specht
    • 6. Juli 2018 um 12:27

    Unsere Kreuzfahrt war gigantisch, die beste Reise, die wir je gemacht haben. Deshalb gibt es dazu jetzt den ausführlichsten Reisebericht, den ich je geschrieben habe.

    Sonntag, 31.07.2016 Bremerhaven

    Die Reise beginnt in Bremerhaven. Da an diesem Tag alle vier Phoenix-Schiffe in Bremerhaven liegen, rechne ich mit Chaos beim Check-in (mir stand noch deutlich unsere Erfahrung vom letzten Sommer vor Augen, wo der Check-in bei der MSC Splendida in Hamburg fast drei Stunden gedauert hatte). Wir sind mit der Bahn angereist und wählen für den Weg zum Terminal den Shuttlebus (Kosten 5 EUR pro Person, Kinder unter 15 Jahren kostenlos, wichtig für Begleitpersonen oder Schaulustige: das Ticket gilt als Tagesticket, kann also am selben Tag auch für die Rückfahrt verwendet werden). Der Shuttlebus stellt sich als eine gute Wahl heraus, denn erstens ist es ein Doppeldecker und wir bekommen Plätze oben in der ersten Reihe (Kommentar meines Sohnes: „Juchhu, der Urlaub beginnt ganz toll!“) und zweitens kommt es aufgrund der vielen Passagiere zu langen Staus vor dem Parkplatz des Terminals, weshalb die Fahrt an die 40 Minuten dauert. Meine Befürchtungen für den Check-in steigen. Im Terminal sehen wir kurz Kapitän Morten Hansen – die Begeisterung meines Sohns steigt, denn seit unserer Buchung der Reise haben wir angefangen, „Verrückt nach Meer“ zu schauen und mein Sohn ist völlig hingerissen, dass wir „die Fernsehstars“ nun live erleben. Laut meinen Reiseunterlagen soll der Check-in erst um 16 Uhr beginnen. Wir sind ca. eine halbe Stunde eher da, der Check-in hat aber schon begonnen und wir sind innerhalb von 10 Minuten an Bord, wo uns Kreuzfahrtdirektor Thomas Gleiß mit Handschlag begrüßt (die Begeisterung meines Sohnes steigt weiter, wieder einer der „Fernsehstars“). Ein Mitarbeiter führt uns zu unserer Kabine – was für ein netter Service. Kurz darauf kommen auch schon unsere Koffer. Wir stärken uns erst einmal im Lido-Buffetrestaurant (Kaffee- und Teestunde mit Kuchen, Obst und Sandwiches) sowie am Kopernikus-Pool (Willkommens-Snack mit Grillwürstchen, Suppe und Salat). Nur zur Klarstellung, auch für spätere Angaben zu Speis und Trank: ich beschreibe die Auswahl und habe nicht alles selbst probiert ;)
    Dann erkunden wir das uns bisher unbekannte Schiff, danach packe ich aus. Die für 18.15 Uhr angekündigte Seenotrettungsübung verzögert sich um ca. 20 Minuten, da noch nicht alle Passagiere an Bord sind. An diesem Tag haben die Schulferien in Bayern und Baden-Württemberg begonnen, es ist ein Wochenende der Mega-Staus (Mitreisende aus dem Raum Stuttgart berichten später, dass die Busanreise 12 Stunden gedauert habe). Während der sehr umfangreichen Rettungsübung (erst Treffen in der Atlantik-Showlounge mit noch nicht angelegter Rettungsweste, dann Erläuterung des Anlegens, Überprüfung, ob es jeder richtig geschafft hat und dann gemeinsamer Gang zu den Rettungsbooten) läuft bereits die Deutschland aus. Ich bin etwas genervt, dass wir noch bei der Rettungsübung sind, ich wollte doch das Auslaufen der Schwesternschiffe fotografieren. Bis zum Ende der Übung sind auch die Amadea und die Albatros ausgelaufen. Ich kann aber noch ein Bild machen.

    Mit ca. 25 Minuten Verspätung (geplant war 19 Uhr) legt nun auch die Artania ab. Wir beobachten das Ablegen (viel für’s Herz mit Auslaufmelodie und Verabschiedung durch Salutschüsse in Bremerhaven. Danach geht es zum Abendessen ins Restaurant Vier Jahreszeiten. Später am Abend (ab ca. 21 Uhr bis ca. 21.30 Uhr) fahren alle vier Schiffe noch ein Flottenmanöver. Das Fotografieren war ganz schön schwierig, denn es ist stürmisch geworden, der erste Seegang ist auch schon spürbar. Phoenix hat mitgeteilt, dass von diesem Flottenmanöver Bilder aus einem Helikopter aufgenommen werden – wenn diese vielleicht den nächsten Katalog zieren, wissen wir, dass wir dabei waren.

    Nach dem Flottenmanöver gehen wir zur Kabine und fallen voll von vielen Eindrücken in unsere Betten.

  • Artania

    • Roter Specht
    • 5. Juli 2018 um 09:55

    @Mytilus

    Herzlichen Glückwunsch zur Buchung!

    Bei Deck 5 hängt das Rettungsboot oberhalb des Fensters, Du guckst also unter dem Boot durch. Wir hatten einen Außenkabine auf Deck 6 vorne. Sie war sehr ruhig, in Tenderhäfen wurde nie eines der vorderen Tenderboote benutzt, so dass wir auch dort keine Lärmbelästigung hatten. Nur seefest sollte man sein, im vorderen Bereich kann es bei starkem Seegang schon etwas schaukeliger werden.

    Viele Grüße
    Stefanie

  • Artania

    • Roter Specht
    • 3. Juli 2018 um 15:09
    Zitat von Laba42

    @Roter Specht
    Vielleicht solltes Du Deinen oben aufgeführtenn Reisebricht besser in die zugehörigen Rubrik verschieben, dann könntes Du eventuell auch noch was gewinnen. Siehe Gewinnspiel Juli 2018
    Kannst den dort ja neu anlegen (copy&paste) und in Deinem Beitrag hier oben nur ein Link dorthin setzten.

    Georg

    Hallo Georg,

    danke für den Hinweis, das ist nett. Meinen Beitrag hier betrachte ich nicht als Reisebericht, sondern als Kurzbericht über das Bordleben. Einen ausführlichen Reisebericht zu unserer Reise gibt es auch, ggf. stelle ich den hier noch ein.

    @muck49

    Auch wir waren letztes Jahr auf der Grönland-Tour mit der Cara (wahrscheinlich auf der Tour vor Euch). Nach der Reise mit der Artania 2016 war es mir auf der Cara bei Landschaftspassagen (z.B. Prinz-Christian-Sund) zu eng und überfüllt. Da merkte man den Unterschied in den Freiflächen deutlich. Vom Essen her fand ich die Tour mit der Cara auch nicht so toll (Auswahl gut, aber wenig Besonderes, Fleischqualität bei Steaks in den Buffetrestaurants eher schlecht, Fischgerichte allerdings sehr gut), es fehlten die Highlights. Sport und Sauna fand ich auf der Cara deutlich besser als auf der Artania (größere Flächen, umfangreichere Angebote, schöneres Ambiente). Auch wir würden bei einer schönen Route durchaus noch einmal AIDA fahren, es ist aber nicht mehr meine allererste Wahl. Gut finde ich, dass AIDA gerade mit den kleinen Schiffen neue Routen ausprobiert und nicht nur die Standardtouren fährt.

    Viele Grüße
    Stefanie

  • Artania

    • Roter Specht
    • 3. Juli 2018 um 12:28

    @Mytilus

    Mein Sohn und ich waren im Sommer 2016 auf einer Norwegen-Spitzbergen Kreuzfahrt auf der Artania. Uns hat es sehr gefallen, von allen bisher gemachten Kreuzfahrten (mit AIDA, MSC, Costa und Royal Caribbean) war es bisher unsere schönste Reise.

    Die Kabinengröße (wir hatten auf der Artania eine Außenkabine mit Sichtbehinderung, Größe soll ca. 16 qm sein) fanden wir völlig in Ordnung (auf der letzten Reise mit AIDA hatten wir bei dieser Kabinenkategorie nur eine Kabinengröße von 13,5 qm auf der Cara). Das Bad war schon renoviert, d.h. mit Dusche und sehr groß. Der Schrankplatz ist auf der Artania allerdings sehr gering, da die Schränke nicht tief sind. Die vielen dicken, warmen Sachen für 15 Nächte Nordland haben wir aber in den Schränken untergebracht, wenn auch gerade so mit ach und krach. Bei längeren Reisen lässt man vielleicht am besten einen Teil der Sachen (vorzugsweise die, die man sowieso nur selten braucht) im Koffer unter dem Bett.

    Die getrennten Betten empfanden wir als breit genug und auch als bequem - da ich mit einem Jung-Teenager reise, sind getrennte Betten bei uns inzwischen ein Muss. Die Klimaanlage war in unserer Kabine verstellbar. Ich bin wirklich ein "Frostködel", aber ich habe die Klimaanlage von den Temperaturen als angenehm und auch sehr ruhig in Erinnerung.

    Zum Essen kann sich jeder sehr leicht eine Meinung bilden, denn Phoenix veröffentlicht ja auf seiner Homepage täglich nicht nur das Tagesprogramm, sondern auch Mittags- und Abendmenü auf den einzelnen Schiffen. Da sieht man zumindest, welche Gerichte angeboten werden. Bei unserer Reise fand ich das Essen sehr gut, auch frisches Obst (z.B. auch Papayas) gab es häufiger zum Frühstück. Die Auswahl zum Mittag- und Abendessen ist nicht so groß wie bei AIDA. Die Kaffeezeit mit Kuchen empfand ich allerdings von der Auswahl als mindestens so gut, wenn nicht sogar besser als bei AIDA. Insbesondere die besonderen Kaffeezeiten auf der Artania (einmal "Alles Schokolade", einmal "Wiener Kaffeehaus") waren optisch und vom Genuss her ein echtes Highlight. Falls man beim normalen Mittags- oder Abendmenü einmal gar nichts findet oder die Essenszeiten nicht in die eigene Zeitplanung passen, kann man sich kostenlos einige Gerichte (Karte liegt auf der Kabine, ich erinnere mich an Pizza, Bauernsalat, Schnitzel etc.) auf die Kabine oder an eine Bar bestellen. Zum Frühstück gibt es nicht nur Buffet, sondern man kann sich z.B. kostenlos warme Eierspeisen bestellen. Man kann sich auch kostenlos Frühstück auf die Kabine liefern lassen. Abends gibt es noch einen Late-Night-Snack.

    Sehr überzeugt hat uns auf unserer Reise nicht nur das gute Platz-Passagier-Verhältnis (kein Gedränge, immer genug Platz in den Restaurants und auf den Außendecks), sondern vor allem die gute Informationspolitik und das "sich kümmern" durch Phoenix. Die Hafeninformationen, die man am Vorabend auf die Kabine bekam, waren hervorragend (vom Stadtplan über Vorschläge für Wanderungen bis hin zu Öffnungszeiten und Eintrittspreisen z.B. von Museen). Die Durchsagen während der Reise waren umfangreich und informativ (zu schönen Passagen, Wal- und Eisbärsichtungen etc.). Die Brücke durfte besichtigt werden. Die Ausflüge waren gut organisiert. Als auf einem Ausflug unser Bus eine Panne hatte und wir erst mit Verspätung das Schiff erreichten, fanden wir auf der Kabine ein Entschuldigungsschreiben von Phoenix nebst einer Flasche Sekt vor, obwohl Phoenix im Grunde ja gar nichts für die Panne konnte.

    Bei den meisten anderen Reedereien nimmt in meinen Augen die Tendenz zu, noch möglichst viel Umsatz an Bord durch kostenpflichtige Angebote zu generieren. Bei Phoenix ist der Reisepreis höher (und unveränderlich, so dass man sich nicht über "Preisverfall" ärgern muss), aber die Nebenkosten sind eher gering. Auch hier kann man sich vorab informieren, denn Ausflugspreise, Barkarte, Kosten für Fotos, Spa-Leistungen etc. sind alle auf der Phoenix-Homepage veröffentlicht. Alle Sportangebote an Bord, Besuche "hinter den Kulissen" (Brücke, manchmal sind auch Küchen- oder Theaterführungen möglich), besondere Essensangebote wie Frühschoppen, spezielle Kaffeezeiten oder auf unserer Reise z.B. abends noch ein Nordlandbuffet sind inklusive.

    Das Publikum ist im Durchschnitt sicherlich älter als bei anderen Reedereien. Das hat uns (zum Reisezeitpunkt war mein Sohn noch 11 Jahre alt und ich Anfang 40) aber gar nicht gestört. Erstens gab es viele sehr sympathische ältere Mitreisende. Zweitens hatte ich das Gefühl, dass die jüngeren Mitreisenden und insbesondere die wenigen Familien mit Kindern sehr schnell Kontakt zueinander fanden, gerade weil es nicht so viele waren. Bei der relativ überschaubaren Passagierzahl trifft man sich auch leicht mal wieder.

    Vom Unterhaltungsprogramm war ich auf unserer Reise eher positiv überrascht. Schlager etc. sind so gar nicht mein Ding, aber dem konnte man gut aus dem Weg gehen. Das Showprogramm, das ich vor der Reise gedanklich eher "abgeschrieben" hatte, war gar nicht so schlecht: von wegen nur Schlager, sondern vom Zauberer über Gesang, Musik und Tanz bis zum Tanzpaar einiges dabei, was wir uns anschauen (und anhören) mochten. Einen Lektor hatten wir auch an Bord, das Sportprogramm war natürlich deutlich abgespeckter als bei AIDA, aber auch hier gar es Angebote, an denen ich gerne teilgenommen habe.

    Die Raucherpolitik ist aus meiner Sicht das einzige wirkliche Manko. Draußen gab es so viele Freiflächen (und so viel Wind hoch im Norden), dass mich Raucher gar nicht gestört haben. In den Innenräumen fand ich es aber schade, dass die schöne Pazifik Lounge für mich als Nichtraucher praktisch nicht nutzbar war, weil sich der Rauch in Innenräumen natürlich nicht an die Raumteilung "halb Raucher, halb Nichtraucher" hält.

    Insgesamt kann ich für uns sagen, dass das Preis-Leistungsverhältnis auf unserer Reise gestimmt hat. Bei Landschaftsfahrten jede Menge Freiflächen und Platz zu haben, um ohne Verglasung und ohne Gedränge durch Mitreisende die Landschaft genießen und fotografieren zu können, war ein tolles Erlebnis. Uns hat es so überzeugt, dass wir nächsten Sommer mit der Amadea nach Norwegen fahren.

    Viele Grüße
    Stefanie

  • Phoenix-Neubau?

    • Roter Specht
    • 3. Juli 2018 um 11:35

    Die Prinsendam soll bei Phoenix "Amera" heißen, als 5. Schiff zur Phoenix-Hochseeflotte kommen (also zumindest kein vorheriger Verkauf der Albatros) und ab August 2019 für Phoenix fahren https://www.phoenixreisen.com/pressenotiz-vo…prinsendam.html

    Viele Grüße
    Stefanie

  • Bremerhaven - An-/Abreise

    • Roter Specht
    • 26. Juni 2018 um 09:13

    Empfehlen kann ich leider keine Hotels, wir wohnen nah genug an Bremerhaven, um entspannt an einem Tag an- bzw. abzureisen.

    Viele Grüße
    Stefanie

  • Bremerhaven - An-/Abreise

    • Roter Specht
    • 25. Juni 2018 um 13:04

    @Die Liebenden

    Zum Thema Parken am Terminal siehe https://www.columbuscruisecenter.com/parking-2/

    Falls Ihr vor der Kreuzfahrt schon eine Nacht in Bremerhaven verbringt, gibt es auch diverse Hotels, die einen Park & Cruise-Service bieten.

    Viele Grüße
    Stefanie

  • Bremerhaven - An-/Abreise

    • Roter Specht
    • 25. Juni 2018 um 10:48

    @Volker...

    Wir sind im Sommer 2016 mit der Artania ab/bis Bremerhaven gefahren. Der Shuttle vom ÖPNV war nur für Kinder kostenlos, für Erwachsene kostete er damals nach meiner Erinnerung 5 EUR, heute sind es wohl schon 7 EUR https://www.columbuscruisecenter.com/faq/ (dort dann unter "Anfahrt mit der Deutschen Bahn").

    Viele Grüße
    Stefanie

  • St. Petersburg / Russland

    • Roter Specht
    • 22. Juni 2018 um 08:55
    Zitat von andinrw2001

    Schon aber es wird so wie ich es verstanden hab mit mehr Leuten auch nicht günstiger. 95 Eur pro Person ohne Eintritte und ohne verpflegung sind schon eine Ansage. Wobei ich nicht weiss wie da ein Kind berechnet wird

    Bei Sergej wird ein Kind voll berechnet, nur bei den Eintritten zu den Sehenswürdigkeiten gibt es Ermäßigungen (ich reise auch mit Kind und hatte mich entsprechend erkundigt).

    Viele Grüße
    Stefanie

  • Geiranger Fjord / Norwegen

    • Roter Specht
    • 21. Juni 2018 um 15:50

    Wir waren das erste Mal in Geiranger, als mein Sohn 7 Jahre alt war. Ich hatte den Ausflug "Dalsnibba & Adlerkehre" gebucht (der Ausflug ist in meinen Augen für Kinder durchaus geeignet, denn wir hatten auf dem Dalsnibba selbst Ende Juli noch Schnee - Schneeballschlacht im Sommer fand mein Sohn durchaus witzig, er fährt auch sehr gerne Bus). Als ich ihn am Ende des Tages gefragt habe, was ihm am besten gefallen habe, hat mein Sohn geantwortet: "Tenderboot fahren!" Man muss also nicht unbedingt einen Ausflug buchen, denn allein die Fahrt mit dem Kreuzfahrtschiff durch den Fjord ist schon ein tolles Erlebnis. Tendern ist für Kinder oft ebenfalls ein tolles Erlebnis (ich glaube, mein Sohn wäre am glücklichsten gewesen, wenn wir mehrmals mit dem Tenderboot hin- und her gefahren wären). Man kann am Campingplatz die Treppen am Wasserfall hinaufsteigen und hat dabei auch schon eine schöne Aussicht. Bei gutem Wetter ist es auch einfach schön, nachmittags zur Kaffeezeit auf dem Schiff zu sein und draußen, mit Blick auf den Fjord, seinen Kuchen zu genießen (wir hatten damals auf unserer Reise, die unsere erste Hochseekreuzfahrt war, einen gigantisch schönen Tag in Geiranger mit blauem Himmel und 24 Grad - spätestens da hat mich der Kreuzfahrtvirus gepackt :zwinker: ).Fazit: man muss nicht unbedingt einen Ausflug machen, um in Geiranger einen schönen Tag mit (kleinen) Kindern zu verbringen.

    Viele Grüße und allen, die jetzt bald nach Geiranger fahren, eine gute Reise
    Stefanie

  • Auf welchen Schiffen ist die Bordsprache hauptsächlich deutsch?

    • Roter Specht
    • 7. Juni 2018 um 10:56

    Hallo Sifysa,

    neben den schon genannten Reedereien gilt Bordsprache deutsch noch an Bord der Hamburg von Plantours sowie an Bord der Ocean Majesty von Hansatouristik.

    Bei MSC und Costa sind bei Nordlandreisen ab/bis Deutschland meist 60 - 90% deutschsprachige Gäste an Bord. Die Durchsagen erfolgen aber mehrsprachig und ob es im Kinderclub eine deutschsprachige Betreuung gibt, ist Glückssache (MSC hat sogar mal für Abfahrten ab Deutschland in den Sommerferien damit geworben - gegeben hat es das auf unserer Islandreise 2015 aber leider nicht, wobei mein Sohn auch außerhalb der offiziellen Kinderbetreuung genug deutschsprachige Kinder kennengelernt hat).

    Wie alt sind denn Eure Kinder und wie sehr benötigen sie (oder Ihr als Eltern)umfangreiche Kinderbetreuung? Mein Sohn (damals noch 11 Jahre alt) und ich waren 2016 mit der Artania von Phoenix-Reisen in Norwegen und Spitzbergen. Wir beide haben es als die bisher beste Kreuzfahrt unseres Lebens empfunden. Phoenix hatte damals sogar ein wenig Kinderprogramm angeboten (wenn in den Sommerferien "viele" Kinder an Bord sind, gibt es auch bei Phoenix ein wenig Kinder- und Jugendprogramm, wobei "viele" bei der Artania so etwa "20 - 30" bedeutete - es handelt sich aber nicht um eine ganztägige Betreuung, sondern um einzelne Aktivitäten, meist 1-2 Stunden pro Tag, wie z.B. Brückenbesichtigung, Pizzaessen, Kinofilm schauen, Gesellschaftsspiele spielen etc.). Gerade weil bei Phoenix wenige Kinder an Bord sind, hatte ich das Gefühl, dass diese Kinder (und deren Eltern/Großeltern) sehr schnell miteinander in Kontakt kommen. Phoenix finde ich von den Routen, die bei Nordlandreisen gefahren werden, sehr attraktiv, weil nicht nur die "Standardhäfen", sondern auch andere Ecken angelaufen werden und tolle Passagen gefahren werden. Klar ist man dort als Familie mit Kindern in der Minderheit, aber das muss kein Nachteil sein.

    Viele Grüße
    Stefanie

  • St. Petersburg / Russland

    • Roter Specht
    • 25. Mai 2018 um 09:59

    Ich habe für diesen Sommer bei Sergej gebucht. Eine Anzahlung war nicht erforderlich.

    Viele Grüße
    Stefanie

  • Longyearbyen / Spitzbergen / Norwegen

    • Roter Specht
    • 11. Mai 2018 um 11:27

    @Mar-Lene

    Wenn es Dir speziell um Spitzbergen geht, würde ich Dir empfehlen, eine Reederei zu wählen, die mehr als nur Longyearbyen anbietet. Ich war bisher zweimal in Spitzbergen (2013 mit der Costa Pacifica - damals wurde neben Longyearbyen noch der Magdalenenfjord und Ny Alesund angelaufen - und 2016 mit der Artania von Phoenix Reisen - hier wurde nur in Longyearbyen angelegt, es erfolgten aber lange Passagen vorbei an alten Bergbausiedlungen (mit ausführlichen Erläuterungen), durch verschiedene Fjorde, wir haben nachts mitten in einem Fjord geankert und mit Blick auf einen Gletscher übernachtet und hatten in einem anderen Fjord sogar einen Eisbären gesehen - das war die beste Reise meines Lebens). Longyearbyen habe ich jeweils als enttäuschend empfunden, denn es ist im Vergleich zu kleinen norwegischen Orten wie Geiranger relativ groß (über 2.000 Einwohner), nach meinem Geschmack nicht sonderlich idyllisch und für die wenigen Straßenkilometer, die es überhaupt auf Spitzbergen gibt, herrschte dort ein recht reger Autoverkehr. Das hatte ich mir vorher deutlich anders vorgestellt. Wenn dann auch noch bis zu mehreren Tausend Passagieren über solch einen Ort "herfallen", hat das mit Naturerlebnis aus meiner Sicht nicht mehr viel zu tun. Das interessante an Spitzbergen sind aus meiner Sicht nicht die Orte, sondern die Landschaften mit Gletschern und Fjorden. Wenn man dann noch einen Eisbären sieht, ist das natürlich das i-Tüpfelchen.

    Viele Grüße
    Stefanie

  • Longyearbyen / Spitzbergen / Norwegen

    • Roter Specht
    • 11. Mai 2018 um 08:51

    Ob getendert wird, kommt darauf an, wie viele Schiffe vor Ort sind. Es gibt nur einen Anleger - wenn mehr als ein Kreuzfahrtschiff vor Ort ist, dann müssen die Passagiere des Schiffes, das nicht am Anleger liegt, tendern. Meistens ist aber nur ein Schiff vor Ort, so dass normal angelegt wird.

    Viele Grüße
    Stefanie

  • A-ROSA Flusskreuzfahrten veröffentlicht Katalog 2019

    • Roter Specht
    • 8. Mai 2018 um 11:09

    Am 4. Mai hat A-ROSA den Katalog für Flusskreuzfahrten in 2019 veröffentlicht. https://www.a-rosa.de/katalog-2019.html

    Im Katalog noch nicht enthalten, aber - wie alle anderen Touren auch - bereits buchbar sind die Reisen auf dem Douro.

    Achtung Familien: die Preispolitik "Kinder bis 15 Jahre reisen kostenlos" gilt nicht für Reisen auf dem Douro.

    Viele Grüße
    Stefanie

  • Invergordon / Schottland

    • Roter Specht
    • 3. Mai 2018 um 15:11

    Wir waren letzten Sommer auf der Grönlandreise der Cara ab Invergordon mit John unterwegs und haben Tour 4 durch die Highlands bis zur Westküste gemacht. http://www.seethehighlands.com/tours.htm

    Landschaftlich war es fantastisch, man sollte aber einigermaßen Englisch sprechen, da John kein Deutsch spricht. Bei der relativ weiten Strecke, die zum Teil über single-track-roads führte, war es sehr angenehm, einen erfahrenen schottischen Fahrer zu haben. Ich kann John und speziell die Tour durch die Highlands sehr empfehlen.

    Viele Grüße
    Stefanie

  • Geburtstagstorte bestellen - vorab oder an Bord?

    • Roter Specht
    • 26. April 2018 um 17:50

    Ich hatte auf der Cara die Geburtstagstorte ein paar Tage vor dem Geburtstag an der Rezeption bestellt und es hat alles wunderbar geklappt. Zur Kaffeezeit gab es im Calypso einen extra schön dekorierten Tisch für uns. Im Selection Restaurant waren wir auch noch zum Abendessen, wir haben die Torte nachmittags nicht aufgegessen, sondern den Rest mit auf die Kabine genommen und am nächsten Tag gegessen (bei Schokoladentorte geht das gut, bei einer sehr fruchtigen oder sahnigen Torte wahrscheinlich weniger). Für zwei Personen reicht definitiv eine kleine Torte.

    @Bertahelene
    Vielleicht steht vorab bei Eurer Reise noch nicht fest, in welchem Restaurant und zu welcher Zeit am gewünschten Tag die Kaffeezeit stattfindet, so dass Du den Ort noch nicht vorab buchen kannst. Wenn der Geburtstag nicht am ersten oder zweiten Reisetag ist, würde ich Dir empfehlen, erst an Bord zu bestellen und dort direkt die Details abzuklären.

    Viele Grüße
    Stefanie

  • Artania

    • Roter Specht
    • 21. November 2017 um 15:56

    Hallo Jürgen,

    mein Sohn (damals 11 Jahre alt) und ich (ich bin in Deinem Alter) haben im Sommer 2016 die Norwegen-Spitzbergen-Tour mit der Artania gemacht. Das war für uns beide die beste Kreuzfahrt unseres Lebens (wir waren vorher schon mit AIDA, Costa und MSC unterwegs gewesen, jeweils auf Nordlandreisen). Sicherlich werden die meisten Passagiere älter als Ihr sein. Auf unserer Reise in den Sommerferien waren aber sogar ca. 30 Kinder und Jugendliche an Bord gewesen (das ist für Phoenix-Verhältnisse so viel, dass sogar ein kleines Kinderprogramm angeboten wurde). Jüngere Reisende oder Reisende mit Kindern haben schnell Kontakt zueinander gefunden, gerade weil man in der Minderheit war. Das Spitzbergen-Programm von Phoenix ist einmalig. Ihr könnt Euch u.a. auf diverse Fjordfahrten und eine Übernachtung in einem einsamen Fjord mit Blick auf einen Gletscher freuen. Wir hatten sogar das Glück, vom Schiff aus einen Eisbären zu sehen. Phoenix informiert sehr umfangreich über interessante Passagen und Tiersichtungen (wahrscheinlich werdet Ihr Wale sehen). Die vielen Außenflächen bieten viel Platz zum Fotografieren, ohne dass einem andere Passagiere ins Bild laufen. In den Restaurants herrscht kein Gedränge, alles ist sehr entspannt.

    Bei der Kabinenwahl kann ich nicht sagen, ob Ihr vom Fitnessraum Lärm befürchten müsst (durch die wenigen Kurse wohl eher nicht, aber ggf. durch die Reinigung?). Wir hatten auf unserer Reise Passagiere kennengelernt, die eine Juniorsuite unter dem Pooldeck hatten und von morgendlichem Lärm durch Reinigung, Aufstellung von Liegen o.ä. berichteten. Vielleicht könnt Ihr noch auf ein Deck tiefer ausweichen?

    Viele Grüße
    Stefanie

  • Erste Arosa -Tour ! Hab noch Fragen.

    • Roter Specht
    • 10. November 2017 um 16:06

    Meinst Du die Tour von Köln über Mannheim, Kehl und Mainz zurück nach Köln?

    In Köln liegt Ihr wahrscheinlich im Deutzer Hafen (schau mal in Deine Reiseunterlagen). Falls Du den Transfer vom Hauptbahnhof zum Schiff nicht sowieso dabei hast (Premium-Tarif), lohnt es sich hier eher, öffentliche Verkehrsmittel oder ein Taxi zu nutzen, als den recht teuren Transfer über A-ROSA. Falls Ihr in der Nähe des Hauptbahnhofs liegt, brauchst Du gar keinen Transfer, sondern kannst bequem laufen.

    In Mannheim kann man auch zu Fuß ins Zentrum laufen. Die Reise ist bei uns schon ein paar Jahre her, ich meine aber, dass es ca. eine halbe Stunde gedauert hat.

    Von Kehl aus kann man mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Straßburg fahren (erst mit dem Bus, der nicht weit vom Anleger entfernt abfährt, auf die französische Rheinseite, dort dann umsteigen in die Straßenbahn. Man kann beim Busfahrer ein Ticket erwerben, dass sowohl für den Bus als auch die Straßenbahn gilt.). Zu Fuß ist die Entfernung ins Zentrum von Straßburg zu weit. Bei gutem Wetter gibt es ggf. auch die Möglichkeit, sich von A-ROSA Fahrräder zu leihen.

    Mainz: hier lagen wir sehr zentral, man konnte gut zu Fuß in die Innenstadt laufen.

    In Köln und Kehl hat A-ROSA feste Anleger, die immer genutzt werden. Ob das in Mannheim und Mainz auch so ist, weiß ich nicht, von daher kann dort ggf. der Liegeplatz variieren. Ich meine, mal gelesen zu haben, dass anstatt in Mainz auch manchmal auf der anderen Rheinseite in Wiesbaden angelegt wird.

    Viele Grüße und viel Spaß bei Deiner Reise
    Stefanie

  • Reisebericht AIDAcara - Grönland, Island, Schottland - August 2017

    • Roter Specht
    • 1. November 2017 um 18:10

    Teil 3


    Montag, 21.08.2017 Seetag / abends Reykjavik/ Island

    Heute passiert es: mein verschlafener Sohn schafft es noch nicht einmal bis 11 Uhr zum Spätaufsteherfrühstück (gerechterweise muss ich zugeben, dass auch ich es nur geradeso für die letzte halbe Stunde schaffe).

    Mittags geht es wieder zum Vortrag des Lektors – bei dieser langen Reise ist das schon fast eine Vorlesungsreihe. Wenn wir am Ende einen Test schreiben würden, könnten wir wahrscheinlich einen Schein in Völkerkunde bekommen.


    Nach dem Mittagessen zieht es mich nach draußen, denn wir haben recht schönes Wetter. In der Sonne kann man es auch gut länger im Freien aushalten. Wir drehen ein paar Runden über die Rundumpromenade. Um 15 Uhr schauen wir auf dem Pooldeck vorbei, denn dort ist als Event „Blue Lagoon“ angesagt: angekündigt ist eine Kaffeezeit mit blauer Sahne, besonderen Getränken etc. Tatsächlich werden kostenpflichtig bestimmte Drinks angeboten, dazu gibt es eine Sorte Kuchen vom Blech – mit weißer Sahne und ohne besondere Deko. Da gehen wir doch lieber zur normalen Kaffeezeit ins Calypso.


    Danach zieht es mich aber wieder nach draußen. Ab 16 Uhr ist schon Land in Sicht. Außerdem sehen wir ab und an ganz kurz einen Wal oder Delfin. Für ein Foto reicht es leider nicht. Aufgrund eines Fotos beim Vortrag des Lektors kann ich in Schiffsnähe auch einen Baßtölpel identifizieren, aber leider ebenfalls nicht fotografieren.


    Wir gehen heute direkt um 18 Uhr zum Abendessen mit dem Plan, nach dem Anlegen und der Freigabe des Schiffes schnell von Bord zu gehen. Diese Idee haben offensichtlich viele Leute – beim Essen ist es sehr voll und als die Cara gegen 20 Uhr endlich freigegeben wird, stürmen gefühlt 1.000 Leute gleichzeitig zur Gangway.


    Wir laufen noch kurz in die Stadt (kurz bezieht sich auf unseren Aufenthalt im Zentrum von Reykjavik, nicht auf den Weg, der laut Hinweisschild 4,5 km die einfache Strecke beträgt, aber sehr schön am Meer entlang führt). Wir genießen den Sonnenuntergang und das recht milde schöne Wetter. Im Zentrum fotografieren wir das „Sonnenschiff“ und die Hallgrimskirche (das hat schon Tradition, es ist unser dritter Besuch in Reykjavik).


    Gegen 23 Uhr sind wir zurück auf dem Schiff. Noch schnell zur Pizzastation und dann zur Rezeption, um für morgen einen Weckruf um 5.30 Uhr zu bestellen. Das morgige Ablegen wurde zwar von 17 auf 20 Uhr verlegt, die Ausflugszeiten wurden aber leider nicht angepasst, so dass wir morgen schon um 7 Uhr am Bus sein sollen. Jetzt schnell noch ein paar Stunden Schlaf, damit wir morgen nicht den Ausflug verschlafen. Erst später bei der Präsentation des Reisefilms werde ich erfahren, dass es sich diese Nacht gelohnt hätte, noch länger aufzubleiben – es gab wunderbare Polarlichter zu sehen. Leider erfolgte an Bord keinerlei Hinweis darauf. Für Polarlichter wäre ich auch gerne nachts um 2 Uhr noch einmal aufgestanden.


    Dienstag, 22.08.2017 Reykjavik / Island

    Vor Aufregung bin ich sogar noch vor dem Weckruf wach. Schnell frühstücken – heute öffnet ein Restaurant schon um 6 Uhr – dann geht es zum Ausflugsbus. Wir fahren zunächst zu einer Heißwasserquelle, von der man außer Dampf leider kaum etwas erkennen kann, da dort gerade gebaut wird.


    Weiter geht es zu den Wasserfällen Hraunfossar und Barnefoss, wo wir 45 Minuten Zeit zum Anschauen haben. Dort ist es sehr schön, der Barnefoss schießt zwischen erkalteter Lava hervor. Ich schwitze. Die Sonne scheint, es ist für Island außergewöhnlich warm, aber ich habe mich recht dick angezogen, da unser Hauptziel kalt sein soll: der Langjökull-Gletscher mit seiner Eishöhle.


    Vorher gibt es aber noch ein gutes Mittagsbuffet in Husafell (um 10.30 Uhr, das ist sonst unsere Frühstückszeit, aber angesichts der Zeit, die heute schon seit unserem Frühstück vergangen ist, ist das in Ordnung).


    Wir fahren nach dem frühen Mittagessen noch eine halbe Stunde mit dem Bus über Schotterpiste, bevor wir in das Gletscherfahrzeug umsteigen. In der Ausflugsbeschreibung wurde gewarnt: „Gletscherfahrzeug unbeheizt und ungefedert“. Das mag für die älteren weißen Fahrzeuge, die wir auch gesehen haben, gelten. Unser hochmodernes rotes Fahrzeug ist bei der Gletscherfahrt deutlich bequemer als der Reisebus auf der Schotterpiste. Heizung gibt es auch, allerdings ist es heute so warm, dass wir eher lüften müssen.


    Eine knappe halbe Stunde dauert die Fahrt auf den Gletscher. Oben geht es dann in die von Menschen geschaffene Eishöhle. Unsere große Gruppe wird in zwei kleinere Gruppen geteilt. Wir bekommen im ersten Raum der Höhle Spikes, die man sich unter die Schuhe schnallt, um nicht auszurutschen.


    In der Höhle kann man bei einer Temperatur um die 0 Grad wärmere Kleidung gebrauchen. Wichtig sind vor allem wasserfeste Sachen (Schuhe, Hosen, Jacken), denn es tropft. Die Führung durch die Höhle mit einem englischsprachigen Guide dauert ca. 1 Stunde und ist sehr interessant. Es gibt sogar eine Kapelle, in der man heiraten kann (hier singt unser Guide für uns, um die tolle Akustik zu verdeutlichen).


    Zurück aus der Höhle drehen wir mit dem Gletscherfahrzeug noch eine Extrarunde auf dem Gletscher. Die Sicht ist heute hervorragend, die Reiseleiterin erläutert, dass wir in der Ferne sogar die Westmännerinseln sehen können.

    Zurück im normalen Reisebus geht es ca. eine Stunde über Schotterpiste (hier werden wir ordentlich durchgeschüttelt) und dann noch ein Stück über eine asphaltierte Straße zum Thingvellir-Nationalpark. Während unser Reisebus bei den bisherigen Zielen der einzige Bus war und es sonst allenfalls noch ein paar individuelle Besucher gab, ist hier jetzt die Hölle los. Wir bekommen eine halbe Stunde, um einmal durch die Schlucht zwischen der eurasischen und der nordamerikanischen Erdplatte zu wandern. Das ist bei diesem schönen Wetter und in der tollen Umgebung viel zu knapp bemessen. Ich könnte hier locker 2 – 3 Stunden herumlaufen.


    Kurz vor 17 Uhr sind wir wieder am Schiff. Neben der Cara liegt inzwischen die Astoria, die wir schon in Ilulissat getroffen haben.


    Jetzt raus aus der viel zu warmen Kleidung. Wir gehen noch mal kurz von Bord, um die Sonne an dem kleinen Strand zu genießen und mit meinem Mann zu telefonieren. Dann Abendessen, Reisetagebuch schreiben und um 20 Uhr legen wir ab.


    In Reykjavik hat unser Kapitän gewechselt. Statt Lars Krüger haben wir jetzt Manuel Pannzek.


    Um 21 Uhr gibt es die Musical-Show „Der Weltenwandler“. Endlich wieder eine Show mit Gesang und Tanz. Die Bühnentechnik konnte in Reykjavik zum Glück repariert werden. Heute ist ein perfekter Tag, an dem ich weiß, warum ich gerne Kreuzfahrten mache: ein toller Ausflug bei bestem Wetter, gutes Essen (das Abendessen im Calypso hatte heute das Thema Indien. Das fand ich gut umgesetzt und ausgesprochen lecker), ergreifendes Auslaufen und abends eine tolle Show.


    Allerdings bin ich durch das frühe Aufstehen echt fertig. In der Nacht wird uns außerdem wieder eine Stunde „geklaut“. Mal schauen, ob wir es morgen überhaupt zum Frühstück schaffen.


    Mittwoch, 23.08.2017 Seetag

    Ich werde um 10 Uhr durch die Durchsage des Kapitäns wach (die Durchsage wurde nicht auf die Kabinen geschaltet, aber bei mir wirkt das „Ding-Dong“, mit dem Durchsagen in den öffentlichen Bereichen angekündigt werden, immer wie ein Wecker). Mein Sohn wird auch kurz wach, dreht sich um – und schläft weiter. Als ich vom Spätaufsteherfrühstück komme, schläft er immer noch. Erst als ich kurz vor 12 Uhr zum Vortrag des Lektors aufbrechen will, wird er wach.


    Wir haben heute sehr spürbaren Seegang. Der Infokanal im TV meldet bis zu Windstärke 11, viele Außenflächen sind ganz oder teilweise gesperrt. Meinem Sohn ist etwas übel, aber nach dem Mittagessen (seiner ersten Mahlzeit heute) ist er wieder fit. Ich habe zum Glück keine Probleme mit dem Seegang.


    Nach dem Mittagessen gehen wir ein bisschen nach draußen, dann geht es zu Tee und Kuchen. Um 16.30 Uhr gehe ich zu „Functional Fitness“, was sich als deutlich anstrengender erweist, als ich vorher gedacht hatte. Dann stehen Sauna und Abendessen auf dem Programm. Der Themenabend „Fjorde und Schären“ entspricht in allen Gerichten exakt dem, was wir schon einmal auf dieser Reise im selben Restaurant hatten.


    Heute Abend gibt es die Show „Cotton Club“, die mir sehr gut gefällt. Danach will mein Sohn noch zur Pizzastation, bevor es wieder ins Bett geht. Es stürmt immer noch, außerdem regnet es. Hoffentlich wird es morgen besser.


    Donnerstag, 24.08.2017 Lerwick / Shetland Inseln / Schottland

    Heute werde ich mal etwas früher wach, so dass ich nach dem Frühstück noch zum Sport gehen kann (Gleichgewichtstraining – mein Gott, ist das bei Seegang schwierig) und den Vortrag des Lektors besuche, bevor wir gegen 12.30 Uhr in Lerwick anlegen. Pünktlich mit dem Anlegen beginnt auch der Regen. Nach einem schnellen Mittagessen gehen wir zu dem Treffpunkt für den Ausflug zum Mousa Broch. Eine Mitarbeiterin von AIDA teilt uns mit, dass der Ausflug nicht wie geplant stattfinden kann, da die Fähre zur Insel Mousa aufgrund des schlechten Wetters nicht fährt. Man kann entweder kostenlos zurücktreten oder an einer Alternativtour zur St. Ninian’s Isle und einer alten Wassermühle teilnehmen. Da bei der Alternativtour die Fährfahrt entfällt, gibt es eine Erstattung von 10 EUR p.P.


    Wir entscheiden uns für die Alternativtour, denn ohne Ausflug würde ich bei dem Regenwetter heute vermutlich gar nicht von Bord gehen und dies später bestimmt bedauern. Zunächst fahren wir zu einem Aussichtspunkt, von dem aus wir die Insel Mousa sehen können.


    Unser Ausflug wird seitens AIDA von unserem Lektor begleitet, was sich als Glücksfall erweist, da er nicht nur übersetzt, was die Reiseleiterin erzählt, sondern selbst sehr viel über die Shetland Inseln weiß. Weiter geht es zur St. Ninian’s Isle. Als wir den Bus verlassen und über einen Strand zur Insel hinüberlaufen, hört der Regen fast auf. Die Umgebung ist wunderschön.


    Auf der Insel gibt es die Überreste einer Kapelle, bei der archäologische Funde gemacht wurden. Leider setzt der Regen jetzt sehr stark ein, dazu ist es windig. Bis wir wieder im Bus sitzen, sind wir komplett durchnässt, zumindest von außen. Mein Sohn, der noch gemeckert hatte, als ich für ihn (und mich) vor dem Spaziergang auf Regenhose bestanden hatte, gibt jetzt zu, dass das doch keine schlechte Idee war.


    Wir halten nun kurz an einem Punkt, von dem aus wir Seehunde an einem Strand sehen können.


    Kann das Wetter schlimmer sein als in Ilulissat? Ja, es kann – wir haben hier nicht nur Dauerregen, sondern auch noch sehr tief hängende Wolken, so dass kaum Sicht besteht. Außerdem beschlagen in einem Bus voller nasser Leute natürlich die Scheiben.


    Wir fahren weiter zur Quendale Water Mill, wo wir eine Stunde Zeit haben, die Mühle zu besichtigen, im kleinen Souvenirshop einzukaufen oder Tee zu trinken. Vor allem ist es ein Stopp, um wieder etwas zu trocknen.


    Danach fahren wir zurück nach Lerwick, machen eine kleine „Stadtrundfahrt“ und wer will, kann im Ortszentrum aussteigen und später mit einem von der Stadt kostenlos bereitgestellten Shuttlebus zum Anleger zurückkehren. Wäre es trocken, hätten wir das sicherlich gemacht, aber bei dem Wetter habe ich keine Lust mehr, draußen herumzulaufen.


    Auf dem Schiff werden wir mit heißem Tee und Keksen begrüßt – das tut gut. Dann telefonieren wir von der Rundumpromenade aus mit meinem Mann und sehen dabei mehrere Seehunde im Hafenbecken. Nun noch Sauna zum Warmwerden – ich bin sicher, dass die Sauna wesentlich dazu beigetragen hat, dass ich mich bisher nicht erkältet habe.


    Beim Abendessen wählen wir das Thema Großbritannien im Calypso. Im Marktrestaurant ist das heutige Thema Spanien, dazu gibt es zur Einstimmung ab 17.30 Uhr in der AIDA Bar Tapas. Eine gute und leckere Idee. Großbritannien gab es auf dieser Reise auch schon mal als Essensthema, aber das Angebot ist heute nicht komplett identisch mit dem letzten Mal, auch wenn sich einige Gerichte wiederholen.


    Das Ablegen verpassen wir heute, da wir im Theater die zweite Show des Comedians John Doyle genießen. Da wir morgen schon um 8 Uhr in Kirkwall anlegen sollen und ich befürchte, durch die entsprechenden Anlegegeräusche wach zu werden, geht es nach der Show ins Bett.


    Freitag, 25.08. 2017 Kirkwall / Orkney Inseln / Schottland

    Ich schlafe schlecht aufgrund von Schiffsgeräuschen. Um 8 Uhr werde ich durch die Ansage des Kapitäns wach, dass wir Kirkwall erreicht haben. Da wir heute deutlichfrüher wach sind als sonst, schaffen wir es, schon um 10 Uhr von Bord zu gehen. Wir nehmen den kostenlos von der Stadt Kirkwall bereitgestellten Shuttlebus. Hier auf den Orkney Inseln ist man super organisiert. Wir erhalten einen deutschsprachigen Stadtplan, in dem nicht nur die Sehenswürdigkeiten beschrieben sind, sondern auch Shuttlebushaltestelle und Toiletten verzeichnet sind.


    Es beginnt, stark zu nieseln. Oh nein, ich will nicht schon wieder komplett nass werden. Wir haben nachmittags noch einen Ausflug..

    Aufgrund des Wetters machen wir in Kirkwall Kulturprogramm. Wir besichtigen die St. Magnus Kathedrale von innen (als wir 2015 mit MSC in Kirkwall waren, ging dies aufgrund des Sonntaggottesdienstes nicht).

    Außerdem besichtigen wir die Reste des Earl’s Palace und des Bishop’s Palace (Eintrittskarten für beide Gebäude erwirbt man vor dem Earl’s Palace). Dann geht es zu den Tankerness House Gardens und ins Orkney Museum (Eintritt frei).


    Nach knapp zwei Stunden sind wir fertig und fahren zurück zum Schiff. Der Shuttlebus pendelt ständig, so dass man nicht lange warten muss.


    Nach dem Mittagessen geht es auf den AIDA-Ausflug „Die Orkney Inseln aktiv erleben“. Der erste Stopp ist an den Birsay Moors. Hiervon bin ich etwas enttäuscht. Ich hatte einen Moorwanderweg erwartet. Tatsächlich gibt es nur einen Ausguck auf einen See, auf dem heute leider kaum Vögel sind. Ansonsten kann man noch Windkraftanlagen anschauen (das Moorgebiet befindet sich auf dem windreichsten Hügel der Orkneys) oder in die hier eher unspektakuläre Landschaft schauen.


    Weiter geht es zum Marwick Head. Wir marschieren einen Hügel hinauf zu einem Denkmal für die Verstorbenen eines 1916 versenkten Schiffes. Der Ausblick und die Klippen hier sind spektakulär. Durch den Wind kann es auf den Klippen aber leicht gefährlich werden. Der Reiseleiter erzählt, dass dieses Jahr schon zwei Personen abgestürzt sind.


    Papageientaucher sehen wir leider nicht, die sollen nur im Juli hier nisten. Dafür sehen wir aber jede Menge Möwen und kleine Hasen, die von den Möwen gejagt werden (sichtbar auch an den vielen Hasenskeletten – das ist nichts für zartbesaitete Gemüter).


    Das Wetter hält sich sehr gut, es ist trocken und ab und an schaut sogar die Sonne hervor. Auf der Rückfahrtfahren wir noch an Skara Brae (einer Siedlung aus der Steinzeit), dem Ring of Brodgar und dem ältesten Steinkreis der Orkneys vorbei. Es gibt aber keine Zeit bzw. keine Möglichkeit für einen Fotostopp. Da wir den Ring of Brodgar bei unserem letzten Besuch 2015 ausgiebig besichtigt haben, sind wir nicht allzu traurig darüber.

    Wir sind um 17.30 Uhr die letzten, die vor dem Ablegen noch schnell an Bord hechten. Verabschiedet werden wir von Dudelsackspielern. Die Ausfahrt zeigt noch einige sehenswerte Punkte.


    Dann geht es zum Abendessen (Thema: Pasta-Festival). Um 20.30 Uhr ist mein Sohn (mit mir) zum Empfang der Geburtstagskinder dieser Reise ins Theater eingeladen. Die Plätze vorne sind bei der heutigen Show für alle Personen, die während der Reise Geburtstag hatten (insgesamt 96) reserviert, angestoßen wird dann mit Sekt bzw. Orangensaft. Heute zeigt der Comedian Freddy Fazardi seine zweite Show. Da wir müde vom Tag sind und uns heute Nacht wieder eine Stunde „geklaut“ wird, ist nach der Show Schlafenszeit.


    Samstag, 26.08.2017 Seetag

    Wir schaffen es gerade so zum Langschläferfrühstück. Ein letzter Vortrag des Lektors, Mittagessen, Sport. Da wir für den Kurs „Powerbands“ nur zwei Personen sind, fällt dieser aus und ich gehe stattdessen auf den Crosstrainer. Kaffeezeit mit meiner Lieblingstorte (Sachertorte), dann steht der unangenehmste Teil der Kreuzfahrt an: das Kofferpacken. Unangenehm ist aber vor allem, alles – einschließlich der dreckigen Wäsche von drei Wochen Urlaub – unterzubringen. Dann machen wir noch ein paar Fotos vom Schiff und vom Farewell-Buffet, das nicht nur liebevoll mit Eisskulpturen und Obstschnitzereien dekoriert ist, sondern auch beim Essen zeigt, dass es auch nach drei Wochen Kreuzfahrt durchaus noch positive Überraschungen geben kann.


    Abends findet die Verabschiedung von der Crew im Theater statt. Das ist wieder sehr ergreifend. Es gibt noch eine Abschiedsshow mit Gesang und Tanz, danach geht es mit Party auf dem Pooldeck weiter. Endlich ist es mild genug für eine Poolparty, auch wenn man eine dünne Jacke braucht. Mein Sohn findet Party und Tanzen allerdings peinlich, so dass wir uns kurz nach 23 Uhr auf die Kabine begeben. Die Koffer dürfen erst morgen zwischen 6 und 7 Uhr vor die Tür gestellt werden, damit man sie dann voraussichtlich ab 10 Uhr im Terminal erhält. Wie bescheuert ist das denn? Ich stelle doch nicht den Wecker auf 6 Uhr früh, nur um die Koffer raus zu stellen! Ich packe noch die Reste ein, auch die Jacken kommen in den Koffer, denn in Hamburg sollen morgen 22 Grad sein. Das sind für uns nach dieser Reise hochsommerliche Temperaturen. Den Wecker stelle ich nicht – entweder, wir werden vor 7 Uhr wach und stellen die Koffer vor die Tür oder wir nehmen sie selbst vom Schiff. Da der Ausgang morgen auf unserem Deck 6 sein soll, dürfte das machbar sein. Es ist nach Mitternacht, bis wir endlich im Bett liegen.


    Sonntag, 27.08.2017 Hamburg

    Natürlich werde ich vor Aufregung vor 7 Uhr wach und kann die Koffer noch vor die Tür stellen. Ein letztes Frühstück – heute sogar sehr gemütlich, da es offensichtlich viele Gäste gibt, die schon früh das Schiff verlassen möchten. Die Koffer im Terminal stehen schon ab ca. 9.15 Uhr zur Abholung bereit. Jetzt wollen viele Leute von Bord, es bilden sich lange Schlangen, doch keiner wird rausgelassen. Was ist denn hier los? Es gibt keinerlei Informationen, warum wir nicht von Bord dürfen, die Schlange wird immer länger. Erst nach einer halben Stunde geht es weiter – offensichtlich erfolgte gerade per Kran eine Anlieferung o.ä., so dass keine Gäste draußen herumlaufen durften. Kann man da nicht mal eine kurze Durchsage machen, damit nicht immer mehr Passagiere in der Schlange stehen? Das hinterlässt zum Schluss keinen guten Eindruck.


    Im Terminal finden wir schnell unsere Koffer. Mit dem Shuttlebus geht es zum ZOB, wo uns schon mein Mann erwartet. Nach einer kurzen Bahnfahrt sind wir mittags wieder zu Hause.


    Fazit

    Es war eine schöne Kreuzfahrt. Die Ziele in Grönland, Island und Schottland haben mir sehr gut gefallen. Eisberge sind faszinierend. Die Ausflüge – soweit sie denn stattfanden – empfand ich als lohnenswert und kann sie uneingeschränkt weiterempfehlen. Mit unserer Kabine (gewählt als Kompromiss zwischen Preis und dem Wunsch, auf solch einer langen Reise zumindest Tageslicht zu haben) war ich auch sehr zufrieden. Gar nicht zufrieden war ich damit, dass uns AIDA in Ilulissat ohne Rücksprache auf eine andere Ausflugszeit umgebucht hatte, obwohl zu der von uns gebuchten Ausflugszeit Ausflüge stattfanden. Es geht aus meiner Sicht gar nicht, dass AIDA damit wirbt, dass Premiumbucher als erstes Ausflüge buchen dürfen und gerade diese Bucher (wir waren beileibe nicht die einzigen) dann als erstes auf andere Zeiten umgebucht werden, was dazu führte, dass unser Ausflug aufgrund der verspäteten Ankunft ganz entfiel. Dazu habe ich mich nach der Reise bei AIDA beschwert und wir haben uns auf eine Entschädigung (und vor allem auf eine Entschuldigung seitens AIDA) geeinigt. Die Ausflugspannen in Ilulissat und der Umgang der Crew damit haben leider die Stimmung an Bord für längere Zeit sehr nachhaltig verdorben, in den ersten Tagen danach war dies das Hauptgesprächsthema unter vielen Gästen. Es gab kaum jemanden, bei dem in Ilulissat alles wie geplant geklappt hatte. Ich finde, hier sollte AIDA auch vor der Reise mit offenen Karten spielen. In MyAIDA wurden z.B. für die Bootstouren zu den Eisbergennur „erträgliche“ Abfahrtszeiten angezeigt (erster Abend Abfahrten alle zwei Stunden ab 17.30 Uhr bis 23.30 Uhr, zweiter Tag Abfahrten ab 9 Uhr morgens). Bei Erhalt der Ausflugstickets stellte sich dann heraus, dass die ganze Nacht hindurch gefahren werden sollte (wir haben Gäste mit Abfahrten 1.30 Uhr oder 5.30 Uhr kennengelernt), obwohl zu unserem Reisezeitpunkt keine Mitternachtssonne mehr herrschte. Hier sollte man aus meiner Sicht diese ungünstigen Abfahrtszeiten für die Bootstouren auch vorab kommunizieren und nicht die Gäste erst an Bord darüber informieren. Andererseits sollten die Gäste aber auch stärker über die begrenzten Ausflugskapazitäten in Grönland informiert werden. Hier war sicher einigen Passagieren nicht so ganz klar, wie die Situation vor Ort ist und dass es z.B. bei einem Ausfall eines Bootes eben nicht schnell Ersatz gibt. 24 Stunden in Ilulissat sind bei 1.200 Passagieren und den begrenzten Ausflugskapazitäten deutlich zu wenig. Hiersollte aus meiner Sicht besser einer der schottischen Häfen gestrichen und stattdessen Zeit in Ilulissat drangehängt werden.


    Zum Bordleben: sehr positiv war ich von dem großzügigen Sport- und Saunabereich überrascht. Das Showprogramm fand ich – nicht nur wegen des technischen Ausfalls – eher mittelmäßig. Als Gastkünstler fünf Comedians bieten aus meiner Sicht zu wenig Kontrastprogramm. Die Schwerpunkte des Lektors lagen eindeutig auf Völkerkunde. Er konnte viel zu Land und Leuten erzählen, was auch interessant war. Für eine solche Reise würde ich mir aber ergänzend einen Naturkundler wünschen, der interessante Passagen oder Tiersichtungen kommentiert (das fehlte völlig) und Vorträge zu Fauna, Flora und Naturphänomenen wie Gletscher und Polarlichtern hält. Das Essen war aus meiner Sicht in Ordnung, die Auswahl an Fischgerichten sehr gut, die Fleischqualität bei Steaks nicht so toll. Da es auf der Cara abends keine Familienessenszeit gab und die Plätze in den Buffetrestaurants sehr begrenzt waren, hatten wir mehrfach Schwierigkeiten, einen Tisch zu finden, obwohl wir nur zu zweit waren. Das fand ich anstrengend und kannte ich von den größeren AIDA-Schiffen so bisher nicht. Auch habe ich gemerkt, dass ich inzwischen verwöhnt bin. Nach Kreuzfahrten mit Gesellschaften, bei denen Bedienrestaurants inklusive sind, schätze ich das inzwischen. Bei drei Wochen Buffet wird es irgendwann doch langweilig. Sehr gut fand ich allerdings das Selection Restaurant, das wir erstmalig genutzt hatten. Das würde ich bei weiteren Fahrten wahrscheinlich mehr als einmal besuchen.


    Für alle, die gerne mit AIDA fahren oder die aufgrund von Einschränkungen bei der Urlaubszeit in den Sommerferien nicht länger als drei Wochen verreisen können, kann ich die Grönlandreise mit der Cara uneingeschränkt empfehlen. Ich selbst würde sofort wieder nach Grönland reisen – dann aber eher mit einem Schiff, das weniger Passagiere mitnimmt,mehr Ziele in Grönland anläuft und längere Liegezeiten am Höhepunkt Ilulissat hat als die Cara.

    Viele Grüße
    Stefanie

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