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Beiträge von anton_huegli

  • Carnival Legend - Mittelmeer - von Barcelona nach Venedig (22.04. - 04.05.2013)

    • anton_huegli
    • 29. Mai 2013 um 17:09

    Sa 27.04.13 Civitavecchia (Rom) / Italien 07:00
    21:00

    Rom hatten wir uns vor knapp 2 Jahren als Vorprogramm einer Kreuzfahrt
    ausführlich angeschaut. Deshalb war für uns erstmal Ruhetag.

    Mit uns lagen weitere drei große Schiffe im Hafen. Die Vorortzüge nach Rom
    dürften entsprechend voll gewesen sein. Auf der Carnival Legend war es
    jedenfalls schön ruhig.

    Am Nachmittag haben wir uns bei einem kleinen Sparziergang Civitavecchia
    angeschaut. Zum Shoppen scheint es uns nicht geeignet, aber die Hafenpromenade
    ist ganz schön.


    So 28.04.13 Olbia (Sardinien) / Italien 09:00 18:00

    Für das Einlaufen in die Bucht von Olbia lohnt es sich, auf das Oberdeck zu
    kommen. Wie ein Wachturm steht der Leuchtturm auf der Isola della Bocca am
    Anfang der Bucht. Die Bucht selber sieht durch die vielen Bojen schön bunt aus.
    Vermutlich werden da Muscheln und/oder Fische gezüchtet.

    Von der Isola Bianca, wo der Kreuzfahrtanleger ist, fuhr ein Shuttlebus zur
    Touristeninformation am Rathaus, dort beginnt die kleine Altstadt von Olbia.

    Eigentlich wollten wir einen Mietwagen nehmen. Da aber Sonntag war, hatte kein
    Verleiher in der Stadt geöffnet. Extra zum Flughafen rausfahren wollten wir
    aber nicht. Dort hätte es wohl auch sonntags Verleihstationen gegeben. Unser
    Plan B bestand dann darin, mit dem Überlandbus nach Palau zu fahren. Der Bus
    fährt in der Nähe der Bahnstation ab und benötigt etwas über eine Stunde für
    die Strecke nach Palau. Endstation ist direkt am Fähranleger, wo die Fähren
    nach Isola Maddalena ablegen.

    Auch hier machte sich der Sonntag leider negativ bemerkbar. Der einzige Bus
    zurück, der zeitlich passte, fuhr knapp eine Stunde später wieder zurück. So
    blieb leider keine Zeit, La Maddalena zu besuchen.

    So haben wir nur einen sehr begrenzten Eindruck von Palau und von Sardinien
    erhalten. Aber dieser erste Eindruck war schon recht vielversprechend. Die
    Bustour hat knappe 10,- pro Person gekostet.

    Zurück in Olbia sind wir noch etwas durch die Altstadt gebummelt. Die meisten
    Geschäfte hatten geöffnet. Unserer Meinung nach hat man nach einer Stunde aber
    alles gesehen. Einen Tag komplett in Olbia zu verbringen, könnte schnell
    langweilig werden.


    Mo 29.04.13 Neapel / Italien 07:00 19:00

    Neapel ist immer wieder ein lohnendes Ziel. Wenn früh morgens der Vesuv in der
    Morgendämmerung sichtbar wird, ist immer wieder schön anzusehen.

    Es war unser 5. Anlauf in Neapel. Der Weg vom Kreuzfahrtterminal zum Bahnhof
    ist für uns also nichts neues. Trotzdem sind wir immer wieder überrascht, wie
    quirlig (oder besser chaotisch) der Verkehr abläuft. Während man in einer
    deutschen Fahrschule einparken lernt, scheinen die Italiener in den ersten
    Fahrstunden vor allem das Hupen zu lernen. Und das beherrschen sie dann
    perfekt.

    Der Cruisedirector hatte morgens noch per Durchsage vor dem Verkehr im
    Allgemeinen und vor dem Überqueren von Strassen im Besonderen gewarnt.

    Diesmal wollten wir eigentlich an die Amalfiküste. Ein Mietwagen ab Neapel
    stand nicht zur Debatte, dort muss ich nicht unbedingt Auto fahren.

    Eine Fähre, die ab Mollo Beverello bis nach Amalfi fährt,gab es letzten Sommer.
    Dieses Jahr hatte sie den Betrieb noch nicht aufgenommen (falls es die Fähre
    überhaupt geben wird).

    Plan B war dann, mit der Circumvesuviana nach Sorrent zu fahren. Und Sorrent
    lohnt sich auch.

    Da an der Bahnstrecke auch die Stationen für Herculaneum und Pompeji liegen,
    war der Zug bis Pompeji gerammelt voll. Danach wurde es besser. Vom Bahnhof
    Sorrent aus kann man per Bus weiter nach Positano und Amalfi fahren. Die
    Warteschlange an der Haltestelle war uns aber viel zu lang, da hätten 3 Busse
    gleichzeitig fahren müssen, um noch mitzukommen.

    Also haben wir Sorrent zu Fuss erkundet. Es gibt einige schöne Aussichtpunkte,
    wo man die steil abfallende Küste sehen kann, dann gibt es noch einen tiefen
    Taleinschnitt, an dessen Grund einige alte Ruinen zu sehen sind. Es heißt Valle
    dei Mollini. Es ist so dicht zugewachsen, dass es schon was Verwunschenes hat.

    Per Bahn ging es dann zurück nach Neapel und zu einem späten Mittagessen aufs
    Schiff.


    Di 30.04.13 Messina (Taormina, Sizilien) / Italien 08:00 17:00

    Früh morgens konnten wir vom Balkon aus noch die Insel Stromboli im Nebel
    verschwinden sehen. Ein sicheres Zeichen, dass wir uns Messina näherten.

    Als Autofahrer würde man sagen, direkt nach der Meerenge von Messina rechts ab
    in den Hafen. Die Strasse von Messina ist immer wieder interessant zu sehen.
    Durch die beiden riesigen Leitungsmasten entsteht so etwas wie ein Einfahrtstor
    nach Messina.

    Heute stand Taormina auf dem Programm. Leider konnten wir kurzfristig kein Auto
    mehr mieten. Also sind wir auch heute wieder Bahn gefahren. Da der Bahnhof von
    Taormina unten an der Küste liegt, muss man irgendwie noch hoch zur Altstadt
    von Taormina kommen. Ein Linienbus fuhr vom Bahnhof dorthin, doch der Fahrer
    winkte direkt ab, als er die Schlangen wartender Touris gesehen hatte. Der Bus
    war schon voll.

    So haben wir uns ganz spontan mit einem anderen Paar ein Taxi geteilt. Die 5,-
    pro Person waren aber gut angelegt. Es sind einige Höhenmeter bis Taormina.

    In Taormina gibt es einige schöne Ecken. Ob die Haupt-Einkaufsstrasse (Corso
    Umberto) dazu gehört, muss jeder selber entscheiden. Dort war es jedenfalls
    extrem voll. Auch die Schlange am Einlass für das "Teatro Greco" war
    sehr lang.

    Wir sind etwas durch die Gassen geschlendert und haben dann den Aufstieg zu
    einer alten Kirche oberhalb von Taormina gewagt. Obwohl Taormina nicht grade
    windgeschützt am Berghang liegt, war es schwülwarm. Trotzdem lohnt sich der
    Aufstieg, die Aussicht über Taormina und das Mittelmeer ist super.

    Von der Kirche (eigentlich mehr eine Kapelle) kann man noch weiter zu einem
    alten Kastell aufsteigen. Darauf haben wir verzichtet.

    Man kann auch, sozusagen von hinten, mit dem Auto zu der Kapelle fahren. Den
    vielen Taxis nach, gehört die Kapelle zu den Standard-Stopps beim motorisierten
    Sightseeing.

    Wieder in Taormina selber sind wir vom Corso Umberto in die Via Luigi Prandello
    abgebogen und zu einem Aussichtspunkt gelaufen. Von dort hat man einen schönen Ausblick
    auf die vorgelagerten Inseln, u.a die Isola Bella.

    Von dort ging es zu einem Park, in dem alte römische Gebäude restauriert
    werden. Am Ende des Parks, am Hotel Monte Tauro, führt ein Fußweg zurück zur
    Küstenstrasse und zum Bahnhof. Den haben wir genommen. Auf unserer Karten von
    Taormina sah der Weg ganz gut aus. Es gibt aber einige Abschnitte, da kann man
    den Weg bestenfalls noch erahnen.

    Per Zug ging es zurück nach Messina. An dieser Stelle will ich mal die
    italienische Eisenbahn loben. Denn bisher hatten wir mit ihr nie Probleme oder
    Verspätungen zu beklagen, weder auf dieser Kreuzfahrt noch auf früheren Touren.
    Da kann sich mancher ICE der deutschen Bahn was abschauen.


    Mi 01.05.13 Auf See

    Der zweite und leider auch letzte Seetag wurde wieder zum erholen genutzt.
    Unsere Füße qualmten noch von Taormina. Also Füße hoch und Buch raus……


    Do 02.05.13 Dubrovnik / Kroatien 07:00 17:00

    Wie fast immer stand ich früh morgens an Deck, um mir die Einfahrt des Schiffes
    anzuschauen. Und in Dubrovnik lohnt sich das immer, auch wenn man meist
    "nur" den neuen Hafen "Gruz" ansteuert.

    Dubrovnik ist für uns auch der Beginn einer langen, unheilbaren Krankheit: dem
    Kreuzfahrtvirus. Hier haben wir uns vor 10 Jahren auf der AIDA Cara infiziert.

    Wir hatten uns vorgenommen mit einem Hop-On-Bus zu fahren. Aber diesen sog.
    "Cabriobus" scheint es nicht mehr zu geben. Die Touri-Info wusste von
    nichts und es gab nirgendwo Flyer oder Werbung zu sehen.

    Also haben wir dann den kostenpflichtigen Shuttlebus zum Pile-Tor genutzt. Von
    dort sind wir zur Seilbahnstation gelaufen und auf den Hausberg "Srd"
    gefahren. Die Seilbahn kann derzeit nur in Landeswährung oder per Kreditkarte
    bezahlen. Euros werden noch nicht akzeptiert.

    Oben auf dem Srd kann man ein wenig spazieren gehen, oder in der terassenförmig
    angelegten Bar einige Getränke genießen. Es gibt dort auch eine alte Festung,
    in der ein Museum untergebracht ist. Hier kann man sich in einer Ausstellung
    über den Kroatienkrieg informieren. Wir haben diese Möglichkeit nicht genutzt.

    Zurück am Rande der Altstadt sind wir ein wenig am alten Hafen entlang
    gelaufen. Nach einem Mittagssnack haben wir uns die neben der Altstadt gelegene
    Festung angesehen. Will man die Anlage selber besuchen, kostet das Eintritt,
    aber bereits der Weg hoch zur Festung bringt einige schöne Aussichten. Neben
    der Festung liegt dann noch eine Landzunge mit einem Aussichtspunkt und
    Parkplatz. Dort sind wir noch etwas auf den Klippen herumgelaufen und dann
    zurück zum Schiff gefahren.


    Fr 03.05.13 Venedig / Italien 12:00

    Zur Einfahrt nach Venedig muss man nicht viel schreiben, dass muss man selber
    sehen.

    Wie lange die großen "Pötte" noch am Marcusplatz fahren dürfen, weiß
    ich nicht. Aber geplant ist wohl, die Kreuzfahrtschiffe in Zukunft an Mestre
    vorbei in die Lagune fahren zu lassen. Einerseits ist das verständlich,
    andererseits ist die Einfahrt nach Venedig dann deutlich weniger interessant.

    Über das Für und Wider von Kreuzfahrtschiffen tobt in Venedig ein heißer Kampf.
    Aber zu dem Thema muss sich jeder selber eine Meinung bilden. Die Googlesuche
    liefert dazu reichlich Presseartikel.

    Unsere Einfahrt verzögerte sich etwas, da die Lagune von dichtem Nebel
    überzogen war. Der Nebel lichtet sich dann aber schnell und der Blick auf die
    Inseln Venedigs war frei.

    Neben zwei Schleppern, die uns vorne und hinten an die Leine legten, bekamen
    wir noch Geleitschutz von der Polizei. Viele Venezianer protestieren
    mittlerweile aktiv gegen die Kreuzfahrtschiffe. Dies tun sie teils lautstark an
    Land, teilweise aber auch auf kleinen Booten in den Kanälen. Die Demonstranten
    riefen immer wieder: "You are not welcome". Wahrscheinlich hängt
    deshalb im Hafen ein riesiges Banner mit der Aufschrift "You are
    welcome".

    Die Kreuzfahrtterminals sind sehr groß und je nach Liegeplatz des Schiffes hat
    man einiges an Fußweg zu bewältigen. Bis man den "People Mover" oder
    gar den Piazzale Roma (der Busbahnhof) erreicht, kommen da einige Meter
    zusammen.

    Wir haben uns eine 12-Stunden-Karte für die Vaporettos gekauft und sind unter
    anderem kurz nach Murano gefahren. Vom Piazzale Roma ging es zurück zum Schiff.


    Die letzte Nacht einer Kreuzfahrt bedeutet leider immer auch Koffer packen.
    Dann noch ein letztes Mal Dinner an Bord und noch 2 Stunden Venedig bei Nacht,
    das war's.


    Sa 04.05.13 Venedig / Italien (morgens Abschied)

    Früh am morgen, so gegen 05:00h, wurde ich von einem dumpfen Brummen wach. Als
    ich auf den Balkon ging sah ich auch den Verursacher des Brummens. Vor mir
    tauchte die riesige Norwegian Jade aus der Morgendämmerung auf und versuchte,
    "rückwärts einzuparken".

    Das frühe Anlegen konnte nur bedeuten, dass auch die Jade großen Gästewechsel
    hatte. Und richtig, in den Terminals war es dann richtig voll. Der People Mover
    wurde an seine Grenzen gebracht.

    Unser Flug vom Marco Polo-Airport ging erst um 14:30h. Aber aufgrund platter
    Füße haben wir auf weitere Aktivitäten in Venedig verzichtet. Sowohl am
    Piazzale Roma als auch am Bahnhof von Venedig gibt es Gepäckaufbewahrungen. Wer
    also die letzten Stunden der Kreuzfahrt noch aktiv nutzen will, kann dort die
    Koffer abgeben (einfach mal nach Schildern für "Left Luggage"
    Ausschau halten).

    Wir sind dann mit dem Airportbus von ATVO für 6,- direkt zum Flughafen
    gefahren. Der öffentliche Bereich des Terminals mit der Gepäckaufgabe scheint
    für das Touristenaufkommen mittlerweile zu klein zu sein. Erst wenn man seinen
    Check-In hinter sich hat und in den Sicherheitsbereich kann, wird es besser.
    Den großen und sauberen Dutyfree-Bereich hätten wir so nicht erwartet. Ein
    ziemlicher Gegensatz zum öffentlichen Bereich…

    Nach einem kurzen Flug zurück nach DUS und der anschließenden Heimfahrt, gab es
    nur noch eins zu tun: Die obligatorische "Wieder zuhause"-CPM*
    einwerfen und ab ins Bett. (*CPM bezeichnet das gesunde und vollwertige Gericht
    Currywurst-Pommes-Majo …)

  • Carnival Legend - Mittelmeer - von Barcelona nach Venedig (22.04. - 04.05.2013)

    • anton_huegli
    • 29. Mai 2013 um 17:08

    Mo 22.04.13 Barcelona / Spanien Ablegen um 17:00h

    Anreise:

    Früh am Morgen des 22.04.2013 ging es los. Gefühlt war es da für mich noch
    Sonntagabend….

    Wir hatten vorab einen Parkplatz außerhalb von DUS (So nennt sich der
    Düsseldorfer Flughafen seit kurzem offiziell) reserviert, inkl. Shuttleservice
    zum Terminal.

    Und so standen wir dann etwa 2 Stunden vor Abflug im Terminal. Gegen 6:00h ging
    unser Flug nach Barcelona. Gott sei Dank hatten wir die Flüge bei Air Berlin
    gebucht. Verdi hatte entschieden, dass die Mitarbeiter der Lufthansa am
    22.04.streiken sollten. Dementsprechend stand auf den Anzeigetafeln hinter
    allen LH-Flügen das böse Wort "annulliert".

    Bei uns ging alles glatt. Beim Landeanflug konnten wir unser Schiff, die
    Carnival Legend, schon im Hafen liegen sehen. Auch unsere Koffer waren
    mitgekommen. Wir haben uns ein Taxi genommen (32,00 - sozusagen von Tür zu Tür)
    und standen um 09:00h am Carnival-Terminal. Nach einiger Wartezeit konnten wir
    gegen 11:30h dann endlich aufs Schiff.

    Nach der Rettungsübung (ohne mitzuführende Rettungswesten) hieß es um 17:00h
    dann "Leinen los". Danach noch Abendessen und dann ab ins Bett. Die
    Willkommensshow um 22:00h haben wir verschlafen.


    Di 23.04.13 Palma de Mallorca / Spanien 08:00h - 17:00h

    Da wir am Anreisetag schon fast 20 Stunden auf den Beinen waren, hatten wir uns
    für "Malle" nichts Großes vorgenommen. Nach Ausschlafen und ersten
    Erfahrungen mit dem amerikanischen Frühstück an Bord haben wir gegen Mittag
    einen Spaziergang zum Castell Bellver gemacht. Bereits vom Fussweg und vom
    Parkplatz aus hat man eine schöne Aussicht, ohne den Eintritt ins eigentliche
    Castell zu zahlen. Von dort ging unser Spaziergang weiter zur Kathedrale
    "La Seu" und zur Einkaufsmeile in der Innenstadt. Vom Plaza Espanya
    fuhren wir mit dem Bus zurück zum Kreuzfahrtterminal. Aus dem geplanten
    Spaziergang war dann doch eine ordentliche Wanderung geworden. Aber bei
    Sonnenschein verbunden mit frischen Windböen war alles sehr angenehm zu laufen.


    Mi 24.04.13 Auf See

    Aktive Erholung war angesagt. Zunächst haben wir aktiv nichts gemacht, außer
    lesen. Gegen Mittag haben wir das bordeigene Fitnessstudio besucht. Die fast 2
    Stunden dort taten gut. Und sie waren eine prima Rechtfertigung für die
    späteren Buffetbesuche…


    Do 25.04.13 Marseille / Frankreich 07:00h - 16:00h

    Marseille war für uns auf dieser Kreuzfahrt der einzige neue Hafen. Hier waren
    wir noch nie. Bereits bei der Einfahrt in den Hafen konnte man die Kirche Notre
    Dame de la Garde hoch über Stadt im Morgennebel erkennen.

    In der nähe unseres Liegeplatzes lag die „Napoleon Bonaparte“ zur Reparatur im
    Dock. Die Fähre war letztes Jahr im Hafen von Marseille Leck geschlagen.
    Ebenfalls in der Nähe, in eienr Werft wurde ein neues Schiff gebaut. Der
    Silhouette nach müsste es sich um ein neues Schiff für Compagnie du Ponant
    handeln.

    Viele Reiseberichte haben ja schon darauf hingewiesen, dass die Schiffe im
    Industriehafen und damit ziemlich außerhalb anlegen. Deshalb haben wir den
    örtlichen Shuttlebus genutzt, der kostete 14,- (oder 16,-) Euro pro Person (Hin
    und zurück). Die Busse hielten direkt am Quai du Port im alten Hafen
    "Vieux Port".

    Von dort aus konnte man Hop-On-Busse oder auch die Touristen-Eisenbahnen
    nutzen. Wir haben uns allerdings für die "Zu Fuß"-Variante
    entschieden. Wie auch immer man den Weg zur Kirche in Angriff nimmt, der
    Ausblick über Marseille ist den Aufstieg wert.

    In der Bucht vor Marseille liegt die berühmte kleine Insel mit dem Chateau
    d'If. Die berühmte Erzählung „Der Graf von Monte Cristo“ von Alexandre Dumas
    dürfte den meisten ja bekannt sein. Von Notre Dame de la Garde hat man einen
    schönen Ausblick auf die Insel. Wer möchte, kann im Vieux Port auch Bootstouren
    zum Chateau d'If machen.

    Von Notre Dame aus sind wir wieder runter in die Stadt gelaufen, jetzt in
    Richtung Bahnhof Gare Saint- Charles. Der Bahnhof mit seiner großen Freitreppe
    ist ebenfalls schönes Ziel. Von dort aus ging es noch durch einige Gassen der
    Altstadt zur Kathedrale La Major, eine sehr beeindruckende Kirche.

    Danach reichte es dann auch mit Sightseeing. Der Shuttlebus hat uns zurück zum
    Schiff gebracht.

    Kapitän Donato schlug nach beim Auslaufen einen Kurs ein, der uns recht nah an
    Chateau d'If vorbeiführte. Der Cruisedirector erzählte über Lautsprecher noch
    einiges über die Insel, das Chateau und seinen bekanntesten „Bewohner“.


    Fr 26.04.13 Livorno / Italien 07:00 19:00

    Für diese Station unserer Kreuzfahrt hatten wir uns ein straffes Programm
    vorgenommen: Lucca und Pisa auf eigene Faust.

    Per Shuttlebus ging es vom Schiff zum Piazza Grande, hier befindet sich eine
    Art Busbahnhof. Hier kann man in einigen umliegenden Geschäften, den
    Tabacchi’s, bereits Fahrkarten für den Bus zum Bahnhof und auch für den Zug
    nach Lucca kaufen.

    Per Zug nach Lucca zu kommen, ist recht einfach. Pisa liegt dabei sowieso am
    Weg, dort muss man umsteigen. Wir hatten erst Lucca und dann Pisa auf dem Plan.
    So voll wie es nachmittags in Pisa war, könnte man das vielleicht besser anders
    herum machen, vor allem wenn man auf den schiefen Turm will.

    Der Bahnhof in Lucca liegt direkt vor der Stadtmauer, die sich rund um die
    schöne Altstadt zieht. Einige der sehenswerten Ecken in Lucca sind sicher der
    Torre Guinigi oder die Piazza Anfiteatro. Dazu kommt eine schöne
    Einkaufsstrasse, diese heißt glaube ich Via Fillungo. Die Piazza Anfiteatro ist
    ein großer, ovaler Platz. Hier war grade Wochenmarkt. Wir haben dort ein
    leckeres, selbstgemachtes Eis gegessen.

    Der Torre Guinigi ist ein Turm, auf dem oben einige Bäume wachsen. Man kann für
    einen Eintritt von etwa 4,- den Turm besteigen. Von oben hat man eine schöne
    Aussicht über die Altstadt von Lucca.

    Nach einigen Stunden in Lucca machten wir uns auf den Rückweg. Der Zug zurück
    nach Pisa war dann etwas schwierig zu finden. Er fuhr nicht von den Gleisen ab,
    wo wir auch angekommen waren, sondern von einem Gleis etwas versteckt neben dem
    Bahnhof. Außerdem war das alles nur sehr spärlich beschildert.

    Will man in Pisa noch den schiefen Turm besuchen, steigt man am besten an der
    Station Pisa S. Rossore aus, das ist eine Station vor Pisa Centrale. Von dort
    aus erreicht man nach kurzem Fußweg das Gebäude rund um den Dom zu Pisa und den
    schiefen Turm.

    Wir konnten uns nicht verlaufen, es ging einfach immer nur den anderen Menschen
    hinterher. Rund um den Dom war die Hölle los. Halb Italien wollte an dem
    Nachmittag den schiefen Turm besuchen.

    Um in eines der Gebäude oder auf den Turm zu kommen, muss man Tickets kaufen.
    Für den schiefen Turm bekommt man eine Uhrzeit vorgegeben, wann man aufsteigen
    darf. Man lässt immer nur etwa 40 Personen gleichzeitig auf den Turm. Als wir
    am Ticketschalter waren, musste man schon 4 Stunden Wartezeit einkalkulieren.
    Außerdem ist die Besteigung mit knapp 20 Euro kein Schnäppchen.

    Um den großen Dom zu besichtigen, benötigt man auch ein eigenes Ticket. Dieses
    gibt es aber kostenlos am Ticketschalter. Den Dom haben wir uns noch
    angeschaut. Vom schiefen Turm aus sind wir etwas über einen Kilometer zum
    Bahnhof Pisa Centrale gelaufen. Dann ging es per Zug zurück nach Livorno und
    zurück zum Schiff.

  • Carnival Legend - Mittelmeer - von Barcelona nach Venedig (22.04. - 04.05.2013)

    • anton_huegli
    • 29. Mai 2013 um 16:58

    Mit der Carnival Legend durch das Mittelmeer - von Barcelona nach Venedig

    Unsere mittlerweile zwölfte Kreuzfahrt war gleichzeitig die erste mit Carnival. Unsere bevorzugte Reederei ist bisher Royal Caribbean. Hier nun unser (natürlich völlig subjektiver) Bericht über unsere Reise und das Schiff.

    Mit AIDA waren insges. 3 mal unterwegs, zu unserer letzten KF mit der AIDA Bella aus 2011 gibt es hier auch einen Bericht.


    Als Fazit vorweg:
    Die Unterschiede zwischen dem Funship-Konzept von Carnival und den Schiffen von Royal Caribbean sind nicht besonders groß. Es sind
    allerdings einige Kleinigkeiten, die uns auch in Zukunft wieder eher bei Royal Caribbean buchen lassen werden. Wenn Route und Preis stimmen, kann aber auch Carnival jederzeit wieder in die engere Wahl kommen.


    Eine Auswahl an Fotos der Reise findet ihr hier: http://www.flickr.com/photos/anton_huegli/sets/


    Das Schiff:
    Wir hatten uns für unsere Kreuzfahrt die Carnival Legend ausgesucht. Das Schiff ist schon älter, eine umfassende Renovierung auf "Funship 2.0" ist entweder Ende 2013 oder 2014 geplant. Das Alter sah man dem Schiff, den Räumen und auch
    einigen Möbeln an. Aber alles war im Rahmen, es wirkte nichts irgendwie ungepflegt oder vernachlässigt.
    2006 hatten wir eine Kreuzfahrt auf der Costa Atlantica gemacht. Die Atlantica ist ein Schwesterschiff der Legend, der "Grundriss" ist nahezu gleich. Also wussten wir, dass uns ein etwas verwinkeltes Schiff erwarten würde.

    Positiv ist, dass es kaum Stellen gibt, die künstlich eng gemacht wurden.
    Negativbeispiel ist da für uns immer das Theatrium der neueren AIDA-Schiffe, wo
    viele Besucherströme zusammenprallen. Staus gab es an Bord der Legend nicht.
    Abends spielt sich das Bordleben im Wesentlichen auf Deck 2 und 3 ab, hier sind die
    Bars, das Casino und as Foyer. Auch der zweistöckige Speisesaal achtern verteilt
    sich auf die beiden Decks.

    Was uns fehlte, war eine schöne Bar mit Aussicht. Da ist die Viking Crown Lounge der
    RCL-Schiffe für uns das Maß der Dinge. Einfach hoch oben über dem Meer sitzen
    und über das Schiff schauen, geht auf der Legend nur auf Deck 9 draußen.

    Aufgefallen ist uns die ziemliche dicke Abgasfahne, die das Schiff hinter sich herzieht.
    Entweder war der Wind immer ungünstig und hat den Qualm nach unten gedrückt,
    oder die Legend pustet mehr Russ durch die Schornsteine, als andere Schiffe.
    Betroffen davon waren natürlich die Oberdecks hinter dem Schornstein. Besonders
    im Serenity-Bereich gab es überall Rußflecken.
    Das war schade, weil Carnival den Serenityberich auf Deck 9 wirklich schön gestaltet
    hat. Mit Serenity wird auf der Legend ein Bereich für Erwachsene bezeichnet,
    mit vielen Liegen, Sesseln und Hängematten.

    Die Bordsprache war Englisch. Durchsagen in anderen Sprachen gab es nicht. Auch die
    "Tageszeitung" an Bord, die sog. FUN-Times gab es wohl nur auf
    Englisch. Eine deutsche Speisekarte war ebenfalls nicht verfügbar.
    Im Gegensatz zu einigen anderen Schiffen von Carnival, bewirbt man die Legend aber
    auch nicht als mehrsprachiges Schiff. Deshalb gibt esvon unserer Seite dazu auch
    keine Kritik dazu, dass wussten wir vorher.

    Laut Cruisedirector kamen die Gäste unserer Reise aus 27 Nationen, wobei Amerikaner, Briten und
    Kanadier wohl den größten Anteil hatten. Genaue Zahlen habe ich nicht erfragt,
    aber der Anteil deutscher Gäste dürfte zwischen 10-20 Personen gelegen haben.
    Die Crew war da mit 63 Nationen deutlich internationaler.


    Das Personal:
    Hier kann man die Besatzung der Legend nur loben, alle waren durchweg freundlich und
    hilfsbereit. Nur der Kapitän machte sich bis auf einen kurzen Auftritt etwas rar.
    Unser Kabinensteward war stets freundlich und gesprächsbereit, wir wurden von ihm eigentlich
    immer mit unseren Namen angesprochen.
    Das Personal im Speisesaal war ebenfalls immer freundlich. Allerdings war der
    Service nicht so gut, wie wir es von RCI kennen. Mehr dazu beim Punkt "Essen
    und Trinken".

    Die Kabine:
    Wir hatten eine Balkonkabine "nach hinten raus", Kabine 5297. Der Balkon ist ein
    wenig größer als die normalen Balkone. Trotzdem waren nur zwei Sessel und ein
    kleiner Tisch vorhanden.
    Die Kabine selber hat uns gut gefallen. Auch hier konnte man das Alter des Schiffs an
    Kanten und Oberflächen sehen.
    Nicht so gut gefallen hat uns die Balkontür, es war leider eine normale Tür, keine
    Schiebetür. Nachts bei offener Tür zu schlafen, war etwas schwierig, man musste
    die Tür immer mit einem Balkonstuhl blockieren.
    Trotz offener Balkontür schaltete sich die Klimaanlage nicht ab. Auch eine
    Reklamation brachte keinen Erfolg.

    Wie oben schon erwähnt, scheint die Legend reichlich Russ in die Umwelt zu pusten. Unser
    Balkon war davon allerdings kaum betroffen.


    Essen und Trinken
    Auch Carnival bietet eine freie Essensitzung an, es heißt "Your time dining". Der obere
    Speisesaal auf Deck 3 ist dafür vorgesehen.
    Erfreulich war die hohe Anzahl kleiner Tische, so dass wir häufig den "private table"
    gewählt haben. Leider konnte man nicht für den nächsten Abend vorreservieren.
    Das hatten wir letztes Jahr bei Celebrity ausführlich genutzt.
    Bei Carnival reiht man sich in die Schlange hungriger Gäste ein. Ist aktuell kein
    Tisch frei, bekommt man einen Pieper mit und kann in der nächsten Bar warten.
    Ist der Tisch bereit, fängt der Pieper an zu blinken und zu reden.

    Das Essen im Hauptrestaurant war gut, nur leider meistens nicht mehr besonders warm. Wenn
    ich die Deckpläne richtig deute, müssen die Kellner aber auch immer 2 Decks
    tiefer zum essen holen.Geschmacklich war das Essen in Ordnung. Uns kam es so vor,
    als wären die Speisen kräftiger gewürzt, als auf anderen Schiffen, die wir
    kennen.

    Kritisieren müssen wir aber den Service beim "Your time dining". Die
    Kellner arbeiteten in 3-Gruppen (ein Headwaiter, 2 normale Waiter). Wir wissen
    nicht, wie lange es das "Your time dining" schon gibt, aber auf uns
    wirkte der Service teils sehr unkoordiniert. Zweimal wurde eine zweite
    bestellte Vorspeise nicht serviert, sondern direkt das Hauptgericht. Einige
    Male dauerte es zwischen Vorspeise und Hauptgang bis zu 40 Minuten. Das ist
    schon ziemlich lang.

    Außerdem waren alle Waiter ständig damit beschäftigt Geschirr hin und her zu
    räumen. Das führte dazu, dass die fertigen Gerichte länger als nötig
    herumstanden und entsprechend kalt wurden.

    Auch der Kaffee danach (also nach dem Hauptgang) wurde fast immer extrem spät
    serviert. Bei RCCL bat man direkt beim Abräumen um eine Tasse und sie wurde
    serviert, wenn die Speisekarte für das Dessert gebracht wurde. Hier war es oft
    so, dass es den Kaffee erst nach mehrmaligem erinnern nach dem Dessert gab.

    Ein Wort zum Kaffee. Dass der Kaffee aus SB-Automaten generell kein Knaller
    ist, weiß man als Kreuzfahrer. Da machte auch die Legend keine Ausnahme. Hin
    und wieder aber wurde dessen Qualität durch den Kaffee der Servicekräfte
    unterboten. Der eine oder andere kennt vielleicht den „Bodenseekaffee“.

    Mittagessen haben wir, wenn überhaupt nur im Buffetrestaurant auf Deck 9
    eingenommen. Die Auswahl war recht eingeschränkt, aber es schmeckte.

    An einer Stelle im Restaurant befand sich ein Pizzastand, dort konnte man rund
    um die Uhr eine leckere Pizza bekommen. Freunde des Fastfood konnten sich von
    morgens bis abends an einem anderen Stand mit Burgern und Hot Dogs versorgen.

    Kommen wir noch zum Frühstück. Für viele Menschen ist dies ja die wichtigste
    Mahlzeit des Tages. Auch für uns war ein ausgiebiges Frühstück wichtig, denn
    nur gut gestärkt machen Landgänge Spaß.

    Auf der Legend war das Frühstück komplett auf amerikanische Geschmäcker ausgerichtet.
    Europäische Brotsorten oder Brötchen suchte man vergeblich. Es gab eigentlich
    nur süße oder deftige Sachen, amerikanische Frühstücksgewohnheiten eben. Speck,
    Würstchen und Rührei gab es reichlich. An mehreren Stationen konnte man sich
    Eier oder Omelettes braten lassen. Leider war die Auswahl an frischem Obst
    recht eingeschränkt.

    Einmal haben wir das Frühstück im Speisesaal eingenommen, dort gab es die
    gleichen Angebote wie am Buffet, aber man bestellt am Tisch und wird
    entsprechend bedient. Leider war der Service ähnlich langsam wie abends.


    Unterhaltung an Bord

    Entweder hatten wir ein besonders feinfühliges Gehör oder Carnival mag es etwas
    lauter. Die Musik in den Bars war meist so laut, dass eine Unterhaltung nicht
    mehr möglich war. Zwar sind die Bars so angeordnet, dass nur wenig Musik in
    andere Bereiche dringt. Einfach nur sitzen und die Musik mehr im Hintergrund zu
    genießen, dass klappte nicht. Auch die Auswahl war sehr begrenzt, an allen
    Stellen spielten jeden abend die gleichen Personen wahrscheinlich auch die
    gleichen Stücke.

    Die abendlichen Shows waren sehr Comedy-lastig. Deshalb haben wir die meisten
    Shows gar nicht erst besucht. Wir können uns zwar ganz gut auf Englisch
    verständigen, aber für amerikanische Comedy reicht das nicht. Wir haben zwei
    Shows des Showensembles besucht, die waren beide gut.


    Was ist sonst noch zu sagen?

    Es gab zwei formelle Abende, jeweils an den Seetagen zu Beginn und gegen Ende
    der Reise. Der Anteil an „normal“ gekleideten Mitreisenden war an beiden
    Abenden recht hoch. Ich bin gespannt, ob die Reederein die formellen Abende
    irgendwann aufgeben werden.

    Natürlich hat Carnival in allen Häfen Landausflüge angeboten. Genutzt haben wir
    das Angebot nicht. Die Ausflüge erschienen uns teurer, als z.B. bei Royal
    Caribbean. Alle Ausflüge ließen sich vorher über die Internetseite von Carnival
    buchen. Dort kann man die Ausflüge auch bewerten, auch einige negative
    Bewertungen waren vorhanden. Das deutet darauf hin, dass Carnival da nicht
    eingreift und löscht.

    Zum Schluß unserer Schiffsbeschreibung wollen wir noch mal betonen, dass dies
    unsere erste Kreuzfahrt mit Carnival war. Um sich wirklich ein Urteil über das
    sog. Funship-Konzept zu machen, reicht die eine Fahrt sicher nicht aus. Da
    müsste man auch mal auf die neueren oder renovierten Schiffe gehen.

  • Kanaren, 07.02.-17.02.2011

    • anton_huegli
    • 27. Februar 2011 um 16:16

    Kommen wir jetzt zum zweiten Teil des Berichts. Hier wird gelobt, verglichen und auch kritisiert.
      
    Online Checkin per MyAida.de:
     Mit Namen und Buchungsnummer konnten wir uns unter myaida.de einloggen und z.B. Ausflüge vorbuchen und natürlich auch unsere Daten für das "Schiffsmanifest" erfassen.
     Laut AIDA muss das Manifest spätestens 3 Wochen vor Reisebeginn ausgefüllt sein. Warum dieser Termin nicht deutlich sichtbar in myaida.de anzeigt wird, weiß ich nicht. Vor allem, weil man dort für seine Reise einen Kalender/Zeitplaner findet. Dort hätten sich solche Hinweise gut gemacht.
      
     Bei RCCL konnte man die Daten bis etwa 3 Tage vor Reisebeginn eingeben. Deshalb waren wir überrascht, als das Reisebüro unsere Daten für das Schiffsmanifest angemahnt hat.
     Leider hat die Erfassung dann nicht mehr in myaida.de funktioniert, hier musste dann das Reisebüro ran.
      
      
    Zum Schiff allgemein:
     Die Daten zur AIDA Bella kann jeder im Internet nachlesen, deshalb spare ich mir das hier.
     Mit ca. 2300 Gästen war die KF annähernd ausgebucht. Dazu kamen ca. 620 Personen Besatzung.
      
     Das Design hat uns in eigentlich allen Bereichen gut gefallen. Es dominieren rote und orange Farben. Der europäische Geschmack muss keine wilden Farbangriffe fürchten (wer schon mal auf der Costa Atlantica und dort in der „Coral Lounge“ war, weiß vielleicht was ich meine).
      
     Unsere generelle Kritik zum Schiff lautet, dass alles zu eng und zu voll ist. Zumindest bei hoher Auslastung ist das so, aber diese scheint es bei Aida ja fast immer zu geben. Es gibt unserer Meinung nach für die Menge an Passagieren zu wenig öffentliche Bereiche.
     Vergleicht man die nackten Daten der Bella (252m lang, 2500 Passagiere, 69.200 BRZ) mit denen der Brilliance of the Seas von RCCL (293m lang, 2500 Passagiere, 90.090BRZ) sieht man schon anhand der Zahlen, was wir meinen. Vergleicht man nur die Summe der öffentlich zugänglichen Räume beider Schiffe, dürften die Unterschiede noch klarer ausfallen.
     Zur Info: Mit der Brilliance otS haben wir 2007 unsere erste RCCL-KF gemacht.
      
      
    Kabine:
     Wir hatten die Innenkabine 6547 im hinteren Bereich des Schiffes zugeteilt bekommen. Sie lag günstig, weil die Restaurants ebenfalls im Heckbereich liegen und wir so nur wenige Decks nach oben gehen mussten.
     Die Kabine war sauber, platzmäßig völlig ausreichend und hatte ein schönes kleines Bad, sogar mit Duschkabine (ich hasse Duschvorhänge). Stauraum war auch genug vorhanden. Die leeren Koffer passten unter das Doppelbett.
      
     Ungewohnt war ein großes Regal neben dem Bett, dort konnte ich fast alle meine Sachen verstauen. Es gab aber nur eine kleine Metallkante, die Gegenstände gegen Verrutschen schützen sollte.
     Das erscheint mir bei starkem Seegang etwas zu wenig zu sein. Immerhin stehen in dem Regal auch Zeitungsständer, Wasserflaschen und Gläser. Diese Dinge müssen mich nachts bei Seegang nicht unbedingt "besuchen" kommen.
      
     Da Aida im Gegensatz zu RCCL auf eine Couch und einen kleinen Tisch verzichtet, hat man mehr Platz, um die Betten herum und kann sich in der Kabine besser bewegen. Tisch und Couch haben wir nicht vermisst.
     Ein Flat-TV rundet die Kabine ab, es war von beiden Betten gut einzusehen.
      
      
    iTV:
     "iTV " ist AIDAs Fernseh- und Entertainmentsystem. Im Gegensatz zu RCCL reagiert es sehr schnell auf Eingaben und ist insges. eine tolle Sache. Gut gefallen haben uns die regelmäßig aktualisierten Nachrichten und die Seekarte mit der aktuellen Schiffsposition. Auch die Bug- und Heckkamera sind für den „taktischen Wetterblick“ sinnvoll. Die angebotenen deutschen Fernsehsender standen immer zur Verfügung.
      
     Selbstverständlich konnte man auch jederzeit das eigene Bordkonto einsehen. Für einige Funktionen fordert iTV eine PIN-Eingabe. Die PIN findet man in seinen Reiseunterlagen. Kostenpflichtige Funktionen wie z. B. Email haben wir nicht genutzt.
      
      
    Kabinenservice:
     Unsere Kabine wurde nur einmal pro Tag vom Kabinesteward besucht und gereinigt. Bei amerikanischen Schiffen geschieht dies in der Regel 2x. Bei RCCL ergaben sich immer wieder nette Gespräche mit unseren Stewards, vor allem auch, weil diese sich am ersten Tag bei den Gästen persönlich vorstellten.
      
     Bis auf zwei kurze Momente haben wir unseren Steward auf der Bella nie zu Gesicht bekommen.
     Mitreisende haben auch erzählt, dass ihre Kabinen teilweise erst nachmittags gereinigt wurden. Vielleicht beschäftigt AIDA weniger Servicekräfte und diese müssen deshalb mehr Kabinen reinigen.
      
     Handtuch-Tierchen gab es abends auch nicht. Ob man die als kleine Aufmerksamkeit braucht, muss jeder selber wissen. Netter Nebeneffekt war aber, dass es bei RCCL immer reichlich Handtücher auf der Kabine gab. Auf der Bella dauerte es meist bis zum nächsten Tag, bis dreckige Handtücher ersetzt wurden.
      
     Es scheint auf der Bella keinen Bringservice zu geben. Es war nicht möglich, sich die Mahlzeiten auf die Kabine liefern zu lassen. Ob es die Möglichkeit erst ab Balkonkabinen gibt, oder vielleicht gar nicht auf AIDA-Schiffen, konnte ich nicht in Erfahrung bringen.
      
      
    Theatrium:
     Das Theatrium gibt den neuen AIDA-Schiffen einen eigenen Charakter. Meines Wissens hat das sonst keine Schiffsklasse. Das Theatrium soll der zentrale Ort im Schiff sein und reicht von Deck 9 über Deck 10 bis Deck 11 hinauf. Im Theatrium ist meist etwas los, entweder laufen Proben oder Künstler treten auf. Teilweise werden auch Filme gezeigt oder Quizshows veranstaltet.
     AIDA verzichtet dafür bei den neuen Schiffen auf ein eigenes Theater. Bei den meisten anderen Schiffen ist es vorne im Bugbereich untergebracht.
     Wie der Name "Theatrium" sagt, soll es außerdem auch ein Atriumersatz sein. Der vorhandene Raum würde durch das Konzept besser ausgenutzt, sagt AIDA.
      
     Eigentlich ist die Idee dahinter gut. Leider gibt es aber in der Praxis einige Probleme mit dem Theatrium. Es gibt recht wenig Sitzplätze. Will man eine Show sehen, muss man schon frühzeitig im Theatrium sein, um einen guten Platz zu finden. Außerdem ist die Sicht grade von Deck 11 sehr eingeschränkt, weil man von dort auf die Bühne 2 Decks tiefer schauen muss.
     Das Theatrium liegt in der Mitte des Schiffs, zwangläufig muss man immer wieder durchlaufen, wenn man am Bordleben teilnehmen will. Das sorgt grade bei Shows für eine ständige Unruhe, die vielleicht auch die Künstler stört.
     Ansonsten sind die Bars so angeordnet, dass sie sich nicht gegenseitig stören. In der sternförmigen AIDA-Bar vorne auf Deck 10 hört man fast nichts mehr aus dem Theatrium.
      
     Aus Sicht von AIDA wird der Schiffsraum sicher besser genutzt. Ein eigenständiges Theater gibt es nicht, der Platz wurde mit weiteren Kabinen für mehr Gäste genutzt. Somit passen mehr zahlende Gäste auf das Schiff. Leider wurde der zur Verfügung stehende öffentliche Raum nicht entsprechend erweitert.
      
      
    Sonnendecks:
     Bei gutem Wetter wird jede freie Stelle mit Sonnenliegen ausgestattet. Dann wird es richtig voll und eng an Deck. Dann werden auch in guter deutscher Manier ab morgens schon Liegen reserviert.
     Zusätzlich gibt es noch einen abgetrennten FKK-Bereich. Da wir durchwachsenes Wetter hatten, war dort nie etwas los.
      
     Wir haben gelegentlich versucht ein Plätzchen zum Lesen zu finden. Meist hat das wegen Überfüllung nicht funktioniert.
      
      
    Wellness Oase:
     Auf Deck 12 und 13 gibt es die Wellness Oase. Dabei handelt es sich um einen abgetrennten Bereich mit großem Whirlpool und vielen Liegen, Sitzecken und Hängematten. Dummerweise kassiert AIDA dafür gesonderten Eintritt, bei uns 15,- Pro Tag. Dafür werden angeblich nur eine bestimmte Menge an Eintrittskarten verkauft, damit es in der Oase nicht zu voll wird.
     Wir haben uns den Eintritt nicht gegönnt, weil wir das für ziemlich überteuert halten. Erst verknappt man die Räume (siehe Theatrium) und danach kassiert man zusätzlich ab, um doch ruhiges Plätzchen anbieten zu können.
     Fairerweise muss man sagen, dass nicht nur AIDA solche „Extras“ anbietet.
      
      
    Essen und Trinken
     Es gibt 3 große Buffetrestaurants, jeweils auf Deck 9, 10 und 11. Alle öffnen abends um 18:00h. Bereits 15 Minuten vorher bildeten sich Menschenschlangen vor den Eingängen.
     Roten und weißen Tischwein sowie Bier und Softdrinks gibt es in den Restaurants zu den Essenszeiten kostenlos. Sicher auch ein Grund, dass viele Gäste nach dem Essen sehr lange sitzen bleiben. Möchte man gegen 19:00h essen gehen, wird es schwierig einen Platz zu finden, egal in welchem Restaurant.
      
     Ich weiß nicht genau, welche Kapazität die Restaurants auf dem Papier haben. In der Realität wird diese aber nicht erreicht werden können. Die großen Tische bieten 9 Plätze. Da die allermeisten Gäste paarweise unterwegs sind, werden die Tische max. mit 8 Personen belegt. Kleinere Tische haben 5 Sitzplätze, die sind aber bereits mit dem Besteckständer, den Wein- und Wasserkaraffen und Gläsern so beladen, das höchsten 4 Personen Platz finden.
      
     AIDA hat teilweise auf die Platznot reagiert und im Marktrestaurant auf Deck 9 zwei Essensitzungen eingeführt. Zwischen 19:30 und 20:00 schließt das Restaurant, wird kurz durchgefegt und öffnet wieder aufs neue. Das hilft aber leider nicht viel.
      
     Unserer Meinung nach sind die Restaurants zwar schön eingerichtet, aber an vielen Stellen stehen die Essenstheken zu eng zusammen. Es gibt viele kleine Inseln und Ecken, an denen Speisen angeboten werden. Das sieht gut aus, schafft aber zusätzlich Enge und "Suchverkehr".
      
     An der Qualität des Essens gibt es wenig zu meckern. Man könnte höchstens die extrem trockenen Brötchen morgens erwähnen. Dafür gab es reichlich Brotsorten zur Auswahl, die alle sehr frisch waren.
      
     Kritisch erwähnen muss man den Service in den Restaurants. Es sind einfach zu wenig Servicekräfte unterwegs, um den Menschenmassen gerecht zu werden. Frei gewordene Plätze wurden teilweise gar nicht abgeräumt. Auf frische Gläser und neues Besteck musste man auch schon mal warten.
     Vor allem beim Frühstücken war das nervig. Der Kaffee kommt bei AIDA nicht aus Selbstbedienungsautomaten sondern man stellt Kaffeekannen und Tassen auf die Tische. Der Kaffeenachschub klappte dabei meist nur schleppend. Einmal haben wir morgens einen Ober gebeten uns eine Kanne zu bringen. Er hat dann einfach abgewunken und wurde die nächste halbe Stunde nicht gesehen. Das verärgert einen morgens schon.
      
     Das hier beschriebene gilt nur für die Buffetrestaurants. Die zuzahlungspflichtigen Angebote haben wir nicht genutzt und können dazu nichts sagen.
      
     Auch die Preise an Bord sind ordentlich. Trotz 15% Serviceaufschlag dürfte RCCL bei allen Getränken, Longdrinks etc. günstiger sein. Auch die Shops bieten wenig Schnäppchen. Beispielsweise wurden einige Parfüms an Bord teurer verkauft als in der Parfümeriekette zuhause. Kann man machen, dann sollte man aber nicht mit günstigem, weil zollfreiem Einkauf werben.
      
      
    Unser Fazit:
     Alles in allem war es eine schöne Kreuzfahrt. Die Bella an sich ist ein schönes Schiff. Die Liegezeiten in den Häfen waren in Ordnung. Was wirklich störte, war die Überfüllung an Bord.
      
     Unsere nächste KF wird wohl nicht an Bord eines AIDA-Schiffs gemacht. Erst wenn die Route einzigartig wäre, käme AIDA für uns wieder in Frage.
      

  • Kanaren, 07.02.-17.02.2011

    • anton_huegli
    • 27. Februar 2011 um 16:14

    Hallo zusammen, ich habe zu unserer KF mit der AIDA Bella einen Reisebericht verfasst, den ich auch hier bei den AIDA-Fans zur Diskussion stellen möchte.


    Eigentlich sollte das Ganze etwas kürzer ausfallen.......



    Reisebericht AIDA Bella - Kanaren, vom 07.02.-17.02.2011

    Irgendwann im letzten November hatten wir Sehnsucht nach etwas wärmeren Temperaturen. Deshalb haben wir per "Just Aida" eine 10-tägige KF im Februar mit der Bella gebucht.
    Gebucht hatten wir über ein örtliches Reisebüro, dass uns die gleichen Konditionen bieten konnte, wie man sie in den einschlägigen Internetportalen findet (Bordguthaben etc).

    Die Route führte uns von Gran Canaria aus nach Teneriffa - Madeira - Lissabon - Cadiz - Malaga - Tanger - Lanzarote und zurück nach Gran Canaria.

    Dies war mittlerweile unsere 9. Kreuzfahrt. Allerdings war es seit langer Zeit wieder eine KF mit AIDA.
    Angefangen hat das Kreuzfahren 2003 mit der AIDA Cara, ein Jahr später ging es auf die alte Blu.
    Danach folgten NCL, Costa und 4 x RCCL.
    Nun wollten wir AIDA mal wieder eine Chance geben, auch weil mich die neuen Schiffe (Diva, Bella usw.) gereizt haben.

    Im Internet kann man viele verschiedene Bewertungen und Meinungen zu den neuen AIDA-Schiffen finden. Hier kommt nun unser Beitrag dazu........

    Als kurze Erklärung vorab:
    Royal Caribbean ist unsere "Lieblingsreederei" und deshalb auch unser Maßstab bei allem, was wir zur AIDA Bella schreiben.
    Alles was hier steht, ist unsere eigene Meinung, klar ist auch, dass ein anderer Reisender die gleiche Situation völlig anders sehen und beurteilen würde. Das macht ja grade die Vielfalt der Meinungen und Erfahrungen im Forum aus.

    Doch zuerst wollen wir über die Kreuzfahrt an sich erzählen........

    Anreise und Einschiffung:
    Im Gegensatz zu anderen Reedereien verschickt Aida noch richtige Dokumente und auch Kofferanhänger. Bei RCCL z. B. mussten wir uns letztes Jahr Unterlagen und auch Kofferanhänger selber ausdrucken.
    Ungewohnt war nur das Fehlen eines eigenen Flugtickets, aber bei Air Berlin reicht die Buchungsbestätigung von Aida. Leider erlaubt Air Berlin bei Pauschalreisen keinen Web-Checkin von zu hause.

    Unser Flieger ging um 05:50h ab Düsseldorf, die Nacht war also recht kurz. Um nicht Verwandte oder Freunde mitten in der Nacht durchs Ruhrgebiet zu schicken, hatten wir einen Parkplatz bei "http://www.airparks.de" vorgebucht. Für 10 Tage parken inkl. Flughafenshuttle hat das 43,- gekostet. Das Bringen und Abholen lassen wäre wohl nicht billiger gewesen.

    Der Flug wurde wie gesagt von Air Berlin durchgeführt. Da die Flugnummer bei Air Berlin selber nicht buchbar war, vermute ich mal, dass es sich um einen AIDA-Vollcharter gehandelt hat. Viel Platz hat man in der Economy nicht, aber für ca. 4,5 Stunden Flug war es o.k.

    Gegen 09:30h landeten wir in Las Palmas, am Gepäckband ging es rechtzügig und die Shuttlebusse von AIDA standen schon bereit. Wir hatten erst Sorge, das man uns irgendwo zwischenparkt (wie es AIDA wohl auf Teneriffa im Loroparque macht). Aber es ging direkt zum Schiff.
    Wir konnten sofort zum Check-In und weiter an Bord, unser Gepäck wurde direkt vom Bus aus aufs Schiff gebracht. Um 11:00h hatte die Kreuzfahrt richtig begonnen.

    Die Kabinen wurde wurden erst gegen 15:00h freigegeben. Eventuelles Handgepäck konnte man bei Bedarf auf Deck 6 in den Konferenzräumen lagern, allerdings unbewacht.

    Den Rest des Tages haben wir mit dem Erkunden des Schiffs und (welch Überraschung) mit Essen verbracht. Nahe beim Anleger gibt es auch ein großes Einkaufszentrum, da haben wir noch kurz reingeschaut.
    Das Ablegen aus Gran Canaria um Mitternacht haben wir verschlafen.


    Teneriffa, Santa Cruz de Teneriffa
    Früh am nächsten Morgen um 07:00h machte die Bella in Santa Cruz fest. Zu der Zeit lagen wir aber noch in den Federn, ist schließlich Urlaub. Einen größeren Ausflug o.ä. hatten wir nicht geplant.
    Da wir Santa Cruz schon kannten, haben wir uns einfach in die Straßenbahn gesetzt und sind die ganze Linie 1 bis hinauf nach La Laguna (Endhaltestelle „La Trinidad“) gefahren, das dauerte ca. 45 min. Ich war überrascht, wie viel Steigung so eine Straßenbahn verkraftet.
    In La Laguna gibt es eine sehenswerte kleine Altstadt, die wir zu Fuß erkundet haben, danach ging es mit der gleichen Linie wieder zurück nach Santa Cruz. Auf der Rückfahrt lohnt es sich, einen Sitzplatz hinter dem Fahrer zu ergattern, da man fast die ganze Zeit bergab fährt, ergeben sich schöne Aussichten auf das tiefer liegende Santa Cruz.
    Hin- und Rückfahrt haben uns pro Person 2,60€ gekostet und wir hatten einen schönen Halbtagesausflug.
    Ab dem Hafenausgang in Santa Cruz ist die nächste Haltestelle Richtung La Laguna bereits ausgeschildert. Vom Schiff aus waren es ca. 15 min. Fußweg, mit dem kostenlosen Shuttlebus des Hafens sind es vielleicht noch 5 Minuten.

    Um 14:00h legte die Bella ab. Nachmittags wurde dann die obligatorische Rettungsübung abgehalten, bei AIDA noch mit angelegter Rettungsweste.


    Madeira, Funchal
    Für Madeira hatten wir per Internet einen Mietwagen gebucht, bei Bravacar. Wie bei vielen anderen Mietwagenfirmen auch, wird man am Hafen eingesammelt und zum Büro der Firma gefahren. Dort nimmt man dann den Mietwagen in Empfang. Abgegeben haben wir den Wagen auch am Büro und wurden anschließend per Shuttle wieder zum Hafen gebracht.

    Wir hatten uns für einen Renault Clio entschieden. Unser Wagen hatte bereits 120.000 km gelaufen, machte aber außer diversen Klappergeräuschen im Innenraum einen funktionstüchtigen Eindruck.
    Um die teils sehr steilen Straßen auf Madeira zu bewältigen, mussten wir den Clio aber hochtourig fahren, sonst ging nix.
    Wir hatten ein Navigationsgerät mitgenommen, inkl. aller nötigen Karten. Es hat uns gute Dienste geleistet und kannte auch auf Madeira die Wege.

    Funchal und Monte kannten wir schon, deshalb ging es sofort los Richtung Porto Moniz, zu den Lavaschwimmbecken. Auf dem Hinweg sind wir erstmal Richtung Nordseite der Insel gefahren, um von Sao Vicente aus die schöne Nordküste Richtung Porto Moniz zu sehen. Leider ist die alte Küstenstraße nicht mehr geöffnet, viele Teile sind durch Tunnel ersetzt worden. Lohnenswert ist die Aussicht aber immer noch.
    Von Porto Moniz ging es über die Hochebene Paul da Serra zurück Richtung Funchal. Leider war das Wetter ziemlich mies, mit Regen und Nebel. Aber das hat der Fahrt über die Hochebene eine besondere Note gegeben. Teilweise wirkte es schon unwirklich, wenn aus dichtem Nebel schemenhafte Bergspitzen auftauchten oder links und rechts von der Strasse außer grauer Suppe gar nichts zu sehen war.
    Die Aussicht bei gutem Wetter dürfte spektakulär sein und ein Grund, Madeira nochmal zu besuchen.

    Dann haben wir noch das Cabo Girao und Camara de Lobos besucht. Am Cabo blieb uns das schlechte Wetter treu, also ging es gleich weiter zu Winston Churchills Lieblingspunkt auf Madeira. Die süße kleine Altstadt rund um den kleinen Fischerhafen ist ganz nett, aber viel Zeit braucht man hier nicht einzuplanen. Da das Wetter besser wurde, sind wir kurzentschlossen nochmal zum Cabo Girao hochgefahren. Diesmal wurden wir mit einer besseren Aussicht belohnt. Trotz des Wetters war es ein sehr schöner Tag.


    Seetag
    Von dem Weg nach Lissabon gibt es wenig zu erzählen. Ein Sturmtief bei Island hat laut unserem Kapitän Husmann seine Wellen soweit nach Süden geschickt, dass die Bella ordentlich durchgeschaukelt wurde. Prompt wurden die guten K***tüten auf dem Schiff verteilt.
    Wir waren nachmittags im Fitnessstudio, aber Laufband und Wellengang ergaben keine sinnvolle Kombination.


    Lissabon
    Hier lohnt sich frühes Aufstehen, denn die Einfahrt nach Lissabon ist ein Erlebnis. Vor allem, wenn die Brücke des 25. April immer größer wird und das Schiff schließlich doch darunter her passt.

    In seiner morgendlichen Ansprache kündigte Kapitän Husmann durchwachsenes bis schlechtes Wetter an. Gott sei Dank lies sich das schlechte Wetter aber Zeit bis zum Nachmittag. So konnten wir morgens wie geplant zur Christus-Statue auf der anderen Seite der Tejobucht aufbrechen.

    Das Schiff lag direkt unterhalb der Brücke, im Hafen Alcantara-Mar. Von dort aus erreicht man in ca. 10 Minuten zu Fuß einen Bahnhof für Vorortzüge und etwas weiter dahinter eine Haltestelle der Straßenbahn. Von dort fährt man zur Station Cais do Sodre, dort legen auch die Fähren Richtung Cristo Rei (die erwähnte Statue) ab. Per Fähre erreicht man in ca. 15 Minuten Cacilhas. Am Ausgang des Fähranlegers ist ein Busbahnhof, von dort fährt die Linie 101 alle halbe Stunde zum Cristo Rei.
    Geht man ab Busbahnhof die Hauptstraße „Rua Cândido dos Reis“ entlang, stößt man nach wenigen Minuten auf die Touristeninformation, wo es Stadtpläne und gute Tipps gibt.

    Am Cristo Rei angekommen, schaut man erstmal zur riesigen Statue auf, der Betonsockel und die Statue selber sind ca. 110 Meter hoch. Das ganze Gelände liegt oberhalb der Brücke. Man hat schon ohne die Statue zu erklimmen einen tollen Blick auf das gegenüberliegende Lissabon und die Brücke.

    Die Touristeninfo hatte uns einen schönen Fußweg zurück empfohlen. Vom Aussichtpunkt „Miradouro Luís de Queiroz“ kann man mit dem Aufzug „Boca do Vento“ zum „Jardim do Rio“ (Garten des Flusses) fahren. Von dort führt ein Fußweg, die „Rua do Ginja“ entlang der alten Hafenanlagen und Lagerhäuser. Das ganze hat seinen eigene Charme, weil alles dreckig und verfallen ist. Im Dunkeln würden wir da nicht hergehen, aber bei Tag kann man die morbide Atmosphäre auf sich wirken lassen. Man kommt so übrigens direkt wieder zum Fähranleger.


    Als zweiten und letzten Programmpunkt des Tages hatten wir uns einen Besuch des "Parks der Nationen", dem ehemaligen Expogelände Lissabons, vorgenommen. Dort haben wir das Ozeanium besucht, ein sehr bekanntes Aquarium mit vielen verschiedenen Tierarten. Das Expogelände ist von Cais do Sodre aus gut per Metro zu erreichen (mit der grünen Linie bis Alamada und dann die rote Linie bis Endstation "Oriente").

    Auch der Rückweg war einfach, per Metro zurück zu Cais do Sodre, von dort per Straßenbahn nach Alcantara-Mar.

    Kaum waren wieder an Bord der Bella, zogen dunkle Wolken und eine ordentliche Regenfront vom Atlantik herein. Schade, weil dadurch das Auslaufen vorbei an den Sehenswürdigkeiten etwas getrübt wurde.


    Cadiz
    Etwa zum Mittagessen lief die Bella am folgenden Tag in Cadiz ein.
    Da wir schon öfter hier waren, hatten wir keine Lust auf einen Besuch der Altstadt. Stattdessen sind wir in Richtung Neustadt gelaufen. Per Google Maps hatten wir uns zuhause den Weg zu einem Kaufhaus von "El Corte Ingles" gesucht.
    Ansonsten diente der Tag mehr der Erholung.


    Malaga (für uns Gibraltar, Puerto Banus und Marbella)
    Da wir auch Malaga schon kannten, gab es hier den nächsten Mietwagen. Eine Tour die Costa del Sol runter Richtung Gibraltar stand auf dem Programm. Hier hat unser Navi wieder wertvolle Dienste geleistet.

    Das fing bereits beim Suchen der Mietwagenstation an. Da wir an einem Sonntag in Malaga waren, konnten wir nur Mietwagenanbieter finden, die ihre Büros rund um den Bahnhof von Malaga hatten. Der Hafenshuttle (Hin-Zurück 3,40€ p.P.) brachte einen leider nur zu einer Haltestelle direkt außerhalb des Hafens. Von dort waren es noch ca. 2 km zu laufen. Dank Navi haben wir den Weg recht schnell gefunden.

    Wir hatten per Internet bei Sunnycars einen Wagen gebucht, letzendlich war der Wagen von Aurigacrown. Einige Mitreisende erzählten uns von vielen Beschwerden und Schäden an Wagen bei Aurigacrown. Unser Peugeot 207 war aber mit seinen 11.000 km ziemlich neu und tadellos in Ordnung.

    Bis Gibraltar sind es etwa 130 km, das meiste davon führt entlang der Küste und bietet einige schöne Aussichten. Parallel zur normalen Straße verläuft eine mautpflichtige Autobahn, die braucht man aber nicht zu nutzen. Bis auf wenige Ortsdurchfahrten kommt man auch so zügig voran. Wir bis Gibraltar etwa 1Std. 15min. gebraucht. Wie das unter der Woche mit Berufsverkehr aussieht, weiß ich nicht. Die Strassen dürften aber deutlich voller sein.

    Im Internet wird empfohlen, nicht mit dem Auto die Grenze in Gibraltar zu passieren, weil man beim rein- und rausfahren ordentlich gefilzt wird. Den Schlangen vor den Grenzhäuschen nach ist das auch so. Direkt an der Grenze in La Linea gibt es diverse Parkmöglichkeiten, einige Euro Parkgebühr sollte man dafür aber einkalkulieren.

    Wir waren 2004 schon einmal in Gibraltar. Dieses Mal war aber wie schon erwähnt Sonntag und viele Geschäfte waren geschlossen. Dafür war es nicht besonders voll.
    Eigentlich wollten wir mit der Seilbahn auf den Felsen herauf fahren. Leider hatte die Seilbahn wegen starkem Wind geschlossen. So sind wir über die Main Street flaniert, haben uns einige Parks abgesehen und sind nach einigen Stunden wieder zurück zu Auto gegangen. Die in Gibraltar immer spektakuläre Landung eines Fliegers haben wir leider knapp verpasst.

    Weiter ging es Richtung Puerto Banus, ein kleiner Ort nahe Marbella, wo die Reichen und noch Reicheren im Yachthafen ihre Spielzeuge liegen haben. Von der 60-Meter-Yacht bis zum Tretboot gab es viel zu sehen. Offensichtlich ist aber die globale Finanzkrise nicht spurlos an den Yachtbesitzern vorbeigegangen. Mehr als die Hälfte aller Yachten stand zum Verkauf, Preise waren leider nicht angegeben.

    Zuletzt machten wir noch einen Abstecher nach Marbella und sind die schöne Strandpromenade entlang gewandert. Leider wurde das Wetter immer schlechter, so haben wir den Tag schneller als geplant beendet.


    Tanger
    Für Tanger hatten wir den einzigen Ausflug von AIDA gebucht (TAN01). Die Tour sollte uns durch die Altstadt, zu den Herkulesgrotten und zum Cap Spartel führen. Den vielen Bussen mit den Schildern "TAN01" nach, hatte das halbe Schiff den gleichen Ausflug gebucht. Dafür lief die Organisation und Betreuung durch die AIDA-Scouts ziemlich gut.

    In anderen Reiseberichten haben wir schon einiges über Tanger gelesen. Die Meinungen gehen ja von "Bloß nicht an Land" bis zu "Kein Problem auch als blonde Frau". Die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte.

    Der Bus machte zunächst eine Runde durch die Stadt und setzte unsere Gruppe dann oberhalb der Altstadt ab. Von hier lotste uns der einheimische Führer in gut verständlichem Deutsch zu Fuß weiter. "Gekrönt" wurde die Stadtführung durch einen Besuch in einer sog. Apotheke, die sich als Verkaufsveranstaltung für Gewürze usw. entpuppte. Das war soweit noch in Ordnung, aber AIDA sollte auf solche Programmpunkte in den Ausflugsbeschreibungen hinweisen.

    Deutlich nerviger waren die vielen fliegenden Händler, die uns vor der "Apotheke" erwarteten und uns Schmuck usw. andrehen wollten. Hier muss man seine (hoffentlich) gute Erziehung mal vergessen, weil diese Händler ein freundliches "Nein" als Einladung zu intensiven Verkaufsgesprächen verstehen. Am besten hat es geholfen, die Händler einfach nicht zu beachten (nicht anschauen und schon gar nichts sagen).

    Wir besuchten noch einen Markt mit Obst, Gemüse und Fleisch. Spätestens der Besuch im Untergeschoss zeigte uns, dass eine lückenlose Kühlkette völlig überbewertet wird....
    Aber ein Erlebnis für Auge und Nase war das schon.

    Der Bus wartete unterhalb der Altstadt auf uns und die Fahrt ging weiter zu den Grotten und zum Cap Spartel, beides recht schöne Orte. Am Cap gab es noch einen leckeren Pfefferminztee und Gebäck (im Ausflugspreis enthalten). Danach ging die Fahrt zurück zum Schiff.

    Ich habe mich dann nachmittags noch mal allein auf den Weg in die Altstadt gemacht. Die Händler haben mich in Ruhe gelassen und ich bin bis hinauf zur Moschee gelaufen. Deren Turm ist das höchste Bauwerk in Tanger und auch vom Schiff aus gut zu sehen.

    Der Tag endete für mich mit platten Füßen.


    Seetag
    In aller Kürze: Easy going, Essen, Seegang und wieder viele Tüten an den Geländern.


    Lanzarote
    Alle Reiseberichte, die wir vor der KF gelesen haben, waren sich einig. Für Lanzarote sollte man unbedingt einen Mietwagen buchen. Recht haben sie.

    Auf Lanzarote ist die Mietwagenfirma Cabreramedina bzw. Cicar beheimatet. Netterweise besitzen sie ein großes Büro direkt am Schiffsanleger. Da das natürlich viele Gäste an Bord wissen, sollte man früh von Bord gehen. Dann sind die Wartezeiten gering.

    Wir hatten einen Opel Corsa gebucht, bekommen haben wir ein schönes Saab 9.3 Cabrio. Eine wirklich schöne Überraschung, vor allem, weil auch das Wetter in Lanzarote den ganzen Tag richtig gut war. Einziger Nachteil an dem kostenlosen Wagen-Upgrade war ein kräftiger Sonnenbrand im Gesicht. Aber das war „verschmerzbar“.

    Ein weiterer Tipp für Lanzarote ist es, möglichst früh zum Timanfaya-Nationalpark zu fahren. Je nach Richtung aus der man kommt, liegt die Einfahrt zum Park einige Minuen hinter dem Besucherzentrum oder hinter dem Parkplatz, wo Kamelreiten angeboten wird. Die Einfahrt selber besteht aus einem schmalen Teerweg und einem kleinen Kassenhäuschen mit Schranke. Im Eintritt von 8€ p. P. ist eine Bustour durch den Vulkan-Nationalpark enthalten. Folgt man der Teerstraße, kommt man zu einem Restaurant mit Souvenirshop, von dort fahren auch die Busse ihre Runden.

    Leider darf man während der ca. 40-minütigen Bustour nicht aussteigen, aber es lohnt sich trotzdem.
    Nachdem wir unsere Tour gemacht hatten, war es rund das Restaurant brechend voll geworden. Alle später angekommenen Touris mussten mit längeren Wartezeiten vor den Bussen rechnen.

    Weiter ging es zum Krater "El Golfo", eine kleine, giftgrüne Lagune direkt am Meer. Der grüne „Tümpel“ selber ist gar nicht so interessant, aber die schöne Bucht mit ihrer hohen Brandung war schon sehenswert.

    Danach durfte ich eine längere Strecke "oben ohne" fahren. Bei strahlender Sonne lag unser nächstes Ziel am nördlichen Ende der Insel, der Mirador del Rio. Von El Golfo aus waren wir etwa 1,5 Stunden unterwegs. Der Mirador wurde von Cesar Manrique gestaltet und kostet 4,50.€ Eintritt. Die Aussicht von der Klippe auf die kleine Insel "La Graciosa" gegenüber bekommt man auch gratis neben dem Mirador. Wir halten den Eintritt trotzdem für eine gute Investition, weil der Mirador schön gestaltet ist.
    Der eine oder andere erinnert sich vielleicht noch an die ZDF-Weihnachtsserie "Timm Thaler", Teile davon wurden im Mirador gedreht.

    Der nächste Halt waren die Lavahöhlen "Jameos del Aqua", ebenfalls von Cesar Manrique gestaltet. Ebenfalls ein lohnender Besuch.

    Schade, der Tag war fast rum und den schönen Wagen mussten wir dann am Hafen wieder abgeben. Das war leider auch die letzte Station der KF. Am nächsten Morgen stand Gran Canaria und damit die Heimreise auf dem Programm.

    Für alle Sehenswürdigkeiten:
    Wer sich vorher selber einen Eindruck über die ganzen Sehenswürdigkeiten verschaffen möchte, findet im Internet reichlich Bilder und Berichte.
    Das hat uns geholfen, vorher festzulegen, was wir sehen wollen und was nicht.

    Mit der Landung in Düsseldorf und der Fahrt nach Hause, endete unsere KF. Sie hat uns gut gefallen, auch wenn das Wetter nicht immer gut war.


    Kommen wir jetzt zum zweiten Teil des Berichts. Hier wird gelobt, verglichen und auch kritisiert.
      
    Online Checkin per MyAida.de:
     Mit Namen und Buchungsnummer konnten wir uns unter myaida.de einloggen und z.B. Ausflüge vorbuchen und natürlich auch unsere Daten für das "Schiffsmanifest" erfassen.
     Laut AIDA muss das Manifest spätestens 3 Wochen vor Reisebeginn ausgefüllt sein. Warum dieser Termin nicht deutlich sichtbar in myaida.de anzeigt wird, weiß ich nicht. Vor allem, weil man dort für seine Reise einen Kalender/Zeitplaner findet. Dort hätten sich solche Hinweise gut gemacht.
      
     Bei RCCL konnte man die Daten bis etwa 3 Tage vor Reisebeginn eingeben. Deshalb waren wir überrascht, als das Reisebüro unsere Daten für das Schiffsmanifest angemahnt hat.
     Leider hat die Erfassung dann nicht mehr in myaida.de funktioniert, hier musste dann das Reisebüro ran.
      
      
    Zum Schiff allgemein:
     Die Daten zur AIDA Bella kann jeder im Internet nachlesen, deshalb spare ich mir das hier.
     Mit ca. 2300 Gästen war die KF annähernd ausgebucht. Dazu kamen ca. 620 Personen Besatzung.
      
     Das Design hat uns in eigentlich allen Bereichen gut gefallen. Es dominieren rote und orange Farben. Der europäische Geschmack muss keine wilden Farbangriffe fürchten (wer schon mal auf der Costa Atlantica und dort in der „Coral Lounge“ war, weiß vielleicht was ich meine).
      
     Unsere generelle Kritik zum Schiff lautet, dass alles zu eng und zu voll ist. Zumindest bei hoher Auslastung ist das so, aber diese scheint es bei Aida ja fast immer zu geben. Es gibt unserer Meinung nach für die Menge an Passagieren zu wenig öffentliche Bereiche.
     Vergleicht man die nackten Daten der Bella (252m lang, 2500 Passagiere, 69.200 BRZ) mit denen der Brilliance of the Seas von RCCL (293m lang, 2500 Passagiere, 90.090BRZ) sieht man schon anhand der Zahlen, was wir meinen. Vergleicht man nur die Summe der öffentlich zugänglichen Räume beider Schiffe, dürften die Unterschiede noch klarer ausfallen.
     Zur Info: Mit der Brilliance otS haben wir 2007 unsere erste RCCL-KF gemacht.
      
      
    Kabine:
     Wir hatten die Innenkabine 6547 im hinteren Bereich des Schiffes zugeteilt bekommen. Sie lag günstig, weil die Restaurants ebenfalls im Heckbereich liegen und wir so nur wenige Decks nach oben gehen mussten.
     Die Kabine war sauber, platzmäßig völlig ausreichend und hatte ein schönes kleines Bad, sogar mit Duschkabine (ich hasse Duschvorhänge). Stauraum war auch genug vorhanden. Die leeren Koffer passten unter das Doppelbett.
      
     Ungewohnt war ein großes Regal neben dem Bett, dort konnte ich fast alle meine Sachen verstauen. Es gab aber nur eine kleine Metallkante, die Gegenstände gegen Verrutschen schützen sollte.
     Das erscheint mir bei starkem Seegang etwas zu wenig zu sein. Immerhin stehen in dem Regal auch Zeitungsständer, Wasserflaschen und Gläser. Diese Dinge müssen mich nachts bei Seegang nicht unbedingt "besuchen" kommen.
      
     Da Aida im Gegensatz zu RCCL auf eine Couch und einen kleinen Tisch verzichtet, hat man mehr Platz, um die Betten herum und kann sich in der Kabine besser bewegen. Tisch und Couch haben wir nicht vermisst.
     Ein Flat-TV rundet die Kabine ab, es war von beiden Betten gut einzusehen.
      
      
    iTV:
     "iTV " ist AIDAs Fernseh- und Entertainmentsystem. Im Gegensatz zu RCCL reagiert es sehr schnell auf Eingaben und ist insges. eine tolle Sache. Gut gefallen haben uns die regelmäßig aktualisierten Nachrichten und die Seekarte mit der aktuellen Schiffsposition. Auch die Bug- und Heckkamera sind für den „taktischen Wetterblick“ sinnvoll. Die angebotenen deutschen Fernsehsender standen immer zur Verfügung.
      
     Selbstverständlich konnte man auch jederzeit das eigene Bordkonto einsehen. Für einige Funktionen fordert iTV eine PIN-Eingabe. Die PIN findet man in seinen Reiseunterlagen. Kostenpflichtige Funktionen wie z. B. Email haben wir nicht genutzt.
      
      
    Kabinenservice:
     Unsere Kabine wurde nur einmal pro Tag vom Kabinesteward besucht und gereinigt. Bei amerikanischen Schiffen geschieht dies in der Regel 2x. Bei RCCL ergaben sich immer wieder nette Gespräche mit unseren Stewards, vor allem auch, weil diese sich am ersten Tag bei den Gästen persönlich vorstellten.
      
     Bis auf zwei kurze Momente haben wir unseren Steward auf der Bella nie zu Gesicht bekommen.
     Mitreisende haben auch erzählt, dass ihre Kabinen teilweise erst nachmittags gereinigt wurden. Vielleicht beschäftigt AIDA weniger Servicekräfte und diese müssen deshalb mehr Kabinen reinigen.
      
     Handtuch-Tierchen gab es abends auch nicht. Ob man die als kleine Aufmerksamkeit braucht, muss jeder selber wissen. Netter Nebeneffekt war aber, dass es bei RCCL immer reichlich Handtücher auf der Kabine gab. Auf der Bella dauerte es meist bis zum nächsten Tag, bis dreckige Handtücher ersetzt wurden.
      
     Es scheint auf der Bella keinen Bringservice zu geben. Es war nicht möglich, sich die Mahlzeiten auf die Kabine liefern zu lassen. Ob es die Möglichkeit erst ab Balkonkabinen gibt, oder vielleicht gar nicht auf AIDA-Schiffen, konnte ich nicht in Erfahrung bringen.
      
      
    Theatrium:
     Das Theatrium gibt den neuen AIDA-Schiffen einen eigenen Charakter. Meines Wissens hat das sonst keine Schiffsklasse. Das Theatrium soll der zentrale Ort im Schiff sein und reicht von Deck 9 über Deck 10 bis Deck 11 hinauf. Im Theatrium ist meist etwas los, entweder laufen Proben oder Künstler treten auf. Teilweise werden auch Filme gezeigt oder Quizshows veranstaltet.
     AIDA verzichtet dafür bei den neuen Schiffen auf ein eigenes Theater. Bei den meisten anderen Schiffen ist es vorne im Bugbereich untergebracht.
     Wie der Name "Theatrium" sagt, soll es außerdem auch ein Atriumersatz sein. Der vorhandene Raum würde durch das Konzept besser ausgenutzt, sagt AIDA.
      
     Eigentlich ist die Idee dahinter gut. Leider gibt es aber in der Praxis einige Probleme mit dem Theatrium. Es gibt recht wenig Sitzplätze. Will man eine Show sehen, muss man schon frühzeitig im Theatrium sein, um einen guten Platz zu finden. Außerdem ist die Sicht grade von Deck 11 sehr eingeschränkt, weil man von dort auf die Bühne 2 Decks tiefer schauen muss.
     Das Theatrium liegt in der Mitte des Schiffs, zwangläufig muss man immer wieder durchlaufen, wenn man am Bordleben teilnehmen will. Das sorgt grade bei Shows für eine ständige Unruhe, die vielleicht auch die Künstler stört.
     Ansonsten sind die Bars so angeordnet, dass sie sich nicht gegenseitig stören. In der sternförmigen AIDA-Bar vorne auf Deck 10 hört man fast nichts mehr aus dem Theatrium.
      
     Aus Sicht von AIDA wird der Schiffsraum sicher besser genutzt. Ein eigenständiges Theater gibt es nicht, der Platz wurde mit weiteren Kabinen für mehr Gäste genutzt. Somit passen mehr zahlende Gäste auf das Schiff. Leider wurde der zur Verfügung stehende öffentliche Raum nicht entsprechend erweitert.
      
      
    Sonnendecks:
     Bei gutem Wetter wird jede freie Stelle mit Sonnenliegen ausgestattet. Dann wird es richtig voll und eng an Deck. Dann werden auch in guter deutscher Manier ab morgens schon Liegen reserviert.
     Zusätzlich gibt es noch einen abgetrennten FKK-Bereich. Da wir durchwachsenes Wetter hatten, war dort nie etwas los.
      
     Wir haben gelegentlich versucht ein Plätzchen zum Lesen zu finden. Meist hat das wegen Überfüllung nicht funktioniert.
      
      
    Wellness Oase:
     Auf Deck 12 und 13 gibt es die Wellness Oase. Dabei handelt es sich um einen abgetrennten Bereich mit großem Whirlpool und vielen Liegen, Sitzecken und Hängematten. Dummerweise kassiert AIDA dafür gesonderten Eintritt, bei uns 15,- Pro Tag. Dafür werden angeblich nur eine bestimmte Menge an Eintrittskarten verkauft, damit es in der Oase nicht zu voll wird.
     Wir haben uns den Eintritt nicht gegönnt, weil wir das für ziemlich überteuert halten. Erst verknappt man die Räume (siehe Theatrium) und danach kassiert man zusätzlich ab, um doch ruhiges Plätzchen anbieten zu können.
     Fairerweise muss man sagen, dass nicht nur AIDA solche „Extras“ anbietet.
      
      
    Essen und Trinken
     Es gibt 3 große Buffetrestaurants, jeweils auf Deck 9, 10 und 11. Alle öffnen abends um 18:00h. Bereits 15 Minuten vorher bildeten sich Menschenschlangen vor den Eingängen.
     Roten und weißen Tischwein sowie Bier und Softdrinks gibt es in den Restaurants zu den Essenszeiten kostenlos. Sicher auch ein Grund, dass viele Gäste nach dem Essen sehr lange sitzen bleiben. Möchte man gegen 19:00h essen gehen, wird es schwierig einen Platz zu finden, egal in welchem Restaurant.
      
     Ich weiß nicht genau, welche Kapazität die Restaurants auf dem Papier haben. In der Realität wird diese aber nicht erreicht werden können. Die großen Tische bieten 9 Plätze. Da die allermeisten Gäste paarweise unterwegs sind, werden die Tische max. mit 8 Personen belegt. Kleinere Tische haben 5 Sitzplätze, die sind aber bereits mit dem Besteckständer, den Wein- und Wasserkaraffen und Gläsern so beladen, das höchsten 4 Personen Platz finden.
      
     AIDA hat teilweise auf die Platznot reagiert und im Marktrestaurant auf Deck 9 zwei Essensitzungen eingeführt. Zwischen 19:30 und 20:00 schließt das Restaurant, wird kurz durchgefegt und öffnet wieder aufs neue. Das hilft aber leider nicht viel.
      
     Unserer Meinung nach sind die Restaurants zwar schön eingerichtet, aber an vielen Stellen stehen die Essenstheken zu eng zusammen. Es gibt viele kleine Inseln und Ecken, an denen Speisen angeboten werden. Das sieht gut aus, schafft aber zusätzlich Enge und "Suchverkehr".
      
     An der Qualität des Essens gibt es wenig zu meckern. Man könnte höchstens die extrem trockenen Brötchen morgens erwähnen. Dafür gab es reichlich Brotsorten zur Auswahl, die alle sehr frisch waren.
      
     Kritisch erwähnen muss man den Service in den Restaurants. Es sind einfach zu wenig Servicekräfte unterwegs, um den Menschenmassen gerecht zu werden. Frei gewordene Plätze wurden teilweise gar nicht abgeräumt. Auf frische Gläser und neues Besteck musste man auch schon mal warten.
     Vor allem beim Frühstücken war das nervig. Der Kaffee kommt bei AIDA nicht aus Selbstbedienungsautomaten sondern man stellt Kaffeekannen und Tassen auf die Tische. Der Kaffeenachschub klappte dabei meist nur schleppend. Einmal haben wir morgens einen Ober gebeten uns eine Kanne zu bringen. Er hat dann einfach abgewunken und wurde die nächste halbe Stunde nicht gesehen. Das verärgert einen morgens schon.
      
     Das hier beschriebene gilt nur für die Buffetrestaurants. Die zuzahlungspflichtigen Angebote haben wir nicht genutzt und können dazu nichts sagen.
      
     Auch die Preise an Bord sind ordentlich. Trotz 15% Serviceaufschlag dürfte RCCL bei allen Getränken, Longdrinks etc. günstiger sein. Auch die Shops bieten wenig Schnäppchen. Beispielsweise wurden einige Parfüms an Bord teurer verkauft als in der Parfümeriekette zuhause. Kann man machen, dann sollte man aber nicht mit günstigem, weil zollfreiem Einkauf werben.
      
      
    Unser Fazit:
     Alles in allem war es eine schöne Kreuzfahrt. Die Bella an sich ist ein schönes Schiff. Die Liegezeiten in den Häfen waren in Ordnung. Was wirklich störte, war die Überfüllung an Bord.
      
     Unsere nächste KF wird wohl nicht an Bord eines AIDA-Schiffs gemacht. Erst wenn die Route einzigartig wäre, käme AIDA für uns wieder in Frage.
      

  • Kanaren - alle Inseln - Mietwagen (bis 12/2012)

    • anton_huegli
    • 3. Februar 2011 um 12:41

    Hallo,

    vor dem Problem stehe ich auch grade, wir sind ab dem 07.02. mit der Bella unterwegs und wollen uns in Funchal einen Mietwagen nehmen.

    Cabrera Medina gibt es auf den Kanaren nicht, das stimmt.
    Ansonsten scheinen viele Vermieter auf der erwähnten Estrada Monumental zu berfinden. Das muss die Hauptstrasse an den Hotels vorbei Richtung Westen sein.
    Vom Hafen aus Laufen, dürfte zu weit sein. Bleibt nur Bus oder Taxi.

    Kenn jemand örtliche vermieter in Hafennähe?

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